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Veröffentlicht: 04.09.2014





iSOFT: Wir sind und bleiben

ein Gesamtanbieter

Patientensicherheit und Ergebnisqualität im Fokus

Mit Wirkung zum 1. August 2014 hat CSC die iSOFT Health GmbH mit Hauptsitz in Mannheim zu 100% an die Radiomed – Service für radiologische Großpraxen GmbH verkauft. Über den Verkauf, den Käufer und die Perspektiven für Lösungen in Klinik, Labor und Radiologie informiert Peter Herrmann, Managing Director der iSOFT Health GmbH.

Peter Herrmann, Managing Director der iSOFT Health GmbH: „Wir werden unsere Produktlinien für Radiologie, Labor und Krankenhaus als Gesamtanbieter in bewährter Weise fortführen.“



Welchen Mehrwert bringt die Übernahme von iSOFT Health durch Radiomed für Kunden und für das Unternehmen selbst? Welche Auswirkungen hat das neue Eigentümerverhältnis? Was bedeutet es für Kontinuität und Investitionssicherheit? Wie verändern sich Preise und Konditionen?

Peter Herrmann: Mit Radiomed gewinnen wir einen strategischen Investor, der eine stabile und langfristige Ausrichtung unseres Unternehmens und die Zukunftssicherheit unserer bewährten Lösungen für Klinik, Labor und Radiologie anstrebt. Wir werden an unseren etablierten Bestandsprodukten festhalten und diese als Healthcare-IT-Gesamtanbieter für unsere Kernmärkte eigenständig weiterentwickeln. iSOFT Health wurde für die anstehenden Investitionen mit frischem Kapital ausgestattet.

Durch eine Neuausrichtung unseres Unternehmens werden wir agiler und kundenorientierter arbeiten können. Unsere Kunden werden auch weiterhin von Innovationen in allen Produktbereichen profitieren.



Darüber hinaus werden wir bis zum Jahresende einen neuen Firmennamen einführen, da CSC die Namensrechte an iSOFT nicht mit verkauft hat. An den Produkten und Produktnamen sowie den bestehenden Verträgen ändert sich dagegen für unsere Kunden nichts: Die Bestandsprodukte werden weiterentwickelt, implementiert und uneingeschränkt weiter gepflegt und gewartet, alle mit der iSOFT Health GmbH geschlossenen Verträge behalten ihre Gültigkeit, die Ansprechpartner und die Unternehmensstandorte Mannheim und Bochum bleiben bestehen.

Welchen Optimierungsbedarf bei Krankenhaus-, Radiologie- und Labor-Informationssystemen haben medizinische Leistungserbringer im deutschen Gesundheitsmarkt?

Peter Herrmann: In erster Linie unterliegen alle Leistungserbringer dem gleichen Konsolidierungsdruck – Prozesse müssen verschlankt und Abläufe schneller organisiert werden, um dem Kostendruck Stand zu halten. Natürlich unter Berücksichtigung der jeweils fachbereichsspezifischen Spezialitäten. Das eingesetzte Informationssystem sollte dabei als die zentrale Managementplattform für den jeweiligen Bereich dienen und alle erforderlichen Subsysteme und Geräte einfach und tief integrieren, um den nahtlosen Zusammenfluss von Patienten- und Behandlungsdaten sicherzustellen.

Welche Meilensteine sollen die Entwicklung der Lösungen von iSOFT Health in Deutschland markieren?

Peter Herrmann: Wir werden unsere Produktlinien für Radiologie, Labor und Krankenhaus als Gesamtanbieter in bewährter Weise fortführen. Innovationen für die Bereiche Prozess- und Kennzahlensteuerung, Patientensicherheit und Ergebnisqualität stehen im Fokus unserer Radiologie-Produktentwicklung. Unser Laborinformationssystem erweitern wir in Kürze um eine neue Lösung für die Pathologie. Unser Krankenhausinformationssystem werden wir schrittweise um mobile Komponenten, die nahtlose Integration eines modernen Ressourcenmanagements, eine verbesserte Pflegedokumentation, eine optimierte Arztbriefschreibung sowie einen neuen Formulargenerator erweitern.

Wie wird die Verbindung zwischen Krankenhaus-IT und Medizintechnik bei iSOFT Health-Lösungen gesehen?

Peter Herrmann: Die Integration von Krankenhaus-IT und Medizintechnik ist entscheidend. Daten, die von externen Systemen und Anwendungen im KIS oder RIS ankommen, müssen analysiert und so umgewandelt werden, dass sie von nachgelagerten Anwendungen nahtlos weiterverarbeitet werden können. Nur eine reibungslose Kommunikation über alle Systeme hinweg führt zu verwertbaren und prozessvereinfachenden Informationen. Eine wichtige Rolle spielt die Vollständigkeit und Funktionsfähigkeit aller Schnittstellen. So werden der Zugriff und die einheitliche Sicht auf Daten erst durch die Anwendung von IHE-Standards möglich. Unsere Lösungen haben eine offene Architektur, und Dank Schnittstellen-Standards wie HL7, IHE oder DICOM ist auch die Integration spezialisierter Lösungen ins KIS- oder RIS-Umfeld problemlos möglich.

Wer gibt bei Planung und Entwicklung von Healthcare-Systemen die Impulse? Welche Rolle spielen künftig iSOFT-Anwender?

Peter Herrmann: Wir orientieren uns an den jeweiligen Marktbedürfnissen und vor allem auch an unseren Kunden. Einige unserer Kunden haben letztes Jahr eine Usergroup gegründet, die CC-MED-Anwendergruppe, die sich als eingetragener Verein mit eigenem Vorstand eigenständig organisiert und durch kundenübergreifende Zusammenarbeit in verschiedenen Projektgruppen wichtigen Input für die Entwicklung unserer Lösungen gibt. Hierbei sind Kunden aus allen Fachbereichen vertreten, von Praxen über Krankenhäuser bis zu Universitätskliniken.

Welche neuen Geschäftsbereiche will iSOFT Health erschließen? Wie werden die drei Produktlinien – KIS, RIS und LIS – künftig gewichtet?

Peter Herrmann: Unser vorrangiges Ziel ist es, das kundenfreundlichste Unternehmen in unserer Branche zu werden. Wir haben in den letzten Monaten daran gearbeitet, die Zusammenarbeit mit unseren Kunden auf eine neue Basis zu stellen und Prozesse zu verschlanken und zu beschleunigen. In den nächsten Monaten werden wir schrittweise weitere Module für unser Kundenservice-Portal und einen Online-Shop einführen, damit wir schneller mit unseren Kunden zusammenarbeiten können. So wird beispielsweise die Bearbeitung von Angeboten und Serviceanfragen optimiert. Von dem neuen Service werden alle Produktlinien gleichermaßen profitieren – wir sind und bleiben ein Gesamtanbieter.

Welche Marktziele bei Installationszahlen und Neukunden sowie Umsatzwachstum im DACH-Raum verfolgt iSOFT Health nach der Übernahme?

Peter Herrmann: Wir wollen unsere Marktposition in allen Bereichen festigen und uns weiter als lokaler Anbieter etablieren. Die kontinuierliche Gewinnung von Neukunden spielt ebenso eine Rolle wie der Ausbau unserer Lösungen bei Bestandskunden. Neue Marktanteile wollen wir ab Ende des Jahres im Segment der Pathologie erschließen.


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