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Veröffentlicht: 22.09.2005

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Krankenhäuser können mit

IT-Freiberuflern Geld sparen

Know-how „just in time“ ist gefragt   

 
Helmut Schlegel,
 IT-Leiter
für das Klinikum Nürnberg,
ist aufgeschlossen für einen dedizierten, selektiven
Einsatz von Freiberuflern.



 

Matthias Guhl,
Head of Product Management Health IT Services Systems
bei der Sysmex Europe und Deutschland GmbH, kennt
der internen IT die
IT-Freelancer als feste Größe




Internet-Projekt-Marktplatz Geschäftsführer
Bernhard Müller sieht Projekthoheit und
Know-how auf jeden Fall
beim Kunden verbleiben. 


 

Timo Baumann, der Leiter Organisation/EDV in der
Klinik am Eichert in
Göppingen, hat mit
Freiberuflern positive Erfahrungen gemacht.
Projekte haben Grünes Licht. Zumindest lassen das die Zahlen des IT-Projektmarktindex von Gulp vermuten. Mit über 7100 abgewickelten Projektanfragen erzielte die Projekt- und Profilbörse für IT-Freiberufler einen Rekordwert. Auch die IT-Freiberufler prognostizieren im GULP (www.gulp.de) Stimmungsbarometer im September eine weiter steigende Auftragslage. Das Stimmungsbarometer steigt ebenso wie die Projektanfragen und die Projektauftraggeber auch in der Healthcare-Branche kurbeln die Akquise passender IT-Dienstleister an.      

Das richtige Know-how zur richtigen Zeit am richtigen Platz, eben "Know-how just in time" - das ist auch das Motto der Hamburger projektwerk GmbH (www.projektwerkde). Die Gründe für die monatlich rund 400 Neuanmeldungen auf der B2B-Plattform, die sich auf TIMES-Märkte (Telco, IT, Media, Engineering, Software & Security) fokussiert, liegen auf der Hand: IT-Dienstleister nutzen projektwerk als einen Vetriebskanal für die Suche nach interessanten Projekten. Das große Sourcing-Potenzial, also die Menge der registrierten Dienstleister wiederum ist attraktiv für Projektanbieter, die projektwerk als ein Instrument zur gezielten Akquise passender Dienstleister einsetzen.  

Ein anderer professioneller Internet-Marktplatz ist ebenfalls Auftragsdrehscheibe für IT-Freiberufler und Projektanbieter aus Deutschland. In der Freelancer-Datenbank www.MyFreelancer.de bieten über 1000 Projektanbieter erfahrenen IT-Freelancern Aufträge an. Naturgemäß  freut sich Geschäftsführer Bernhard Müller von www.MyFreelancer.de über die Nachfrage. Schließlich weiß er aufgrund seiner langjährigen eigenen Freiberuflichkeit am besten, dass die Unternehmen in Zeiten der Flaute zuerst ihre externen Fachkräfte reduzieren. Erklärt Müller: „Die IT kann nicht länger stagnieren,  Projekte müssen initiiert und beendet werden – und zwar am besten mit kompetenten Freiberuflern.“ 

Bernhard Müller wettert gegen neue Modewörter in der IT-Welt wie Outsourcing, Off- und Nearshoring. Kein Tag, an dem die Medien nicht von der Verlagerung von tausenden Jobs in Niedriglohnländer berichten. Egal ob IBM, EDS oder Siemens - sie alle nehmen am „Verlagerungstourismus“ teil. Darüber, dass sich für viele Unternehmen Offshoring als Bumerang erweist, legen die Betroffenen gern den Mantel des Schweigens. Tatsächlich  kehrt jüngsten Untersuchungen zufolge jedes zweite verlagernde Unternehmen wieder nach Deutschland zurück. Dazu Müller: „Die Zusammenarbeit mit erfahrenen und kompetenten Freelancern bringt zumeist mehr Erfolg, als sich vom Verlagerungs-Aktionismus der Unternehmensberater anstecken zu lassen. Projekthoheit und Know-how sollten auf jeden Fall beim Kunden bleiben.“

