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Modulare OPs erfordern erprobte Netzwerkpartner

Elektronische Signatur schafft

Revisions- und Beweissicherheit

Netzwerk Modul-Op.de im Herzzentrum Dresden

Die Konvergenz von Medizintechnik und IT zählt zu den wichtigsten Herausforderungen der Krankenhäuser in den kommenden Jahren. Wie lässt sich der zunehmende Datenstrom bewältigen – und die gesetzliche Anforderung, kritische Informationen rechtssicher verfügbar zu halten? Olaf Feller, Geschäftsführer timeproof, zeigt im Gespräch mit Michael Reiter Lösungswege auf.

Olaf Feller, Geschäftsführer timeproof,im Gespräch

Bitte beschreiben Sie Ihr Unternehmen.

Olaf Feller: Ziel von timeproof war zunächst die Entwicklung einer Hardware, die einem breiten Kundenkreis elektronische Zeitstempel mit gesetzlicher Zeitangabe zur Verfügung stellt. Bisheriger Endstand dieser Entwicklung ist die TSS400. Auf Grundlage des ersten Signaturgesetzes (SigG) aus dem Jahr 1997 wurde timeproof gegründet und ist nach der Deutschen Post AG das zweite bei der Bundesnetzagentur gelistete Unternehmen für die Bereitstellung von qualifizierten Zeitstempeln.

In konsequenter Weiterentwicklung entstand auf dieser Basis das System QSS400, das es ermöglicht, qualifizierte elektronische Signaturen in hoher Stückzahl pro Zeiteinheit zu erzeugen – von 1.000 bis 50.000 je Stunde und Anlage. Somit verfügt unser Unternehmen als einziges im Markt über Komponenten für die Erstellung qualifizierter, personengebundener Signaturen und qualifizierter Zeitstempel. Diese Komponenten kommen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden in akkreditierten Trustcentern zum Einsatz. Darüber hinaus nutzen globale Logistiker und Luftfahrtunternehmen unsere seit mehr als einem Jahrzehnt bewährten Lösungen.

Welche Herausforderungen sehen Sie in den kommenden zwei Jahren für medizinische Einrichtungen?

Feller: Die Konvergenz von Medizintechnik (MT) und Informationstechnologie (IT) wird sich wie in anderen Branchen weiter vertiefen. Wir arbeiten seit 2009 in einem Netzwerk „Modularer OP“ mit Fachfirmen zusammen, die es uns ermöglichen, uns mit unserer Kernkompetenz zeitnah in die für den Kunden entscheidenden Prozesse zu integrieren. Das Ziel ist nicht, das technisch Machbare zu liefern, sondern das aus Sicht der Mediziner und ihrer Fachplaner Notwendige auf dem Stand der Technik umzusetzen.

Die weltweit zunehmende Digitalisierung von Geschäftsprozessen stellt stetig steigende Anforderungen an die Kommunikationsund Datensicherheit sowie an die Nachvollziehbarkeit digitaler Geschäftsprozesse. Wir sind der Ansprechpartner mit eigener und unabhängiger Technik für den Einsatz qualifizierter Signaturen in Anwendungen wie:
● Revisionssichere Archivierung über mehr als 30 Jahre,
● Workflow – Dokumente – Prozesse,
● Medizindokumentation, z.B. rechtssicheres OP-Video,
● sichere mobile Transaktionen für Android und iPhone,
● Elektronischer bidirektionaler Rechnungsworkflow.

Bitte beschreiben Sie Ihre Lösung im Detail.

Feller: timeproof ist die einzige von der Bundesnetzagentur gelistete Lösung für Massensignaturen in beiden qualifizierten Bereichen „Person“ und „Zeit“. Sie zeichnet sich durch Resistenz gegen jegliche äußeren Manipulationen aus – als Komplettsystem mit gekapselter Hardware, ohne USB Kabel-Chaos. Durch ihre skalierbare Architektur weist sie eine hohe Signiergeschwindigkeit auf – je Slot 1.500..5.000, abhängig vom Smartcard- Betriebssystem. Multi Signaturcard-Betrieb ist mit bis zu 27 Slots in mandantenfähiger Form möglich. Hohe Langzeitstabilität ist auch bei Ausfall des DCF77-Referenzsignals der Physikalisch Technischen Bundesanstalt (PTB) gegeben, und Integrationsfähigkeit in aktuelle und „alte“ IT-Architekturen ist ein weiterer Vorteil.

Welche Branchen decken Sie ab?

