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Veröffentlicht: 13.08.2012


„Le ROI du Software“ –

warum die IT draufzahlt

Der IT-Verantwortliche muss sich mit „Software-Mehrwerten“ und Organisationsherausforderungen auseinandersetzen. Das geschieht jedoch zu selten und ist Grund dafür, warum so viele Softwareprojekte hinter den Erwartungen bleiben. Das meint Michael Thoss, Vorstandsmitglied im KH-IT.



Michael Thoss, KH-IT, Vorstandsmitglied: „Der ROI bleibt oftmals zweifelhaft oder unerreicht. Welches sind aber die Gründe?“

Früher gab es Könige (franz. Roi), die von Steuergeldern ihrer Bürger lebten, und die gelieferte Gegenleistung wurde nicht selten als „zweifelhaft“ wahrgenommen. Heute zahlen wir in der IT ebenfalls häufig und vermutlich viele „Steuern“ (Lizenzkosten, SW-Pflegegebühren), doch der ROI (der Return-of-invest) bleibt oftmals zweifelhaft oder unerreicht. Welches sind aber die Gründe? Da gibt es mehrere. Einige exemplarische sind:

1. Unrealistische Terminpläne. Analog der politischen Grundregel der optimalen Präsentation suboptimaler Ziele wird oftmals zuerst der Termin festgelegt und dann mit aller Gewalt dessen Erreichung angestrebt. Sinnvoll wäre hingegen zuerst alle angestrebten Ziele verbindlich zu definieren, dann den dafür notwendigen Aufwand realistisch abzuschätzen und daraus einen qualifizierten Terminplan abzuleiten (früher nannte sich so etwas Netzplan mit kritischem Pfad – heute weiß das häufig keiner mehr so richtig…).

2. Ungenügende Zieldefinition. Das haben wir unter 1. prinzipiell abgehandelt.

3. Mangelnde Organisationsanpassung. Der Kardinalfehler. Software bedeutet Organisation, nicht Improvisation, nicht Disposition. Software kann ihre volle Leistungsfähigkeit (immer mehr als man glaubt oder möchte) nur bei sachgerechter Abstimmung mit den Organisationsprozessen entfalten. Was im Übrigen nicht bedeutet, das Produkt zu vergewaltigen, sondern die Ablauforganisation zu hinterfragen und nach Potentialen zu durchleuchten (früher nannte sich so etwas Schwachstellenanalyse – heute weiß das häufig keiner mehr so richtig…).

Weg vom Reparaturdienstverhalten

Um das Ziel eines hohen ROI zu erreichen, ist es unverzichtbar, sich mit der Organisation auseinander zu setzen und viele Funktionen der eingekauften Lösung/en möglichst nutzenstiftend einzusetzen. Nutzen wir Lösungen nur zur Erreichung eines einzigen, oftmals mangelhaft definierten, Zieles zeigen wir „Reparaturdienstverhalten“ und keine Strategie (vgl. Prof. Dr. Dietrich Dörner, „Die Logik des Misslingens: strategisches Denken in komplexen Situationen“).

Softwareprodukte leben (aber nur, wenn der Hersteller auch ein bisschen lebendig ist) und entwickeln sich. Folglich müssen ihre Qualitäten immer wieder neu eingeschätzt und die Abstimmung zwischen Unternehmen, Organisation und Produkt immer wieder neu justiert werden. Initial beim Einführungsprojekt und zyklisch durch Updates, Veränderungsmanagement des Unternehmens u.v.m. Dadurch besteht auch der Bedarf einer dauerhaften Zuwendung von Ressourcen. Mit anderen Worten: Ich kann ein Projekt nicht mit studentischen Aushilfskräften machen und dann den Status Quo einfrieren. Außer meine Erwartungshaltung lässt sich mit „das war’s“ definieren. Der so erzielbare Nutzungsgrad ist im Verhältnis zum Investitionsaufwand vernachlässigbar. Und somit der ROI nicht realisierbar.

KH IT Herbsttagung 2012: die Mehrwerte aus Projekten im Fokus

Sind einige dieser Positionen (vielleicht) überzeichnet? Jedoch nicht in dem Umfang, wie man vielleicht anhand der etwas provokant gewählten Formulierungen annehmen möchte.

Daher hat sich der Bundesverband der Krankenhaus-IT-Leiterinnen/Leiter auf seiner Herbsttagung am 12. und 13.09. 2012 in Berlin das Ziel gesetzt, die Mehrwerte aus Projekten in den Fokus zu rücken. Was sind die Herausforderungen an die Organisation bei ausgewählten Produkten (im Rahmen der Tagung: ECM und Portallösungen), um einen möglichst hohen Nutzen zu stiften und die investiven Aufwendungen zu optimieren? Mit dem Impulsthema „social media“ werden zusätzlich die Potentiale dieses wachsenden Marktes für Anwender unter die Lupe genommen, der derzeit von Microsoft und IBM mit Produkten heiß umkämpft wird.

www.kh-it.de

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