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Veröffentlicht: 02.09.2005




Richard-Merten-Preis 2005 für Internet-basiertes Fehlerberichtssystem und Virus-Software

Die Preisträger des mit 10.000 Euro dotierten Richard-Merten-Preises, mit dem herausragende Arbeiten zur Qualitätssicherung in der Medizin ausgezeichnet werden, sind Ende vergangener Woche durch das Kuratorium Richard-Merten-Preis benannt worden. In diesem Jahr gibt es zwei Forschungsgruppen, deren Projekte mit jeweils 5.000 Euro gefördert werden.

Die Preisträger werden in diesem Jahr im Rahmen des 28. Deutschen Hausärztetages in Potsdam geehrt. Die Verleihung findet am 29. September 2005 statt.

Ausgezeichnet werden Prof. Dr. med. Ferdinand Gerlach und sein Team vom Institut für Allgemeinmedizin an der Goethe-Universität in Frankfurt für eine Arbeit, die sich mit dem Frankfurter Fehlerberichts- und Lernsystem für Hausärzte beschäftigt.



Prof. Dr. med. Ferdinand Gerlach

Prof. Gerlach und Kollegen haben das erste deutschsprachige und speziell für niedergelassene Ärzte konzipierte Fehlerberichtssystem im Internet umgesetzt. Unter der Adresse www.jeder-fehler-zaehlt.de entwickelte das Forschungsteam eine Plattform, auf der jeder Arzt eigene Fehler anonymisiert veröffentlichen kann. Das Fehlerberichts- und Diskussionsforum gibt Ärzten die Möglichkeit, auch von den Fehlern der Kollegen zu lernen. Das Kuratorium ist überzeugt, dass dieses Projekt einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Qualität im deutschen Gesundheitswesen leistet und fördert es mit 5.000 Euro.

Die zweite Arbeit, die mit dem diesjährigen Richard-Merten-Preis ausgezeichnet und ebenfalls mit 5.000 Euro gefördert wird, trägt maßgeblich zur Qualitätsverbesserung im Bereich der Mikrobiologie/Immunologie bei. Prof. Dr. Detlef Michel und Dr. Tobias Haller vom Institut für Mikrobiologie und Immunologie in Ulm beschäftigen sich mit der Verbesserung der virusdiagnostischen Versorgung von Hochrisikopatienten. In der prämierten Arbeit stellen sie die Entwicklung und Evaluation einer Software vor, die erstmals eine standardisierte Bestimmung der Medikamentensensitivität des humanen Zytomegalievirus bei Hochrisikopatienten ermöglicht.



Der Richard-Merten-Preis ist mit 10.000 Euro einer der höchstdotierten Preise im Gesundheitswesen und wird seit 1992 von der Stiftung Richard-Merten-Preis verliehen. Die Intention der Stiftung besteht darin, herausragende Arbeiten auszuzeichnen, die unter der Nutzung moderner EDV eine Verbesserung des medizinischen/pharmazeutischen Handelns ermöglichen und damit einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung im Gesundheitswesen leisten.

Die Stifter des Preises sind:
- ADG Apotheken Dienstleistungsgesellschaft,
- Praxis-EDV-Anbieter DOCexpert
- und die MCS AG
- sowie das Marktforschungsunternehmen medimed. 

www.Richard-Merten-Preis.de
 

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