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PDF/A-2 – zentrales Thema auf der PDF/A-Konferenz in Rom

Das PDF/A Competence Center veranstaltet in diesem Jahr seine vierte internationale PDF/A-Konferenz. Einen Schwerpunkt bildet hierbei der neue Normteil PDF/A-2, der kurz vor seiner Fertigstellung steht. Experten informieren dort über die Weiterentwicklung des Standards und erläutern, ob, wann bzw. wie eine Umstellung sinnvoll ist. Darüber hinaus präsentieren einige Anbieter innerhalb der Ausstellung ihre ersten „PDF/A-2 ready“- Lösungen.


Bereits Ende 2005 hat das ISO-Komitee ISOTC171 das Format PDF/A-1 als internationalen Standard ISO19005-1 für die Langzeitarchivierung veröffentlicht. Vor allem die Bereiche Verwaltung, Archive, Bibliotheken und Verlage, Banken und Versicherungen sowie die Industrie profitieren von PDF/A, da sie digitale Dokumente mit diesem Standard dauerhaft archivieren können.

Im Sommer dieses Jahres wurde die Arbeit am zweiten Normteil, PDF/A-2, aus technischer Sicht abgeschlossen. Mit dessen Veröffentlichung ist Anfang 2011 zu rechnen. Während PDF/A-1 auf dem PDF-Format Version 1.4 basiert, kann PDF/A-2, das dann auf dem eigenständigen ISO-Standard 32000-1 basiert, Funktionen nutzen, die erst mit PDF in der Version 1.7 verfügbar wurden.

Dazu gehören unter anderem folgende wesentliche Neuerungen:

JPEG2000 Bildkompression
Die Aufnahme des leistungsfähigen Kompressionsverfahrens JPEG2000 ist unter anderem für gescannte Dokumente interessant, da sich hiermit höhere Kompressionsraten bei besserer Qualität erzielen lassen als mit dem älteren JPEG-Format. Weiterhin bietet JPEG2000 auch eine verlustfreie Kompressionsstufe an.

Eingebettete PDF/A-Dateien via Collections Die Collections werden in Acrobat „Portfolios“ genannt. Mit dieser Funktion kann der Anwender mehrere Dateien in einem „Container-PDF“ vereinen. Mit PDF/A-2 lassen sich nun PDF/A-Collections aus mehreren PDF/ADateien zusammenstellen. Andere Dateiformate als PDF/A sind in diesen Collections explizit nicht zulässig. Ein gutes Anwendungsbeispiel ist etwa die Archivierung von E-Mails samt Attachments in einer PDF/A-Collection.

Digitale Signaturen Bereits PDF/A-1 ermöglicht die Verwendung von elektronischen Signaturen. In PDF/A-2 werden die Signaturen nun gemäß dem PadESStandard, den das European Telecommunications Standards Institute herausgegeben hat, eingebunden und verwendet. Bei PAdES (PDF Advanced Electronic Signatures) handelt es sich um einen Satz von Einschränkungen und Erweiterungen zum PDF-Standard gemäß ISO 32000-1.

„PDF/A-2 bietet darüber hinaus noch weitere Neuerungen wie beispielsweise die erweiterte Darstellung von Transparenzen, die Unterstützung von PDF-Layern, die direkte Einbindung von OpenType- Schriften und zusätzliche Möglichkeiten bei der Verwendung von Metadaten,“ fasst Olaf Drümmer, Vorstandsmitglied des PDF/A Competence Center, zusammen. „Inwieweit diese einen Umstieg auf den neuen Normteil rechtfertigen, sollten Anwender individuell beurteilen.“ Dazu bietet die PDF/A-Konferenz eine hervorragende Informationsplattform. Alle Neuerungen und Verbesserungen werden aus der Anwender- und Entwicklerperspektive in Workshops, Vorträgen und einer Keynote betrachtet. „Wir wollen die Teilnehmer bei ihren Überlegungen, ob sie auf PDF/A-2 updaten sollen, durch unser Wissen beraten und unterstützen“, so Drümmer. „Sie erhalten zusätzlich das notwendige Know-how, um eine Migrationsstrategie erfolgreich umzusetzen.“

Unternehmen und öffentliche Organisationen, die PDF/A-2 favorisieren, müssen natürlich entsprechende Werkzeuge einsetzen, die den neuen Normteil berücksichtigen. Adobe hat bereits bestätigt, dass die kommenden Versionen seiner Produkte PDF/A-2 unterstützen. Auf der die PDF/AKonferenz begleitenden Ausstellung zeigen Unternehmen wie callas, LuraTech, PDF Tools und SEAL Systems erste „PDF/A-2 ready“-Produkte.


Die PDF/A-Konferenz findet vom 29. September bis 1. Oktober 2010 in Rom statt. Die Teilnahme kostet 890 Euro zzgl. MwSt. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.pdfa.org.


Über PDF/A PDF/A ist der ISO Standard 19005 für die Langzeitarchivierung im PDFFormat. Es stellt eine eingegrenzte Variante von PDF dar, ein standardisiertes Profil zur Verwendung von PDF in der Langzeitarchivierung. Der Standard schreibt detailliert vor, welche Inhalte erlaubt sind und welche nicht. Durch diese und andere Vorschriften soll eine langfristige Lesbarkeit der Dokumente garantiert sein – und zwar unabhängig davon, mit welcher Anwendungssoftware und auf welchem Betriebssystem sie ursprünglich erstellt wurden. Die Vorteile von PDF/A, wie zum Beispiel die Fähigkeit zur Volltextsuche, machen es zu einem bevorzugtem Archivierungsformat, das bei zahlreichen internationalen Behörden und Unternehmen das TIFF-Format inzwischen verdrängt hat.

Über das PDF/A Competence Center Das PDF/A Competence Center wurde 2006 als internationaler Verband gegründet. Ziel des Verbandes ist die Förderung des Informations- und Erfahrungsaustausches auf dem Gebiet der Langzeitarchivierung gemäß ISO 19005: PDF/A. Der Vorstand setzt sich aus Führungskräften der Unternehmen callas software GmbH, Compart AG, intarsys consulting GmbH, LuraTech Europe GmbH, PDF Tools AG (CH), PDFlib GmbH und der SEAL Systems AG zusammen. Innerhalb von weniger als drei Jahren traten über 100 Unternehmen und diverse Experten aus ca. 20 Ländern dem PDF/A Competence Center als Mitglied bei. Vorstandsvorsitzender ist Harald Grumser, CEO der Compart AG. Dr. Hans Bärfuss, CEO der PDF Tools AG, Schweiz, ist stellvertretender Vorstandsvorsitzender.

Scannen in Server Based Computing-Infrastrukturen

TSX Scan von Thinstuff: Scannen jetzt auch in Terminalserver-Umgebungen direkt am Arbeitsplatz    

Viele Unternehmen setzen bereits auf Server Based Computing (SBC) als effiziente und flexible Lösung für ihre IT-Umgebung. Einzig beim Scannen von Dokumenten in SBC-Infrastrukturen besteht die Problematik, dass die auf dem Server liegende Applikation über keine direkte Kommunikation zum Scanner verfügt und Scans damit in der Regel außerhalb des Terminalservers erfolgen müssen. Mit Thinstuff TSX Scan offeriert der Mehrwertdistributor sysob ein Tool, das den mühelosen Scanvorgang in SBC-Infrastrukturen direkt am Client ermöglicht.     

Im Vergleich zu klassischen PC-Umgebungen bietet Server Based Computing eine Vielzahl von Vorteilen hinsichtlich Management, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit. Lediglich das Einscannen von Dokumenten konnte nur außerhalb des Terminalservers erfolgen, da eine direkte Kommunikation zwischen der Scan-Applikation und den am Arbeitsplatz angeschlossenen Scannern über das RDP-Protokoll nicht möglich war. TSX Scan von Thinstuff integriert sich nahtlos und frei skalierbar in beliebige Terminalserver-Umgebungen, unabhängig davon, ob es sich um Standardlösungen von Microsoft handelt, oder ob Terminalserver-Erweiterungen beispielsweise von Propalms, Jetro, WinConnect, Thinstuff XPVS etc. im Einsatz sind.     