Wirtschaftliche Komponente IT-Freiberufler  

Auch im Gesundheitswesen gilt die Devise: Ob Beratung, Hersteller oder IT – qualifizierte Freiberufler sind für die Healthcare-Branche eine wirtschaftliche Komponente. Helmut Schlegel ist aufgeschlossen für einen dedizierten, selektiven Einsatz von Freiberuflern. Er ist IT-Leiter für das Klinikum Nürnberg (www.klinikum-nuernberg.de). Mit 5.500 Mitarbeitern und 2.370 Betten an zwei Standorten im Norden und Süden Nürnbergs versorgt das Klinikum 80.000 Patienten pro Jahr. Das Klinikum gliedert sich in 38 Kliniken und Institute. IT-Leiter Schlegel beauftragt IT-Externe (Freelancer) hauptsächlich mit Routinetätigkeiten im Low Cost-Bereich. „Dazu zählt etwa der Roll-out von PCs, Dokumentationsarbeiten und Inventuraufnahmen“.  

Positive Erfahrungen gemacht  

IT-Freiberufler in der Medizin-IT sind beispielsweise geeignet für Beratungsprojekte sowie für die Unterstützung bei der Erstellung eines Konzepts und eines Pflichtenhefts für ein PACS oder eine Archivierungslösung. „In beiden Fällen haben wir positive Erfahrungen gemacht“, bestätigt Timo Baumann. Grenzen sieht der Leiter Organisation/EDV in der Klinik am Eichert in Göppingen (www.kae.de)  etwa bei der Implementierung von Lösungen. Dafür ist in der Regel spezielles Know-how von Applikationen eines Anbieters gefragt, das auf dem Freiberufler- Markt schwerer zu finden sein kann. Zudem ist meistens die Frage der Sachmängelhaftung zu berücksichtigen. Danach steht der Anbieter einer Applikation nur für Mängel ein, wenn seine eigenen Mitarbeiter Arbeiten am System vorgenommen haben. „In unserem Haus hat sich daher noch nicht die Möglichkeit ergeben, Freiberufler im Implementierungsbereich einzusetzen“, meint Timo Baumann. „Denkbar ist eine organisatorische Unterstützung in Form von externem Projekt-oder Testmanagement.“

Projektanfragen pro Kalenderwoche in 2004 und 2005 Quelle:


 Quelle: gulp, http://www.gulp.de/kb/tools/gulpometer.html

Entwicklungspartner nicht selten Freelancer  

In der Applikationsentwicklung sind innerhalb der firmeneigenen Entwicklungsstandorte Freelancer eigentlich eher ungewöhnlich. Sysmex geht mehr in Richtung Outsourcing oder Tasksourcing. Es werden entweder Teilbereiche (Coding) innerhalb von Projekten oder kleine gekapselte Entwicklungsprojekte an kleine Partnerfirmen vergeben. Matthias Guhl, Head of Product Management Health IT Services Systems bei der Sysmex Europe und Deutschland GmbH (www.sysmex.de), betont : „Die Kernkompetenzen wie Design und Testing verbleiben aber meist in unseren Händen. Unsere Entwicklungspartner setzten sich jedoch nicht selten zu einem großen Teil aus Freelancern zusammen.“ Dabei sind 20 bis 30 Prozent durchaus keine Seltenheit.  Erfahrungen in der Entwicklungsumgebung Uniface sind notwendig, einer 4GL-Umgebung zur Generierung von B2BE-Commerce und web-basierter Unternehmensanwendungen der Compuware-Gruppe.   Die Sysmex Corporation (Japan) entwickelt, produziert und vertreibt international Analysengeräte, Software und Automationsprodukte für medizinische Laboratorien. Auf große IT-Beratungen setzt Sysmex bei operativen Projekten weniger. „In der internen IT sind IT-Freelancer als feste Größe am Werk“, so Guhl. Hier geht es um klassische Bereiche wie ERP, CRM oder auch Finanzwesen, weniger um das Gesundheitswesen. „Mit unseren Freiberuflern arbeiten wir meist schon lange zusammen.“    

Quelle: Krankenhaus-IT Journal-Ausgabe 1/2005, „Gutes Preis-Leistungsverhältnis: Frelancer in der Medizin-IT“.
Projektanfragen pro Kalenderwoche in 2004 und 2005 Quelle: gulp, http://www.gulp.de/kb/tools/gulpometer.html

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