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Veröffentlicht: 05.12.2005


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RFID:

Krankengeschichten im Funkarmband











RFID: Heiße Luft oder Quantensprung?

RFID-Einsatz ist ein aktuelles Thema, der wirkliche Nutzen ist indes oft nicht unmittelbar ersichtlich. Anders im New Yorker Jacobi Medical Center. Dort tragen Patienten seit 2004 ihre Krankengeschichte quasi im RFID-Funkarmband bei sich. Das Pflegepersonal kann die Patienten dadurch sicherer versorgen.

RFID wird oft kontrovers diskutiert. Im Krankenhaus sind für den Einsatz der Funketiketten nicht alle Problemfelder gelöst. Daher ist als Credo zu hören: Es gibt noch keine eierlegende (RFID-) Wollmilchsau. Doch Siemens Business Services (SBS) und das New Yorker Hospital haben jüngst eine beachtliche Leistung vorgelegt. Im New Yorker Jacobi Medical Center tragen Patienten seit 2004 ihre Krankengeschichte quasi im RFID-Funkarmband. Das Pflegepersonal kann die Patienten dadurch sicherer versorgen.   Patienten bekommen bei der Aufnahme in das New Yorker Jacobi Medical Center ein Armband mit RFID-Chip. Darauf gespeichert ist die Patienten-Nummer. Das Krankenhauspersonal liest diese Nummer aus mittels PDAs oder Tablet-PCs mit RFID-Leser. Ärzte und Pfleger können so die Patienten in Sekundenschnelle identifizieren und erhalten online Zugang zu einer geschützten Datenbank mit Details zur Krankengeschichte und den zu verabreichenden Medikamenten. Schutz vor unbefugtem Zugriff auf die Patientendaten gewährleistet modernste Verschlüsselungstechnik (PKI).  

Patienten schneller und einfacher identifizieren  

Das Resultat der Lösung, wie SBS beschreibt, lautet: Pflege und Sicherheit der Patienten wurden verbessert, da das Pflegepersonal die Patienten schneller und einfacher identifizieren kann. Medikamente können einfacher zugeteilt werden - unter dem Aspekt: richtiger Patient, richtiges Medikament, richtige Zeit, richtige Dosis und richtige Verabreichungsart. Zudem funktionieren Ein- und Weitergabe von Patientendaten beim Point of Care einfacher, schneller und genauer.  

Award für diese RFID-Lösung  

Siemens Business Services und das New Yorker Hospital wurden jüngst bei der US-amerikanischen "Chime Collaboration Competition" (CHIME) für eine RFID-Lösung ausgezeichnet. CHIME ist die Vereinigung der Chief Information Officers von Krankenhäusern und Unternehmen der Medizintechnik. Bereits Anfang des Jahres hatte die RFID-Lösung einen Award vom amerikanischen Health Care Research & Innovations Congress erhalten.  

Brauche ich das und wo brauche ich das?  

RFID („Radio Frequency Identification“) basiert auf unabhängigen (Silizium-) Chips mit eigener Antenne, die gegen die Umgebung geschützt sind und die unter gewissen Bedingungen eigenständig arbeiten, sei es durch Vermelden der eigenen eindeutigen Nummer oder durch Speicher- und/oder Rechenprozesse, die dann im Chip ablaufen. Genau das macht den Unterschied zum deutlich günstigeren BarCode aus: mobile, dynamisch variable Daten. Für Krankenhaus-Verantwortliche sind zwei Fragen zu klären: Brauche ich das und wo brauche ich das? Wenn ich es brauche, kann ich es auch ökonomisch nutzbringend implementieren?   Lesen Sie dazu einen Auszug aus dem Beitrag von Dr. Rolf Dahm, Geschäftsführer der n-tier construct GmbH. Der Beitrag ist im Krankenhaus IT Journal, Ausgabe 6/2005 im Schwerpunkt RFID und Medizi erschienen.   Ökonomische Betrachtungen, ob sich RFID rechnet oder nicht, sind meistens nicht einfach zu argumentieren. Sicher, Transpondertechnologie verglichen mit BarCode ist um ganze Größenordnungen teurer, aber es gibt nur sehr wenige Einsatzbereiche, in denen eine potentielle Konkurrenz der Systeme ernsthaft zu diskutieren ist. Transponder ausschließlich als BarCode-Ersatz zu implementieren, ist aufgrund der aktuellen RFID-Kostenstruktur meist nicht finanzierbar. Transponder kombiniert mit mobilen Applikationen rechnen sich aber wegen der schnellen und eindeutigen Verfügbarkeit der Informationen gegen die in einfachen Kalkulationen eher schwammig berücksichtigten Begriffe „Zeit“ (die das Personal ansonsten versteckt in längeren Prozessabläufen oder als oft unbezahlte Überstunden aufbringt), Datenkonsistenz, höherer Leistungs-/Servicequalität sowie der Verminderung von Risiken durch sichere/korrekte Informationen im Prozess. 

Zeitgewinn und Prozesssicherheit  

Transponder rechnen sich bei der Überwachung von Blutprodukten oder teuren, z.T. personalisierten Medikamenten in der eindeutigen elektronischen Identifikation mit Statusverfolgung, Audit und (rechtsverbindlicher) elektronischer Unterschrift an jedem beliebigen Ort zu jeder Zeit und im Prozess sowie zur Vereinfachung der erforderlichen, umfangreichen Dokumentation, also gegen Zeit, Qualität und potentielles Risiko. Transponder vermeiden Zuordnungsfehler oder Informationsbeschaffungsfehler und bieten direkte Entscheidungshilfen im Prozess, rechnen sich also gegen kürzere Prozesszeiten, gegen eine deutlich höhere Konsistenz und Qualität der Prozessabläufe, Daten und Informationen. Transponder als Weglaufschutz minimieren drastisch das Risiko bei demenz-kranken oder operierten Patienten in der Post-OP-Phase und helfen so dem Krankenhaus und dem Patienten. Transponder vereinfachen durch Kombination mehrerer Funktionen/Applikationen (Zugang, Authentisierung, „Cashless Payment“, Parken, Telefon, etc.) häufige Tätigkeiten und führen zu Zeitgewinnen und Prozesssicherheit in Abläufen und sich häufig wiederholenden Aktionen.

 www.sbs.de


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