Die Kommunikation zwischen Scanner-Anwendung auf dem Terminalserver und den jeweiligen Scannern am Arbeitsplatz erfolgt über einen virtuellen Channel des RDP-Protokolls. Die Scanner-Applikation auf dem Terminalserver erkennt im Rahmen der Installation alle Scanner, die an den verschiedenen Arbeitsplätzen innerhalb des Netzwerkes zur Verfügung stehen und gibt diese für die einzelnen Arbeitsplätze frei. Der eigentliche Scan-Vorgang erfolgt über den Scanner-Treiber, der auf dem Client-Arbeitsplatz installiert ist und damit sämtliche Funktionen des jeweils selektierten Scanners netzwerkweit zur Verfügung stellt. Die Scan-Daten, die zum Terminalserver geschickt werden, werden von TSX-Scan massiv komprimiert, so dass die Lösung auch über sehr schmalbandige Verbindungen zum Einsatz kommt.     

TSX Scan folgt der Named User Lizenzierung, wobei jeder Arbeitsplatz, von dem aus gescannt werden soll lizenziert wird. TSX Scan steht neben einer Einzellizenz auch als 3-, 5-, oder 10-Platz Lizenz zur Verfügung. Der Einsatz der Lösung erfolgt auf allen Microsoft-basierenden Terminalservern ab Server 2003 mit 32-, oder 64-Bit Betriebssystemen, unabhängig davon, ob 3rd Party-Erweiterungen eingesetzt werden. Darüber hinaus unterstützt TSX Scan auch die Windows-Workstation-Versionen ab Windows XP aufwärts, sofern sie über eine entsprechende Erweiterung zur Freischaltung der Terminaldienste, beispielsweise von Winconnect oder Thinstuff verfügen.

www.sysob.com
www.thinstuff.com

Den Austausch von Erfahrung und Wissen fördern



MIRUS-Vorstand Günter Hilgers: will "den praktischen
Erfahrungsaustausch zum Datenschutz fördern"



Das Netzwerk „Datenschutz in der Medizin“
 

Wie finden Datenschutz-Verantwortliche in Einrichtungen des Gesundheitswesens die geeignete Lösung für eine spezifische Anforderung auf dem Gebiet des Datenschutzes? Welche Erfahrungen haben Branchenkollegen gesammelt? Ein neu gegründetes Netzwerk will hier den Austausch fördern und Wissen vermitteln - www.mirus-ag.de/html/netzwerk.html: Michael Reiter im Gespräch mit Günter Hilgers, Vorstand der Unternehmensberatung MIRUS AG.

Krankenhaus-IT Journal:Was ist das Ziel des Netzwerkes?  

Günter Hilgers: Ziel ist, den praktischen Erfahrungsaustausch zum Thema zwischen Kliniken, Ärzten, Apotheken und weiteren Einrichtungen der medizinischen Versorgung zu ermöglichen. ‚Datenschutz’ ist vielfach zu theoretisch; Erfahrungsaustausch kann hier eine Möglichkeit darstellen, bereits praktizierte Umsetzungsmöglichkeiten zu verbessern und so Standards zu schaffen, die sich als praktisch umsetzbar bewiesen haben.  

An wen richtet sich das Netzwerk?  

Hilgers: Es wendet sich an die erwähnten Dienstleister im Gesundheitswesen – insbesondere Kliniken, MVZs, Arztpraxe und Apotheken. Es können auch Einzelpersonen (Datenschutzbeauftragte, Unternehmensberater u. a. m.) Mitglieder des Netzwerkes werden.
Das Netzwerk soll bei der Lösung und Umsetzung der Anforderungen des Datenschutzes wertvolle Hilfestellung geben. Dabei steht neben dem praxisorientierten Erfahrensaustausch auch ein Datenpool zur Verfügung. Dieser  unterteilt sich in a. einen öffentlichen Datenpool, der allgemeine Dokumente zur Verfügung stellt, die sich mit Fragen des Datenschutzes beschäftigen und b. einen Mitgliederbereich, der sich in verschiedenen Arbeitsgruppen mit aktuellen Themen des Datenschutzes beschäftigt und die Arbeitsergebnisse dann z. B. auch den KIS-Herstellern bzw. Arbeitsgruppen bei den Datenschutzbeauftragten der Länder oder des Bundes zur weiteren Verwendung zur Verfügung stellt.  

Welche Vorteile bringt das Netzwerk den Teilnehmern?  

Hilgers: Durch eine Vielzahl von Teilnehmern ist die Basis für praxisorientierte Lösungsansätze zu Themen des Datenschutzes und deren wirtschaftlicher Umsetzung sehr viel höher, als wenn nur ein oder zwei Häuser sich in diesen Themen austauschen. Ein Beispiel dafür hat die Arbeitsgruppe 2 geliefert, die sich mit dem Einsatz von KIS und den damit verbundenen Risiken beschäftigt. Hier  haben die Teilnehmer untereinander bereits erheblich voneinander profitiert. Organisatorische technische Maßnahmen spiegeln daher ein ineinander greifendes System wieder, das insgesamt die Datensicherheit und den Datenschutz zu gewähren hat. Praktische Ansätze wurden dabei bereits miteinander ausgetauscht.  

Wie ist das Portal strukturiert?  

Hilgers: Das Portal hat einen öffentlichen – für jeden zugänglichen – Bereich und einen Bereich für Mitglieder. Im öffentlich zugänglichen Bereich bietet das Netzwerk zu den Themen Datenschutz allgemein, Datenschutz in Kliniken, Datenschutz in Arztpraxen, Datenschutz in Apotheken Dokumente an, die sich mit Fragen zum Thema Datenschutz in allgemeiner Form beschäftigen. Es können Arbeitshilfen, Leitfäden und Arbeitsrichtlinien zu Fragen des Datenschutzes angesehen und heruntergeladen werden.   
Über den Mitgliederbereich werden Online-Schulungen und praxisorientierte Arbeitsgruppen angeboten. Online-Schulungen haben folgende Vorteile: keine zeitliche Bindung der Mitarbeiter an den Kursablauf; Kurse stets auf dem aktuellen Stand; Kostenkontrolle, da eine Abrechnung nur nach gebuchten Teilnehmern erfolgt; Kurse sind individuell an Betriebsvereinbarungen und Richtlinien anpassbar; Kurse werden anonym (über laufende Nummern oder Personalnummern) von den Mitarbeitern durchgeführt, anonymisierte Teilnehmer erhalten nach Abschluss des Kurses eine Teilnahmebescheinigung; Kurse und pseudonymisierte Teilnehmer werden revisionssicher archiviert.
Im Mitgliedsbereich stehen weitere Leistungen zur Verfügung: Mitglieder haben Zugang zu einzelnen Foren, die sich mit aktuellen Fragen des Datenschutzes beschäftigen. Mitgliedern wird die Mitarbeit in Arbeitsgruppen geboten – a. Arbeitsgruppe 1 (Berechtigungskonzepte in KIS und damit verbundene Probleme und Risiken); b. Arbeitsgruppe 2 (Anforderungen des Datenschutzes an prozessorientierte Abläufe im KIS); c. Arbeitsgruppe 3 (Datenschutz in Arztpraxen und Apotheken); d. Arbeitsgruppe 4 (Spezielle bereits vollständig besetzte Arbeitsgruppe).
Daneben haben die Mitglieder die Möglichkeit, Anfragen an das Netzwerk zu stellen, die vom Netzwerk beantwortet werden. Das Ergebnis kann - je nach Wunsch des Anfragenden - nur ihm zur Verfügung gestellt werden oder allgemein zugänglich gemacht werden.    

Welche Integrationsmöglichkeiten werden angeboten?  

Hilgers: Alle angemeldeten Mitglieder erhalten sämtliche Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen in Info-Mails laufend automatisch zugestellt. Veröffentliche Anfragen und deren Ergebnisse werden kontinuierlich per Info-Mail an den Kreis der angemeldeten Teilnehmer versandt. Eigene Aktivitäten sind nur bei eigenen Anfragen oder bei Mitarbeit in einem Arbeitskreis erforderlich. Ansonsten erfolgen die Benachrichtigungen automatisch.    

Mit welchen Kosten ist die Teilnahme am Netzwerk verbunden?  

Hilgers: Die Firmenmitgliedschaft beläuft sich auf € 300, die Mitgliedschaft einer Einzelperson auf € 150,00, die Mitarbeiterschulung auf € 25 je Teilnehmer.

www.mirus-ag.de

Neuerscheinung zu elektronischen Signaturen

Empfehlungen für den Einsatz elektronischer Signaturen und Zeitstempel in Versorgungseinrichtungen des Gesundheitswesens – Competence Center für die Elektronische Signatur im Gesundheitswesen e.V. CCESigG (Hrsg.)


