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Veröffentlicht: 04.11.2005

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RFID: Heiße Luft oder Quantensprung?

Kritischer Beitrag zum klinischen Einsatz   



Dr. Rolf Dahm ist Geschäfts-
führer der n-tier construct GmbH. Das Unternehmen in Mainz ist spezialisiert auf verteilte Systeme, Prozessunterstützung und Anwendungsintegration. ntc entwickelt
vor allem verteilte Informationssysteme
mit mobilen Anwendungskomponenten,
in die Identifikations- und Authentisierungstechnologien,
Sprach- und Schriftverarbeitungskomponenten sowie Sicherheits- und
Signaturtechnologien eingebunden
sind.



Krankenhaus-IT Journal

Ausgabe 6/2005

Arbeitserleichterung? Prozessvereinfachungen? Gläserner Patient? RFID-Einsatz ist ein bestimmendes Thema, der wirkliche Nutzen ist oft nicht unmittelbar ersichtlich.

Kontrovers diskutiert Dr. Rolf Dahm, Geschäftsführer der n-tier construct GmbH in Mainz, den Einsatz dieser Technik im Krankenhaus und die Problemfelder. Sein Credo: Es gibt noch keine eierlegende (RFID-) Wollmilchsau.

Lesen Sie mehr in der neuen Ausgabe von Krankenhaus IT Journal.    

RFID: Mit Funketiketten auf den Spuren der Patienten  

Der Einsatz von RFID und drahtlosen Technologien wird im Krankenhaus der Zukunft zum Alltag gehören. Ein Beispiel will ein Projekt der Universitätsklinik von Nizza geben. Dort soll eine RFID-Lösung zur effizienten medizinischen Versorgung der Patienten beitragen.

  

Erstmals wollen jetzt das Universitätskrankenhaus von Nizza und die IBM in einem Pilotprojekt mit einer Kombination von RFID und lückenloser drahtloser Prozessbegleitung die Effizienz derartiger Systeme erproben. Im Mittelpunkt stehen dabei die Optimierung der Patientenführung und -versorgung sowie die Lokalisierung der Patienten zu jedem beliebigen Zeitpunkt in Echt-Zeit innerhalb des gesamten Notfallaufnahmebereichs des Krankenhauses. Ziel ist die optimale und reibungslose Versorgung der Patienten ohne Zeitverzögerung und unnötige Wartezeiten. Dazu werden nicht nur die Patienten, sondern auch alle medizinischen Geräte und die Tablet PCs der Ärzte mit RFID-Tags ausgestattet.
Erst eine solche Kombination aus drahtloser so genannter Geolokalisierung der Patienten und Geräte - ein bisher einmaliges Vorgehen - ermöglicht das optimale Zusammenspiel zwischen Patientenversorgung und Geräteverfügbarkeit. Das Projekt "New Generation Hospital" wurde auf dem 34. Kongress der Internationalen Hospital Federation im September dieses Jahres erstmals vorgestellt.
 


Patienteninformationen in Echt-Zeit  

Mit dem Einsatz drahtloser Informationsübermittlung und Geolokalisierung im Krankenhaus betreten das Universitätskrankenhaus von Nizza und die IBM Neuland. Gleich nach Ankunft in der Notaufnahme bekommt der Patient ein personalisiertes RFID-Armband, das ihn durch alle Behandlungsstationen begleitet und ständigen drahtlosen Kontakt zu einer so genannten CEP (Complex Event Processing) Engine hält, die alle Patienteninformationen in Echt-Zeit erfasst. Diese Informationen stehen dann dem medizinischen Personal sowohl auf großen LCD-Bildschirmen wie auch auf den mobilen PC Tablets der Ärzte, die ebenfalls mit einem RFID-Tag ausgestattet sind, zur Verfügung.  
Dokumentiert und abrufbar sind sowohl der medizinische Zustand des Patienten als auch die bereits abgeschlossenen beziehungsweise noch ausstehenden Behandlungsschritte. Das IBM La Gaude RFID Wireless Broadband & Sensing Solutions Center und das IBM La Gaude Health Care & Life Sciences Center sind federführend bei der Implementierung des Projekts, wobei die voll kommen neuartige CEP-Engine vom IBM Labor im israelischen Haifa entwickelt wurde.  

Über alle notwendigen Behandlungsschritte jederzeit informiert  

Durch das gleichzeitige Tracking des medizinischen Equipments und dessen Auslastung kann nun der Behandlungsprozess gestrafft und optimiert werden. Das medizinische Personal ist in jedem Bereich der Notfallaufnahme über alle notwendigen Behandlungsschritte eines Patienten jederzeit informiert und kann ihn so gezielt und ohne unnötige Wartezeiten versorgen. Über das zugrunde liegende Informationssystem kann der behandelnde Arzt ebenfalls die Patientendossiers einsehen und erhält sofort die aktuellsten Untersuchungsergebnisse. "Wir glauben und hoffen, dass wir durch dieses System mehrere Probleme gleichzeitig lösen können", sagt Dr. Jacques Levraut, Leiter der Notfallaufnahme des Krankenhauses. "Erstens: die zuverlässige und reibungslose Versorgung des Patienten sicherzustellen, weil wir immer genau verfolgen können, in welchem Stadium der Behandlung sich der Patient gerade befindet. Zweitens: in der Lage zu sein, die einzelnen Behandlungsschritte genau und zeitnah zu analysieren, so dass wir auch die Qualität der Behandlung weiter verbessern können".  

Neue Einsatzszenarien im Blick  

Das gesamte System ist ein komplexes Zusammenspiel mehrerer Komponenten auf der Grundlage einer ausgefeilten IT-Architektur. Neben dem traditionellen Krankenhausinformationssystem sind dabei der Emergency Unit Flow Manager (EUFM) und der Geolocation Manager, der auf der Basis standardisierter IBM RFID Technologie arbeitet, die beiden wichtigsten Blöcke. Von der EUFM werden dann die entsprechenden Endgeräte, wie Workstations, alle drahtlosen Devices und die LCD-Bildschirme mit den notwendigen Informationen versorgt. Jean-Michel Corrieu, Manager des IBM La Gaude RFID Wireless Broadband & Sensing Solutions Center. "Die Einsatzszenarien in diesem Bereich gehen weiter: Von der RFID-Kennzeichnung der Blutkonserven bis hin zur effektiven Nachsorge von Patienten ist viel möglich".
 
www.ibm.com  


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