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Veröffentlicht: 25.11.2013


MEDICA setzt auf IT-Integration

in klinischen Anwendungen


Ehemalige „IT-Arena“ Halle 15 bunt durchmischt



Der IT-Einsatz im Gesundheitsbereich schreitet weiter voran. Wachstumsimpulse sehen die Veranstalter der MEDICA allerdings nicht vorrangig bei Krankenhausinformationssystemen oder Verwaltungssoftware, sondern vielmehr in der IT-Integration in verschiedene Anwendungsdisziplinen. Damit verliert die Halle 15 den Charakter einer bis vor einigen Jahren bekannten „IT-Arena“.


Die Nachfrage nach medizinischer Versorgung und den damit verbundenen Medizinprodukten und Medizintechnologien verändert sich sukzessive. Daher sollte Health IT nicht isoliert thematisiert, sondern die relevanten Anknüpfungspunkte aufgezeigt werden, nannten die Düsseldorfer Messemacher „der weltgrößten Medizinmesse“ als Motto. In der Stadt am Rhein präsentierten Aussteller Neuheiten, die auf eine immer stärkere IT-Durchdringung des gesamten Gesundheitsbereichs (inklusive der Patienten) hindeuten. Dazu zählen Wireless-Lösungen für das Echtzeit-Monitoring von Patienten und kompakten Telemedizin-Applikationen für den Einsatz fernab von Arztpraxis und Klinikum im Bereich der Health IT. Die Palette an handlichen und leichtbedienbaren Geräten zur Messung verschiedenster Körperparameter wächst. Die Datenauswertung übernehmen mehr und mehr Smartphone oder Tablet-PC mittels entsprechender Health-Apps. Aber auch Lösungen für die computergestützte Mikroskopie und Laborautomation im Bereich der Labortechnik, die computergestützte Chirurgie oder Anästhesie sowie die Vernetzung der medizinischen Bildgebung im Bereich der Medizintechnik/ Elektromedizin erleben eine zunehmende IT-Durchdringung.



Mehr Unabhängigkeit für Anwender


Standards und Schnittstellen bleiben Spannungsfeld zwischen Herstellern und Anwendern von Healthcare-Systemen. Welche Impulse das Zusammenwachsen von Medizintechnik, Life-Science und IT für Interoperabilität und Standards sowie Schnittstellen bestimmen sollten, beschrieb Prof. Dr. med. Björn Bergh, Direktor Informations- und Medizintechnik im Universitätsklinikum Heidelberg und Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg, Zentrum für Informations- und Medizintechnik beim TV-Interview des Krankenhaus IT-Journals.

Standards ermöglichen mehr Unabhängigkeit für Anwender. Mit dem Motto „herstellerneutrales Archiv“ wartete daher VISUS auf. Aktuelle und ältere Patientendaten finden sich verstreut über KIS, DMS, PACS und diverse Subsysteme der Fachabteilungen. „Mit dem JiveX Medical Archive bietet VISUS nun erstmals eine Lösung, die all diese Daten zusammenfasst und sie in einem herstellerneutralen Archiv mit nur einem Viewer multimedial zur Verfügung stellt“, erklärte Guido Bötticher, Geschäftsführer Vertrieb bei dem Anbieter aus Bochum. „So lassen sich Medienbrüche aufheben, denn das Archiv baut auf der bewährten PACS-II Strategie mit JiveX Integrated Imaging auf, die es ermöglicht, auch nichtradiologische und Non-DICOM Bild- und Befunddaten sowie Videos und auch Biosignale auf einer Plattform zu integrieren.“



Prof. Dr. med. Björn Bergh, Universitätsklinikum Heidelberg und Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg, Zentrum für Informations- und Medizintechnik, Direktor Informations- und Medizintechnik
Sehen Sie das TV-Interview mit Prof. Bergh

Immer wieder flammt der Streit um die konträren IT-Philosophien „Alles aus einer Hand“ und „Best of breed“ auf. So bezog die neue IT-Initiative unter dem Label „United Web Solutions“ für das KIS aus der Wolke Position.

United Websolutions neu gegründet




Mehrere Anbieter von Spezialsoftware wollen dem Anwender gemeinsam ein modernes, internetbasiertes und cloudfähiges System bieten. Es beruht auf der schnittstellenkompatiblen Kombination ihrer verschiedenen Komponenten. Ziel von „United Web Solutions“ ist es, den speziell in Deutschland als „festgefahren“ beschriebenen KIS-Markt aufzubrechen.
Sehen Sie die folgende Einzelinterviews von Teilnehmern der Initiative:


Jörg Reichardt, AMC Holding GmbH, Geschäftsführender Gesellschafter



Hugo Thiel, Caradigm, Partner und Business Develop Manager




Daniel Diekmann, ID Information und Dokumentation im Gesundheitswesen, Berlin, Geschäftsführer




Michael Latz, medatixx, Bereichsleitung Klinik/MVZ


siehe auch Sonderbericht...