Rechtssichere Dokumentation, schnelle Informationsweitergabe bei Behandlungsprozessen, revisionssichere Archivierung, praxistaugliche Dokumentationsverfahren, signierte klinische Dokumente – solche Themen sind nur schwer mit dem komplexen Alltag der Patientenversorgung zu vereinen. Dennoch müssen sich Versorgungseinrichtungen des Gesundheitswesens hiermit auseinandersetzen. Welche Dokumente der Patientenversorgung müssen mit einer Unterschrift versehen werden? Wann sind keine Unterschriften erforderlich und welche Kompromisse können zugunsten praktikabler elektronischer Verfahren eingegangen werden, ohne gegen Gesetze zu verstoßen, oder unvertretbare Risiken in der Beweismittellage einzugehen? – Fragen, mit denen sich das Competence Center für die Elektronische Signatur im Gesundheitswesen e.V. (CCESigG) in seinen „Empfehlungen für den Einsatz elektronischer Signaturen und Zeitstempel in Versorgungseinrichtungen des Gesundheitswesens“ auseinandersetzt.
Gegründet wurde das CCESigG am 2. März 2009 in Braunschweig als nicht profitorientierter Zusammenschluss von Kliniken, Hochschulen und Firmen mit Förderung und Beteiligung des Niedersächsischen Ministeriums für Arbeit, Wirtschaft und Verkehr und der Stadt Braunschweig. Ziel des CCESigG ist es, Hindernisse für den Einsatz der Elektronischen Signatur im Gesundheitswesen zu identifizieren und an deren Beseitigung mitzuwirken.
Zentrales Thema dieser Empfehlungen ist eine Systematik der Dokumente für den Einsatz der Elektronischen Signatur. Diese Systematik wurde mit namhaften Experten entwickelt. Als Quintessenz lassen sich folgende Regeln formulieren:

Braunschweiger Regeln zur Archivierung mit elektronischen Signaturen im Gesundheitswesen

1. Generelle Verwendung archivgeeigneter Dateiformate (z. B. PDF/A) sowie qualifizierter elektronischer Signaturen und Zeitstempel mit Anbieterakkreditierung durch die Bundesnetzagentur (nachfolgend als akkreditierte Signatur bzw. akkreditierter Zeitstempel bezeichnet).

2. Akkreditierte Signatur originär elektronischer Dokumente, für die gesetzliche Regelungen die Schriftform fordern (grundsätzlich kann die Schriftform – unterschriebenes Papierdokument – gemäß § 126a Abs. 1 BGB durch die elektronische Form ersetzt werden).

3. Akkreditierte Signatur für Dokumente zur externen Verwendung und für interne Dokumente, die einen besonders hohen Stellenwert (z.B. Beweisinteresse) haben.

4. Akkreditierter („Eingangs-“)Zeitstempel für Dokumente externer Einsender. (Kann auch durch Regel Nr. 6 umgesetzt werden).

5. Geeignetes Authentifizierungsverfahren für alle sonstigen Dokumente.

6. Zeitnahe Archivierung der Dokumente, Protokoll- und Verifikationsdaten in einem revisionssicheren Archiv mit akkreditiertem („Archiv-“)Zeitstempel, in jedem Fall innerhalb von maximal 24 Stunden nach Erstellung oder Erhalt.

7. Absicherung des Betriebes des elektronischen Archivs nach dem Stand der Technik durch Umsetzung allgemein anerkannter Regelungen und Normen (z.B. ISO 27001, BSI) – im Idealfall Nachweis durch ein Zertifikat.

8. Hash- und Signaturerneuerungen gemäß den Vorgaben der Bundesnetzagentur; Datei- und Medienkonvertierungen gemäß den Empfehlungen der BMWi-Studie TransiDoc.

9. Generelle Vermeidung von Medienbrüchen. Falls dennoch ersetzendes Scannen erforderlich ist:
a. Aufbewahrung der Originaldokumente, für die gesetzliche Regelungen die Schriftform fordern und keine Erlaubnisvorschrift zum ersetzenden Scannen besteht.
b. Verwendung eines abgesicherten Scannverfahrens nach dem Stand der Technik mit akkreditierter Signatur und / oder akkreditiertem Zeitstempel durch qualifiziertes eigenes Personal oder einen geeigneten externen Dienstleister.
c. Sicherstellung des uneingeschränkten Fortbestands des Versicherungsschutzes.

10. Dokumentation und Handlungsanweisungen hinsichtlich der Verfahren, des Einsatzes der Signatur und weitergehender Regelungen (Verantwortlichkeiten, Datenschutz, Aktenstruktur etc.) in einer Archivordnung.


ca. 70 Seiten, € [D/A] 26,00 / SFr [CH] 52,00, ISBN 978-3-8322-9102-0
Bestellung: Shaker Verlag, Postfach 10 18 18, D 52018 Aachen, Tel.: Tel.: 02407 / 95 96-0, Fax: 02407 / 95 96-9.

www.ccesigg.de

Alle Dokumente für KTQ-Zertifizierung im Griff



Amberger Klinikum St. Marien nutzt Softwaresystem zur Dokumentenlenkung im Qualitätsmanagement


Das Klinikum St. Marien im bayerischen Amberg stellt mit knapp 600 Betten die medizinische Versorgung von Stadt und Region sicher. Etwa 1.450 Mitarbeiter sind in der Klinik beschäftigt, die akademisches Lehrkrankenhaus der Universitäten Erlangen-Nürnberg und Regensburg ist. In den Fach- und Belegabteilungen werden jährlich rund 25.000 Patienten stationär betreut. Bereits 1997 wurde ein umfassendes Qualitätsmanagement eingeführt und seitdem kontinuierlich ausgebaut. Seit 2003 nimmt das Klinikum erfolgreich am KTQ-Zertifizierungsverfahren („Kooperation für Transparenz und Qualität im Krankenhaus“) teil.

Die Verwaltung der Dokumente im Netzwerk erfolgte allerdings bis vor wenigen Jahren auf konventionelle Art und Weise auf einem Fileserver im Intranet und ohne Zuordnung zu einem QM-System. Dies führte vor allem durch die ständig steigende Anzahl an Dokumenten vermehrt zu Schwierigkeiten. Bei schon damals immerhin über 2.400 Dokumenten, Standards und Leitlinien fiel die übersichtliche Organisation schwer. Systematische Aktualisierungen waren nicht möglich, frühere Versionen konnten nicht archiviert werden und der Status der Dokumente war nicht abrufbar. Auch die Zuständigkeiten für Überarbeitungen konnten nicht abgebildet werden. Zudem fehlte eine leistungsfähige Suchfunktion, was die Nutzung zusätzlich erschwerte.

Als im Herbst 2006 eine Rezertifizierung des Qualitätsmanagements nach dem KTQ-Verfahren anstand, zeigte sich die ganze Problematik der bisherigen Vorgehensweise besonders deutlich: Das Auffinden bestimmter Dokumente war eine langwierige Prozedur und insgesamt mussten ganze 72 Aktenordner zusammengetragen werden. Der Aufwand für die Verantwortlichen betrug mehr als zwei Wochen und auch die Rückabwicklung nach der Rezertifizierung gestaltete sich äußerst zeit- und nervraubend.

Zwar wurde die erneute Begutachtung erfolgreich abgeschlossen und das Ergebnis konnte trotz eines strengeren Bewertungsmaßstabs im Vergleich zur Erst-Zertifizierung sogar noch verbessert werden. Dennoch war diese Erfahrung für die Leitung des Amberger Klinikums letztlich ausschlaggebend dafür, die Einführung eines zentralen Softwaresystems zur Dokumentenverwaltung im Qualitätsmanagement anzugehen. Dabei standen drei Hauptziele im Vordergrund. Der hohe Aufwand für die Organisation sollte spätestens bis zur nächsten anstehenden Rezertifizierung (geplant für Oktober 2009) drastisch gesenkt werden. Alle relevanten Dokumente sollten dazu in eine systematische, EDV-gestützte Lenkung mit anwenderbezogener Lesebestätigung überführt werden. Wichtig war den Verantwortlichen außerdem, dass sich das medizinische Personal bei der Dokumentennutzung nicht unnötig umstellen oder an neue Vorgehensweisen gewöhnen muss, sondern alle Prozesse möglichst intuitiv und unsichtbar im Hintergrund ablaufen.

„Es ging uns im Kern darum, den gesamten Prozess der KTQ-Zertifizierung künftig in einem geschlossenen System abbilden zu können“, erklärt Dr. med. Harald Hollnberger, ärztlicher Qualitätsmanager und Leiter der Abteilung Organisationsentwicklung am Klinikum St. Marien. „QM-Spezifika sollten für die Mitarbeiter bei der Nutzung möglichst nur im Hintergrund eine Rolle spielen, um die Umstellung für sie so einfach wie möglich zu gestalten. Der Blick auf das Wesentliche, also die medizinischen Kernprozesse, sollte voll erhalten bleiben.“

Zur Identifikation der am besten geeigneten Lösung für diese Herausforderung verschafften sich die QM-Verantwortlichen des Klinikums zunächst einen umfassenden Marktüberblick über passende Softwareprodukte. Auf dieser Basis wurde dann eine Shortlist mit verschiedenen Anbietern erstellt, die zu detaillierten Präsentationen eingeladen wurden.

