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Veröffentlicht: 12.05.2014



conhIT 2014: Themen ganz nah am

Puls der Branche

IT ist Treiber für ein zukunftsfähiges Gesundheitswesen

conhIT 2014 - Messe Berlin

Die Zahlen zeigen die steigende Relevanz der Gesundheits-IT für Deutschland: Mit einem Aussteller- und Besucherrekord ging in Berlin die conhIT 2014, jährlicher Branchentreff für Gesundheits-IT, zu Ende. Drei Tage lang standen Lösungen im Mittelpunkt, die das medizinische Personal und die Einrichtungen des Gesundheitswesens bei Effizienz und Qualität unterstützen und die Versorgung der Patienten verbessern sollen.

Nachzuzählen war nicht nötig. Die vollen Ausstellungshallen und Kongress- sowie Akademieräume waren Beleg genug: Mit 369 Ausstellern auf der Industrie-Messe (ein Zuwachs von zwölf Prozent) und mehr als 150 Veranstaltungen im Rahmen von Kongress, Akademie und Networking hat die „Connecting Healthcare IT conhIT“ einen neuen Höchststand erreicht. 6495 Besucher aus 65 Ländern waren nach Berlin gekommen, um sich über den aktuellen Status der Gesundheits-IT zu informieren, acht Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

Dass die Branche mit einem Gesamtumsatz von 1,6 Milliarden Euro und einem jährlichen Wachstum von 3,2 Prozent ein signifikanter Faktor für die deutsche Wirtschaft ist, hatte der jüngst veröffentlichte bvitg-Branchenbericht „IT-Lösungen im Gesundheitswesen“ gezeigt. Doch obwohl die „Gesundheits-IT“ sich gut darstellt, sehen viele Unternehmen im Ausland zunehmend bessere Wachstumschancen. Um die Dynamik am deutschen Markt zu beleben, forderte der bvitg in diesem Zusammenhang neben einer einheitlichen IT-Infrastruktur auch Investitionen in sinnvolle und zielorientierte Versorgungsstrukturen, die es erlauben, die Innovationen der Industrie in der Fläche zu etablieren. Auch Lutz Stroppe, Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, betonte in seiner Eröffnungsrede mit Blick auf die elektronische Gesundheitskarte, dass man „zeitnah von der Theorie zur praktischen Umsetzung gelangen müsse, um einen sicheren Datenaustausch im Gesundheitswesen zu ermöglichen“.

Lutz Stroppe, Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit: „Zeitnah von der Theorie zur praktischen Umsetzung gelangen, um einen sicheren Datenaustausch im Gesundheitswesen zu ermöglichen“.

Offensichtlich ist der Rollenwandel der deutschen Healthcare-IT-Branche. „Das Gesundheitswesen befindet sich seit Jahren in einem schwierigen Umfeld“, betonte Bernhard Calmer, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Gesundheits-IT bvitg. Die in der dualen Finanzierung von den Ländern verantwortete Investitionsfinanzierung ist seit Jahren rückläufig, die laufenden Kosten der Krankenhäuser steigen, unter anderem durch Lohnanpassungen, während die DRG’s dieses nur teilweise reflektieren. „Die Krankenhäuser sind daher gezwungen, Rationalisierungspotentiale zu erschließen – allerdings sind diese irgendwann erschöpft.“ Zeitgleich kommen technologische Innovationen wie Smartphones und mobile Applikationen auf den Markt, die auf der einen Seite Potential versprechen, auf der anderen Seite aber seitens der Gesundheitsdienstleister (Krankenhäuser , MVZ’s, Praxen) in bestehende Systeme integriert und auch finanziert werden müssen. Bernhard Calmer erklärte gegenüber dem Krankenhaus IT Journal im Vorfeld über die Perspektive des diesjährigen Branchentreffs: „Die conhIT spiegelt diese Situation in verschiedenen Kongress-Sessions und Networkingveranstaltungen wider, in denen Potentiale, Hemmnisse und Lösungsmöglichkeiten vorgestellt und diskutiert werden.“

Bernhard Calmer, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Gesundheits-IT: „Wir hoffen, dass die conhIT auch im Nachhinein wirkt und wir nächstes Jahr einen großen Schritt weiter sind.“

Eine exzellente Bühne

In enger Zusammenarbeit mit zahlreichen Institutionen der Branche hatten der bvitg und die conhIT-Partner BVMI e. V., gmds e. V., KH-IT e. V. und ALKRZ ein Programm gestaltet. Es richtete sich an Entscheider in den IT-Abteilungen, im Management, der Medizin und Pflege sowie an Ärzte, Ärztenetze und Medizinische Versorgungszentren, die sich über die aktuellen Entwicklungen von IT im Gesundheitswesen informieren, Kontakte in der Branche knüpfen und sich auf hohem Niveau weiterbilden wollten.

