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Veröffentlicht: 25.04.2016

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conhIT 2016 zeigt die IT-Dynamik

für das Gesundheitswesen


Rekordzahlen bei Fachbesuchern und Ausstellern



Messe Berlin: Schauplatz des führenden Branchenevents für Gesundheits-IT conhIT


Die Hände schütteln konnten sich der Industrieverband bvitg und die Messe Berlin. Initiator und Organisator der conhIT notierten 2016 einen Fachbesucherrekord von Plus 20 Prozent und einem Ausstellerzuwachs von 16 Prozent. Europas führender Branchenevent für Gesundheits-IT ist etabliert und wächst weiter mit Impulsen für Daily Business-Lösungen ebenso wie für Innovationen. Allerdings scheint die Industrie ihre Produkte noch mehr auf den Anwenderbedarf justieren zu müssen.

Kaum noch ein Akteur kann sich das Gesundheitswesen ohne IT vorstellen. So gehört IT für 91 % der niedergelassenen Ärzte sowie 98 % der Krankenhäuser zum Arbeitsleben dazu. Fast 90 % der Befragten aus dem niedergelassenen Bereich und 93 % aus dem Klinik-Sektor konstatierten, dass durch IT die Arbeitsabläufe in den jeweiligen Institutionen grundsätzlich verbessert werden. Dieses Fazit einer vom Bundesverband Gesundheits-IT e. V. in Auftrag gegebenen Studie markierte auch für die conhIT 2016 die Richtung. Die Digitalisierung der Gesundheitsversorgung ist nicht aufzuhalten. Das hat die conhIT 2016 mit Industrie-Messe, Kongress, Akademie und Networking gezeigt. Für die kommenden Jahre wird hierzulande ein Anstieg der geplanten IT-Investitionen in Krankenhäusern prognostiziert. Wen wundert´s: Im Mittel geben deutsche Krankenhäuser nur 1,7 Prozent ihres Umsatzes für die IT aus, in Dänemark und den USA sind es 2,9 Prozent, in den Niederlanden sogar 3,8 Prozent.

„Eine beherzte Nutzung von IT“

„Die großen Herausforderungen, vor denen unser Gesundheitswesen steht, verlangen nach einer beherzten Nutzung von IT“, sagte der Schirmherr der conhIT 2016, Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Die Politik werde nach der Verabschiedung des E-Health-Gesetzes Ende vergangenen Jahres nicht in die Zuschauerränge zurücktreten: „Das E-Health-Gesetz war keineswegs der letzte Schritt, wir werden weiter Tempo machen.“




Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, Schirmherr der conhIT 2016:
„Die großen Herausforderungen, vor denen unser Gesundheitswesen steht, verlangen nach einer beherzten Nutzung von IT.“



Dynamik und Innovationsfreudigkeit prägen die Branche. Die conhIT zeigte dabei, dass auch ohne Regeln und gesetzliche Vorgaben immer mehr innovative Health-Anwendungen ihren Weg in die Versorgung finden. Matthias Meierhofer, Vorstandsvorsitzender, Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V. attestierte: „Das Tempo ist bereits deutlich gestiegen.“




Matthias Meierhofer, Vorstandsvorsitzender, Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V.: „Das Tempo ist bereits deutlich gestiegen.“


Vom 19. bis 21. April informierten sich rund 9000 Fachbesucher (2015: 7.500) aus dem In- und Ausland auf der conhIT 2016 über IT-Lösungen aus allen Bereichen der Gesundheitsversorgung. Auf 18.000 Quadratmetern (2015: 15.000) zeigten 451 Aussteller aus 16 Ländern (2015: 388/14), wie dank Digitalisierung eine höhere Patientensicherheit, eine bessere Gesundheitsversorgung und mehr Effizienz im Gesundheitssystem erreicht werden können. „Mit dem Plus von rund 20 Prozent bei den Fachbesuchern und einem Ausstellerzuwachs von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr sowie zahlreichen neuen Angeboten konnte die conhIT ihren Stellenwert als Europas führender Branchenevent für Gesundheits-IT unter Beweis stellen“, kommentierten die Veranstalter.