Feller: Unsere Technologie ist grundsätzlich branchenneutral. Im Projektgeschäft haben wir gemeinsam mit unseren Kunden Lösungen im Gesundheitswesen sowie für Banken, Versicherungen und die Luftfahrt erarbeitet. Unsere Netzwerkpartner für modulare OPs und Intensivstationen – www.modul-op.de – ermöglichen es uns, „Modulare Bausysteme“ für Räume mit hohen und sehr hohen Anforderungen an die Keimarmut zu realisieren, welche flexibel für Neubau-, Umbauund auch Sanierungsprojekte im Gesundheitswesen einsetzbar sind. Diese zukunftssicheren architektonischen Komponenten ermöglichen die modulare Integration der technischen Gebäudeausrüstung, der Medienversorgung für Anästhesie, Chirurgie, Intensiv-, Notfall- und Normalpflege, der medizintechnischen Ausrüstung sowie hochmoderner, zukunftsorientierter digitaler Bildund Datenübertragung und deren Speicherung und Archivierung mit patientenbezogenem wie auch betriebswirtschaftlichem Hintergrund. Durch die Einbeziehung der Netzwerkpartner wird die ganzheitliche Behandlung der Bauvorhaben im Gesundheitswesen als Fun - ktionseinheit zwischen Architektur, haustechnischer und me dizintechnischer Ausrüstung sowie digitaler Bild- und Datenverarbeitung von Anfang an gewährleistet.

Wo liegen bei der Archivierung Ihre Stärken?

Feller: Wir bieten langjährige Erfahrung im Bereich elektronischer rechtssicherer Archive mit Aufbewahrungsfristen größer 30 Jahre. Airbus, Lufthansa, Bundesdruckerei, Bundesinnenministerium und Großbanken wie die UBS sind unter unseren Referenzen.

Zusammen mit digitalen Archiven wie z. B. dem Universalarchiv von synedra sind wir im Netzwerk in der Lage, die rechtssichere Langzeitarchivierung medizinischer Daten nach den etablierten Standards über mehrere Jahrzehnte zu gewährleisten. Hierbei bringen wir unsere jahrzehntelange Erfahrung im Bereich der signatur- und zeitstempelgestützten Langzeitarchivierung ein, auf die unsere Kunden vertrauen.

Bitte beschreiben Sie die Funktionen im Detail.

Feller: Bei Verwendung qualifizierter elektronischer Signaturen lassen sich unter Beachtung gesetzlicher Vorgaben vertragsrelevante und beweispflichtige Transaktionen besser als bisher schützen und dokumentieren. Darüber kann man Vorgänge und Transaktionen für spezifische Anwendungen rechtsverbindlich und revisionssicher gestalten. So weist die TSS400 durch zeitliche Dokumentation nach, dass ein Datensatz zu einer bestimmten Zeit in einem definierten Zustand vorgelegen hat und seitdem nicht verändert worden ist. Die QSS400 entspricht einer Willenserklärung, gleichzusetzen einer handschriftlichen Signatur unter einen Vertrag. Beide Systeme sind

● nach ITSEC/ITSEM E2 / hoch evaluiert und zertifiziert,
● gemäß SigG und SigV bestätigt,
● ISIS-MTT-konform,
● vom TÜV-IT bestätigt.

Als Kunde muss man sich hierbei nicht mit Details auseinandersetzen, da wir immer mit medizinischen Fachplanern die Kundenbe - dürfnisse aufnehmen. Wir sprechen also die gleiche Sprache.

Bitte geben Sie einen Ausblick – wohin geht die Entwicklung?

Feller: Die Konvergenz von MT und IT und der zunehmende Datenstrom sind das Thema der kommenden Jahre. Es wird wichtiger, Lösungen zeitnah und budgetgerecht umzusetzen; dafür ist eine enge Verzahnung von Fachfirmen wie in unserem Netzwerk „Modularer OP“ von Vorteil. Die rechtskonforme Absicherung von Datenströmen wird zunehmen. Dafür bieten wir schon jetzt Lösungen an und werden diese mit unseren medizintechnischen Netzwerkpartnern weiter ausbauen. Somit geben wir den medizinisch und kaufmännisch Verantwortlichen kein Projekt in die Hand, sondern eine erprobte Lösung, mit der sie ihre Anforderungen bewältigen.

Kontakt: timeproof GmbH
Schützenstraße 22
D-79312 Emmendingen
Tel.: +49 (0) 76 41 / 967 13 40
olaf.feller@timeproof.de timeproof.de    



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