Die Wahl fiel Mitte 2007 schließlich auf das Dokumentationssystem roXtra, das die gestellten Anforderungen an die Funktionalität am besten erfüllen konnte. roXtra ist als webbasierte Komplettlösung speziell auf eine normgerechte QM-Dokumentation mit Freigabe-Workflows ausgelegt und unterstützt verschiedenste Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitsschutzrichtlinien inklusive des KTQ-Verfahrens. Die Software der Rossmanith GmbH aus Baden-Württemberg wird bereits in verschiedenen Krankenhäusern in ganz Deutschland erfolgreich im Rahmen der entsprechenden Zertifizierung eingesetzt. Sie bildet dabei den gesamten Lebenszyklus der Dokumente – von der Erstellung bis hin zur Archivierung – weitgehend automatisiert ab.

Die Implementierung und Inbetriebnahme des Systems im Amberger Klinikum verlief glatt und weitgehend reibungslos, war durch die hohe Anzahl an zu integrierenden Dokumenten aber natürlich dennoch ein Kraftakt. Zudem setzten die QM-Verantwortlichen des Krankenhauses gemeinsam mit dem Softwareanbieter einige individuelle Anpassungen der Lösung um, unter anderem eine Schnittstelle zur Anbindung an ein Tool zur Selbstbewertung nach KTQ.

„Jedes einzelne Dokument lief damals zur KTQ-Zuordnung über meinen Schreibtisch“, erinnert sich Hollnberger an die Einführungsphase. „Dieser einmalige Vorgang war aufwändig, aber notwendig, um eine vollständige Einbindung aller Bereiche und Dokumente in das neue System zu erreichen. Uns war wichtig, dass keine Lücken oder Sonderlösungen entstehen, sondern sämtliche Dokumente in roXtra eingestellt und verfügbar sind.“

Mittlerweile werden über das neue Dokumentationssystem in Amberg mehr als 5.600 Dokumente verwaltet und etwa 1.300 Mitarbeiter haben mehr oder weniger bewusst täglich mit roXtra zu tun. Durch die einfache Bedienung fand das neue System sehr schnell hohe Akzeptanz bei den Benutzern. Diese profitieren vor allem davon, weiter im gewohnten Umfeld (Office, Word usw.) arbeiten und sich voll auf ihre medizinischen Aufgaben konzentrieren zu können. Das System kümmert sich gleichzeitig selbstständig im Hintergrund um alle notwendigen Vorgänge wie etwa die Markierung von Änderungen, die Archivierung bisheriger Dateiversionen oder den automatischen Versand von Lesebestätigungen bei Dokumenten, die innerhalb gewisser Fristen zur Kenntnis genommen werden müssen. So werden beispielsweise Behandlungsleitlinien immer dem aktuellen Stand der Wissenschaft angepasst. Durch eine komfortable Suchfunktion mit Volltext- und Feldsuche lassen sich benötigte Dokumente wesentlich schneller und einfacher finden als früher.

Auch im Qualitätsmanagement selbst ist man sehr zufrieden mit den neuen Möglichkeiten. Das Ziel, alle Dokumente bis zur nächsten KTQ-Rezertifizierung einzubinden, wurde erreicht, so dass die QM-Verantwortlichen in Amberg dieser nun gelassen entgegenblicken können. Für eine derzeit bevorstehende Rezertifizierung fällt für sie kein Aufwand mehr an, um Dokumente zu suchen und Ordner bereitzustellen. Stattdessen erhalten die Visitoren einen elektronischen Zugang zur Dokumentenverwaltung und können alle Dokumente zur Zertifizierung in Ruhe überprüfen. Die Ordnerflut ist damit eingedämmt und der Prozess für alle Beteiligten wesentlich übersichtlicher.

Die nächste Aufgabe wartet dennoch bereits. Mit der neuen Version „KTQ 2009“ für künftige Zertifizierungen, die 2009 veröffentlicht wurde, treten zahlreiche Veränderungen auf Kriterienebene in Kraft. Dies erfordert auch im Amberger Klinikum eine Migration der bisherigen Daten auf den neuen Katalog. Eine Aufgabe, der sich die Verantwortlichen getreu dem Motto „nach der Zertifizierung ist vor der Zertifizierung“ widmen werden.


Firmenhintergrund

Die Rossmanith GmbH zählt zu den führenden Komplettanbietern für das Qualitätsmanagement in Deutschland. Kernprodukt ist die Software roXtra für die QM-Dokumentenlenkung, die bereits von zahlreichen Kliniken und Krankenhäusern eingesetzt wird. Dazu zählen etwa die Universitätskliniken Freiburg und Göttingen, das Klinikum rechts der Isar in München sowie auch diverse kleinere Häuser. roXtra unterstützt alle gängigen Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitsschutznormen. Da auch die Zertifizierung nach KTQ möglich ist, bietet sich roXtra besonders für den Einsatz im Gesundheitswesen an.

Kontakt und weitere Informationen

Rossmanith GmbH
Kuhnbergstr. 16
D – 73037 Göppingen
Tel.: +49-(0)7161-60692-0
Fax: +49-(0)7161-60692-79
E-Mail: service@rossmanith.com
Web: www.rossmanith.com



Dr. med. Harald Hollnberger, ärztlicher Qualitätsmanager und Leiter der Abteilung Organisationsentwicklung am Klinikum St. Marien: „Die Ordnerflut ist eingedämmt und der Prozess für alle Beteiligten wesentlich übersichtlicher.“

Digitale Stifte für Sanitätsdienst der Schweizer Armee



Handschriftliche Patientendaten werden digital weiter verarbeitet.


Datenverarbeitungslösung von Anoto für macht Patientendaten sofort landesweit verfügbar

Lawinenabgänge, Überschwemmungen, Sturmschäden - wenn Naturkatastrophen oder andere Massenereignisse mit Personenschaden eintreten, müssen Sanitätseinheiten und Rettungsdienste in kürzester Zeit nicht nur medizinische, sondern auch logistische Arbeit leisten: Neben der Behandlung und Versorgung der Patienten entscheiden sie auch, in welches Krankenhaus sie mit welchen Transportmitteln verbracht werden. In der Schweiz wird dieser Prozess in Zukunft sehr viel schneller und effektiver ablaufen: Seit Jahresbeginn setzen die Sanitätseinheiten der Schweizer Armee bei ihren mobilen Sanitätshilfsstellen (San Hist) auf die schnelle und fehlerfreie Erfassung und Weitergabe der Patienteninformationen mittels digitaler Stifte. Mit ihnen werden die Informationen z.B. schon während der Erstversorgung der Patienten an die Koordinierungsstellen weiter geleitet und stehen allen beteiligten Stellen umgehend zur Verarbeitung zur Verfügung.

Die digitalen Stifte basieren auf der Digital Pen und Paper Technologie (DPP) des schwedischen Herstellers Anoto. Der deutsche Anoto-Partner und IT-Dienstleister TCC Products GmbH entwickelte eine spezielle Softwarelösung, die es ermöglicht, die Daten des Stifts für den Einsatzzweck entsprechend aufzubereiten. Beides ist elementarer Bestandteil von San Hist Manager - einer Lösung, welche die Eingabe, Weitergabe und Verarbeitung der Patientendaten des Koordinierten Sanitätsdienstes (KSD) der Schweiz beschleunigt und optimiert. Seit dem 1. Januar 2010 wird San Hist Manager inklusive der digitalen Stifte von landesweit 30 mobilen Sanitätshilfsstellen eingesetzt.

Datenverarbeitung während des Schreibens

Die Sanitätseinheiten der Schweizer Armee sind Teil des KSD und werden mit ihren mobilen Sanitätshilfsstellen (San Hist) bei so genannten Massenereignissen zur Patientenversorgung herangezogen. San Hist Manager hilft ihnen, Daten vor Ort schnell zu erfassen und in die zentrale Informationsplattform des KSD, das Informations- und Einsatz-System (IES-KSD), zu übermitteln. Dies geschieht, indem die mit dem digitalen Stift erstellten Daten aus den Patientenberichten über eine Dockingstation an ein Notebook übermittelt und von dort an das IES gesendet werden: Die Sanitäter schreiben die Patientendaten während des Einsatzes mit den digitalen Stiften auf ein normiertes Papierformular, das mit einem kaum sichtbaren Punkteraster bedruckt wird. Das Punkteraster ist ebenfalls Bestandteil der DPP-Technologie von Anoto. Es bewirkt, dass bereits während des Schreibens die im Stift integrierte Kamera die handschriftlichen Informationen anhand des Rasters erkennt. Nach Ankunft in der Sanitätshilfsstelle werden alle Daten dann auf ein Notebook übertragen, durch eine Erkennungssoftware in das Format des Informations- und Einsatz-Systems (IES) konvertiert und anschließend via mobiler Datenleitung dorthin gesendet.