Allerdings war ein Vergleich der Technologien und Innovatoren auf der MEDICA 2013 immer weniger möglich. Daher waren IT-Manager eher ratlos bei ihrer Informationssuche nach der IT für Krankenhäuser und Kliniken. Nahezu alle marktbestimmenden IT-Anbieter haben sich bereits sein einigen Jahren aus dem IT-Bereich Halle 15 verabschiedet.



Michael Franz, CompuGroup Medical Deutschland AG

Sehen Sie das TV-Interview mit M. Franz



Timo Baumann, T-Systems International GmbH, Konzerngeschäftsfeld Gesundheit – Leiter Kliniken, Deutsch Telekom AG

Sehen Sie das TV-Interview mit T. Baumann

Aller propagierten IT-Integration zum Trotz gelang den Messeverantwortlichen bei ihrer Ausstellerkonfiguration ein integriertes Konzept nur teilweise.



Frank Barzen, Agfa HealthCare, Manager Business Division Imaging | Deutschland - Österreich – Schweiz

Sehen Sie das TV-Interview mit F. Barzen

Stattdessen bevölkerten in der einstigen IT-Arena in Halle 15 Anbieter von Medizininstrumenten sowie Verbrauchsgütern und Firmen für Einkauf, Vertrieb und Lieferantenbetreuung die Gänge.

Entscheiderfabrik auf der Medica






(v.l.) Dr. Pierre-Michael Meier, Entscheiderfabrik, Stv. Sprecher IuiG-Initiativ-Rat, und Peter Löbus, Entscheiderfabrik, Sprecher luiG-Initiativ-Rat

Sehen Sie das TV-Interview mit P.M. Meier und P. Löbus

Zum Ablauf des Zyklus 2013 zieht die Entscheiderfabrik Bilanz und zeigt auf dem Deutschen Krankenhaustag auf der MEDICA 2013 in Düsseldorf die Effizienzpotentiale von Informations- und Medizintechnik auf.

Die Entscheiderfabrik richtete bereits zum dritten Mal die LIVE VIEW aus. An diesem Gemeinschaftsstand zeigte eine Reihe von Unternehmen ihre Produkte uns Dienstleistungen.
Bitte lesen Sie dazu auch: Entscheiderfabrik auf der Medica - Ergebnispräsentation der IT-Schlüsselthemen.

Plug & Play-Standards für OP-Geräte

Interoperabilität und offene Systeme kennzeichnen auch die aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiet der digitalen OP-Integration. Wo viele unterschiedliche Geräte für die Bildgebung, die Intervention, die Überwachung der Vitalparameter oder auch die Dokumentation und Videoübertragung zum Einsatz kommen, gilt es die Handhabung über uniforme und zentrale Steuereinheiten zu vereinfachen und die Geräte optimal miteinander zu vernetzen. Interessant sind in diesem Zusammenhang Bestrebungen, proprietäre Vernetzungsschnittstellen, die die Zusammenstellung der Geräteparks in OP-Sälen herstellerbezogen einschränken, durch offene „Plug & Play“-Standards zu ersetzen. Das würde aus Sicht der Klinikbetreiber die Flexibilität und Wirtschaftlichkeit erhöhen. Erwähnenswert ist beispielsweise das „smartOR“-Verbundprojekt, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert wird.

Neue Maßstäbe bei der Bildgebung

GE Healthcare zeigte auf der MEDICA 2013 Know-how und Lösungen in den Bereichen medizinische Bildgebung und Informationstechnologien, medizinische Diagnostik, Patientenmonitoring zur Effizienzsteigerung. Dadurch eröffnet sich Ärzten neue Möglichkeiten zur besseren und frühzeitigeren Diagnose und Behandlung von Krebs-, neurologischen, Herz-Kreislauf- und anderen Erkrankungen, zudem erhalten Leistungserbringer übergreifende Informationstechniklösungen. Besonders im Bereich Ultraschall und Kernspintomograhie gibt es Neuerungen. „Wir haben auch den schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen der Krankenhäuser Rechnung getragen“, beschrieb Dr. Volker Wetekam, Vorsitzender der Geschäftsführung von GE Healthcare in Deutschland. Dabei hob er das Ultraschallsystem LOGIQ F8 hervor. „Ermöglicht wurde dieses Gerätekonzept durch die Einbindung von Innovationen aus dem Premium-Segment der LOGIQ-Familie.“ Kleinere Anwender erhalten ein Gerätekonzept zu einem erschwinglichen Preis. Mit 19 Zoll ist der Betrachtungsmonitor in dieser Klasse großzügig bemessen. Ungewöhnlich ist in dieser Geräteklasse ist die komfortable Bedienung über einen großen 8,4 Zoll Touch-Screen. Darüber hinaus führen Assistenzsysteme wie „Scan Coach“ und „Scan Assistant“ den Anwender durch Untersuchungen und Messprogramme. „Speckle Reduction Imaging“ reduziert die für das konventionelle Ultraschallschnittbild typische Körnigkeit und sorgt für ein feingraduiertes Bild, das feinste Grauwertunterschiede und damit auch schwer erkennbare Läsionen deutlicher erkennbar macht.
Darüber hinaus bietet GE Healthcare mit seinem Konzept „Technologiepartnerschaft“ medizinischen Einrichtungen eine innovative Lösung, um Medizintechnik zu beschaffen und zu betreiben, aber auch die mit dem Betrieb verbundenen Aspekte zu optimieren. Dr. Volker Wetekam skizzierte die Philosophie: „Beide Partner – das Krankenhaus und der Medizintechnikhersteller – fokussieren sich jeweils auf ihre Kernkompetenzen.“ Die Komplettlösung ‚Technologiepartnerschaft’ ist ein Vertragsmodell, das Kliniken ein Maximum an Technologie-, Betriebs- und finanzieller Planungssicherheit, aber auch Flexibilität bietet. „Ändert sich die Unternehmensstrategie“, betonte Dr. Volker Wetekam, „gibt es einen neuen klinischen Schwerpunkt oder müssen Abteilungen zusammengelegt werden, kann die Technologiepartnerschaft flexibel angepasst werden.“

