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Veröffentlicht: 04.08.2005


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Nexus: Zwei Millionen Aktien wechseln den Besitzer

Umplatzierung oder Ausstieg?








Dr. Ingo Behrendt, Vorsitzender der NEXUS AG

„Für die NEXUS bedeutet diese Umplatzierung eine Stärkung der Aktionärsstruktur".






DEWB AG- Vorstand
Falk Nuber

 
„Ob unsere Anteilsveräußerung Konsequenzen im Aufsichtsrat der Nexus AG haben wird, können
wir nicht einschätzen".





Nexus Produkt Medfolio


Eine Lösung für die Elektronische Patientenakte
Zwei Millionen Nexus-Aktien haben den Besitzer gewechselt. Die Deutsche Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft AG (DEWB AG) hat sie aus ihrem Bestand außerhalb der Börse umplatziert. „Wir stehen erst am Anfang einer viel versprechenden Entwicklung“, kommentiert Dr. Ingo Behrendt, Vorsitzender der Nexus AG. 

Umplatzierung oder vielmehr Ausstieg? Die Erklärung von Dr. Ingo Behrendt, Vorsitzender der NEXUS AG www.nexus-ag.de lautet: „DEWB konzentriert ihr Portfolio zukünftig auf optische und optiknahe Technologien. Insofern ist die Umplatzierung der DEWB geplant und konsequent durchgeführt worden. Dank der starken Nachfrage hat es keine Probleme gegeben, die Aktien zu platzieren.
Wir freuen uns, dass wir nunmehr weitere, sehr renommierte europäische Fonds in unserem Aktionärskreis haben.“ Große institutionelle Anleger haben eine rege Nachfrage gezeigt und für eine problemlose Umplatzierung gesorgt. Insbesondere auf „Small Caps“ spezialisierte Fonds, die in Technologiewerte investieren, haben Positionen des DEWB Aktienpaketes erworben. Als Small Caps werden Unternehmen definiert, deren Marktkapitalisierung 0.2 Prozent der Gesamtmarktkapitalisierung (SPI) nicht überschreiten.   

Die DEWB ist eine bankenunabhängige, börsennotierte Beteiligungsgesellschaft. Sitz des Unternehmens ist Jena. Die DEWB verwaltete zum 31.03.2005 ein Vermögen von rund 90 Millionen Euro und ist an rund 20 Gesellschaften beteiligt. Falk Nuber aus dem Vorstand der DEWB AG www.dewb-vc.com, skizziert Business und Motivation. „Das Geschäft der DEWB AG als Beteiligungsgesellschaft ist der Erwerb und der Verkauf von Unternehmensbeteiligungen.
Nach der langjährigen Haltedauer der micom-Anteile, die ja als Gegenleistung für die  Aktien der Nexus AG eingebracht worden waren, ist ein Exit aus dieser Beteiligung für uns naheliegend. Dies umso mehr, da die Nexus AG in ihrem Geschäftsfeld tatsächlich nicht in die Bandbreite unseres Investitionsfokus passt. Selbstverständlich war für uns die hervorragende Kursperformance der Nexus AG in den letzten Wochen eine wichtige Exit-Unterstützung. Die verbliebene Beteiligung an der Nexus AG hat nunmehr ein Volumen, welches ihrer "Exotenrolle" neben unserem Investitionsfokus sowie unserem Fungibilitätsanspruch für börsennotierte Beteiligungen gerecht wird. Unabhängig von unserem teilweisen Exit halten wir die Nexus AG weiter für ein hochinteressantes Unternehmen.“  

Dr. Kubis bleibt

Keine personelle Bewegung ist im Nexus-Aufsichtsrat zu erwarten. Dr. Dietmar Kubis, ehemals von der DEWB AG hinzugestoßen, bleibt für Nexus erhalten. Dr. Kubis sei gewähltes Aufsichtsratsmitglied und werde der NEXUS weiter zur Seite stehen. „Wir begrüßen das außerordentlich, da Dr. Kubis über langjährige Erfahrung in unserem Geschäft verfügt“, betont Ingo Behrendt.
Dr. Kubis ist seit dem 1. Februar 2005 nicht mehr bei der DEWB AG. „Damit war bereits in der Vergangenheit die Aufsichtsratsfunktion von Herrn Dr. Kubis bei der Nexus AG völlig unabhängig von unserem Investment“, erläutert DEWB AG- Vorstand Nuber. „Ob unsere Anteilsveräußerung Konsequenzen im Aufsichtsrat der Nexus AG haben wird, können wir nicht einschätzen. Dies ist Sache der Nexus AG und ihrer Organe bzw. Organmitglieder.“    

