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Veröffentlicht: 22.11.2015


Geht die digitale „Revolution“

vom Patienten aus?

Eindrücke von der MEDICA 2015




Mit rund 130.000 Fachbesucher (Vorjahr: 128.500) aus rund 120 Nationen konnte die Medica (16. – 19. November) noch einmal zulegen. Der Anteil ausländischer Besucher liegt inzwischen bei über 50 Prozent. Ähnlich international geht es bei den Ausstellern zu. Die rund 5.000 Ausstellern kamen aus 70 Ländern. An den meisten Tagen gut besucht war auch die IT-Halle 15. Der Gemeinschaftstand LIVE View der Entscheiderfabrik, das MEDICA CONNECTED HEALTHCARE FORUM, das MEDICA HEALTH IT FORUM und der 38. Deutsche Krankenhaustag, aber auch eine Reihe bekannter und innovativer Aussteller stießen auf großes Interesse der IT-interessierten Besucher.


Gröhe für Krankenhausstrukturgesetz



Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe unterstrich zur Eröffnung der MEDICA 2015 beim 38. Deutschen Krankenhaustag die Bedeutung des geplanten Krankenhausstrukturgesetzes zur Verbesserung der finanziellen Ausstattung deutscher Kliniken und diskutierte im Anschluss beim MEDICA ECON FORUM über aktuelle gesundheitspolitische Themen.

Die digitale „Revolution“ könnte vom Patienten ausgehen

Dass die digitale Zukunft auch im Gesundheitsbereich schon sehr konkrete Formen annimmt, davon konnten sich die MEDICA-Besucher im Hinblick auf zahlreiche von Ausstellern präsentierte Neuheiten überzeugen, aber auch in den Vorträgen und Präsentationen etwa beim MEDICA CONNECTED HEALTHCARE FORUM (mit MEDICA App COMPETITION) oder dem MEDICA HEALTH IT FORUM. Hier wurden u. a. Projekte und IT-Anwendungen vorgestellt für eine „Live“-Verbindung des Patienten vom Klinikbett in ein Klassenzimmer mittels Internet, Tablet-PC und steuerbarem Robotor oder auch das Projekt einer telemedizinischen Sprechstunde zur Verbesserung der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum.

38. Deutsche Krankenhaustag mit Entscheiderfabrik-Session




Der 38. Deutsche Krankenhaustag, der diesmal turnusgemäß wieder ergänzt wurde von der international ausgerichteten 3. European Hospital Conference, widmete sich unter dem Motto „Reform 2015 – vom Patienten her gedacht“ einerseits drängenden gesundheitspolitischen Fragestellungen. Aber auch „Handfestes“ fand sich im Programm für die rund 1.900 Teilnehmer aus dem Bereich des Klinikmanagements. In den Sessions der IT-Initiative Entscheiderfabrik wurde beispielsweise aufgezeigt, wie sich der Unternehmenserfolg durch IT-Einsatz steigern lässt.

Entscheiderfabrik auf der Medica



Der Gemeinschaftsstand Live View in Halle 15, die Bekanntgabe der Ergebnisse der 5 IT-Schlüssel-Themen 2015 im Rahmen des 38. Deutschen Krankenhaustages, die Verleihung der Auszeichnung „Unternehmens-/ Klinikführer des Jahres“ im Rahmen von „Meet IT der Club“, die Würdigung des "Nachhaltiger Krankenhauspartner hinsichtlich Informations- und Medizintechnik“ und die Verleihung des „Start Up und Young Professional Preises“, waren die diesjährigen Highlights der Entscheiderfabrik auf der Medica 2015.

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MEDICA HEALTH IT FORUM

Das MEDICA HEALTH IT FORUM, vielen noch bekannt als Medica Media (wurde 2012 umbenannt) war auch in diesem Jahr Garant für ein vielfältiges und hochkarätiges Vortrags- und Diskussionsprogramm. Auf der "red stage" (Leadership Arena) stießen Themen wie Big Data im Gesundheitswesen, Start-ups, Apps und Wearables – Wie verändern digitale Innovationen die deutsche Gesundheitsbranche?, Integration bildgebender Systeme in die klinische Umgebung und 3D-Druck in der Medizin, auf ein breites Interesse und häufig ausgefüllte Zuschauerränge.



Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka stellte hier ein richtungsweisende Förderkonzept Medizininformatik der Bundesregierung vor. Der Grund: Viele medizinische Daten seien verstreut gespeichert in Kliniken, Praxen oder anderen Versorgungseinrichtungen – oft nicht einmal in digitaler Form. Gefragt seien demnach innovative IT-Lösungen zur besseren Daten-zusammenführung. Uns geht es vor allem darum, dass medizinisch relevante Daten zum Wohle der Patienten genutzt werden. "Wenn diese Daten systematisch ausgewertet werden, können daraus genauere Diagnosen und verbesserte Therapien abgeleitet werden.“, so die Ministerin.

Auf dem angrenzenden Gemeinschaftsstand stellten Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie Spin-offs und Start-ups-Unternehmen aus.

