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Veröffentlicht: 11.12.2014


„swissig“-Innovationen: Chancen

für Spitäler als Impulsgeber

Projekte aus dem ambulanten und stationären
Gesundheitswesen




Am 1. und 2. Dezember 2014 öffnete sich das Tor des Schlosses Rapperswil für das erste „swissig Final“ der „swissig - Innovationsplattform Gesundheitswesen“.

Der erste „swissig Final“ fand am 1. und 2. Dezember 2014 in Rapperswil (Schweiz) statt. Auf dem Programm der „Innovationsplattform Gesundheitswesen“ standen Vorstellung und Prämierung der in diesem Jahr bearbeiteten Innovationsprojekte. Für die „swissig Projekte 2015“ sind Spitäler als Projekt-Partner gesucht. Vor allem sind eigene Projekteinreichungen der Spitäler als Impulsgeber für Hersteller und Anbieter erwünscht.

Der Verein „swissig - Innovationsplattform Gesundheitswesen“, gegründet im April 2014, fördert Innovationen im ambulanten und stationären Gesundheitswesen. Dabei arbeiten Spitäler, Industrie und Berater zusammen. Dieses Anliegen bestimmte auch den diesjährigen „swissig Final“ im Dezember in Rapperswil.

In der Key Note zum Themenfeld „Patient centric“ stellte Dr. Michael Lauk „Innovationen managen – Trends erkennen“ vor. Dabei ging es um Kernpunkte bei Veränderungen für die Technologie- und Leistungserbringer hin zu einem bezahlbaren Gesundheitssystem. Künftig ist der Patient als Stakeholder stärker einzubeziehen und der konkrete Nutzen für ihn aufzeigen. „Der mündige Patient kommt, denn derzeit suchen 70% der Internetnutzer bereits nach Gesundheitsinformationen“, erklärte der Management Consultant aus Freiburg i.Br. Für die Industrie ändern sich damit die Businessmodelle. Künftig komme es darauf an, Sensorik und Smart IT zu koppeln. Für die Spitals-IT wiederum lautet die Herausforderung, sich zu den Patienten hin zu öffnen.

Präsentation und Ehrung der swissig Projekte 2014

Zu den Themen gehörten die Präsentation des swissig Projekts "Service-Orientierte-Architektur im Spital" mit Jürgen Müller, Managing Partner Swiss Healthcare Performance Group und Jürgen Graalfs, Account Manager Health & Public, T-Systems Schweiz. Motiv dabei ist, Unternehmen, die an einer „Service orientierten Architektur“ (SOA) ihrer Lösungen arbeiten, zusammenzubringen, um den Mehrwert in jedem Bereich gemeinsam zu optimieren. Hinweis der beiden Experten: bei funktionalen Investitionsentscheidungen sind SOA-Überlegungen einzubeziehen, aber zunächst sei keine KIS-Ablösung erforderlich.

In diesem Rahmen will „swissig“ eine Integrationsplattform aufbauen, in der alle SOA-Lösungen im Gesundheitswesen aufgeführt sind zusammen mit einer Checkliste zur Prüfung der Anbieter und ihrer SAO-Fähigkeit.
Weiterer Programmpunkt war die Vorstellung des swissig Projekts "Dashboards für die Pflegestation" mit André Plank, Leiter Controlling und IT/IS Schulthess Klinik Zürich, Angela Limacher, Abteilungsleitung Pflege Schulthess Klinik Zürich, Albert Besewski alsBusiness Consultant Healthcare für Magrathea Informatik GmbH, und Guido Burkhardt, qhit healthcare consulting. Das Dashboard zeigt Statusinformationen zu Behandlung, Pflege, Terminen, Diagnosen und weiteren sensiblen Informationen. Die wichtigste Innovation ist die Prozesssteuerung über das Dashboard und zwar mit Vollintegration in die IT-Systeme oder eben temporär auch als stand-allone, wenn die Integration noch nicht möglich ist.

