NEUERSCHEINUNG
Druckfrisch erschienen -
jetzt sofort bestellen
Aktuelle News
Weitere News
Vor-Ort-Reportagen
Service
RSS-Feed Aktuelle News
Multimedia
 
  







Veröffentlicht: 11.08.2005


Der 1. Deutsche eHealth-Gipfel lädt am 26./27. September Spitzenvertreter des Gesundheitswesens und der IT-Industrie zum Dialog nach Berlin. Der Veranstalter bringt beide Seiten in Einzelgesprächen zusammen. Sie diskutieren die Anwendungen der geplanten elektronischen Gesundheitskarte (eGK) und deren Umsetzung im Gesundheitswesen. Betroffen sind zahlreiche IT-gestützte Prozesse, von der Diagnostik über die Therapie bis hin zur Abrechnung. 

 

Das Managernetzwerk econique lädt Leitungskräfte der Krankenhäuser, Krankenkassen, privaten Krankenversicherungen sowie der Kassenärztlichen Vereinigungen nach Berlin ein und arrangiert im Vorfeld Vier-Augen-Termine zwischen den Vertretern der IT-Industrie und des Gesundheitswesens. Die Gespräche dienen der Vertiefung spezieller Probleme und der Entwicklung von Lösungsperspektiven. „Wir wollen den notwendigen Dialog zwischen Gesundheits- und IT-Industrie intensivieren“, erklärt econique-Geschäftsführer Sven Hardt. Dies sei angesichts der neuen elektronischen Gesundheitskarte dringend erforderlich. Die der Karte zu Grunde liegende Telematik-Infrastruktur soll ab 2006 in mehreren Schritten 80 Mio. Versicherte, 22.000 Apotheken, 123.000 niedergelassene Ärzte, 65.000 Zahnärzte, 2.200 Krankenhäuser und etwa 270 Krankenkassen miteinander vernetzen.

Es handelt sich um das größte europäische Telematik-Projekt. Die Karte dient u.a. als Speichermedium des elektronischen Rezepts, womit die rund 700 Mio. jährlich ausgereichten Papierrezepte der Vergangenheit angehören werden. Noch mehr Potenzial besitzen Dokumentationen von verschriebenen Medikamenten oder Krankheiten, die ebenfalls auf der Karte gespeichert werden können. Ziel ist eine deutlich verbesserte Qualität und Effizienz im Gesundheitswesen.

Einzelgespräche, Fachvorträge und Seminare

Neben den Einzelgesprächen bietet der eHealth-Gipfel Fachvorträge und Seminare. Das Konzept, Gesundheit und IT zusammen zu bringen, spiegelt sich auch in der Agenda wider. Es referieren führende Experten für Gesundheitstelematik ebenso wie Vertreter der Politik und des Gesundheitswesens. Den Vorsitz übernimmt Dr. Stephan Schug, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Gesundheitstelematik, Frankfurt am Main. Zu Perspektiven und Zukunft der Telematik im Gesundheitswesen im Kontext internationaler Gesundheitsstrategien referiert Dr. Bernd Blobel vom Fraunhofer Institut für integrierte Schaltungen in Erlangen. Er gilt als führender deutscher Experte für die internationale Normierung der Gesundheitstelematik. Die Architektur der Gesundheitskarte erklärt Dr. Jörg Caumanns, Chefarchitekt der eGK-Lösungsarchitektur vom Fraunhofer Institut für Software- und Systemtechnik in Berlin. Er hat die Architektur der Karte und der ihr zugrunde liegenden vernetzenden Infrastruktur gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern für die Bundesregierung entwickelt.
 

Einstieg in flächendeckende Telematikplattform?

Aber ist die elektronische Gesundheitskarte wirklich der Einstieg in eine flächendeckende Telematikplattform? Diese Frage stellt Dr. Guido Noelle, Gesundheitsökonom und Medizininformatiker vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen in Köln. Auch Dr. Frank Ulrich Montgomery, Vorsitzender der Krankenhausärzte-Vereinigung Marburger Bund, formuliert den Titel seines Vortrags als kritische Frage: Die elektronische Gesundheitskarte – der Weisheit letzter Schluss?

Sicht der Bundesregierung

Einen Abriss des Status Quo aus Sicht der Bundesregierung gibt Dr. Stefan Bales, Leiter des Referats Anwendungen und Geschäftsprozesse im Bundesministerium für Gesundheit und soziale Sicherung. Bereits getestet wird in den Modellregionen Bochum-Essen und Trier. Jürgen Sembritzki, Geschäftsführer der federführenden Zentrum für Telematik im Gesundheitswesen GmbH, Krefeld (ZTG),berichtet über den Aufbau der Telematik-Infrastruktur im Ruhrgebiet sowie erste Praxiserfahrungen. Dr. Jürgen Faltin vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz informiert über die Erfahrungen in Trier und Rheinland-Pfalz.

eHealth in an European Perspective

Von der regionalen zur europäischen Ebene: James Kass von der Telemedicine Alliance, ein Zusammenschluss von ESA (European Space Agency), WHO (World Health Organization), ITU (International Telecommunication Union) Europäischer Kommission, gibt einen Überblick: eHealth in an European Perspective.

Datenschutz geklärt?

Ist die Frage des Datenschutzes hinreichend geklärt? Dieser Frage geht Jürgen Müller nach, der beim Bundesbeauftragten für den Datenschutz die Projektgruppe elektronische Gesundheitskarte leitet.

Zwei Kaminrunden geplant

Das dritte Element neben Einzelgesprächen und Vorträgen bilden die beiden Kaminrunden des eHealth-Gipfels. Die erste Runde wird von Dr. Dr. Christian Dierks geleitet. Thema: Rechtliche Aspekte von eHealth. Herr Dierks ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Medizinrecht e.V. (DGMR) e.V. Er hat sowohl in Medizin als auch in Rechtswissenschaften promoviert. Die 2. Kaminrunde widmet sich erneut der Lösungsarchitektur der Gesundheitskarte. Sie wird von Dr. Arne Fellien, dem stellvertretenden. Projektleiter eGK-Lösungsarchitektur beim ISST, geleitet.

Zum Abschluss Podiumsdiskussion

Die Komplexität und das Potenzial der Lösungsarchitektur rechtfertigen diese Vertiefung. Zum Abschluss der Konferenz ist noch ein Podiumsdiskussion geplant. Thema: Potenziale und Risiken von eHealth in den kommenden drei Jahren.

www.econique.com

Drucker geeignete Seite Sende diesen Artikel einem Freund


Aktuelle Ausgabe


Diese Webseite verwendet Cookies. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.