„Einmal mehr hat die conhIT der Branche eine exzellente Bühne geboten, war Impulsgeber und Dialogplattform für die Industrie und alle Beteiligten des Gesundheitswesens“, kommentierte Dr. Christian Göke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin, den dynamischen Branchentreff.

Dr. Christian Göke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin: „Einmal mehr hat die conhIT der Branche eine exzellente Bühne geboten, war Impulsgeber und Dialogplattform für die Industrie und alle Beteiligten des Gesundheitswesens.“

„Der conhIT ist es auch 2014 wieder gelungen, mit dem bewährten Konzept der idealen Synthese aus Industrie-Messe, Kongress, Akademie und Networking allen entscheidenden Akteuren und Anwendern der Gesundheits-IT einen Raum und Zeitpunkt zu bieten, an dem neue Gedanken, Ziele und Orientierungen angestoßen und bewegt werden“, sagte Dr. Christoph Seidel, Präsident des BVMI e. V.

Dr. Christoph Seidel, Präsident des BVMI e. V.: „Entscheidenden Akteuren und Anwendern der Gesundheits-IT einen Raum und Zeitpunkt zu bieten, an dem neue Gedanken, Ziele und Orientierungen angestoßen und bewegt werden.“

Prof. Dr. Christian Johner, Institut für Informationstechnologien im Gesundheitswesen, und Vorsitzender des Akademiebeirats der conhIT, erläuterte das Akademieangebot: „Es umfasste sehr technische Aspekte wie das Entwickeln von Apps und schlug den Bogen über „IHE und das Datenmanagement der nächsten Generation“ bis hin zur Fragestellung, wie man Verträge schreibt und prüft. Weil IT-Manager den Wertbeitrag der eigenen Abteilung nicht nur erbringen, sondern auch kommunizieren können sollten, haben wir auch dazu ein Seminar ins Programm genommen.“

Prof. Dr. Christian Johner, Institut für Informationstechnologien im Gesundheitswesen, und Vorsitzender des Akademiebeirats der conhIT: „Weil IT-Manager den Wertbeitrag der eigenen Abteilung nicht nur erbringen, sondern auch kommunizieren können sollten, haben wir auch dazu ein Seminar ins Programm genommen.“

Prof. Dr. Paul Schmücker, Präsident der gmds e. V. und zugleich Kongresspräsident der conhIT, appellierte: „Die conhIT ist zu einer Pflichtveranstaltung nicht nur für IT-Leiter und -Mitarbeiter, sondern auch für Geschäftsleitung, Ärzteschaft und Pflegebereich aufgestiegen. Sie verdeutlicht, dass die Healthcare-IT bereits zu einem strategischen Faktor geworden ist. In puncto Quantität und Qualität hat sich die conhIT in allen Bereichen gesteigert. Kongress, Industrie-Messe und der Networkingbereich haben mit ihren hochwertigen und vielseitigen Angeboten genau den Nerv der Branche getroffen.“

Prof. Dr. Paul Schmücker, Präsident der gmds e. V. und zugleich Kongresspräsident der conhIT: „Kongress, Industrie-Messe und der Networkingbereich haben mit ihren hochwertigen und vielseitigen Angeboten genau den Nerv der Branche getroffen.“

„Wertbeitrag von IT“ als wichtiges Thema

Dazu gehört als brisantes Thema auch der „Wertbeitrag von IT“. Den Preis für die beste Kongress-Session erhielten daher Prof. Dr. Andreas Goldschmidt von der Universität Trier und Prof. Dr. Björn Maier von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, die die Session „Nachweis für den Wertbeitrag durch IT“ geplant hatten. In der Session wurde dargestellt, wie der Spagat zwischen der Wahrnehmung von IT als Kostenfaktor einerseits und dem Nutzen beziehungsweise Wertbeitrag für die Anwender und Patienten andererseits im Bewusstsein der Entscheider gelingen kann. Auch IHE als die Interoperabilitäts-Brücke war eines der meistdiskutierten Veranstaltungsthemen. Das Krankenhaus IT Journal griff dieses Spannungsfeld mit der „IHE Diskussionsrunde“ auf. Hier standen Hersteller und Anwender mit ihren gemeinsamen Aufgaben bei IHE im Fokus.