Das San Hist Einsatzprotokoll erfasst folgende Patientendaten:

Persönliche Angaben

Zeit- und Ortsangaben

Triage

Diagnose

Erkrankungen und Verletzungen

Maßnahmen / Therapie

Noteingriffe

Medikamente

Beim IES laufen alle Einsatz- und Patientendaten landesweit zusammen und werden vom medizinischen Personal bis hin zur Angehörigenhotline, zur Einsatz-Koordination und zur Ressourcenplanung genutzt. An IES sind fast alle Kantonalen Spitäler und Notaufnahmen angeschlossen - so kann schnell ein geeignetes Krankenhaus zur weiteren Versorgung gefunden sowie die beste und schnellste Transportmöglichkeit für die Patienten gewählt werden. Die erfassten Patienten werden direkt einem Spital zugewiesen, welches in IES seine Kapazität gemeldet hat. Nach der Zuweisung erhält das Spital die Daten und kann sich bereits vor der Ankunft des Patienten auf diesen vorbereiten. Zusätzlich kann es die Abfahrtszeit und die geschätzte Ankunftszeit einsehen.

Manuelles Eingeben der Daten entfällt

Bisher mussten die Patientendaten von den Sanitätstruppen zuerst per Hand auf einem Einsatzprotokoll erfasst und dann noch mal per Hand von dort in die IT-Systeme übertragen werden, was ein Vielfaches an Zeit und Arbeitskraft gekostet hat, den gesamten Rettungseinsatz verlängerte und zudem fehleranfällig war. Mit den digitalen Stiften von Anoto geht das nun in Sekunden und auch wesentlich sicherer. Zusätzlich bleibt das Medium Papier mit all seinen Vorteilen bestehen: Es ist auch bei Stromausfall verfügbar, es kann von Arzt zu Arzt weitergegeben werden und es bedarf nur minimaler Schulungen des Personals oder PC-Kenntnisse.

Projektleiter Adrian Schaffner von der Informatik-Leistungsbezügeorganisation (LBO) Heer ist von der Lösung begeistert: „Wir haben verschiedene Methoden der Datenerfassung geprüft und uns schließlich für die Anoto Digital Pen und Paper Technologie von TCC Products entschieden. Die Daten werden mit einer gegen Null tendierenden Fehlerquote erfasst und sind praktisch sofort im Informations- und Einsatz-System verfügbar. Außerdem sind die Stifte stabil und robust genug, um im täglichen Rettungs- und Bergeeinsatz zu bestehen. Die Zeit, die wir im Fall eines Massenereignisses pro Patient sparen, kommt dann direkt anderen Patienten zugute.“

San Hist Manager besteht in der Grundkonfiguration jeweils aus vier digitalen Stiften von Anoto inklusive der Dockingstations, zwei Notebooks, einem Laserdrucker sowie einer Datenübertragungseinheit.

www.anoto.com



Sanitätseinheiten der Schweizer Armee setzen Anoto-Technologie ein.

Partnernetzwerk im Gesundheitswesen verstärkt

Optimal Systems kooperiert mit TMI für den Vertrieb der Reha-Lösung auf Basis von OS|ECM

Die TMI – Transferring Medical Informatic GmbH ist neuer Vertriebspartner von Optimal Systems. Die auf die Gesundheitswirtschaft spezialisierte Unternehmensberatung wird sich insbesondere auf den Vertrieb von Softwarelösungen für Rehabilitations- und Akut-Kliniken konzentrieren.

„Mit der Produktpalette auf Basis der Enterprise Content Management-Software von Optimal Systems ergänzen wir unser Angebot um ein ganzheitliches Lösungsportfolio für digitale Archivierung und Dokumentenmanagement“ erklärt Horst Kuschnerus, Geschäftsführer der TMI GmbH. „Wegen ihrer langjährige Erfahrung in der Beratung und Realisierung von IT-Projekten für Kliniken und sonstigen Einrichtungen im Gesundheitswesen sehen wir in der Kooperation mit TMI eine Bereicherung“, so Burckhard Romanowski, Head of Sales Healthcare bei der auf Gesundheitswesen spezialisierten Töchtergesellschaft der Optimal Systems Unternehmensgruppe.  

www.optimal-systems.de

Verwaltung von Patientenakten in Ostschweizer Privatklinik



Dank AnyDoc Software kann die Privatklinik Stephanshorn ihre medizinischen Unterlagen jetzt noch schneller und effektiver verwalten  

AnyDoc Software, Experte für automatisierte Klassifizierung und Verarbeitung von Dokumenten aller Art, gewinnt mit der Ostschweizer Privatklinik Stephanshorn einen weiteren Kunden für seine Branchenlösung AnyDoc Patient Records. Dank der Software zum automatischen Erfassen und Klassifizieren von Patientenakten spart das Krankenhaus in Zukunft nicht nur Zeit, Geld und Platz, sondern entlastet zusätzlich seine Mitarbeiter und verbessert den Service für seine Patienten sowie die Dokumentensicherheit.  

Die manuelle Verarbeitung von über fünfzig unterschiedlichen Dokumenttypen und Variationen stellte für die Klinik eine enorme Herausforderung und einen hohen Kostenfaktor dar. AnyDoc Patient Records bietet die Lösung und trägt, durch die Digitalisierung und automatische Klassifizierung der Dokumente, zur Zeitersparnis bei der Informationssuche und zum schnellen Zugriff auf die benötigten Patientendaten bei.   AnyDoc Patient Records identifiziert jedes einzelne Dokument innerhalb einer Akte, indexiert es und ordnet es fallbasiert automatisch der richtigen Patientenakte zu. Dabei werden die erfassten Daten mit den vorhandenen Patienten-Datenbanken abgeglichen und die Dokumente vollständig verschlagwortet. Danach werden die so klassifizierten Dokumente, inklusive den Indexinformationen, einfach und sicher an das Archivierungssystem übergeben.  

Für die Datenerfassung und -verarbeitung hatte Stephanshorn bereits mit OCR for AnyDoc gute Erfahrungen gemacht. Nun wollte die Klinik den Scanningprozess weiter ausbauen. Bisher musste die Administration der Klinik Stephanshorn jedes benötigte Dokument einzeln im Papierarchiv aus der jeweiligen Akte heraussuchen, kopieren und händisch an die behandelnden Mediziner und Pflegekräfte verteilen. Jetzt genügt in der Regel ein Klick mit der Maus für die Verteilung. Im Optimalfall entfällt jedoch eine Verteilung der Dokumente, da aus dem KIS direkt auf das Archivierungssystem zugegriffen werden kann.  Die Klinik Stephanshorn, eine seit ihrer Gründung vor über 30 Jahren als Aktiengesellschaft geführte Privatklinik, verfügt über 85 Betten in 53 Zimmern. Die insgesamt 250 Mitarbeiter haben 2008 fast 6.300 Patienten versorgt und dabei einen Ertrag von gut 39 Millionen CHF erwirtschaftet. Ein Krankenhaus dieser Größe ist auf eine effiziente, rasche und zuverlässige Verwaltung seiner Patientenakten angewiesen. „Und genau dies bietet uns die Lösung AnyDoc Patient Records“, so Stefano Raciti, Leiter Informatik und Organisation Klinik Stephanshorn, zu den Gründen für die Anschaffung der Lösung. „AnyDocs zahlreiche Referenzen und unsere guten Erfahrungen mit der Lösung OCR for AnyDoc sprachen für sich. Außerdem haben uns besonders die Leistungsfähigkeit, Präzision und Flexibilität von AnyDoc Patient Records überzeugt. Und auch das Preis-Leistungsverhältnis sowie der Service und die Kompetenz der AnyDoc-Mitarbeiter sind beeindruckend.“, fährt Raciti fort.  

