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Veröffentlicht: 03.06.2008


In der Vorstandssitzung der Landesgruppe NRW des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) schlugen die Wellen hoch. Danach erklärte der Vorsitzende Dr. Josef Düllings: „Durch die jahrelange Deckelung ihrer Budgets sind die Kran-kenhäuser ausgezehrt. So richtig die Tarifanhebung 2008 und 2009 für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Krankenhäuser ist, so falsch ist die sture und phantasielose Fortsetzung der Deckelungspolitik durch die Bundesregierung.“  

Der Krankenhausbereich ist eine der größten Wirtschaftsbranchen. Gleichzeitig bestimmen Überregulierung und staatliche Bevormundung das Bild. Die Einnahmen werden über die jährliche Veränderungsrate im Wesentlichen gesetzlich vorgeschrie-ben. Die Ausgaben stehen über die jüngsten Tarifabschlüsse der kommunalen Krankenhäuser und deren Pilotcharakter auch für die anderen Krankenhäuser für 2008 und 2009 zum Großteil fest.  
Ohne die Möglichkeit einer Refinanzierung ist nach Angaben der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen bundesweit mit einer Deckungslücke von rund 7 Milliarden Euro zu rechnen. Ein Personalkostenzuwachs von acht Prozent ist mit der gesetzlichen Deckelung der Vergütung (gesetzlicher Budgetzuwachs von 0,64 Prozent in 2008 und Kürzung jeder Krankenhausrechnung um 0,5 Prozent) nicht im Entferntesten zu finanzieren.  

Verschlechterung der Betreuungsqualität  

Die Stimmung von Ärzten, Schwestern, Mitarbeitern in der Verwaltung und anderen Diensten sei so schlecht wie seit Jahren nicht, beschrieb der VKD-Landesvorsitzende die Situation. Die Politik versage den Klinikmitarbeitern letztlich die Anerkennung ihres Einsatzes für die Patienten und behandele das Krankenhaus als „Stiefkind der Nation“.  
Für 2009 sei in den Kliniken eine weitere Verschlechterung der Betreuungsqualität zu erwarten. Wegen dünner Personalbesetzung könne etwa bei der Aufnahme statt einer halben Stunde mit zwei bis drei Stunden Wartezeit für die Patienten gerechnet werden.  

Um den Forderungen der Berufsgruppen und Träger der Krankenhäuser sowie der Gewerkschaften Nachdruck zu verleihen, soll am 11. Juni 2008 in Düsseldorf unter Federführung der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) ein Aktionsbündnis gegen die Deckelungspolitik der Bundesregierung gegründet werden. Der VKD werde sich hieran aktiv beteiligen. Der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands vertritt in Nordrhein-Westfalen die Interessen der Geschäftsführer und Direktoren von über 400 Krankenhäusern.  

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