Zu den MEDICA-Exponaten gehören Einsteigergeräte mit Premium-Funktionen der nächst höheren Klasse oder Highend-System für anspruchsvolle Anwendungen als Alternative zum CT- oder MRT-Screening.



Dr. Volker Wetekam, GE Healthcare Deutschland, Vorsitzender der Geschäftsführung
Sehen Sie das TV-Interview mit Dr. Wetekam



F. Christoph Simm, Toshiba Medical Systems Europe, Senior Manager Business Unit Ultrasound

Sehen Sie das TV-Interview mit C. Simm



Wim van de Vooren, Samsung, Clinical Marketing Manager
Sehen Sie das TV-Interview mit W.van de Vooren



Guido Bötticher, VISUS, Geschäftsführer Vertrieb

Sehen Sie das TV-Interview mit G. Bötticher

Aussteller wie Toshiba oder Samsung zeigten Neuheiten für die medizinische Bildgebung, vorrangig im Bereich Ultraschall. Im TV-Interview des Krankenhaus IT-Journals betonte Dr. Christoph Simm, Business-Leiter Ultraschall für Europa, die High Density Architektur, das 3D/4D High Density Rendering zusammen mit Bedienkonzept, Datenmanagement sowie Realtime Elastographie, aber auch die Nachhaltigkeit von neuen Toshiba-Lösungen. "Mit unseren innovativen Produkten wollen wir neue Maßstäbe setzen und intuitive Technik schaffen. Technik, die sich sowohl an den Bedürfnissen der Mediziner als auch an denen der Patienten orientiert", so Wim van de Vooren, Clinical Marketing Manager von Samsung, im TV-Interview des Krankenhaus IT-Journals.

Hoher Internationalitätsgrad der Besucher



Türkischer Gemeinschaftsstand, inzwischen auch in Halle 15

Mehr als die Hälfte der diesjährigen 132.000 Fachbesucher MEDICA 2013 (Vorjahr: 130.600) waren internationale Besucher aus mehr als 120 Nationen. Sie informierten sich bei den 4.641 Ausstellern aus 66 Nationen über die Bandbreite an Neuheiten für medizinische Versorgung von Medizintechnik und Elektromedizin, Labortechnik, Physiotherapieprodukten und Orthopädietechnik bis hin zu Health IT. „Gerade aus den für die Medizintechnik-Industrie besonders interessanten Schwellenländern wie etwa dem asiatischen Raum, aus Indien, aus Russland oder auch aus Südamerika und China beobachten wir in den letzten Jahren ein immer stärkeres Besucherinteresse“, sah Joachim Schäfer, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, die MEDICA mit ihrem hohen Internationalitätsgrad als führende Plattform für das weltweite „MedTech“-Business „bestens positioniert“.



Joachim Schäfer, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf: „Für das weltweite „MedTech“-Business „bestens positioniert“.


Seine Einschätzung entspricht der der deutschen Industrieverbände SPECTARIS, ZVEI und BVMed, die in ihren aktuellen Marktaussichten zur MEDICA 2013 auf die Bedeutung des Exports verwiesen. Demnach erwirtschafte die Medizintechnik-Industrie hierzulande mittlerweile 68 Prozent ihres aktuellen Jahresumsatzes von knapp 23 Milliarden Euro über internationale Geschäfte.



Der Messestand des Antares Computer Verlag auf der Medica 2013


Im kommenden Jahr findet die MEDICA vom 12. bis 15. November 2014 statt.
von Wolf-Dietrich Lorenz

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