„Viele Softwareanbieter beschränken sich beim Digitalisieren der Patientenakte auf das Auslesen eines Barcodes auf einem Deckblatt, um die Identifikation des Patienten sicherzustellen. Die Akte selbst wird daraufhin als mehrseitiges Dokument eingescannt und archiviert “, erläutert Daniel Izsak, General Manager Europe bei AnyDoc Software. “Dies ist zwar beim Einscannen sehr effizient, belastet jedoch das Fachpersonal im Nachhinein übermäßig, da es bei Bedarf nicht rasch und direkt auf benötigte Dokumente innerhalb einer Akte zugreifen kann. Moderne Lösungen wie AnyDoc Patient Records hingegen klassifizieren jedes Dokument innerhalb einer Akte weitgehend automatisch."  

Je nach Dauer des Klinikaufenthalts kann eine Patientenakte schnell mehrere Dutzend Seiten enthalten. In größeren Spitälern, mit mehreren angeschlossenen Spezial-Kliniken, sind Akten mit über 100 Seiten sowie mehreren tausend Dokument-Klassen keine Seltenheit. Mit der Klassifizierung der Dokumente innerhalb einer Akte können das Fachpersonal sowie die Verwaltung – je nach Berechtigungsstatus – im digitalen Archiv direkt auf das gesuchte Dokument zugreifen und verlieren nicht unnötig Zeit, weil sie keine ganze Akte durchsuchen müssen.“ 

Seit einigen Monaten läuft die Branchenlösung in der Klinik Stephanshorn, zunächst in einer Pflegestation, im Probebetrieb. Nach und nach werden auch die restlichen Stationen die Lösung in Betrieb nehmen. Sämtliche Patientenakten, inklusive aller externen und internen Dokumente, stehen dann jederzeit den berechtigten Benutzern im Direktzugriff zu Verfügung. „Somit“, so das Softwareunternehmen, „bietet AnyDoc Patient Records die ideale Lösung für die Verwaltung der Patientenakten, die bei der Klinik Stephanshorn anfallen.“

www.anydocsoftware.ch



"Moderne Lösungen klassifizieren jedes Dokument innerhalb einer Akte weitgehend automatisch": Stefano Raciti, Leiter Informatik und Organisation Klinik Stephanshorn

Archivlösung für Klinikum der Universität München

Das Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) setzt künftig auf die Software-Lösungen des rheinland-pfälzischen ECM-Spezialisten SER. Eine abteilungsübergreifende Fachgruppe aus IT, Einkauf, Finanzbuchhaltung und Medizin hat sich nach umfangreicher Marktevaluierung für die Einführung des DOXiS4 Archivs, DMS und Workflows entschieden. Die SER-Produkte lösen ein Altarchiv ab und werden ihren Einsatz in allen Abteilungen und Stabstellen der Kaufmännischen Direktion sowie im Qualitätsmanagement finden.

Das Klinikum der Universität München, zu dem der Campus Großhadern und der Campus Innenstadt gehören, ist mit rund 10.000 Mitarbeitern und 500.000 Patienten pro Jahr eines der größten Universitätsklinika in Deutschland und Europa. „Wir freuen uns besonders, dass wir mit dem Klinikum der Universität München eines der renommiertesten Universitätsklinika Europas für SER gewinnen konnten. In einer sehr gründlichen technologischen Marktevaluierung konnten wir uns gegen namhafte Wettbewerber durchsetzen. Das zeigt, dass das neue DOXiS4 Archiv und Dokumentenmanagement technologisch nicht nur in den Laboren der Marktforschungsunternehmen, sondern auch in den Augen der Kunden als führende Technologie betrachtet wird. Darauf sind wir stolz“, erklärte Manfred Zerwas, Geschäftsführer der SER HealthCare Solutions GmbH.

Als Zentrum der Hochleistungsmedizin, der Innovation und des medizinisch-technischen Fortschritts hat das Qualitätsmanagement im Klinikum der Universität München höchste Priorität. Mit dem digitalen Qualitätsmanagement-Handbuch der SER soll das Qualitätsmanagement eine Bereicherung erfahren. Von der digitalen Erstellung und Bearbeitung über Freigabeprozesse bis hin zum direkten Zugriff der Mitarbeiter innerhalb der unterschiedlichen Kliniken, Institute und selbständigen Abteilungen erwartet sich das Klinikum der Universität München durch die Einführung der digitalen Qualitätsmanagement-Lösung erhebliche Arbeitserleichterungen und Qualitätsoptimierungen.

Ein integrierter Workflow steuert die Redaktion, Pflege und Veröffentlichung der Qualitätsdokumente (z.B. Qualitätsmanagementhandbücher, Prozessbeschreibungen, Arbeitsanweisungen oder Formblätter) im Bereich des Klinikums. Mit der intelligenten, fehlertoleranten Volltextsuche finden die Mitarbeiter sofort die Themen, die sie für ihre Arbeit benötigen. Die zugrunde liegende Technik der Probabilistic Latent Semantic Analysis (PLSA) liefert bei einer Suchanfrage zusätzlich konkrete Vorschläge, wie die Suche noch weiter verfeinert werden kann. „Die digitale SER-Lösung für das Qualitätsmanagement wird das Klinikum der Universität München bei der Umsetzung der Qualitätsanforderungen der ISO-Zertifizierung spürbar helfen“, prognostiziert Zerwas.

Finanzbuchhaltung archiviert mit DOXiS4

In der Finanzbuchhaltung findet ein Generationswechsel statt. Nach der Ablösung eines Altarchivs folgt mit DOXiS4 die Einführung eines modernen Archivierungs- und Dokumentenmanagement-Systems, in dem alle buchhalterischen Dokumente revisionssicher archiviert werden sollen. Durch die tiefe Integration in SAP stehen die Funktionen der Archivierung und des Dokumentenmanagements zukünftig im SAP-System direkt zur Verfügung. Auch Nicht-SAP-Dokumente können damit direkt aus SAP heraus recherchiert und aufgerufen werden.

„Es war die Vielzahl der technologischen Feinheiten, wie z.B. Versionsmanagement, Wiedervorlagen, Workflow, SAP-Integration, die uns vollends überzeugt haben. Aus Anwendersicht beeindruckte der neue DOXiS4 Webclient, der von seinem Windows-Pendant funktional und optisch kaum zu unterscheiden ist. Aus Administrationssicht ist der DOXiS4 cubeDesigner für uns ein wesentlicher Fortschritt, zumal wir hierüber das DMS-System selbst beherrschen und weiterentwickeln können. Von all diesen Funktionen erwarten wir uns einen erheblichen Produktivitätsvorteil bei der Arbeit“, urteilt Dr. Heinrich Müller, Leiter des Bereichs Betriebswirtschaftliche Verfahren (BWV) in der Medizinisch-Administrativen Informationstechnologie (MIT).

Klinikum der Universität München (LMU)

Im Klinikum der Universität München sind im Jahr 2008 an den Standorten Großhadern und Innenstadt etwa 500.000 Patienten ambulant, poliklinisch, teilstationär und stationär behandelt worden. Die 45 Fachkliniken, Institute und Abteilungen verfügen über mehr als 2.300 Betten. Von insgesamt 9.800 Beschäftigten sind rund 1.700 Mediziner. Forschung und Lehre ermöglichen eine Patientenversorgung auf höchstem medizinischem Niveau. Das Klinikum der Universität München hat im Jahr 2008 etwa 64 Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben und ist seit Juni 2006 Anstalt des öffentlichen Rechts. Weitere Informationen: http://www.uniklinikum-muenchen.de.

Über die SER HealthCare Solutions GmbH

SER ist größter, unabhängiger, deutscher Hersteller und Anbieter von Lösungen für integriertes Enterprise Content Management (iECM). 1984 als Pionier für elektronische Archivierung gestartet, hat SER als wirtschaftlich unabhängiges Unternehmen seine Spitzenposition am europäischen Markt behauptet. Die SER-Lösungen für unternehmensweites Management von Informationen, Prozessen und Wissen basieren auf mehr als 20 Jahren Erfahrung und Know-how aus Projektrealisierung und Softwareentwicklung.

Die SER HealthCare Solutions GmbH fokussiert sich innerhalb der SER-Gruppe auf den europäischen Markt der Krankenhäuser und Kliniken sowie der medizinischen Versorgungseinrichtungen und deren wirtschaftlichen Träger. Als erfahrener Anbieter realisiert SER auf Basis der Enterprise Content Management-Suite DOXiS spezielle Lösungen für den Gesundheitsmarkt. Mit dem Hospital Content Management LENUS bietet die SER HealthCare Solutions einen integrierten, klinikweiten Lösungsansatz für medizinische, pflegerische und administrative Informations- und Dokumentationsprozesse von der Aufnahme des Patienten bis hin zu seiner Entlassung sowie der Leistungsabrechnung.

