Video Tipp
Video Tipp2
Aktuelle News
Weitere News
Vor-Ort-Reportagen
Verlagsprodukte
Service
Termine     [Weitere...]
RSS-Feed Aktuelle News
Multimedia
 
  








Veröffentlicht: 07.02.2017


Digitale Transformation im Labor!

Hochkarätige Experten aus Medizin und IT diskutierten die Bedeutung der Digitalisierung für das Labor mit rund 120 Teilnehmern aus der Labormedizin.




„MEET OSM – die digitale Transformation“ – unter diesem Motto fand im November 2016 die alljährliche Kundenveranstaltung der OSM GmbH in Essen statt. Experten der Medizin und IT tauschten sich zu aktuellen und zukünftigen Themen rund um die Labormedizin aus. Neben einer Podiumsdiskussion wurden bemerkenswerte Vorträge zu wichtigen Tendenzen der Labormedizin gehalten. Die Teilnehmer hatten reichlich Gelegenheit, ihre Erfahrungen und wertvollen Ideen zu diskutieren. Moderiert wurde die Veranstaltung MEET OSM von Jacqueline Savli, Geschäftsführerin der OSM Vertrieb GmbH.


Dr. Kai U. Heitmann, Geschäftsführer von HL7 Deutschland e. V. aus Köln, eröffnete die Veranstaltung mit der Fragestellung, ob das E-Health Gesetz die Anforderungen der IT Kommunikation in der Labororganisation beeinflusst. Labordaten sind schon jetzt in elektronischen Entlass- und Arztbriefen von Nutzen. Andere Länder nutzen medikationsrelevante Labordaten und auch gesetzliche Notfalldaten kommen ohne Labordaten nicht aus. „Prinzipiell ist ein gleiches Vorgehen, zum Beispiel bei Struktur und Wiedergabe von Labordaten, auf der Basis von internationalen Standards von Nöten“, so Dr. Heitmann.

„In Zukunft wird alles, was digitalisiert werden kann, digitalisiert, vernetzt und automatisiert.“ Diese zentrale Aussage zog sich durch den anschließenden Vortrag „Dematerialisierung – Die Neuverteilung der Welt in Zeiten des Digitalen Darwinismus!“ von Karl-Heinz Land, Digitaler Darwinist und Evangelist und Geschäftsführer der neuland GmbH aus Köln. In Zukunft wird es weniger Produkte geben. Produkte werden eher zu Software, Services und Plattformen. Branchensilos werden sich auflösen, so erfolgt durch die Digitalisierung die Entmaterialisierung. Die Digitalisierung stellt neue Regeln auf.

Dass die Digitalisierung auch die Labororganisation verändern wird, wurde von Prof. Dr. Martin Fiedler, Direktor und Chefarzt des Universitätsinstituts für Klinische Chemie im Inselspital Bern aufgenommen. Es gibt zukunftsweisende Innovationen in der Labormedizin, die dies bestätigen. Mit modernen Technologien werden neue Diagnostiken entwickelt, zum Beispiel die „Omics-Technologie“. Oder die automatisierte klinische Flüssigbiobank. „Wir als Labormediziner müssen uns selber verändern, um in neuen Systemen wahrgenommen und uns gegenüber anderen durchsetzen zu können“.

Die OSM GmbH hat in ihrem Labormanagementsystem Opus::L einen Ansatz realisiert, mit welchem Referenzintervalle jetzt von jedem Laboratorium mit wenig Aufwand abgeschätzt werden können. Die Grundlagen dieses Verfahrens sind in der Arbeitsgruppe „Richtwerte“ der Deutschen Vereinten Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin e. V. (DGKL) erarbeitet worden. „Durch die Verwendung laboreigener Referenzintervalle lassen sich Fehler vermeiden“, betonte Prof. Dr. Rainer Haeckel, ehemaliger Direktor des Instituts für Laboratoriumsmedizin im Klinikum Bremen-Mitte.

Es geht im Labor nicht mehr ohne Automation und Vernetzung, erklärte Dr. Yuriko Stiegler, Chefärztin am Institut für Labormedizin, Mikrobiologie und Transfusionsmedizin im St.-Johannes-Hospital Dortmund. „Eine sorgfältig geplante Automation sorgt für Effektivitätssteigerung und hilft, die Prozessqualität zu verbessern.“

„Was ist zu tun, wenn nichts mehr geht, wenn Server, Zweit- und Testsysteme ausfallen? Auch für solche Notfälle können mit Opus::L Lösungen bereitgestellt werden“, so Johannes Kuhn, Geschäftsführer der OSM GmbH aus Essen. Für die Zukunft wird ein Business Continuity Management empfohlen, um die ununterbrochene Verfügbarkeit von IT-Systemen zu sichern.