Immer mehr IT-Anwendungen im Gesundheitswesen setzen auf mobile Lösungen. Doch Mobilgeräte im Einsatz verlangen von den Verantwortlichen im Krankenhaus ein Umdenken. Fokusthema der Presserunde„Gesundheit per Mobility: Wunsch und Wirklichkeit“ des Krankenhaus IT-Journals war daher, wie Industrie und Leistungserbringer medizinische, technische und wirtschaftliche die Herausforderungen interdisziplinär meistern wollen.

Ausstellerabend am Ende des ersten Messetages

Dauerbrenner wie Prozessunterstützung durch Gesundheits-IT gehörten ebenfalls zu den conhIT-Themen. IT kann viel mehr als nur Kostendämpfung bedeuten. Doch betrachten viele klinisch tätige Berufsgruppen IT-Lösungen beispielsweise für die medizinische Dokumentation weniger als Segen denn als notwendiges Übel. „Ärzte beschweren sich, dass sie immer mehr ‚IT machen‘ müssen. Dabei setzen IT-Lösungen häufig nur regulatorische Vorgaben um, die ohne IT viel aufwändiger zu bewältigen wären“, rückte Helmut Schlegel, Abteilungsleiter Informationsverarbeitung im Klinikum Nürnberg, den Blickwinkel in einer Kongress-Session der „Entscheiderfabrik“ zurecht.

Die Kongressvorträge umfassten ein breites Spektrum. Erörtert wurde in u.a. die elektronische Medikation und die Rolle der IT-Systeme zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit in Krankenhäusern, der finanzielle und qualitative Nutzen von PDMS oder auch vernetzte Medizintechnik.

Impulse von außen für Deutschland

Dänemark als Partnerland stellte auf der Messe und im Programm dar, wie die digitale Vernetzung des Gesundheitswesens zügig vorangetrieben werden kann. In den kommenden zehn Jahren soll dort umfassend in IT investiert werden – eine Ausgangssituation von der Deutschland derzeit weit entfernt ist. Denn obwohl die Lösungen der Industrie bereits erfolgreich im Einsatz sind, scheint eine flächendeckende Ausbreitung von Gesundheits-IT noch in weiter Ferne.

"Grüezi Berlin" hieß es in der Swiss-Lounge auf der conhIT 2014 in Berlin. Die Lounge mit ihren Ausstellern Agfa Healtcare Schweiz, alis connect, ID Suisse AG, qhit healthcare consulting, swisscom und the i-engineers war für drei Tage Kommunikationsplattform für viele Besucher der conhIT 2014. Themen waren vor allem Erfahrungsaustausch über den IT-Markt und Innovationsimpulse aus Healthcare-Lösungen für Deutsche wie Schweizer.

Swiss-Lounge als Kommunikationsplattform

Gesundheits-IT-Branche als attraktiver Arbeitgeber

Auch das Interesse an den conhIT-Karriere-Services erreichte einen neuen Höchststand: Rund 200 Studierende waren am 7. Mai zum Karriere-Workshop gekommen, in dem Vertreter aus Industrie, Wissenschaft und Krankenhaus über die Aufgaben für Absolventen und Young Professionals berichteten. „Absolventen der medizinischen Informatik sind in der Branche heiß begehrt und die Tätigkeiten sind spannend und herausfordernd“, fasste es Prof. Dr. Britta Böckmann, die den Karriere-Workshop moderierte, zusammen. Die Attraktivität der Branche und die große Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeitern bestätigte sich im anschließenden Karriere-Get Together, das von zahlreichen Unternehmen und Studenten beziehungsweise Absolventen dazu genutzt wurde, neue Kontakte zu knüpfen. Insgesamt hatten 14 Hochschulen Exkursionen zur conhIT organisiert.

Prof. Dr. Britta Böckmann: „Absolventen der medizinischen Informatik sind in der Branche heiß begehrt und die Tätigkeiten sind spannend und herausfordernd.“

Die conhIT - mit ihrem breiten Spektrum aus Information, Fort- und Weiterbildung und Austausch ist wichtig für die Branche. Anderen Veranstaltungen mit Medizin-IT als Thema gegenüber wie der „Medica“ in Düsseldorf scheint die conhIT ihre Position bei Ausstellern und Besuchern mittlerweile eindeutig gefestigt zu haben. Ursula Baumann, Senior Project Manager conhIT der Messe Berlin, stellte fest: „Die Medica ist sicherlich die größte Veranstaltung im Medizin-Bereich mit guten Wachstumszahlen. Die Health IT nimmt dort aber nur einen geringen Stellenwert ein. Wir dagegen konzentrieren uns in Berlin ausschließlich auf die Health IT und die damit unmittelbar angeschlossene Medizintechnik. Hier findet der IT-Verantwortliche einen sehr viel intensiveren Austausch zu den für ihn interessanten Themen. Nicht umsonst ist die conhIT mit Abstand der größte Branchen-Event für Gesundheits-IT in Europa.“