Starke Aktionärsstruktur sichert EPA-Anbieter Nexus  

Zur Bedeutung des Zwei Millionen-Deals für Nexus meint der Vorstand Behrendt: „Für die NEXUS bedeutet diese Umplatzierung eine Stärkung der Aktionärsstruktur und eine Verbreiterung des so genannten „free floats“. Eine starke Aktionärsstruktur ist wichtig, um weiter auszuschließen, dass Nexus übernommen werden kann. So wie wir derzeit aufgestellt sind, ist es sehr schwer für einen Dritten, die NEXUS zu kaufen.“ Tatsächlich ist mittelfristig ist eine Übernahme von Nexus denkbar, ist bei Marktinsidern zu hören. Kommentiert Behrendt nüchtern: „Natürlich kann es für viele Marktteilnehmer interessant sein, mit uns eine starke Technologie und in vielen Bereichen ein gut positioniertes Unternehmen zu erwerben. Die Möglichkeit einer Übernahme scheint jedoch auch auf mittlere Sicht ausgeschlossen, da wir einen sehr breiten Aktionärskreis haben, der an das langfristige Potential des Unternehmens glaubt. Es wird schier unmöglich sein, eine Mehrheit des Aktionärskreises für eine Übernahme zu gewinnen. Wir stehen ja erst am Anfang einer sehr viel versprechenden Entwicklung. In der Krankenhausinformatik stecken heute noch gewaltige Möglichkeiten,  die Effizienz in Medizin und Pflege zu erhöhen. Systeme wie NEXUS.MedFolio, also  modulare, auf die Medizin ausgerichtete Systeme,  werden sich durchsetzen und noch großes Wachstumspotential bieten.“ 

Umsatzanstieg im ersten Quartal 2005
 
Nexus ist ein führender Anbieter von Medizin-IT für den administrativen und medizinischen Bereich. Ihr Slogan für das Flaggschiff unter den Produkten: „Statt Akten suchen: die multimediale Patientenakte“. Die digitale Krankengeschichte ist das Kernelement der elektronischen Patientenakte und besteht aus Kommunikation zwischen den Abteilungen (Leistungsanforderung und Rückmeldung), Dokumentation der Patientendaten, Untersuchungen, Leistungen, Archivierung sowie Termin- und Ressourcenplanung.   Mit diesem Angebot an medizinischer Software konnten die Baden-Württemberger einen starken Umsatzanstieg und positives Ergebnis im ersten Quartal 2005 erzielen. So lesen sich die Nexus-Angaben recht flüssig: Umsatzsteigerung um 91 Prozent von TEUR 2.628 in Q1/2004 auf TEUR 5.031. Das Ergebnis vor Steuern hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von TEUR -374 auf TEUR 229 (+ TEUR 603) verbessert. Besonders deutlich ist der Umsatz im Geschäftsbereich Healthcare Software gestiegen, der im ersten Quartal 2005 TEUR 3.928 erreicht hat (Vorjahr: TEUR 1.377). Der Geschäftsbereich Healthcare Service war im ersten Quartal 2005 mit TEUR 1.251 (Q1/2004) leicht rückläufig. Das EBITDA hat sich von TEUR 193 (Q1/2004) auf TEUR 1.033  um TEUR 840 deutlich verbessert. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit lag mit TEUR -29 unter dem Vorjahr (Q1/2004: TEUR 744), was insbesondere auf verringerte Verbindlichkeiten und gestiegene Forderungen zurückzuführen ist. Weiterhin positiv entwickelt sich das Auslandsgeschäft im Bereich Health Care Software, das im ersten Quartal  20,1 Prozent erreichte.
 
