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Veröffentlicht: 06.04.2014


Erlössicherung „Heute und Morgen“

Workshop der Entscheiderfabrik in Bad Lippspringe



Teilnehmer des Workshops
der Entscheiderfabrik in Bad Lippspringe

Unter dem Motto „Erlössicherung 'Heute und Morgen' - regionale Krankenhaus-Strategien entwickeln und Strategien mit IT umsetzen“ trafen sich vom 02. bis 04. April rund 80 Teilnehmer im ostwestfälischen Bad Lippspringe. Das Beratungsunternehmen UNITY aus Büren lud bereits am Vorabend zur Unity Healthcare Night in ihre Geschäftsräume ein. In dem Workshop wurden Lösungsansätze für Erlösauswege aus der Budgetknappheit mittels regionaler Gesundheitsnetzwerke und IT-Prozessunterstützung erarbeitet.


Gastgeber war das Management-Team des Zentrums für Gesundheit. Geschäftsführer Achim Schäfer begrüßte die Teilnehmer zusammen mit PD Dr. Karsten Schulzen, Chefarzt der Karl-Hansen-Klinik und Jürgen Hatzfeld Kfm. Betriebsleiter der Karl-Hansen-Klinik. Durch die Entscheider-Werkstatt führte Dr. Pierre-Michael Meier. Die Gruppenarbeiten des Workshops wurden von Dr. Carl Dujat, Dr. Gert Renner, Matthias Bee und Dr. Meier geleitet. Den Speed Presentations saß Geschäftsführer Achim Schäfer vor.



Achim Schäfer, Geschäftsführer des Medizinischen Zentrums für Gesundheit in Bad Lippspringe


Das Zentrum für Gesundheit in Bad Lippspringe, Lippe Institut


Achim Schäfer, Geschäftsführer des Medizinischen Zentrums für Gesundheit in Bad Lippspringe sowie Gastgeber der Entscheiderwerkstatt, erlaubte in seinem Initialvortrag einen Einblick in die Unternehmensstrukturen und –strategien für das Zentrum, im Besonderen hinsichtlich der einrichtungsübergreifenden Kommunikation und dem „Angebot“ des Medizinischen Zentrums an andere Kliniken und die Leistungserbringer im niedergelassenen Bereich. Schäfer führte aus, wie das COPD Angebot des Medizinischen Zentrums als Provider von Leistungen in der einrichtungsübergreifenden Patientenversorgung konkret aussieht. Er stellte dar, welche Basisleistungen und welche Mehrwertleistungen in Art und Ausprägung im Rahmen des COPD Angebots an Akutkliniken und Leistungserbringer des niedergelassenen Bereichs offeriert werden.
Auf der Entscheider-Werkstatt konnte mit den Anwesenden und den Moderatoren Dr. Dujat, Dr. Renner, Dr. Meier und Matthias Bee wieder kreativ Lösungen für die Problemstellung „Unternehmenserfolg durch optimalen IT-Einsatz“ erarbeitet werden.



Dr. Pierre-Michael Meier,
Stv. Sprecher des IuiG-Initiativ-Rats und Veranstalter des Workshops

Gruppenarbeit


Die in zwei Gruppen aufgeteilten Workshops gliederten sich in vier verschieden Themenbereiche, jeweils zwei wurden bearbeitet und die Ergebnisse später in einer Kurzpräsentation vorgestellt.
- Strategie Bildung auf Basis der regionalen Rahmenbedingungen
- Vertragsgestaltung u. Aufbauorganisation: Geschäftsmodelle, Strategien um von diesen zu profitieren, Partner, Verträge, etc.
- Projektmanagement u. Ablauforganisation : Zu schaffende Voraussetzungen, Finanzierung, Prozess- u. Change Management, Stufenplan zur Einführung, etc.
- Technik: Kommunikationstechnik, Intersektorales Schnittstellen Management, Definition von SLAs, Notfallkonzepte, Service- und Supportstrukturen, etc.

Die erste Gruppe bearbeitete die Themen 1 und 2, die Moderation oblag Dr. Dujat und Dr. Renner. Die Gruppe Projektmanagement und Technik wurde von Dr. Meier und Herrn Bee moderiert.




Hörsaal des Lippe-Institus in Bad Lippspringe


VKD Präsident Düllings: klare Wertschöpfungsstrategie wird benötigt


Während der Abendveranstaltung im Restaurant Fischerhütte, ging Dr. Josef Düllings, Präsident der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands und Hauptgeschäftsführer der St. Vincenz Gruppe, weiter auf das Thema des Workshops „Erlössicherung 'Heute und Morgen' - regionale Krankenhaus-Strategien entwickeln und Strategien mit IT umsetzen“ ein und führte in anregender Weise aus, dass man „alle“ Leistungserbringer, auch und gerade den niedergelassenen Bereich für patientennahes Versorgungsmanagement „gewinnen“ muss, um regionale Wertschöpfung zu erreichen und dabei den wirtschaftlichen Erfolg des eigenen Unternehmens zu festigen und auszubauen.