Namhafte Krankenhäuser, Kliniken, Praxen, Ärztekammern, Krankenkassen und -versicherungen im In- und Ausland vertrauen seit langem auf die HealthCare-Lösungen von SER, wie ein Auszug aus der Referenzliste belegt: ATEGRIS - Die Kette der diakonischen Krankenhäuser - Mülheim an der Ruhr, Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau, Charité Berlin, Curanum AG München, Max-Planck-Institut München, MediClin AG Frankfurt/M, Thoraxklinik Heidelberg, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Vivantes Netzwerk für Gesundheit Berlin, UKV Union Krankenversicherung Saarbrücken, INTER Krankenversicherung Mannheim sowie KAGes, KRAGES und gespag in Österreich.

Die SER HealthCare Solutions GmbH verfügt im Rahmen der SER-Gruppe über ein gemeinsames Netzwerk aus Niederlassungen in Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Italien, Spanien und Osteuropa und garantiert so eine intensive und standortnahe Betreuung von der Beratung bis hin zur Implementierung und Wartung der Systeme. Zur SER-Gruppe gehören 330 Mitarbeiter an 25 Standorten in Europa mit eigenen Niederlassungen sowie einem weit reichenden Partnernetz. Weitere Informationen: www.lenus.info sowie www.ser.de.

Auszeichnung für Dokumenten-Klassifizierungslösung

AnyDoc Software, der Anbieter für automatisierte Klassifizierung und Verarbeitung von Dokumenten, wurde für seine automatisierte Dokumenten-Klassifizierungslösung AnyDocClassify von der Publikation ECM Connection als eines der besten zehn Produkte des Jahres 2009 ausgezeichnet. “Wir haben AnyDocCLASSIFY entwickelt, um unseren Endkunden die Bewältigung auch schwierigster Anforderungen im Bereich der Dokumentenverarbeitung zu ermöglichen”, erklärte Sam Schrage, Präsident von AnyDoc Software. “Diese Auszeichnung spiegelt den Bedarf im ECM-Markt wider, manuelle Prozesse durch eine effizientere und wirtschaftlichere technologie-basierte Lösung zu ersetzen.”

Mit AnyDocClassify erübrigt sich die manuelle Dokumentensortierung und -erkennung fast vollständig. Auch die damit verbundenen Verzögerungen bei der Übertragung geschäftskritischer Daten in die Unternehmensdatenbank sowie das ECM- oder ERP-System gehören der Vergangenheit an. Einmal gescannt oder importiert, erkennt die Lösung die Dokumente automatisch; sie identifiziert den Dokumententyp und erstellt das Dokumentenset (alle Seiten, die zum jeweiligen Dokument gehören). Dann leitet sie es automatisch an die richtige Stelle weiter; sei das eine Abteilung, eine Person oder auch ein nachgelagertes System, wie zum Beispiel OCR for AnyDoc, die Datenerfassungslösung des Anbieters.

www.AnyDocCLASSIFY.com

Standardisierte Lösungen für das vernetzte Krankenhaus

Gesundheitseinrichtungen benötigen dringend Effektivitäts- und Effizienzsteigerungen. Das setzt den Einsatz von interoperablen Informationssystemen voraus, die auf Standards basieren. Nur so können die vorhandenen Daten einrichtungsübergreifend und patientenorientiert entlang des Behandlungsprozesses bereitgestellt werden, d.h. über ein „IHE-Backbone“ in einer elektronischen Patientenakte (EPA).

Hierauf zielt die Kooperation zwischen dem Essener IT-Dienstleister März AG, Tiani SPIRIT und Cisco ab. Die Tiani Software repräsentiert einen „IHE-Backbone“, der als Cisco MDES – Cisco Medical Data Exchange Solution vertrieben wird und auf dem die unterschiedlichsten „Präsentationsebenen / Electronic Health Record Applications“ interoperabel arbeiten. Die Ziele der drei Unternehmen beschreiben Harald März, Vorstandsvorsitzender der März AG, Till Osswald, Cisco Business Development Manager für Europa und Martin Tiani, Gründer und Hauptgesellschafter von Tiani SPIRIT.

Herr März, warum haben Sie sich für eine weitere Kooperation entschieden?

Harald März:
Die März AG ist bereits geprüfter Dienstleister und Partner von Cisco, Dräger, Intel, Vamed und weiteren Technologieführern. Wir bauen unsere Marktposition in der Vernetzung unterschiedlichster Applikationen und Modalitäten stetig aus. Grundsätzlich steht für uns im Vordergrund, den Anwendern Investitionssicherheit bei technologischer und serviceorientierter Zukunftsfähigkeit zu bieten. Das geht nur mit offenen, auf Standards basierenden Systemen. Genau deshalb setzen wir  bei unseren Lösungen auf die Cisco MDES – Cisco Medical Data Exchange Solution auf Basis des Tiani „IHE-Backbone“.

Welche Gründe sprachen für Cisco und somit auch Tiani als Partner?

H. März: Wir sind einer der ersten Cisco Partner Deutschlands gewesen und haben bereits früh eine Kooperation mit TianiSPIRIT angestrebt. Besonders die Fähigkeiten der zugrunde liegenden Softwaretechnologie hinsichtlich Trennung von „IHE-/Systemebene“ und „Präsentationsebene“ haben nicht nur Cisco, sondern auch uns beeindruckt. So lässt sich beispielsweise eine Kollaboration zwischen Kliniken in einem Konzern leicht realisieren, auch wenn sie unterschiedliche KIS einsetzen. Die seit der HIMSS 2009 veröffentlichte „Plug-In-Integration“ auf Cisco AXP Network Router hilft uns umso mehr, die Cisco MDES – Cisco Medical Data Exchange Solution zu vermarkten.

Wo sehen Sie weitere Gemeinsamkeiten?

H. März:
Wir haben die gleiche Einstellung zur Kundenorientierung, wir lassen den Kunden nicht alleine mit seinen Herausforderungen und wir haben eine nahezu identische technische Vision, mit dem kleinen Unterschied, dass ich immer die Brille des IT-Dienstleisters aufhabe.

Herr Tiani, welche Lösungen bringt Ihr Unternehmen in die Partnerschaft ein?

Martin Tiani:
Zuerst einmal bringen wir das bereits angesprochene über den Zeitraum von 10 Jahren und zahlreichen IHE Connecthatons erworbene IHE-Know-how mit. Damit stehen wir, wie auch Cisco und März, für die Abkehr von proprietären und langfristig Kapital vernichtenden Lösungen. Auch wenn manche Hersteller mit hoch integrierten Lösungen werben oder gar alles aus einer Hand bieten, ist es bei Verwendung proprietärer Verfahren nur eine Frage der Zeit, bis die Kosten den Nutzen übersteigen. Nehmen Sie nur die Kollaboration zwischen Kliniken in einem Konzern mit unterschiedlichen KIS. Was bleibt sind Standards. Denn nur diese bieten Zukunftssicherheit und wirklichen Investitionsschutz.
Basis der künftigen IT-Betreiberlösungen wird die Cisco MDES – Cisco Medical Data Exchange Solution mit der Trennung von „IHE-/Systemebene“ und „Präsentationsebene“ sein und so den Weg zu einer Vielzahl bzw. einem Variantenreichtum von Electronic Health Records bereiten, egal ob diese nun eine EFA, EGA, EPA, etc. werden.

Wodurch zeichnen sich Ihre Lösungen aus?

M. Tiani:
Die Tiani Lösung der Trennung von „IHE-/Systemebene“ und „Präsentationsebene“ unterstützt neben den meisten IT-Integrationsprofilen die klinikweite Umsetzung Wir verbinden die Umsetzung und Vermittlung der IHE-Inhalte mit performanten Cisco-Infrastruktur-Komponenten, die Investitionssicherheit bieten und die Produktivität erhöhen.
Der föderale Ansatz unserer Lösung belässt die Daten am Ort, wo sie erzeugt wurden. Da die Daten zu einem großen Prozentsatz nur am Ort des Patienten benötigt werden, macht es wenig Sinn, alle Daten in nationale Zentralarchive zu laden. Für Cisco MDES bedeutet dies, dass in der jeweiligen Lokation ein patientenzentrierter EHR-Zugriff unabhängig von der Netzverfügbarkeit zwischen den Standorten möglich ist und sich die Daten asynchron miteinander updaten. Das heißt, alle Endknoten ‚wissen’ über sämtliche Patientendaten Bescheid und können auf diese zugreifen - falls möglich bzw. erwünscht. Im Falle eines Systemfehlers einer Cisco MDES BOX kann diese einfach mit einer ‚leeren’ Einheit ausgetauscht werden, da diese sich mit dem Gesamtsystem automatisch und asynchron updatet!