Viele neue Aufträge in letzter Zeit 

Nexus-Vorsitzender Dr. Behrendt sieht als Hauptgründe für diesen Erfolg viele neue Aufträge in der letzten Zeit, sowohl in Deutschland, als auch international. „Unser Konzept, Gesamtsysteme und Abteilungslösungen für Krankenhäuser anzubieten, die erstens  modular sind und zweitens eine tiefe Ausprägung in den medizinischen Abteilungen haben, scheint sich stärker durchzusetzen.“ Nexus biete Systeme, die in bestehende IT-Landschaften integriert werden könnten und die offen für Veränderungen in der Zukunft seien, betont Behrendt. „Weiterhin konzentrieren wir uns sehr stark auf die Verbesserung medizinischer Prozesse durch integrierte Workflow- und Abteilungslösungen. Die Kunden sehen, dass wir uns mit diesem Ansatz vom Wettbewerb unterscheiden und dass es sich hier um ein zukunftsfähiges Konzept für die IT im Krankenhaus handelt.“ 

Profil im Wettbewerb  

Das Unternehmen könnte auf wirtschaftlichen Hochtouren bleiben, denn Marktanalysten rechnen für das laufende Geschäftsjahr konservativ mit einem Umsatzanstieg von 30 Prozent auf rund 24 Millionen Euro Umsatz. Operativ dürften gut 2 Mio. als Gewinn „hängen bleiben“. Die NEXUS-Aktie habe seit Anfang des Jahres erhebliche Zugewinne verbuchen können, ist weiter zu lesen. Allerdings würden sich die Wachstumsaussichten von NEXUS nach dem Dafürhalten der Analysten noch nicht ausreichend in der gegenwärtigen Marktkapitalisierung des Unternehmens wieder finden, lautet eine Expertenmeinung auf www.finanznachrichten.de. Obwohl die Firma in einer ausgesprochen wettbewerbsintensiven Branche agiere, hebe sich NEXUS nach Erachten der Analysten von First Berlin durch die jüngsten Akquisitionen und das bislang gesammelte Expertenwissen vom Wettbewerbsumfeld ab. Nach der Einschätzung der Analysten werde der Bedarf an Gesundheits-IT in Deutschland mittel- bis langfristig steigen; das Unternehmen befinde sich aus der Sicht der Analysten in einer guten Ausgangsposition, um bei der Befriedigung dieser Nachfrage eine starke Rolle einzunehmen.  

GMT-Aktientausch lässt Liquidität unberührt

  

„Eine gesunde Bilanz“, so NEXUS, und „Barmittel von 16 Millionen Euro“ lassen das Management offensichtlich ruhig atmen. Auswirkung auf die Liquidität durch den Aktientausch mit der GMT mbH hat es offenbar keine gegeben. „Die NEXUS ist sehr solide finanziert und durch die Aufnahme der GMT in die Gruppe entstehen keine signifikanten Geldabflüsse“, erläutert Behrendt. GMT erwirtschaftete im abgelaufenen Fiskaljahr einen Konzernumsatz von rund 2,5 Millionen Euro und hat weltweit insgesamt 350 Bestandskunden. „Die GMT trägt mit ihrem attraktiven Portfolio im Bereich der Geburtshilfe dazu bei, dass wir unser Know-how in diesem Bereich deutlich erweitern“, ist Behrendt zuversichtlich. „Hinzu kommt, dass wir mit der GMT eine Erweiterung unserer Produkte hin zu einer umfassenden Lösung in der Frauenheilkunde begonnen haben. Eine spannende Entwicklung, von der wir uns viel versprechen.“  

Umsatzsprung und Investitionssicherheit

Aussichtsreich scheinen den Marktanalysten auch die nächsten Jahre der Nexus-Gruppe mit den Unternehmensbereichen „Healthcare Software“ und „Healthcare Service“. Bis zum Jahre 2008 solle der Umsatz auf über 40 Millionen Euro „explodieren“. Die Umsatzrendite soll dabei 25 Prozent vor Steuern betragen. Dies soll nicht nur durch organisches Wachstum erfolgen, sondern auch durch Zukäufe kleinerer Wettbewerber. Gretchenfrage: Wer soll dies bei dem konsolidierten Markt noch sein? Antwortet Dr. Ingo Behrendt, Vorsitzender der NEXUS AG: „Hier gibt es keine konkreten Namen. Ich denke, wir sind als Gruppe attraktiv für eine Reihe von Unternehmen, die einen zu kleinen Markt haben oder sich auf Basis unserer Technologie weiterentwickeln wollen. Unser Ansatz wird dabei immer sein, dass wir Produkte und Technologien schrittweise zusammenführen und für den Kunden Investitionssicherheit garantieren.“

Von W.-D. Lorenz      


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