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Veröffentlicht: 17.04.2014

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Hoffen auf IT-Innovationen

reicht nicht aus


KH IT-Frühjahrstagung: IT als Promotor für Ideen und Entwicklungen



Der Bundesverband der Krankenhaus-IT-Leiterinnen/Leiter e.V. KH-IT veranstaltete die Frühjahrstagung mit dem Fokus auf „IT Innovationen im Krankenhaus“ in Göttingen.
Wie sich zeigte sind Innovationen im Krankenhaus ein vielschichtiges Thema, das die Referenten für die IT-Leiter aus verschiedenen Blickwinkeln auf der zweitägigen Veranstaltung erörterten.




Heiko Ries, Vorsitzender KH-IT e.V.: eröffnete die Frühjahrstagung mit dem Fokus auf „IT Innovationen im Krankenhaus“ in Göttingen.


Heiko Ries, Vorsitzender KH-IT e.V. eröffnete die KH IT-Frühjahrstagung 2014 mit dem Fokus auf „IT Innovationen im Krankenhaus“ in Göttingen. Der 1. Vorsitzende des KH IT konnte mit einer Erfolgsmeldung aufwarten: Über 180 Teilnehmer waren vor Ort. (Hören Sie das Interview mit Heiko Ries)



Prof. Carsten Schultz, Leiter des Instituts für Innovationsforschung an der Universität Kiel: „Innovation ist eine Verknüpfung von Mitteln und Zweck für die Gesundheitsorganisation.“


Die Keynote des ersten Tages war ein Highlight für die Fachbesucher. „Innovationsmanagement im Krankenhaus“ ist einer der Kompetenzbereiche von Prof. Carsten Schultz. Der Leiter des Instituts für Innovationsforschung an der Universität Kiel zeigte auf, dass Innovation eine Verknüpfung von Mitteln und Zweck für die Gesundheitsorganisation ist. Krankenhäuser sind zu Innovationen als Baustein für ihre Zukunftsvorsorge aufgerufen. Dazu sind alle Mitarbeiter in den Prozess einzubinden. Eine der Barrieren ist die fehlende Strategieorientierung im Krankenhaus. Daher sind nur wenige Mitarbeiter aktiv für Innovationen engagiert, wie Erhebungen von Prof. Schultz ergaben. (Hören Sie das Interview mit Prof. Schultz)



Interconnectivity markiert für Dietmar Pawlik, Vorstand Klinikum Fulda, Innovation. Allianzen zwischen Leistungserbringern führen zu Produktivitätsverbesserungen.


Interconnectivity markiert für Dietmar Pawlik „Innovation“, denn Allianzen zwischen Leistungserbringern führen zu Produktivitätsverbesserungen. Der Vorstand im Klinikum Fulda fordert von der IT, den notwendigen Überblick über Prozesse zu besitzen. Dadurch kann sie die Aufgabe der „Wegweisung“ erfüllen. Dabei geht es in Richtung Computer Aided Medicine mit regelbasierten Medizin-Systemen auf Basis von IT-Innovationen. (Hören Sie das Interview mit Dietmar Pawlik)



Prof. Dr. Dr. Reinhard Loose, Klinikum Nürnberg: IT-Innovationen - was bringen sie für den Arzt bei der Suche nach medizinischer Wahrheit?

Einen Blick in die Anforderungen der Medizin verschaffte Prof. Dr. Dr. Reinhard Loose, Klinikum Nürnberg, den Teilnehmern. Sein Credo als Chefarzt zu IT-Innovationen: Was bringen sie? In jedem Fall ist zu hinterfragen, ob sie den Arzt bei seiner Suche nach medizinischer Wahrheit für den Patienten unterstützen.

Als Promotor das Selbstverständnis verstärken

IT-Innovation verknüpft Gunter Nolte, CIO von Vivantes, mit der Aufforderung an die IT, als Promotor Freiheitsgrade einzufordern. Zugleich sollte die IT für passende Lösungen Know-how über die Anforderungen aus dem Klinikbetrieb an die Industrie vermitteln.



Gunter Nolte, CIO von Vivantes, verbindet IT-Innovation mit der Aufforderung an die IT, als Promotor Freiheitsgrade einzufordern.

CIO Gunter Nolte betonte: "Die Lücke zwischen externer und interner IT-Sicht ist zu schließen." Vor allem sei von der Industrie die entsprechende Qualität einzufordern für den Preis, den die IT für Technologie zahle. Bei der technischen, sozial bestimmten und strukturellen Innovation schwingt immer auch mit, über technische Tagesthemen hinauszudenken: „Wo stehen wir in fünf Jahren?“



Gastgeber Prof. Dr. Otto Rienhoff, Direktor des Instituts für Medizinische Informatik, Universitätsmedizin Göttingen: Soziale Anerkennung der IT im Krankenhaus und ihr Selbstverständnis sind noch ausbaufähig.