Alle Marktführer der Branche, zahlreiche deutsche Mittelständler sowie Gemeinschaftspavillons aus Österreich, der Schweiz, Estland sowie neue Aussteller, darunter aus Finnland, Irland, Italien, Israel, Kanada, Slowenien, Taiwan, Südkorea und den USA, stellten sich vor.

Impulsgeber durch Kongress, Akademie und TV-Presserunde

Fachbesucher informierten sich über IT-Lösungen aus allen Bereichen der Gesundheitsversorgung in Krankenhäusern, Arztpraxen sowie Reha- und Pflegeeinrichtungen. Den Fokus bildeten dabei Produkte, die eine Vernetzung aller Akteure ermöglichen, das Management der stetig wachsenden Datenmengen erleichtern und die notwendigen Informationen für eine erfolgreiche Behandlung bereitstellen. Dabei standen der Patient und die Sicherheit sensibler Gesundheitsdaten im Mittelpunkt.

Für innovative Prozesse wird die Informationsverarbeitung zunehmend „Enabler“

Personalisierte Medizin ist mit Big Data eng verbunden, ein Großteil der Medizintechnik ist ohne IT nicht mehr denkbar. Die Auswirkung des Internet der Dinge (IoT) ist zum heutigen Zeitpunkt noch nicht absehbar. Innovatoren finden sich jedoch bereits für Lösungen zum Patientenwohl über Branchengrenzen und Konkurrenzdenken hinweg zusammen. Ein Beispiel ist die „Technologie-Allianz für Mensch und Medizin“. Marktführer auf Anwender- sowie Herstellerseite wollen kontinuierlich verfügbare Technologien in intelligenter Weise verknüpfen, um die bestehenden Abläufe zu unterstützen. Ausgangspunkt sind die etablierten Prozesse im Krankenhaus, die um zusätzliche Funktionalitäten sukzessive erweitert werden. Auf diese Weise lassen sich die Patientenversorgung sowie die Abläufe in Medizin und Pflege für Patienten wie Fachkräfte verbessern.

Die Berliner Messe-Veranstalter wollten auch 2016 Impulsgeber für den Healthcare-Markt sein. Diese Rolle übernahmen besonders Kongress und Akademie. IT-Sicherheit („...in Krankenhäusern noch unterentwickelt“) und Interoperabilität („...in Krankenhäusern noch entwicklungsfähig“) gehörten zu den wichtigen Themen von heute und morgen. Mit Big Data, mHealth, Wearables, Datawarehousing, Patient Empowerment, E-Health-Gesetz oder dem IT-Sicherheitsgesetz griffen Experten aktuelle Diskussionen der Fachwelt auf. Ein spezielles Programm für Vorstände der Krankenhäuser drehte sich um strategische Themen. Bei vielen Anforderungen im Krankenhaus wurden Lösungsansätze diskutiert, die ohne IT-Unterstützung nur schwerlich umsetzbar sind. Ergo: Deshalb ist es von großer Bedeutung, frühzeitig Lösungsansätze in Hinblick auf ökonomisch vertretbare Umsetzung zu prüfen.



Kongress-Programm 2016 "Innovative Healthcare-IT"

TV-Presserunde "Cyberattacken auf die Krankenhaus-IT"

(in Kürze verfügbar)

Auch die TV-Presserunde des Krankenhaus-IT-Journals auf der conhIT 2016 erörterte das brisante Thema „Sicherheit“ praxisbezogen unter dem Motto „Cyberangriffe - Gegenwehr mit den richtigen Lösungen“. Der Anlass war hochaktuell. Die IT-Sicherheit der Kliniken in Deutschland zum Schutz von Patienten- und Mitarbeiterdaten wurde jüngst in zahlreichen Fällen durchbrochen. Cybercrime bedroht Krankenhäuser und ihre sensiblen Patientendaten. Der Status quo bietet keinen umfassenden Schutz mehr.

