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Veröffentlicht: 19.04.2015


Der wirkliche Wert von IT-Lösungen

conhIT 2015: Schaufenster für digitales Gesundheitswesen



Mit neuem Besucherrekord baut die 8. conhIT ihren Stellenwert als bedeutendster europäischer Branchentreff für digitales Gesundheitswesen aus. Das Motto „Gemeinsam die Zukunft des Gesundheitswesens gestalten“ gab in ärztlichen, pflegerischen und administrativen Bereichen ebenso Anlass für fachliche Diskussionen über den Einsatz von modernen Technologien.



Die Fach- und Besuchermesse Connecting Healthcare IT (ConhIT) unter dem Berliner Funkturm war Schaufenster für die digitale Gesundheitsbranche. Vom 14. bis 16. April zeigten 388 Aussteller aus 14 Ländern (2014: 359/10, ein Plus von 8%), wie IT die Gesundheitsversorgung begleitet und welche Innovationen die Systeme für mehr Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und Qualität bereithalten. Auf 15.000 Quadratmetern Hallenfläche (2014: 13.500 qm) und in den angeschlossenen Kongresssälen bot die conhIT Raum für Weiterbildung, Informationsaustausch und Networking. Rund 150 Veranstaltungen liefen im Kongress, der Akademie sowie auf den zahlreichen Aktionsflächen. Die Veranstalter - Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e.V. und Messe Berlin - zählten zirka 7500 nationale und internationale Fachbesucher (2014: 6.500). Die Gesundheits-IT etablierte sich nach Verbandsangaben in den letzten 20 Jahren als Wirtschaftszweig und verbuchte 2012 einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro mit etwa 12.000 Beschäftigen.



– Eröffnungspressekonferenz –
Andreas Kassner, Geschäftsführer, bvitg Service GmbH, Tochter vom Bundesverband Gesudheits-IT e. V.; Jens Heithecker, Direktor, Messe Berlin GmbH; Matthias Meierhofer, Vorstandsvorsitzender, Bundesverband Gesundheits-IT- bvitg e.V.; Sascha Lobo, Journalist, Autor und Blogger; Prof. Dr. Paul Schmücker, Präsident, Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (gmds e.V.) / Leiter des conhIT-Kongresspräsidiums; Ursula Baumann, Senior Project Manager, conhIT (v.l.n.r.)


Mit dem conhIT-Motto „Gemeinsam die Zukunft des Gesundheitswesens gestalten“ war Anlass für Matthias Meierhofer, Vorstandsvorsitzenden des Industrieverbandes bvitg, zum Auftakt zu postulieren: „Auf der conhIT thematisieren wir den wirklichen Wert von IT-Lösungen für die Gesundheitsversorgung und fordern damit Politik und Selbstverwaltung dazu auf, über die Folgen ihrer Unentschlossenheit für das deutsche Gesundheitssystem nachzudenken.“ Möglicherweise könnte das Veranstaltungskonzept der conhIT mit Industriemesse, Kongress, Akademie und Networking dazu beitragen. Impulse für die Schirmherrin der Veranstaltung, die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, Annette Widmann-Mauz, gab es.



-Opening Session & Keynote-
Dr. Christian Göke, Vorsitzender der Geschäftsführung, Messe Berlin GmbH; Sascha Lobo, Journalist, Autor und Blogger; Annette Widmann-Mauz, Parlamentarische Staatssekretärin, Bundesministerium für Gesundheit; Matthias Meierhofer, Vorstandsvorsitzender Bundesverband Gesundheits-IT - bvitg e.V. (v.l.n.r.)


Dr. Christian Göke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin GmbH, hob zum Abschluss der conhIT hervor: einen erneuten Aussteller-, Besucher- und Flächenrekord, die hohe Qualität der Ausstellerpräsentationen mit zahlreichen Innovationen, die Präsenz der Entscheidungsträger, die aktuellen Themen im Kongress- und Akademieprogramm sowie die exzellenten Kontaktmöglichkeiten auf der conhIT. Auch die neue dritte Messehalle (Halle 4) mit ihren zusätzlichen Ausstellern und der mobile health ZONE sei „vom Start weg stark frequentiert“ gewesen. Dies stellte eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Angebot der Messe vergangenes Jahr dar, bei dem die kleine Zahl der Aussteller über Platzierung und Besuchernavigation klagte.



Kongress

Entscheiderfabrik auf der conhIT



conhIT Satellitensymposium am 13.04. mit den Moderatoren Dr. Christoph Seidel, Präsident, BVMI e.V. und Dr. Pierre-Michael Meier, Stv. Sprecher IuiG-Initiativ-Rat, ENTSCHEIDERFABRIK wurde sehr positiv aufgenommen. In dem Workshop wurden die Themen „mHealth Welt der interoperablen bzw. IHE konformen Apps, die den Klinikern das Leben erleichtern“ behandelt.

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Schweizer Pavillon



Dänischer Pavillon



Österreichischer Pavillon

Die integrierte Industrie-Messe informierte die Fachbesucher, wie sie die medizinische und pflegerische Versorgung mithilfe von IT optimieren können. Dominierende Themen waren in diesem Jahr Mobilität, Sicherheit und Interoperabilität. Von behandlungsbegleitender Arbeitsunterstützung über Erleichterungen bei der Abrechnung von Leistungen bis hin zur vernetzten Kommunikation zwischen Ärzten, Einrichtungen und Patienten waren für jeden Fachbereich Produkte und Lösungen vertreten.