Ein besonderes Highlight war das Thema „Strategische Anforderungen an IT-Prozesse im Gesundheitswesen - Konsequenzen für die Ausbildung in der Med. Informatik“ von Tagungs-Gastgeber Prof. Dr. Otto Rienhoff. Der Direktor des Instituts für Medizinische Informatik, Universitätsmedizin Göttingen, zeichnete eine Skizze der IT, deren soziale Anerkennung im Krankenhaus noch ausbaufähig sei und die ihr Selbstverständnis verstärken solle. Von Seiten des Management und der Fachdisziplinen sei mehr Anerkennung und Wertschätzung zu erwarten. Die IT stehe in dem Dilemma zwischen traditioneller Lösungslandschaft und neuen strategischen Anforderungen. Zudem wird der IT durch das zunehmende IT-Know-how des Arztes eine fachliche Konkurrenz erwachsen. Durch veränderte Skills mit Fokus auf Managementwissen könnte sich die IT-Führung für diesen Wandel rüsten. Konsequenzen zieht Prof. Otto Rienhoff in der zukunftsweisenden Ausbildung der Medizin-Informatiker. (Hören Sie das Interview mit Prof. Rienhoff)

IHE konforme Fallaktenlösung

Mit „eFallAkte: Aus der Theorie in die Praxis“ skizzierten Volker Lowitsch, CIO Uniklinik Aachen, und Karl-Heinz Gobrecht, Geschäftsführer der Health-Comm GmbH, den Fortschritt bei dem arztgetriebenen Informationsaustausch im Krankenhaus. In enger Abstimmung mit dem bvitg und Vertretern des Interoperabilitätsforum wurden die Spezifikationen der eFA in 2 Schritten unter dem Arbeitstitel eFA 2.0 IHE konform weiterentwickelt. Die Single Peer Spezifikationen für eFA 2.0 wurden bereits auf der ConhIT 2013 vorgestellt. Die Kommentierung zu der Single Peer Version wurde Ende 2013 abgeschlossen und liegt der Industrie vor. Zwischenzeitlich wurde die IHE-konforme Spezifikation der FallAkte weitergetrieben und wird auf die P2P-Spezifikation erstellt und vor der conhIT 2014 in die Kommentierungsphase gegeben. Damit liegt spätestens Ende 1. Halbjahr 2014 eine vollständige IHE konforme Spezifikation der eFA 2.0 vor, die mit der Industrie abgestimmt und die kommentiert ist.



Volker Lowitsch, CIO Uniklinik Aachen: „Damit sind alle Voraussetzungen gegeben, dass die Industrie eine international einsetzbare IHE konforme Fallaktenlösung implementiert.“

„Damit sind alle Voraussetzungen gegeben, dass die Industrie eine international einsetzbare IHE konforme Fallaktenlösung implementiert“, hofft Volker Lowitsch, der zugleich Geschäftsführer des eFA-Providers Healthcare Solutions ist. Erste Industrievertreter haben bereits die Umsetzung zugesagt. Hierzu gehören u. a. Siemens, Marabu, X-Tention. Zur Unterstützung der Industrieaktivitäten bietet der eFA-Verein der Industrie eine Konformitätsbescheinigung an, die die Industrie erhält, wenn sie im Rahmen einer Selbsterklärung eine eFA 2.0 Konformitätserklärung abgibt. (Hören Sie die beiden Interviews mit Volker Lowitsch
und Karl-Heinz Gobrecht)

Teilnehmer äußerst zufrieden

Helmut Schlegel, KH IT-Vorstand, der das Tagungsprogramm gestaltete, gab in „provokanter“ Weise mit einigen Thesen aus Sicht des erfahrenen Praktikers den Startschuss zur Podiumsdiskussion mit dem Motto „IT-Innovationen – Erlösungshoffnung für die IT im Krankenhaus?“.



Helmut Schlegel, KH-IT e.V., gestaltete das Programm, führte in die Agenda ein und präsentierte kontroverse Thesen.