Was sind die nächsten Schritte in Ihrer Kooperation, Herr März?

H. März: Wir haben ausgewählte Klinikgruppen in eine „Leuchtturmkunden-Community“ zu Workshops in Frankfurt und Wien eingeladen. Derzeit prüfen wir auf Basis der Ergebnisse dieser Treffen unsere Konzepte und starten Testszenarien. Nachdem diese Schritte abgeschlossen sind, gehen wir dann in den Echtbetrieb und werden die Erfahrungen der Leuchtturmkunden-Community in entsprechenden Veranstaltungen allen Interessenten zugänglich machen.

Gibt es bereits erste Kunden, die die neue Lösung einsetzen?
T. Osswald:
Den Markteintritt in Deutschland treiben wir, wie von Herrn März beschrieben, über die Community und Aktionen weiterer Cisco Partner voran. In Österreich setzen beispielsweise die Kliniken Wels und Greiskirchen, die Niederösterreichische Landeskliniken Holding und bald auch Oberösterreich unsere Lösung bzw. die Cisco MDES ein. In der Schweiz wird Ciscos MDES von der Schweizer Post im Projekt ETOILE des Kantons Genf derzeit implementiert. Wir freuen uns auch schon darauf, die AKU Gruppe der GMDS bei ihrer Exkursion zu unserer Lösung in Österreich zu begleiten. Die „Take Aways“ für die deutschen Fachleute werden sicher vielfältig sein. Darüber hinaus sind wir natürlich darüber stolz, dass das derzeit größte Projekt dieser Art, das nationale EHR-Projekt Südafrika, auf die Cisco MDES setzt.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr März, Herr Osswald und Herr Tiani.


Ansprechpartner März Internetwork Services AG
Vertrieb
Dr. Pierre-Michael Meier
Geschäftsbereichsleiter Gesundheitswirtschaft
E-Mail: P_Meier@Maerz-Network.de
Marketing
Dr. Stefan Beckmann
Marketingleiter
E-Mail: S_Beckmann@Maerz-Network.de

Workflowkomponente für Windows 7 zertifiziert

Die integrierte Workflowkomponente des Archiv- und Dokumentenmanagementsystems DMSPRO Med ist erfolgreich für das neue Microsoft-Betriebssystem zertifiziert worden. Mit umfangreichen Tests hat der Anbieter die Kompatibilität der Workflowkomponente zu Windows 7 zertifizieren lassen. Da das DMSPRO Med-System ausschließlich auf Standards basiert, lässt es sich problemlos unter dem Betriebssystem einsetzen.

Technische Innovationen sind die Grundlage für die Softwareentwicklung innerhalb der DMSPRO GmbH. Das Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, sehr zeitnah und vollständig auf den aktuellen Versionen unterschiedlicher Microsoft-Plattformen wie Windows Server, SQL Server und Sharepoint lauffähig zu sein. Somit werden ein langfristiger Erfolg und die Investitionssicherheit für den Anwender sichergestellt.

Durch den Einsatz einer integrierten Workflowkomponente lassen sich die unterschiedlichsten Geschäftsprozesse wesentlich optimieren. Die Stärken einer solchen Komponente, und die Effizienzgewinnung, zeigen sich deutlich bei wiederkehrenden Tätigkeiten mit gleichartigen Arbeitsschritten.

Folgende Anwendungsmöglichkeiten lassen sich im klinischen Umfeld realisieren:

Elektronischer Rechnungseingang: Digitalisierung des Rechnungseingangs und der Rechnungsprüfung.
Elektronisches Vertragsmanagement: Verwaltung und Überwachung unterschiedlicher Vertragstypen sowie Überprüfung von Vereinbarungen Termine und Fristen sowie deren Änderungen.
Elektronischer Posteingang: Digitalisierung und Ablaufoptimierung der gesamten Postverarbeitung.
Antrags und Auftragsmanagement: Unterstützung von Dienstreise- und Urlaubsanträgen usw.
Einbindung der Digitalen Signatur: Einbindung digitaler Signaturkomponenten in unterschiedliche Workflowszenarien.


Die DMSPRO GmbH ist ein junges, innovatives Unternehmen, das sich mit der Entwicklung und Vermarktung von Dokumenten Management Systemen für das Gesundheitswesen beschäftigt. Der Anbieter entwickelt Produkte, die für den Kunden einen definierten Nutzen bringen, bezahlbar sind und somit zum wirtschaftlichen Erfolg des Kunden beitragen. DMSPRO zählt sich zu den technologisch führenden Softwareanbietern im Bereich von Dokumentenmanagementsystemen für das Gesundheitswesen.
www. dms-pro.de

BSI-Richtlinie zur Langzeitspeicherung

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stellt mit der neuen Technischen Richtlinie 03125 „Vertrauenswürdige elektronische Langzeitspeicherung“ einen Leitfaden zur Verfügung, der beschreibt, wie elektronische Daten und Dokumente aller Art über lange Zeiträume hinweg vertrauenswürdig und rechtssicher gespeichert werden können.

Nicht nur die Verwaltung, auch die Wirtschaft steht vor der Herausforderung, für immer mehr elektronisch erzeugte, verarbeitete und gespeicherte Dokumente und Daten auch in ferner Zukunft die Lesbarkeit, die Verfügbarkeit, die Integrität und die Authentizität der elektronischen Unterlagen gewährleisten zu müssen. Dabei sind nicht nur die Anforderungen von Datenschutz und Datensicherheit, sondern auch die immer kürzeren technischen Innovationszyklen zu berücksichtigen.

Die nun vorliegende Technische Richtlinie bietet einen differenzierten Katalog von Anforderungen und Empfehlungen für eine vertrauenswürdige, rechts- und revisionssichere Langzeitspeicherung elektronischer Daten unter Berücksichtigung internationaler Standards. So schafft sie die notwendige Sicherheit und Orientierung für Hersteller und Anwender aus der öffentlichen Verwaltung und der Privatwirtschaft.

http://www.bsi.bund.de

„PDF/A kompakt“ als PDF-Version



Ab sofort ist das Buch „PDF/A kompakt – Digitale Langzeitarchivierung mit PDF“ kostenlos elektronisch verfügbar. Das 85 Seiten umfassende Werk beinhaltet alle wichtigen Informationen rund um den ISO-Standard für die Langzeitarchivierung von PDF-Dokumenten. Die Vorgaben des Standards werden detailliert und anschaulich analysiert. Das Buch bietet sowohl Lesern, die mit dem Thema wenig vertraut sind, einen guten Einstieg als auch interessante Hintergrundinformationen für den erfahrenen PDF/A-Anwender. Dazu gehört unter anderem die Darstellung von Vorgehensweisen bei der Umsetzung einer Archivstrategie mit PDF/A. Besonders nützlich ist das umfassende Glossar, in dem mehr als 50 Begriffe erläutert werden. Interessenten können sich kostenlos hier ihre persönliche Ausgabe bestellen.

www.callassoftware.com

Veränderter Terminrahmen: DMS EXPO 2010



Terminfenster später im Jahr: DMS EXPO (hier der Stand von SAP im Jahr 2009)

Die DMS EXPO findet in diesem Jahr vom 9. bis 11. November statt. Gemeinsam mit dem Partnerverband VOI – Verband Organisations- und Informationssysteme e.V. – hat die Koelnmesse den Termin der „Leitmesse für Enterprise Content- und Dokumentenmanagement“ verlegt, um – so die Organisatoren - Ausstellern und Fachbesuchern die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu bieten: „Durch das neue Zeitfenster werden Parallelitäten mit Großveranstaltungen vermieden, und die hohe öffentliche Wahrnehmung der DMS EXPO wird sichergestellt.“ Darüber hinaus bietet der November-Termin auf dem Gelände der Koelnmesse vielfältige Wachstumspotenziale für neue Messe- und Kongressthemen rund um Enterprise Content- und Dokumentenmanagement.

Zahlen, Daten, Fakten
Die erste DMS EXPO wurde 1995 in Stuttgart mit knapp 70 Ausstellern aus den Bereichen Elektronische Archivierung, Imaging und Dokumentenmanagement eröffnet. 1998 zog das jährliche Branchen-Highlight nach Essen. Im Jahr 2006 feierte die DMS EXPO ihre erfolgreiche Premiere in Köln und findet seitdem in den neuen Messehallen der Koelnmesse statt. An der DMS EXPO beteiligten sich im Vorjahr 309 Unternehmen. Über 16.100 Fachbesucher zählte die Koelnmesse.

www.dms-expo.de

Münchner Archivtage 2009 - Rückblick

GMDS-Leitlinie 2010



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