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Veröffentlicht: 17.09.2014


Meinungsbilder

Weiterentwicklung von i.s.h.med

„Wenn diese durch SAP erfolgt, wäre das ideal“

Der Cerner-Siemens-Deal hat für Kliniken, die i.s.h.med einsetzen, eine besondere Brisanz. Sie nutzen in der Regel auch die SAP-Branchenlösung IS-H. Wie weit hat diese Kombination als Gesamtprodukt Bestand – einer der Aspekte, den Barbara Schmücking betrachtet, Sprecherin des DSAG-Arbeitskreises Krankenhaus.

Barbara Schmücking, Sprecherin des DSAG-Arbeitskreises Krankenhaus der Deutschsprachigen SAP Anwendergruppe e.V. (DSAG): „Unter Berücksichtigung dieser und weiterer Aspekte wäre es aus Sicht des Arbeitskreises Krankenhaus erstrebenswert, gemeinsam mit SAP die Partnerlösung i.s.h.med und die Branchenlösung IS-H weiter voranzubringen.“

In einer Pressemitteilung der Cerner Corporation zur Übernahme heißt es: „Nach der Übernahme wird der Support für die wichtigsten Siemens Krankenhausinformationssysteme beibehalten.“ Soarian ist genannt, nicht aber i.s.h.med. Wie beurteilen Sie die Perspektiven von i.s.h.med, besonders mit Blick auf den hohen Integrationsgrad von i.s.h.med bei SAP-Partner Siemens?

Barbara Schmücking: Selbst wenn es von Cerner Corporation offizielle Aussagen zum Support geben würde, ist für uns ganz wesentlich, Aussagen zur Weiterentwicklung von i.s.h.med zu erhalten. Denn Kliniken, die i.s.h.med einsetzen, nutzen in der Regel auch die SAP-Branchenlösung IS-H. So gesehen kann diese Kombination durchaus als Gesamtprodukt betrachtet werden. Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass die klinischen und administrativen Prozesse mehr und mehr verschmelzen. Zudem benötigen wir aufgrund der angespannten finanziellen Situation vieler Krankenhäuser eine Planungssicherheit hinsichtlich des Produkts. Und das bedeutet eine Zusage zur Weiterentwicklung.

Welches sind aus Sicht des Anwenders Kernpunkte eines angemessenen Bestandsschutzes seitens der Cerner Corporation?

Barbara Schmücking: Die Siemens-Partnerlösung i.s.h.med ist, gemeinsam mit der SAP-Branchenlösung IS-H, in vielen Häusern ein wichtiger integraler Bestandteil des Klinik-Informations-Systems. Die Kombination beider Lösungen unterstützt die bereits erwähnten medizinischen und administrativen Prozesse in umfangreicher Form. Zudem haben viele der in der DSAG zusammengeschlossenen Krankenhäuser die i.s.h.med-Lösung mit komplexen Erweiterungen ergänzt.

Demzufolge ist gerade der hohe Integrationsgrad der beiden Komponenten IS-H und i.s.h.med für die Krankenhäuser ein wichtiges Argument für deren Einsatz. Ein weiterer Vorteil sind die aufeinander abgestimmten Entwicklungszyklen. Daher haben die Mitglieder im DSAG-Arbeitskreis Krankenhaus verständlicherweise ein großes Interesse daran, wenn SAP die Lösung i.s.h.med übernehmen würde.

Welche KIS-Technologien sind für die künftigen Anforderungen der Anwender zukunftsweisend? Wie weit müssen sich herkömmliche Software-Architekturen verändern?

Barbara Schmücking: Eine verlässliche IT-Partnerschaft spielt für uns eine entscheidende Rolle. Schauen Sie sich nur die Herausforderungen an, die Krankenhäuser aktuell und in Zukunft bewältigen müssen. Allein die Unikliniken haben für die nächsten zehn Jahre diverse Themen wie den Aufbau von Big-Data-Kapazitäten, die Integration von Smart Devices oder die elektronische Patientenakte auf ihrer Roadmap stehen. Mehr dazu können Sie aus dem Positionspapier der VUD, dem Verband der Universitätsklinika herauslesen.

Aufgrund der genannten künftigen Themen ist für die Mitglieder des DSAG-Arbeitskreises Krankenhaus die Weiterentwicklung einer integrierten, zukunftsfähigen Healthcare-Lösung inklusive der zahlreichen i.s.h.med-Lösungspakete unabdingbar. Wenn diese durch SAP erfolgt, wäre das ideal.

Welche strategischen Kernpunkte sollten Siemens-Häuser bei einer anstehenden KIS-Neu-Orientierung hauptsächlich beachten?

Barbara Schmücking: Als DSAG-Arbeitskreis möchten wir darüber gar nicht nachdenken müssen. Denn das würde grundlegende Betrachtungen nach sich ziehen, bei denen evtl. sogar das komplette IT-Konzept eines Klinikverbundes auf dem Prüfstand stehen würde, inklusive der bereits erwähnten Themen wie Big Data, Smart Devices, elektronische Patientenakte, etc.

Die jüngste Übernahme auf dem KIS-Markt gibt Stoff zum Nachdenken über die Investitionssicherheit von vermeintlich stabilen Anbietern. Welche garantierten Konstanten – wirtschaftliche und technologische - sollte ein Krankenhaus von einem Anbieter erwarten können?

Barbara Schmücking: Die Investitionssicherheit ist sicherlich eine der zentralen Komponenten. Aber auch die Kooperationsbereitschaft des Anbieters, die Wartung, die Umsetzung gesetzlicher Anforderungen und der Integrationsgrad einer Lösung sind wichtig. Denn letztlich geht es ja nicht nur um die Branchenlösungen, sondern auch um die vielen Bereiche im Hintergrund, wie Materialwirtschaft, Finanzwesen, Controlling, usw. Ein deutschsprachiger Anbieter wäre, ungeachtet der fortschreitenden Globalisierung, für die DSAG wünschenswert unter anderem auch deshalb, um nicht als Arbeitskreis, in welcher Fremdsprache auch immer, dem Anbieter erklären zu müssen, wie z. B. ein pauschalierendes Entgelt für die Psychiatrie und Psychosomatik (PEPP) ermittelt wird. Unter Berücksichtigung dieser und weiterer Aspekte wäre es aus Sicht des Arbeitskreises Krankenhaus erstrebenswert, gemeinsam mit SAP die Partnerlösung i.s.h.med und die Branchenlösung IS-H weiter voranzubringen.































































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