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Veröffentlicht: 09.03.2017


Auf dem Weg zur individualisierten

Gesundheitsversorgung

Die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft ermöglicht eine individualisierte Gesundheitsversorgung, die sektorübergreifend funktioniert, an den Bedürfnissen und der Situation des einzelnen Patienten ausgerichtet ist und diesen direkt beteiligt. Diese Perspektive erörterten Experten in einer Diskussionsveranstaltung des ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie. Anlass war das neue „Grünbuch“ des Verbandes zur Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft. Der gemeinsame Nenner für alle Beteiligten: Die Veränderungen sind teilweise dramatisch.




(Von links:) Dr. Péter Adorján, Principal Expert – Precision Medicine , SAP Health Innovation Hub, Sebastian Semler, Geschäftsführer der TMF - Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. und Geschäftsstelle der Medizininformatik-Initiative des BMBF, Dr. Michael Meyer, stellvertretender Vorsitzender des ZVEI-Fachverbandes Elektromedizinische Technik, Hans-Peter Bursig, Geschäftsführer Fachverband Elektromedizinische Technik ZVEI: „Die individualisierte Gesundheitsversorgung ist im Gegensatz zur heutigen Situation im deutschen Gesundheitssystem sektorenübergreifend, kontinuierlich, flexibel und vernetzt sowie zunehmend präventiv.“

Die Digitalisierung verändert alle Bereiche der Gesellschaft. „In der Gesundheitswirtschaft ist diese Veränderung besonders komplex“, betonten die Experten auf dem Podium. Sie betrifft die Art, wie Medizinprodukte und Arzneimittel hergestellt und entwickelt werden. Sie bringt neue Erkenntnisse in der medizinischen Forschung und erweitert das medizinische Wissen exponentiell. Sie wirft ethische Fragen zum Umgang mit sensiblen persönlichen Gesundheitsdaten und zu medizinischen Entscheidungen auf. Vor allem aber verändert sie die Art, wie medizinische Betreuung stattfindet und damit gleichzeitig die Rolle der Patienten in der Gesundheitsversorgung.
Durch die wissenschaftliche Analyse der erzeugten Daten – Stichwort Big Data - kann die Versorgung einer individualisierten Gesundheitsversorgung kontinuierlich verbessert werden.
Hürden auf dem Weg dieser Entwicklung sind an vielerlei Stellen abzubauen, etwa bei der Sensibilisierung der Bevölkerung mit Blick auf die Gesundheitsdaten, bei Ausbildung und Akzeptanz der Fachkräfte im Gesundheitswesen und nicht zuletzt bei technischen Fragen wie der Interoperabilität – und vieles mehr.
Die Experten meinten unisono: „Alle Facetten dieser Veränderung müssen zusammen betrachtet werden, wenn digitale Anwendungen in der Gesundheitswirtschaft erfolgreich realisiert werden sollen.“ Merke: Technische Innovation muss von Anpassung der Prozesse und Arbeitsweisen begleitet werden. Die isolierte Betrachtung einzelner Technologien wird dem Umfang des Wandels nicht gerecht. Keiner der Beteiligten kann nämlich beanspruchen, alle Aspekte der Veränderung vollständig zu verstehen.

Voraussetzung für den Erfolg der Digitalisierung sind die passenden Rahmenbedingungen. Zum Arbeitsspektrum des ZVEI gehören daher neben technischen Themen und gesetzlichen Anforderungen der Marktzulassung auch wirtschaftliche Fragen und gesundheitspolitische Rahmenbedingungen. Der Fachverband thematisiert auch die wirtschaftlichen Fragen rund um den Einsatz innovativer Medizintechnik. Effizienzgewinne durch moderne Technik und die Rolle des technischen Service für einen effizienten und störungsfreien Betrieb der Geräte spielen in der Arbeit des Verbandes eine wichtige Rolle.

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