„Verkauft die Industrie nicht vielfach alten Wein in neuen Schläuchen und das Marketing generiert daraus Innovationshypes?“ war ein Treffer ebenso wie „Der Berater reist durch die Kliniklandschaft, verkauft innovative Konzepte und zieht sich rechtzeitig vor dem Scheitern aus dem Projekt und der Verantwortung zurück“ oder „Die Klinikleitung und der CIO lenken mit technologischen Leuchtturmprojekten davon ab, dass in der Prozessreorganisation die Hausaufgaben nicht gemacht worden sind“. (Hören Sie das Interview mit Helmut Schlegel)

Auch dank dieser Vorlage erlebten die Tagungsteilnehmer einen konstruktiv-kritischen Meinungsaustausch. Moderatoren waren Prof. Dr. Otto Rienhoff und Wolf-Dietrich Lorenz, Chefredakteur Krankenhaus-IT Journal.




Bei der Podiumsdiskussion mit dem Motto „IT-Innovationen – Erlösungshoffnung für die IT im Krankenhaus?“ führten Teilnehmer und Referenten einen lebhaften Meinungsaustausch.

Die Ergebnisse der jüngsten Mitgliederbefragung des KH IT präsentierte Maximilian Roth, Student an der DHBW Stuttgart bei Prof. Dr. Anke Simon, Beirätin KH-IT e.V.





Ergebnisse der jüngsten Mitgliederbefragung des KH IT präsentierte Maximilian Roth, Student an der DHBW Stuttgart bei Prof. Dr. Anke Simon, Beirätin KH-IT e.V.

Fazit: Mit den Tagungsthemen und dem Networking sind die Teilnehmer äußerst zufrieden, sie würden zu 88% die KH IT-Veranstaltungen weiterempfehlen.



Die kommende Herbsttagung 2014 präsentierte Reimar Engelhardt vom KH IT.

Diese Ergebnisse sind ein gutes Vorzeichen für die kommende Herbsttagung, die Reimar Engelhardt vom KH IT vorstellte. Sie findet am 24. und 25. 9. 2014 in Schwerin mit dem Thema „Risikomanagement - Grundlagen und Praxis“ statt.

Weitere Referenten mit Innovationen



Michael Ziller, IT-Leiter KH Betanien Moers, und Michael Jelinski, Leiter IT-Projekte SCHILLER GmbH: „Integration einer Workflow-Lösung von EKG-Untersuchungen in das KIS“. Michael Ziller war zudem Referent bei der „Umsetzung eines zentralen Bildmanagements“ in Moers.


Michael Ziller, IT-Leiter KH Betanien Moers, und Michael Jelinski, Leiter IT-Projekte SCHILLER GmbH, stellte die „Integration einer Workflow-Lösung von EKG-Untersuchungen in das KIS“ vor. Michael Ziller war zudem Referent bei der „Umsetzung eines zentralen Bildmanagements“ in Moers.



Dr. Ingo Behrendt, CEO Nexus AG: Bei IT-Innovation ist u.a. die Flexibilität der Konzeption maßgeblich, um Ziele anpassen zu können.



Was der Berater unter IT-Innovation versteht, erläuterten Jörg Redmann, GF Sanovis GmbH, Dr. Pierre-Michael Meier, Vorstand VUIG (Entscheiderfabrik) ordnete dies ein


Was der Berater unter IT-Innovation versteht, erläuterte Jörg Redmann, GF Sanovis GmbH. Dr. Pierre-Michael Meier, Vorstand VuiG e.V. ordnete die Einschätzungen vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus der Innovationen fördernden Plattform Entscheiderfabrik ein. Sie sehen die IT als Treiber im Gesundheitswesen. Hemmnisse sind das Risiko des Scheiterns mit Innovationen, kleine Budgets, Personal-Ressourcen und technische Integrationsmöglichkeiten.



Mark Neumann, ID GmbH, stellte die „Analyse von Freitexten im Abrech.-Prozess“ vor als Unterstützung für und nicht Ablösung von Fachpersonen.




Jens Seeliger, InterSystems GmbH: im „Zeitalter der datenbasierten Medizin“ Chancen durch Big Data

“Big Data – Big Health” könnte zutreffen, da in der Medizin un- und halbstrukturierte Dokumente in großem Umfang vorhanden sind. Jens Seeliger, InterSystems GmbH, sah im „Zeitalter der datenbasierten Medizin“ Chancen für erweiterte Geschäftsmodelle, neue Anwendungsszenarien und optimierte Managemententscheidungen.



„Grenzenlos mobil dokumentieren“ war Thema von Dr. Markus Vogel, Nuance Healthcare.



Ein hardwareunabhängiges Archiv (KIS, PACS) erörterte Daniel Glass, iTernitiy GmbH

Wolf-Dietrich Lorenz

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