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Veröffentlicht: 31.08.2005

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Sectra verwahrt sich gegen Artikel

im RIS/PACS Journal

Philips-Umsatzanteil betrage nicht 65 sondern maximal 25-35 Prozent  

  

Dr. Torbjörn Kronander, PhD
,
President Sectra Imtec AB
  

Sorgte für "irritierende Auslegung":
Sectra-Jahresbericht






Auf ihrer Internetseite
sieht
sich das Unternehmen überdies veranlasst, "Antworten auf häufig
gestellte Fragen" im Zusammenhang
mit der "Zusammenarbeit Sectra mit Philips" zu veröffentlichen.
In der neuesten Ausgabe des RIS/PACS Journals haben  wir unter dem Titel „Philips kauft US-PACS-Größe Stentor“ (Seite 18-19) Stellungnahmen von Mitbewerbern zu dieser Firmenübernahme veröffentlicht.
Für den RIS/PACS-Anbieter Stentor sollen 280 Millionen Dollar fällig werden. Allerdings müssen die zuständigen Kartellbehörden noch zustimmen. Dass die Stentor-Übernahme erhebliche Auswirkungen auf den Philips-Kooperationspartner, die schwedische Firma Sectra, haben werde, darüber spekulierte insbesondere VEPRO-Chef Harald Roth in diesem Artikel.

Insbesondere die Aussage, dass „die Lieferungen an Philips Europa im vergangene Jahr etwa 65 Prozent des Umsatzes von rund 456 Millionen schwedische Kronen zu Buche geschlagen hätte“ sei durch eine „irritierende Auslegung“ der im Sectra-Jahresbericht veröffentlichten Zahlen, falsch wiedergegeben. 

Auf ihrer Internetseite www.sectra.se sieht sich das Unternehmen überdies veranlasst, "Antworten auf häufig gestellt Fragen" im Zusammenhang mit der "Zusammenarbeit Sectra mit Philips" zu veröffentlichen.

   
Geschäftsleitung Sectra stellt klar  

Dr. Torbjörn Kronander, President Sectra Imtec AB stellt dies in einem Schreiben vom 19.8.2005 klar, das wir an dieser Stelle veröffentlichen:
 
„Bezug nehmend auf ein Diagramm und einen Kommentar auf Seite 11 des Sectra -Jahresberichtes 2004-2005 kam es zu einer irritierenden Auslegung.



Das Diagramm zeigt Sectra Verkäufe gegliedert nach geographischen Märkten, wobei der Markt in drei Segmente eingeteilt ist. Schweden, „Rest von Europa“ und „Rest der Welt“= ROW.

Diese Gliederung wird für öffentliche Unternehmen nach schwedischen Regularien gefordert.
 
Die Prozentzahlen pro Markt sind:  
- Schweden: 35% vom Bruttoumsatz
- Rest von Europa: 60% vom Bruttoumsatz
- Rest der Welt: 5% vom Bruttoumsatz  

Der Kommentar zu der Zahl für Rest von Europa ist: „Globale Lieferungen durch Philips Medical Systems" sind unter Philips Niederlande berechnet und sind als Verkäufe in der Region „Rest von Europa“ enthalten.    

„Angebot außerhalb von Philips“  

Dies bedeutet nicht, dass der Umsatzanteil durch Philips 60% der Umsätze von Sectra ausmachen. Dieser Kommentar dient der Klärung der geringen Umsatzzahl von 5% für die Region „Rest der Welt“, obwohl wir für das Geschäftsjahr einige bedeutende Gewinne und viele Installationen in den USA und in Japan gemeldet hatten. Sectra hat Eigenvertrieb in Dänemark (mit vielmehr Krankenhaus Installationen und einem Marktanteil von 20%), Norwegen (35% Marktanteil und sehr viele RIS & PACS Installationen), Deutschland (Mammographie und viele direkte PACS Verkäufe), Großbritannien (PACS & RIS) und Italien. In all diesen Märkten vertreiben wir unser Angebot außerhalb von Philips.
 
Überdies sind die Umsatzzahlen unseres Unternehmensbereiches Kommunikationstechnik, mit Verkäufen von Verschlüsselungsgeräten und Infrastruktur für die Europäische Gemeinschaft und für Behörden in Finnland, Niederlande, Deutschland und Großbritannien enthalten.
 
„kurzfristig negativ –langfristig positiv“  

Die Veränderung in Verbindung zu Philips wird für Sectra kurzfristig negativ sein und zugleich aber langfristig positive Folgen haben, wobei die negativen Auswirkungen bei weitem nicht als kritisch zu bewerten sind. Wir haben bereits zuvor berichtet, dass 25% bis 35% der Sectra-Umsätze auf Lizenzverkäufe durch Philips beruhen. Keinesfalls werden die Philips Umsätze gänzlich wegfallen, denn es bestehen verbindliche PACS-Lieferverträge mit Philips über 10 Jahre z.B. für Israel und für alle Krankenhäuser in London. Diese Umsätze werden sich durch die Veränderung der Geschäftsbeziehungen nicht ändern und Philips wird weiterhin Lizenzen für diese Bereiche bei Sectra kaufen.  

Weiter haben wir langzeitliche Support-Verträge mit Philips, die weiterhin Bestand halten. Tatsächlich können wir unsere Umsätze in diesem Bereich steigern, denn viele Kunden hatten bereits in den vergangenen Jahren eine direkte Betreuung durch Sectra angefragt. In der Vergangenheit konnten wir einem solchen Kundenwunsch aufgrund der gemeinsamen Vereinbarungen mit Philips nicht entgegenkommen, aber durch die geänderten Geschäftsbeziehungen sind wir heute frei dieses zu tun.  

„kurzzeitiger Rückgang der Profitabilität“  

Wir erwarten einen kurzzeitigen Rückgang der Profitabilität, aber unkritisch, und weiter einen Anstieg bei Einkommen im Dienstleistungsbereich für Support und Service in der installierten Basis durch die geänderten Geschäftsbeziehungen. Speziell erwarten wir dies in den USA, wo der Sectra-Anteil eines Wartungsvertrages in der Regel z. Zt. nur rund 5 bis 7% des Service-Einkommens von Philips beträgt. Überdies haben wir weiter ein wesentlich größeres Wachstum außerhalb des Philipsgeschäftes im Vergleich zu Geschäften mit Philips, da beide Bereiche, unser direktes PACS-Geschäft und auch das Mammographie-Geschäft wachsen. Während der kommenden Quartale wird ein Einfluss in den Umsatzzahlen sehen, aber nicht dramatisch.  

„Es wird Sectra ein wenig wehtun, aber nicht kritisch“

 

Wir hoffen, diese Darstellung dient der Klärung des Kommentars in dem Jahresbericht und macht deutlich, dass der Umsatz durch Philips weit weniger als 60% beträgt, wie manche Kritiker glauben machen wollten. Weiter sollte deutlich sein, dass auch die Änderung der Sectra-Umsätze über Philips durch die oben geschilderten langzeitlichen Verträge in Wirklichkeit weitaus kleiner sind. Es wird Sectra ein wenig wehtun, aber nicht kritisch. Der echte Vorteil für Kunden in Europa ist, dass wir jetzt unsere Aufmerksamkeit in der Bereitstellung von Support für Produktanforderungen aus Japan und China senken können, da wir Märkte in denen wir keine eigenen Vertriebskanäle haben in der Priorität reduzieren werden. Dies ermöglicht uns, die Konzentration auf europäische Anforderungen noch weiter zu verstärken".  

Mit freundlichen Grüßen
Torbjörn Kronander, PhD,
President Sectra Imtec AB  

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