Die Projektbeteiligten der Innovationsprojekte 2014 wurden mit der „swissg-Award“- Übergabe geehrt.



Projektbeteiligten des Innovationsprojektes 2014 "Dashboards für die Pflegestation" (vlnr.): Albert Besewski als Business Consultant Healthcare für Magrathea Informatik GmbH, André Plank, Leiter Controlling und IT/IS Schulthess Klinik Zürich, Angela Limacher, Abteilungsleitung Pflege Schulthess Klinik Zürich, Guido Burkhardt, qhit healthcare consulting.



Ehrung der Projektbeteiligten der Innovationsprojekte 2014 "Service-Orientierte-Architektur im Spital" und "Dashboards für die Pflegestation" mit der „swissig Award Crystal Column“ (vlnr.):

Guido Burkhardt, qhit healthcare consulting, Albert Besewski als Business Consultant Healthcare für Magrathea Informatik GmbH, Jürgen Graalfs, Account Manager Health & Public, T-Systems Schweiz, Jürgen Müller, Managing Partner Swiss Healthcare Performance Group, Markus Resch (in Vertretung für André Plank), Schulthess Klinik Zürich


„swissig“ Projekte 2015


Am zweiten Veranstaltungstag standen die „swissig Projekte 2015“ auf der Agenda. Dazu gehören

• „Clean ID – Sichere Verfügbarkeit der klinischen Dokumentation aus stationären Voraufenthalten und ambulanten Konsultationen durch Doubletten-freie Patientenstammdaten“,

• „Klinische Semantik – semantische Analyse von klinischer Dokumentation zur Codierunterstützung und DRG Ermittlung“,

• „SOA Produktespiegel – Welche Produkte erfüllen schon heute die Kriterien gemäß swissig Konzept `Service-orientierte Architektur im Spital`“,

• Verarbeitung grosser Datenmengen im Spital – durch gezielte Nutzung bestehender Daten neue Wege in der medizinischen Versorgung einschlagen,

• Zugriffsmanagement für elektronische Patientendaten – den Konflikt zwischen IT-Compliance und Effektivität erheblich mindern,

• Das SOA KIS – Serviceorientierung bei Organisation und Technik,

• Medizintechnik im Spitalnetzwerk – Wie können Non-DICOM Modalitäten für Klinik und eHealth erschlossen werden?

Eingeladen sind Spitäler/Leistungserbringer, Lösungsanbieter für prozessunterstützende Produkte und Fachberater. Vor allem sind Projekteinreichungen der Spitäler über geplante eigene Innovationen erwünscht. Das Formular für Projekte für den zweiten Zyklus steht auf der swissig-Website www.swissig.ch.

Start in die zweite swissig Saison

Mit dem eintägigen „swissig Event 2015“ beginnt am 26. Februar 2015 die zweite swissig Saison. Hier werden innovative Projektideen entwickelt oder bestehende Ideen weiter ausgebaut.

Außerdem präsentiert sich der Verband auf der conhIT 2015 in Berlin (14.-16.4.2015) wieder auf dem Schweizer Gemeinschaftsstand (2014 kamen allein über 160 Besucher aus der Schweiz angereist).

Interviews und Statements



Was war der zündende Funke für die „swissig“? Welche Perspektiven zeigen sich? Anwender, Anbieter, Berater: drei Zielgruppen, drei Konflikte? Hören Sie das Interview mit André Plank, Vorstandsgründungsmitglied der „swissig“, Leiter Controlling und IT/IS, Schulthess Klinik Zürich



SOA – das sind ja nur Luftschlösser, meinen die Anbieter von so genannten „KIS-Monolithen“. Stimmt das? Was will die „swissig“ zu SOA erarbeiten? Hören Sie das Interview mit Jürgen Müller, Managing Partner Swiss Healthcare Performance Group



Das Vertrauen in das Gesundheitssystem wackelt. Wie kann die IT zu neuer Stabilisierung beitragen? Hören Sie das Interview mit Dr. Michael Lauk, Management Consultant


von Wolf-Dietrich Lorenz

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