Ursula Baumann, Messe Berlin, Senior Project Manager conhIT: „Hier findet der IT-Verantwortliche einen sehr viel intensiveren Austausch zu den für ihn interessanten Themen. Nicht umsonst ist die conhIT mit Abstand der größte Branchen-Event für Gesundheits-IT in Europa.“

Das Fazit der integrierten Gesamtveranstaltung mit Industrie-Messe, Kongress, Akademie und Networking-Events des bvitg-Vorstandsvorsitzenden Bernhard Calmer lautete: „Die aktive Teilnahme von Unternehmen, Anwendern, Kostenträgern, Selbstverwaltung und Politik hat uns gezeigt, dass IT ein Treiber für ein zukunftsfähiges Gesundheitswesen ist.“ Die conhIT 2015 findet vom 14. bis 16. April 2015 auf dem Messegelände Berlin statt.

Presse- und Diskussionsrunden des Krankenhaus-IT Journals

Messestand des Antares Computer Verlags

Presserunde des Krankenhaus IT Journals „Gesundheit per Mobility: Wunsch und Wirklichkeit“ (vlnr): Dr. Jochen Thümmler, Business Unit Manager Enterprise DACH, Agfa HealthCare GmbH; Prof. Dr. Wolfgang Riedel, Institut für Krankenhauswesen – IfK; Thorsten Schütz, Leiter IT/BO, Klinikum Itzehoe; Horst Martin Dreyer, Director IS&S Healthcare & Life Sciences; Moderation Wolf-Dietrich Lorenz, Chefredakteur, Krankenhaus IT-Journal

Diskussionsrunde Foto (vlnr.): IHE Diskussionsrunde des Krankenhaus IT Journals zur Interoperabilitäts-Brücke:Dr. Christof Geßner, HL7, 1. Vorsitzender; Dr. Günter Steyer, Berlin; Olaf Dörge, Siemens AG, Healthcare Sector; Volker Lowitsch, Leiter Geschäftsbereich IT-Direktion, Universitätsklinikum Aachen; Prof. Dr. Björn Bergh, Universitätsklinikum Heidelberg, Direktor Informations- und Medizintechnik, IHE Deutschland User-Cochair; Moderation: Wolf-Dietrich Lorenz, Krankenhaus IT Journal

Interviews und Statements auf der conhIT 2014

Arndt Lorenz, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing, Deutsche Telekom Healthcare and Security Solutions GmbH

Ralf Klein, Geschäftsführer Caradigm Deutschland, Österreich und Schweiz

Winfried Post, Agfa HealthCare, Geschäftsführer Deutschland, Österreich, Schweiz, Luxemburg

li.: Jörg Reichardt, Geschäftsführer AMC Holding GmbH und Initiator der "United Web Solutions"; re.: Michael Latz, medatixx-Bereichsleiter Klinik/MVZ

Enzo Hanke, Marketing Director, InterSystems GmbH

Lars Thursar CEO, Infinitt Europe GmbH

Michael Franz, Vice President Intersectoral, CompuGroup Medical Deutschland AG

Peter Herrmann, Managing Director iSOFT

"Grüezi Berlin" hieß es in der Swiss-Lounge auf der conhIT 2014 in Berlin: Im Gespräch Isidor von Arx, Agfa Healthcare Schweiz, und Peter Summermatter, the i-engineers AG (MIT Wolf-Dietrich Lorenz, Krankenhaus IT Journal).

Rudolf Heupel, VISUS Technology Transfer GmbH, Vertriebsleiter Deutschland

Herbert Stöger, Geschäftsführer, xtention Informationstechnologie GmbH
Harald Wenger, Vorsitzender Geschäftsführer, soffico GmbH

li.: Peter Löbus, Sprecher des IuiG-Initiativ-Rates der Entscheiderfabrik
re.: Dr. Pierre-Michael Meier, Entscheiderfabrik, GuiG – Gesellschaft für Unternehmensführung und IT-Service-Management in der Gesundheitswirtschaft GmbH

von Wolf-Dietrich Lorenz

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