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Veröffentlicht: 19.08.2005

Mittelstands-Initiative unterstützt

„Intersektorale Kommunikation“

Krankenhaus-IT Journal recherchiert Hintergründe



Jens Naumann,
Sprecher der Mittelstandsinitiative
und gleichzeiig
Vorstandsmitglied des VHitG




Dr. Volker Wetekam,
Vorsitzender des VHitG

Die "Mittelstands-Initiative Arztpraxis-EDV" hat auf ihrer Jahrestagung Anfang August beschlossen, die VHitG-Initiative "Intersektorale Kommunikation" zu unterstützen. Sie will in einem ersten Schritt den elektronischen Arztbrief gemäß der von der VHitG-Initiative entwickelten Vorgaben umsetzen. Einige Teilnehmer der Mittelstands-Initiative sind zugleich Mitglieder des VHitG. Sie arbeiten aktiv an der Spezifikation des Arztbriefes mit, wodurch gewährleistet sein soll, dass die Anforderungen des ambulanten Bereichs vollständig berücksichtigt werden.

Doch der Marktführer bei der Praxis-EDV-Software - Compugroup mit seinen diversen Firmen - ist nicht in der Projektgruppe vertreten.

Mit der elektronischen Übermittlung des Arztbriefes soll eine schnelle und sichere Kommunikation von medizinischen Daten zwischen Klinik- und niedergelassenen Haus- und Fachärzten realisiert werden. "Vorteil eines solchen elektronischen Arztbriefes für den Patienten ist eine einheitliche, zwischen den Sektoren abgestimmte und auf vollständigen Informationen basierende Dokumentation", erläutert Jens Naumann, Sprecher der Mittelstandsinitiative und gleichzeitig Vorstandsmitglied des VHitG. "Alle Informationen der Voruntersuchungen des Patienten können strukturiert in das IT-System der stationären Leistungserbringer übernommen werden, so dass die behandelnden Ärzte einen direkten Zugriff auf den vollständigen Behandlungsstatus ihrer Patienten erhalten."

Der Vorsitzende des VHitG, Dr. Volker Wetekam, begrüßt die Selbstverpflichtung der Mittelstandsinitiative: "Wir freuen uns sehr über diese Erklärung. Es zeigt, dass wir mit unserem Engagement auf dem richtigen Weg sind und der Markt sinnvolle Entwicklungen aufgreift, die unseren Kunden und Unternehmen nützen."

Diffuser Markt

Allerdings ist einer nicht mit von der Partie: der Compugroup-Konzern. Zwar ist Compugroup nicht direkt, sondern via Tochterfirma Compuplan im VHitG vertreten. Der Konzern ist bei Lösungen für Zahnärzte, Ärzte mit Kommunikationstechniken, Medizintechnik und Software-Produkten Marktführer. Sein Marktanteil beträgt 42 %.
Zu hundert Prozent ist der Compugroup-Konzern im VDAP vertreten – sozusagen reinrassig, da der Verband allein aus den Firmen des Konzerns besteht.

Es bevölkern weitere Standards den Markt, etwa der VCS des VDAP. „Der VCS (VDAP Communication Standard) ist ein praxissystemunabhängiger Kommunikationsstandard, der die technische Voraussetzung für die elektronische Arzt-Arzt-Kommunikation zwischen niedergelassenen Ärzten, Krankenhäusern, KVen, BGen usw. bildet.“ So lautet die Spezifikation seines Promotors VDAP.

Gut im „Rennen“ scheint auch die von der KV Nordrhein betriebene Schnittstelle D2D (Doctor to Doctor) zu liegen. D2D basiert auf der PaDoK-Lösung des Fraunhofer Institutes. Sie gibt es schon seit fast zehn Jahren.

Neuer Standard oder Marktbereinigung?

Mischt sich ein neuer Standard in den Markt oder will der VHitG eine Marktbereinigung?
Um den intersektoralen Austausch von Nachrichten und strukturierten Dokumenten im medizinischen Kontext zu ermöglichen, ist der VHitG e.V. im Mai 2005 angetreten und hat dazu eine Projektgruppe ins Leben gerufen. Dabei sollen ausgewählte Behandlungsprozesse bearbeitet und im Sinne der integrierten Versorgung der Austausch von Daten und Prozessinformationen sowie deren Weiterverarbeitung zwischen dem ambulanten und dem stationären Sektor ermöglicht werden (Krankenhaus IT Journal berichtete in Ausgabe 3/2005 darüber: „Intersektorale Kommunikation: bessere Information, mehr Leistung, weniger Bürokratie.“

Krankenhaus-IT Journal recherchiert

In diesem Zusammenhang tauchen marktbestimmende Fragen auf, die wir für unsere Leser recherchieren. Dazu sprechen wir die Akteure an.


Frage an den VDAP und die KV:
Was ist eigentlich mit den Schnittstellen VCS und D2D. Welche Rolle spielen sie künftig?

Frage an Compugroup:
Warum ist der Marktführer bei Praxis-EDV Compugroup nicht Mitglied der Initiative, obwohl er mit der Firma Compuplan im VHitG Mitglied ist?

Frage an die KV:
Fürchtet die KV durch die Initiative um ihre zentrale Rolle oder begrüßt und unterstützt sie diese?

Frage an die „Mittelstandsinitiative Praxis-EDV“: Will die „Mittelstandsinitiative Praxis-EDV“ als Gegenpol zum VDAP (einem Verband, der nach wie vor allein aus Compugroup-Firmen besteht) dem Marktführer paroli bieten?

Auf die Antworten aus Verbänden und der KV sind wir gespannt!

Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Siehe auch: Projektgruppe Intersektorale Kommunikation: Konzentration auf 2 Kernbereiche

Hartmuth Wehrs
Wolf Dieterich Lorenz


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