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Veröffentlicht: 24.02.2017


Darf KBV selbst Software

entwickeln?


Ein Praxiscomputer-Anbieter geht auf die Barrikaden




Eigentlich dachte man, dass das Thema ein für alle Mal vom Tisch ist. Es geht um den Wunsch der Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) eigene Software zu entwickeln und selbst Softwareanbieter zu werden. Dieses "Ansinnen" bestehe seit Beginn der Einführung von IT in die Arztpraxen. Immer wieder jedoch hätte Gerichte entschieden, dass sie dies als Körperschaft öffentlichen Rechts nicht dürfe, klärt ein Arzt-EDV-Anbieter auf.
Nun wird das Thema wieder aktuell.

Im Rahmen der Einführung des bundeseinheitlichen Medikationsplanes (BMP) gemäß §31a SGB V und der derzeit laufenden Endverhandlungen zum GKV-Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz (AM-VSG) übt die KBV massive Kritik an der Praxissoftwarebranche und fordert zugleich das Recht ein, selbst als Praxissoftwareanbieter aktiv werden zu können.



Foto: Lopata/axentis.de


Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV

"Polemik" und "alternative Fakten"

Die KBV fordere von der Softwareindustrie nämlich die kostenfreie Umsetzung von neuen Funktionen – egal, in welcher Größenordnung. Ohne Kenntnis der herstellerspezifischen einzelvertraglichen Vereinbarungen verweise die KBV in diesem Zusammenhang auf die bestehenden Softwarepflegeverträge, die alle heutigen und zukünftigen Funktionen einer Praxissoftware pauschal und ohne Zusatzkosten abzudecken hätten. Zugleich verspreche die KBV der Politik und der Ärzteschaft, dass sie selbst Praxissoftware kostenlos anbieten würde, erhielte sie nur das Recht, selbst als Softwareanbieter aktiv werden zu können.

Dies ergebe sich aus einem Schreiben von KBV-Chef Dr. Andreas Gassen an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe.

Die öffentliche Diskussion darüber würde "polemisch" und teils unter Verwendung „alternativer Fakten“ geführt, so der Beschwerde führende Anbieter und erklärt seinen Standpunkt in einem Positionspapier.

- Das vollständige Positionspapier des Praxis-EDV-Anbieters medatixx

Diese Positionspapier ist offensichtlich die Replik auf das kurz zuvor veröffentlichte Positionspapier der KBV

- Das Positionspapier der KBV

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