Die Experten-Gäste in der TV-Presserunde waren Timo Baumann, Deutsche Telekom AG T-Systems International GmbH, Strategic Market Healthcare, Roland Messmer, Direktor Zentral-und Osteuropa, Logrhythm, Udo Schneider, Security Evangelist Trend Micro, Michael Thoss, Vorstand Bundesverband der Krankenhaus-IT-Leiterinnen/Leiter e.V.(KH-IT), Torsten Valentin, Geschäftsführer Seculution GmbH, und Dipl. Phys. Matthias Zahn, Vorstand Fast LTA. Die Moderation übernahm Wolf-Dietrich Lorenz, Krankenhaus IT-Journal. (Lesen Sie auch den Artikel "Cyberattacken auf die Krankenhaus-IT", Ausgabe 2/2016 auf Seite 6 ff.)



Experten als Gäste der TV-Presserunde des Krankenhaus-IT-Journals „Cyberangriffe - Gegenwehr mit den richtigen Lösungen“ (von links): Michael Thoss, Vorstand Bundesverband der Krankenhaus-IT-Leiterinnen/Leiter e.V.(KH-IT), Udo Schneider, Security Evangelist, Trend Micro, Moderator Wolf-Dietrich Lorenz, Krankenhaus IT-Journal, Torsten Valentin, Geschäftsführer Seculution GmbH, Roland Messmer, Direktor Zentral- und Osteuropa, Logrhythm, Matthias Zahn, Vorstand Fast LTA, Timo Baumann, Deutsche Telekom AG T-Systems International GmbH, Strategic Market Healthcare.

Praxisleitfaden für IT-Sicherheit

Der Antares Computer Verlag wird im Oktober 2016 einen Praxisleitfaden für IT-Sicherheit im Krankenhaus herausgeben. Wissenschaftler, Anwender und Industrie stellen profunde Methoden, Verfahren und Lösungen vor. Hier finden Verantwortliche nachhaltige Orientierung für Konzeptionen und Investitionen.

Erscheinung zur

it-sa 2016 in Nürnberg (18. - 20. Oktober 2016)
Eine der bedeutendsten IT Security Messen weltweit

MEDICA 2016 in Düsseldorf (14.- 17. November 2016)

Einer der weltweit größten Medizinmessen

Innovative Zukunftschancen signalisierten auf der conhIT 2016 Healthcare-Startups. Ihre Apps sollten den Patienten „vom Payer zum Player“ emanzipieren. Ärzte werden sich künftig also auf mündigere Patienten einstellen müssen.
Der Gründernachwuchs steht schon in den Starlöchern. Auf dem Treffpunkt für Entscheider und namhafte Hersteller von IT-Systemen im Gesundheitswesen kamen zugleich auch Industrie und Nachwuchskräfte zusammen. Der Bedarf an Fach- und Führungskräften steigt stetig. Unternehmen präsentierten sich daher auf der conhIT als potentielle (und potente) Arbeitgeber: Sie informierten darüber, welche Karriere- und Einstiegsmöglichkeiten es in diesem Sektor gibt.

