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Veröffentlicht: 15.04.2016


Nahtstelle zum Patienten im Gesundheitssystem aufwerten

Health-IT-Talk:

Nutzerzentriertes Service-Design
als eine Antwort




Health-IT-Talk: Die Verbände BVMI (Bundesverband Medizinischer Informatiker e.V.), KH-IT (Verband der Krankenhaus IT-Leiter) und das Netzwerk Gesundheit des SIBB (IKT Branchenverband Berlin/Brandenburg) führen gemeinsame Veranstaltungen durch und fördern das Netzwerken über Verbandsgrenzen hinweg.
(Foto Michael Thoss, KH-IT)



Innovation und ein nutzerzentriertes Vorgehen bei der Gestaltung von Prozessen und Services in der Gesundheitsversorgung lautete das Thema des Berliner Health-IT-Talks im April 2016. Veranstalter war das Netzwerk Gesundheit SIBB e.V., BVMI e.V. und KH-IT e.V. Kernpunkt im Programm: Nahtstelle Patient und seine veränderten Bedürfnisse.


Noch vor ein paar Jahren war der Gesundheitsmarkt in Deutschland ein geschlossenes System. Heute drängen Unternehmen aus anderen Industrien und Startups mit ihren innovativen Angeboten in den Gesundheitsmarkt und setzen neue Standards. Nutzerzentrierte Gestaltung von Produkten und Interfaces ist angesagt. Denn Patienten werden immer aktiver und haben höhere Ansprüche an ihr Gesundheitsverständnis. Sie wollen vom Arzt als Individuen gesehen und behandelt werden. Zudem übernehmen Menschen selbst für ihre Gesundheit mehr Verantwortung. „Service-Design ist die Antwort auf die Veränderungen und gewandelten Patientenbedürfnisse im Gesundheitssystem“, betonte Referentin Ulrike Anders. Sie ist Director Participatory Health bei dem Designbüro IXDS. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Gesundheitsversorgung.





Dipl. Designerin Ulrike Anders: „Service-Design ist die Antwort auf die Veränderungen und gewandelten Patientenbedürfnisse im Gesundheitssystem.“
(Foto Michael Thoss, KH-IT)


Den Nutzer verstehen


Service-Design der nutzerzentrierten Gestaltung von Produkten und Interfaces stellt den Menschen und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt. Ziel des Design-Prozesses sei einerseits, eine bessere Erfahrung mit den Produkten und Services der Gesundheitsversorgung für Patienten zu vermitteln. „Service ist eine Erfahrung, die auf einer verrauensvollen Beziehung zum klinischen Personal beruht“, weiß Ulrike Anders. „Den Nutzer verstehen und Empathie zeigen gehört dazu.“ Anderseits gehe es um Produkte, die einfach in den Alltag von Leistungserbringern integriert werden könnten. Nicht zuletzt gehöre zufriedenes Fachpersonal zu den Zielen. „In der neuen Ära des Gesundheitssystems können digitale Prozesse gestresstes Personal unterstützen und entlasten“, meinte Ulrike Anders.

Der Gesundheitsmarkt verändert sich durch Einflüsse von außen, individuelle Bedürfnisse und Intentionen der Menschen sowie neue, smarte Technologien. Künftig soll es darum gehen, nicht nur die Krankheit zu mindern, sondern vielmehr Wohlbefinden zu erreichen. Ebensoll die passive Haltung des Patienten bei der Behandlung durch seine aktiven Entscheidungen abgelöst werden. Soll es dazu kommen, ist für Technologie-Innovationen in der Gesundheitsversorgung die Akzeptanz bei Patienten, klinischem Personal, aber auch bei IT-Verantwortlichen in den Kliniken unerlässlich. Darüber enthielt die rege Diskussion des Health-IT-Talks optimistische Anmerkungen, aber auch kritische Einwürfe. „Service Design ist eher für einfache Standardprozesse im Krankenhaus angebracht und dort dringend erforderlich.“ Schließlich sei eine Lösung für ein IT-Problem im Healthcare-Bereich zumeist nur ein Kompromiss zwischen Anwender und Technikern. Um den besten Kompromiss zu finden, müssten Sachverhalt und Grenzen ebenso wie Prozesse klar sein und vor allem eine offene Sprache gesprochen werden.

www.health-it-talk.de

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