Interoperabilität als Kongressthema

Ein Thema, das die Gesundheits-IT dauerhaft beschäftigt und auch auf der diesjährigen conhIT im Fokus stand, ist die Vernetzung von IT-Systemen entlang der Behandlungskette. „Für den intersektoralen Austausch von Patientendaten, wie er beispielsweise auch im derzeitigen Entwurf des geplanten E-Health-Gesetztes gefordert wird, ist eine sehr hohe Interoperabilität der IT-Systeme notwendig. Daran hat die Industrie in den vergangenen Jahren intensiv gearbeitet und Lösungen entwickelt, welche die Versorgung der Patienten durch einen einfachen Datenaustausch optimieren können. Die conhIT 2015 hat einmal mehr gezeigt, dass die Hersteller hier der aktuellen Realität einen Schritt voraus sind, denn bisher fehlt es an den notwendigen Strukturen, um das Potenzial dieser Systeme vollständig auszuschöpfen“, so Matthias Meierhofer, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Gesundheits-IT (bvitg) e.V. Offenbar schränkt jedoch das Wettbewerbsverhalten in er Industrie von sogenannten „Monolithen“ die gewünschte Durchgängigkeit zu Fremdsystemen nach wie vor ein. Investitionsentscheidungen der Anwender könnten dadurch geprägt sein.



Vernetzung und die damit verbundene Notwendigkeit zur Interoperabilität der Systeme war auch ein heiß diskutiertes Thema auf dem conhIT Kongress: Auf Seiten der Anwender ist der Bedarf nach einer weiteren Konvergenz der beiden Welten – Medizintechnik und IT – extrem hoch. Eine Hürde, die bei der weiteren Realisierung dieser Anforderung genommen werden muss, liegt in der teilweise mangelnden Interoperabilität der Systeme. Entsprechend hoch, so die Veranstalter, war das Interesse der Besucher an den zahlreichen Sessions zum Themenfeld Interoperabilität im Rahmen des conhIT Kongresses 2015. Der IT-Verantwortliche des Krankenhauses muss nach wie vor die Technik im Blick haben, wird aber zunehmend auch nach Lösungen gefragt, um Geschäftsprozesse zu unterstützen. Eine besondere Rolle nahmen daher strategische IT-Themen und das IT-Management im Kongressprogramm ein.



Mobilität, Patient Empowerment, Karriere


„Highlight auf der conhIT 2015 war das Thema Mobilität, insbesondere Applikationen für mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablet-PCs. Damit geht die Healthcare-IT Branche mit immer größeren Schritten direkt auf die Patienten und Bürger zu. Ab und zu tauchte das Stichwort „Patient Empowerment“ auf. Die damit verbundenen Herausforderungen wie Datenschutz und IT-Sicherheit bildeten einen weiteren Schwerpunkt auf dem Kongress“, so Prof. Paul Schmücker, Präsident des conhIT Kongresses. „Deshalb darf das Thema Vernetzung nun nicht mehr nur auf Leistungserbringer bezogen werden. In diesem Zusammenhang werden wir auch Fragen zum Datenschutz, zur IT-Sicherheit und bezüglich Big Data diskutieren“, resümierte Professor Paul Schmücker. Ein weiteres Highlight waren die conhIT-Karriere-Veranstaltungen. Wie im vergangenen Jahr besuchten auch diesmal etwa 400 Studenten die conhIT im Rahmen von Exkursionen und anderen Aktivitäten. „Die conhIT ist ein ideales Forum für Studierende und Industrie, sich gegenseitig kennenzulernen und auszutauschen.“ Besonders viele offene Stellen gibt es für Medizin-Informatiker.



TV-Presserunde des Krankenhaus-IT Journals: Raus aus dem Service-Tief der Healthcare-IT (v. l.:)- Horst Martin Dreyer, Operativer Geschäftsführer i-SOLUTIONS Health GmbH

- Gunther Nolte, Ressort Informationstechnologie und Telekommunikation, Vivantes

- Moderation: Wolf-Dietrich Lorenz, Chefredakteur Krankenhaus-IT Journal


- Holger Cordes, Geschäftsführer der Cerner Deutschland GmbH


- Achim Berlis, Geschäftsführer GE Healthcare Information Technologies Deutschland, Österreich, Schweiz, Ost-Europa




Interview mit Prof. Dr. Arno Elmer, Geschäftsführer gematik

Ebenfalls für Diskussionsstoff sorgten die Themen zur Optimierung von Behandlungsprozessen und Strukturen zwecks Steigerung der Effizienz in Gesundheitseinrichtungen sowie die Frage, welche IT-Strategien künftig zu einem wirtschaftlichen Erfolg führen können.

Das conhIT-Anliegen 2015 war es, die Zukunftsfähigkeit der deutschen Healthcare-IT-Branche darzustellen und zu unterstützen. Dazu gab der Branchenevent in der Hauptstadt dieses Jahr offensichtlich den richtigen Schwung. Der breit gefächerte Branchentreff orientierte sich an dem Informations- und Weiterbildungsbedarf der Branche und bot eine fachlich wertvolle Kommunikations- und Diskussionsplattform.



Eine gute alte Tradition hat Cerner von Siemens übernommen: Die Currywurst



GE konterte mit dem Hot Dog. Ihn gab es in diesm Jahr erstmals.

Die conhIT richtet sich an Entscheider in den IT-Abteilungen, im Management, der Medizin und Pflege sowie an Ärzte, Ärztenetze und Medizinische Versorgungszentren, die sich über die aktuellen Entwicklungen von IT im Gesundheitswesen informieren, Kontakte in der Branche knüpfen und sich auf hohem Niveau weiterbilden wollen. Die nächste conhIT findet vom 19. bis 21. April 2016 auf dem Berliner Messegelände statt.

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