MEDICA CONNECTED HEALTHCARE FORUM

„Connected Healthcare“ steht für die Vernetzung von Akteuren, Prozessen und Systemen im Healthcare-Bereich. Technologieinnovationen sind hierbei Treiber und Enabler für neue Herangehensweisen, welche die Medizin von Morgen auf den Kopf stellen werden.

In den englischsprachigen Vorträgen des MEDICA CONNECTED HEALTHCARE FORUM in Halle 15 wurden neue Erkenntnisse, Technologien und Lösungen für die vernetzte und mobile Gesundheitsversorgung vorgestellt. Multinationale Unternehmen und innovative Start-ups zeigten wie die vernetzte Zukunft aussehen wird.

Der super Trend auf der MEDICA: „Wearables"



Insbesondere „Wearables“ und Smartphones in Kombination mit speziellen Health-Apps, die auch durch den Patienten selbst angewendet werden können, haben das Potenzial zum unabdingbaren Bestandteil einer Zukunft der vernetzten Gesundheit zu werden. Wohin „die Reise geht“ und mit welchen Analyse-Daten womöglich demnächst schon Patienten ihre behandelnden Ärzte konfrontieren, davon konnte jeder auch einen Eindruck gewinnen bei der „Wearable Technologies Show“ (in Halle 15). Die Vielfalt der Geräte reicht von Lifestyle-Produkten wie Fitness-Trackern, über intelligente Brillen und Hörgeräte bis hin zum neuesten Trend – intelligenten Pflastern, die über Sensoren kontinuierlich Körperdaten abrufen, aber beispielsweise auch minimal-invasiv Medikamente verabreichen können.

Anbieter von Wearable-Lösungen (auszugsweise)


AiQ Smart Clothing Inc., Taipei, Taiwan

BodyTel GmbH, Bad Wildungen

Clothing powered by Jabil Kankaanpää, Finnland

Qardio Europe Ltd., London, Großbritannien / Nordirland


CSEM S.A. Centre Suisse d'Electronique et Microtechnique, Neuchatel, Schweiz


Bioservo Technolgies AB, Kista, Schweden


IWS Innovations- und Wissensstrategien GmbH BodyTec - Technologienetzwerk für körpernahe Systemtechnik, Hamburg, Deutschland

Highlights/Impressionen


MEDICA App COMPETITION

(v.l.n.r.) Donny Rose, Head of Product Group, MobileODT,Joachim Schäfer, Geschäftsführer, Messe Düsseldorf GmbH, Maren Lesche, Advisor, Talkitt, Benjamin Choukroun, Founder & CEO, Smoke Watchers

Auf der MEDICA wurde in 2015 zum vierten Mal der Live-Wettbewerb um die beste Medical App für den Einsatz im Arzt- und Klinikalltag ausgetragen - die MEDICA App COMPETITION 2015.

Die Gewinner

1. Platz: Talkitt
Talkitt aims to revolutionize the way people who have speech disabilities due to various motor, speech and language disabilities communicate, enabling them to use the most natural means there is, their own voice.

2. Platz: SmokeWatchers
A complete tool to monitor smoking addiction and kick the habit through real-time support and connected devices.

3. Platz: MobileODT
The CervDx powers MobileODT's Enhanced Visual Assessment (EVA) System, used by trained healthcare professionals to conduct smarter visual cervical cancer screenings by enabling providers to manage patient information, consult with peers for second opinions, and refer patients for the proper care.

Technologie-Allianz für Mensch und Medizin



Auf dem ClinicAll Stand gab es die Möglichkeit mehr über die "Technologie-Allianz für Mensch und Medizin" zu erfahren. Prof. Dr. Kurt Marquardt, Bereichsleitung Konzern IT, Rhön Klinikum AG - Uniklinikum Gießen (links) und Dr. Lohmann von Lohmann & Birkner Health Care Consulting GmbH präsentierten eine Live-Präsentationen über die aktuellen Entwicklungen.

Holländische Gesundheitsministerin auf der MEDICA
Premiere: Niederländische Kreativwirtschaft erstmalig auf der MEDICA




Auch aus anderen Ländern reiste Polit-Prominenz an, etwa die holländische Gesundheitsministerin Edith Schippers, die den Gemeinschaftsstand der "Niederländischen Kreativwirtschaft" besuchte.



Die Niederländische Kreativwirtschaft präsentierte sich unter der Dachmarke Creative Holland erstmalig auf der MEDICA in Düsseldorf. Der Messestand von Creative Holland bot Platz für rund 15 Unternehmen und Startups, die den äußerst dynamischen und initiativen holländischen Kreativsektor repräsentieren.

Marktführer Praxis-EDV auf der Medica vertreten


CGM-Messestand in Halle 15

Medatixx-Messestand in Halle 15


Auch das genossenschaftlich organisierte Praxiscomputer-Haus Duria war vertreten

Termin der nächsten MEDICA und COMPAMED in Düsseldorf: 14. - 17.11.2016

von Hartmuth Wehrs

Fotonachweis: Eigene/Messe Düsseldorf

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