Dr. Josef Düllings, Präsident der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands und Hauptgeschäftsführer der St. Vincenz Gruppe

Gerade mit seiner bundesweiten Erfahrung als VKD Präsident konnte er noch mal unterstreichen, dass Einrichtungen in der „Peripherie“ eine klare regionale Wertschöpfungsstrategie und Partnerschaft über die Versorgungssektoren hinweg benötigen, um langfristig das „Überleben“ am Markt sicher zu stellen. Da mehr als 50 % der deutschen Kliniken rote Zahlen schreiben, ist eine offensive Überlebens- und Wachstumsstrategie mit entsprechendem Masterplan nicht für das einzelne Haus essentiell, sondern im Umkehrschluss auch für die Region. Die Verankerung in der Region führt nämlich dazu, dass die wohnortnahe Notfallversorgung im ländlichen Raum aufrecht gehalten werden kann. Diese schwierigen Rahmenbedingungen müssen die Akteure als Chance ergreifen und sich verbünden bzw. regionale Krankenhaus-Strategien aufbauen und mit elektronischem Patientendatenaustausch diese umsetzen. Denn in letzter Konsequenz wird nur ein regionaler einrichtungsübergreifender elektronischer Patientendatenaustausch regionale Krankenhaus-Strategien zum Leben erwecken und die Nutzen offensichtlich machen.
Der regionale einrichtungsübergreifende elektronische Patientendatenaustausch ist somit kein „Kann“, sondern ein „Muss“. Unsere regionalen Gesundheitssysteme im ländlichen Raum werden wir nur leistungs- und handlungsfähig erhalten, ohne die Versorgungsqualität zurückzufahren, wenn die einzelnen Einrichtungen der Leistungserbringung wirtschaftlich erfolgreich sind und das nach „wettbewerblichen Dialog“ aufeinander abgestimmte Leistungsangebot in der Region durch den elektronischen Patientendatenaustausch effizient genutzt werden kann.


UNITY Health Care Night



Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion: Tomas Pfänder, Vorstand bei UNITY, Prof. Dr. med. Prof.h.c. Dirk Günter Kieback, Chefarzt der Paracelsus-Klinik Marl für Gynäkologie und Geburtshilfe, Ulrich Blondin, Geschäftsführer Deutsche Medizin Allianz und Vorstand BMVZ e.V., Dr. med. Konrad Rippmann, Geschäftsführer LOHMANN konzept GmbH, Prof. Dr. med. Thomas Moesta, Ärztlicher Direktor Klinikum Region Hannover, Meik Eusterholz, Prokurist & Geschäftsfeldleiter Gesundheitswirtschaft UNITY (v.l.)


Im Vorfeld der Entscheiderwerkstatt Gesundheitswirtschaft in Bad Lippspringe fand am 2.4. die UNITY Healthcare Night 2014 statt. Mehr als 40 Entscheider aus führenden Kliniken Deutschlands und Branchenexperten erhielten auf der Veranstaltung neue Impulse für eine wirtschaftliche Gestaltung der Gesundheitsbranche.

Prof. Dr. Thomas Moesta, Ärztlicher Direktor des Klinikums Region Hannover, beschrieb in seinem Impulsvortrag den Wandel, den das Medizinische Management derzeit durchläuft. In der anschließenden Podiumsdiskussion tauschten sich fünf Experten der Branche zu den Themen Prozessmanagement, Simulation der Klinikabläufe, Standardisierung und Erlössicherung aus.

„Mit einem professionellen, ganzheitlichen Prozessmanagement lassen sich in Kliniken nicht nur erhebliche Einsparpotenziale, sondern gleichzeitig Verbesserungen in der Patientenbetreuung erzielen“, resümierte Tomas Pfänder, Vorstand bei UNITY und Moderator der Diskussion. Vor allem die praxisnahen Erfahrungen der Podiumsteilnehmer trugen zum Gelingen der UNITY Healthcare Night bei – so die einhellige Meinung der Gäste.
Beim Business-Frühstück am nächsten morgen in Bad Lippspringe wurde der Expertenaustausch fortgesetzt. Hier ging es u.a. das Thema „Krankenhausbau & IT“: Dr. Hermann Stockhorst, Leiter des Projektbüros Krankenhausneubau Klinikum Region Hannover, ging dabei auf die Schnittstelle zwischen Innovation & Inhibition ein.

Hartmuth Wehrs

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