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Veröffentlicht: 13.03.2017


IT-Infrastruktur im

Gesundheitswesen: Impulse für das

21. Jahrhundert

Frühjahrsforum 2017 der Deutschen

Hochschulmedizin in Berlin


In diesem Jahr wird sich das Frühjahrsforum der Deutschen Hochschulmedizin der Digitalisierung der Medizin widmen. „IT-Infrastruktur im Gesundheitswesen: Wie schafft Deutschland den Sprung ins 21. Jahrhundert?“- dies erörtern Experten aus Hochschulmedizin, Politik und IT-Management am 27. April 2017 in Berlin. Veranstalter sind Verband der Universitätsklinika Deutschlands (VUD) und der Medizinische Fakultätentag (MFT).


Erfassung und Auswertung von Gesundheitsdaten bieten neue Perspektiven für die Krankenversorgung und die medizinische Forschung. Durch die Verknüpfung von Gesundheits- und Forschungsdaten lassen sich Erkrankungen besser erkennen und verstehen sowie bessere Diagnoseverfahren und maßgeschneiderte Therapien konzipieren.




Prof. Dr. D. Michael Albrecht, 1. Vorsitzender des Verbands der Universitätsklinika e.V.: „Bei einer besseren Vernetzung könnten die ärztlichen und therapierelevanten Informationen einrichtungsübergreifend allen Beteiligten zur Verfügung gestellt werden. Das ist heute noch nicht möglich.“


Welche Rolle die IT für bessere Diagnoseverfahren und maßgeschneiderte Therapien spielen kann, betont Prof. Dr. D. Michael Albrecht, 1. Vorsitzender des Verbands der Universitätsklinika e.V.: „Die IT hat ein riesiges Potenzial, die Krankenversorgung zu verbessern.“ Allerdings kritisiert er: „Bei einer besseren Vernetzung könnten die ärztlichen und therapierelevanten Informationen einrichtungsübergreifend allen Beteiligten zur Verfügung gestellt werden. Das ist heute noch nicht möglich. Es gibt größtenteils keine Vernetzung zwischen den behandelnden Ärzten und Kliniken. So kommt es zu unnötigen Doppeluntersuchungen oder unerwünschten Arzneimittelwirkungen.“ Die IT ist zudem unerlässlich, um maßgeschneiderte Therapien für die Patienten zu entwickeln. Prof. Albrecht konstatiert: „Dank neuer Technologien können Patienten immer individueller charakterisiert und behandelt werden. Dazu müssen Patientendaten, unter Berücksichtigung der Datenschutzvorgaben, systemmedizinisch analysiert werden. Das geht bei diesen großen Datenmengen nur mit Hilfe von IT. Diese Patientendaten können zudem für die Forschung genutzt werden, z.B. um Krankheitsbilder auch mit genetischen Faktoren zu kombinieren. So könnten innovative Therapien schneller in der Krankenversorgung genutzt werden.“

IT in den Universitätsklinika mit Verbesserungspotenzial

Die Möglichkeiten, die vorhandenen medizinischen Daten durch IT entsprechend zu nutzen, werden aufgrund des bestehenden Investitionsstaus an den Universitätsklinika noch nicht konsequent ausgeschöpft. „Während die Informationstechnologie sich mit großer Dynamik entwickelt, stützt sich die medizinische Dokumentation und der Befund- und Bildaustausch zwischen den Einrichtungen im Gesundheitswesen – wenn er überhaupt stattfindet – oft noch auf Akten“, kritisiert Prof. Albrecht. Die Medizininformatikinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Die Initiative will mit neuen IT-Lösungen den Austausch und die Nutzung von Daten aus Krankenversorgung und Forschung zwischen Institutionen und Standorten ermöglichen. „Damit würde sowohl die medizinische Forschung als auch die Patientenversorgung gestärkt. Die Initiative allein wird aber nicht ausreichen. Wichtig ist, dass auch im Gesundheitssystem deutlich mehr Mittel für IT zur Verfügung gestellt werden.“

Wegweisende Konzepte und Best-Practice-Beispiele

Als entscheidende Voraussetzung, um innovative Möglichkeiten für Krankenversorgung und Forschung zu nutzen, stehen die stärkere Vereinheitlichung und der Ausbau der IT-Infrastruktur im Fokus. Hier soll das Frühjahrsforum mit wegweisenden Konzepten und Best-Practice-Beispielen neue Impulse geben. Zusammen mit der nationalen Medizininformatik-Initiative des Bundesministeriums für Forschung und Bildung werden daher auch internationale Beispiele für den Aufbau von IT-Netzwerken für Krankenversorgung und Forschung vorgestellt. Ergänzend zu diesen staatlichen Initiativen wird der Rhön-Klinikkonzern sein Konzept für eine Elektronische Patientenakte vorstellen. Das Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIH) erörtert die Bedeutung der IT-Infrastruktur für die biomedizinische Forschung.

In einer Abschluss-Diskussion nehmen die zuständigen E-Health-Berichterstatter von CDU/CSU, SPD und Bündnis 90/ Die Grünen Stellung zu ihren Perspektiven auf die anstehenden Aufgaben der Gesundheitsversorgung und -forschung in der nächsten Legislaturperiode.

Eine rasche Anmeldung wird empfohlen. Für IT-Leiter aus öffentlichen Häusern gilt die reduzierte Gebühr wie für Uniklinika und Universitäten, Vertretern aus Ministerien und Wissenschaftsorganisationen.

www.uniklinika.de, www.mft-online.de

Zur Anmeldung

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