Am Nachmittag stellte Prof. Dr. Dr. Kai Zacharowski, FRCA, Direktor der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am Universitätsklinikum Frankfurt das Thema Patient Blood Management (PBM) vor – ein multidisziplinäres Behandlungskonzept zur Reduktion und Vermeidung von Anämie und Blutverlust sowie zum rationalen Einsatz von Fremdblutprodukten. „Das effiziente und sichere PBM hilft, die Patientensicherheit zu steigern und Kosten zu senken.“

In der anschließenden Podiumsdiskussion, moderiert von Dr. Hugo Stiegler, Geschäftsführender Direktor vom Institut für Klinische Chemie, Transfusions- und Laboratoriumsmedizin des Berufsgenossenschaftschaftlichen Universitätsklinikums Bergmannsheil aus Bochum, tauschten Mediziner ihre Meinungen zu den Umsetzungsmöglichkeiten von PBM in den eigenen Klinken aus. Die Experten und Dr. Stiegler waren sich einig, „PBM muss publik gemacht werden und deutlich mehr Aufmerksamkeit erhalten“.

„Das Zeitalter der Digitalisierung im Gesundheitswesen ist längst vorangeschritten. Wir dürfen als IT Experten nicht wegsehen, sondern wir müssen unseren Kunden hier als starker und zukunftsweisender Partner zur Seite stehen. Daher haben wir das Thema aufgegriffen. Die hochkarätigen Vorträge haben zu sehr guten Dialogen geführt. Mehr Sicherheit, Fehlerreduktionen, Standardisierungen, optimierte Arbeitsabläufe, ein höherer Probendurchsatz und Wachstumsmöglichkeiten sind nur einige der vielen Mehrwerte, die mit der Digitalisierung entstanden sind – wir sind bereit,“ so fasste Jacqueline Savli die Kernaussagen der Veranstaltung zusammen.
Über neue Lösungen und Entwicklungsmöglichkeiten im Laborbereich konnten sich die Teilnehmer zusätzlich in einer Industrieausstellung informieren.



Ansprechpartnerin:
Jacqueline Savli, Geschäftsführerin
OSM Vertrieb GmbH, Essen
Mail: j.savli@osm-gruppe.de


MEET OSM Gruppe 2017

In den Veranstaltungen „MEET OSM Gruppe“ informieren wir Sie über Innovationen, Produktlinien und Labor-IT-Projekte der OSM Gruppe! Lösungen für Analysen, Statistiken und Auswertungen von Labor-Datensätzen – die Opus::L Business Analytics oder das Opus::L Business Continuity Management werden bei zunehmend komplexer werdenden Labor-Installationen immer wichtiger. Zudem fördert das Labormanagementsystem Opus::L die Strategien zum rationalen Einsatz von Antibiotika – das Antibiotic Stewardship (ABS). Wir stellen Ihnen die neue ix.connect App vor. Sie wird die Installation in den Praxen deutlich beschleunigen. Mit dem ixserv Bed Side Scan kann die Material- und Auftragskontrolle jetzt mobil und direkt am Patienten erfolgen. Freuen Sie sich auf die genannten Produktneuigkeiten und Praxisbeispiele von unseren Kunden.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme:

• 16.03.2017 MEET OSM Gruppe in München
• 23.03.2017 MEET OSM Gruppe in Nottwil in der Schweiz
• 29.03.2017 MEET ixmid in Köln
• 10.05.2017 MEET OSM Gruppe in Halle
• 17.05.2017 MEET OSM Gruppe in Hamburg
• 17.05.2017 MEET ix.connect in Köln
• 16.10.2017 MEET ix.connect in Nürnberg
• 22.11.2017 MEET OSM in Essen

Möchten Sie teilnehmen? Melden Sie sich bitte an – es lohnt sich!

vertrieb@osm-gruppe.de

www.osm-gruppe.de

Drucker geeignete Seite Sende diesen Artikel einem Freund


Aktuelle Ausgabe