TV-Einzelinterviews des Krankenhaus-IT Journals

Dr. Pierre-Michael Meier, Peter Asché, Entscheiderfabrik



Timo Baumann, Deutsche Telekom AG T-Systems International GmbH



Christoph Becker, CGM


Peter Herrmann, i-SOLUTIONS Health GmbH



Silvio Frey, Swiss Post

Thomas Horn, Geschäftsführer Cing GmbH

Wie Anwender die Krankenhaus-IT sehen
- Session des Bundesverbandes KH-IT


Auf der Networking-Area setzten Ergebnisse der bisher ersten Studie zur Erhebung der IT-Anwenderzufriedenheit in 28 Krankenhäusern einen ganz besonderen Akzent. Eine Initiative des Bundesverbands der Deutschen Krankenhaus IT-Leiterinnen/Leiter e.V. KH-IT in Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, Stuttgart, nahm in einer ersten Erhebung die Anwenderzufriedenheit mit IT im Krankenhaus unter die Lupe. Die Ergebnisse umfassten verschiedene IT-Leistungsbereiche wie Hotline, Vorort-Service, Rufbereitschaft sowie die Zufriedenheit mit wesentlichen Applikationen, so dem klinischen Arbeitsplatzsystem (KAS/EPA). Die Befragungsteilnehmer waren in der Mehrheit Ärzte und Pflegekräfte, also die Haupt-Zielgruppe für die Prozessunterstützung jeder IT-Abteilung in einem Krankenhaus. Lob kam eher von der Pflege. Kritische Anmerkungen von Seiten der Ärzte betrafen weniger den Leistungsumfang der IT-Abteilung. Diese Ansicht unterstrich die lebhafte Diskussion unter Anwendern aus der Medizin mit der Industrie: „Die Industrieprodukte entsprechen nicht genug dem Arztbedarf.“ Undankbarer Job der IT: Sie müsse „eine ineffiziente Software an den Mann bringen“. Diese Anwendermeinung regt zum Nachdenken über die conhIT 2016 hinaus an. Eine Selbstdarstellung der Industrie und ihrer Technologie vor der Fachöffentlichkeit sollte offensichtlich mehr Substanz für den Wertbeitrag von IT enthalten.






Lebhafte Diskussion von klinischen Anwendern mit der Industrie: „Die Industrieprodukte entsprechen nicht genug dem Arztbedarf.“


Networking auf dem Ausstellerabend am 1. Messetag

Entscheiderfabrik auf der conhIT


Im Rahmen des größten Branchenevents für IT im Gesundheitswesen, der conhIT, stellte auch die Entscheiderfabrik auf mehreren Veranstaltungen ihr Motto "Unternehmenserfolg durch optimalen IT Einsatz" heraus.

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Abschlußveranstaltung der conhIT 2016


Gemeinsam ließen Veranstalter, Besucher und Aussteller die vergangenen Tage Revue passieren und den letzten Tag der conhIT 2016 feierlich ausklingen.

Nächstes Jahr weiter auf hohem Niveau

Der Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V. gestaltete die conhIT gemeinsam mit den Partnern Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS) e.V., Berufsverband Medizinischer Informatiker e.V. (BVMI), Bundesverband der Krankenhaus IT-Leiterinnen / Leiter e. V. (KH-IT) und CIO-UK (Chief Information Officers -Universitätsklinika).

Die nächste conhIT findet vom 25. bis zum 27. April 2017 statt. Dann richtet sich Europas führender Branchenevent für Gesundheits-IT wieder an Entscheider in den IT-Abteilungen, im Management, der Medizin und Pflege sowie an Ärzte, Ärztenetze und Medizinische Versorgungszentren. Sie können sich wie bisher auf der integrierten Gesamtveranstaltung mit Industrie-Messe, Kongress, Akademie und Networking-Events über die künftigen Entwicklungen von IT im Gesundheitswesen informieren, Kontakte in der Branche knüpfen und sich auf hohem Niveau weiterbilden.

von Wolf-Dietrich Lorenz

Gegendarstellung

Unser Newsletter von 1. April 2016 "IT im Krankenhaus vor dem Aus?" hat bei nicht wenigen zu Irritationen geführt. Einige hatten den Beitrag für bare Münze genommen, andere fanden ihn "erschreckend realitätsnah". Wir stellen hiermit ausdrücklich klar, dass es sich hierbei um einen "Aprilscherz" handelte und keiner der getroffenen Aussagen (u. a. Re-Analogisierung-Programm, Aktionsbündnis PRO-IT, CIO-Menschenrechtsbeauftragter der UN (UNICIOEF)) der Wahrheit entspricht.

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