Video Tipp
Video Tipp2
Aktuelle News
Weitere News
Vor-Ort-Reportagen
Verlagsprodukte
Service
Termine     [Weitere...]
RSS-Feed Aktuelle News
Multimedia
 
  








Veröffentlicht: 15.03.2017


Frauen sind in der Cybersicherheit

unterrepräsentiert


Stellen nur 7 Prozent der Beschäftigten in Europa


Die größte Befragung von über 19.000 Cybersicherheitsfachkräften, beauftragt von (ISC)2 gemeinnütziger Einrichtung, dem Center für Cyber Safety and EducationTM (the Center), hat ergeben, dass der Fachkräftemangel von einem chronischen Engpass von Frauen in der Cybersicherheit unterfüttert wird. Frauen machen lediglich 7 Prozent der Beschäftigten in der Cybersicherheit in Europa aus, der geringste Wert verglichen mit anderen Teilen der Welt.

Für die achte Global Information Security Workforce Study (GISWS) wurden 3.694 Cybersicherheitsfachleute in Europa befragt, davon 616 aus der DACH-Region. Die Studie zeigt auf, dass die Cybersicherheitsindustrie in Europa die größten Gehaltsunterschiede weltweit aufweist. Männer verdienen im Durschnitt 14,7 Prozent mehr als Frauen (Durschnittlich 10.500 Euro). Diese Diskrepanz spiegelt sich auch in der DACH-Region wieder, Frauen (durschnittlich 81.000 Euro) verdienen hier im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen (durchschnittlich 102.000 Euro) 21.000 Euro weniger.

Diese Ungleichheit existiert, obwohl Frauen in verantwortungsvolleren Positionen arbeiten. Mehr als die Hälfte der befragten Frauen arbeiten nämlich in leitenden Positionen (51 %). Mehr als bei den Männern, die nur zu 47 Prozent in ihren Unternehmen in leitenden Funktionen tätig sind. Heruntergebrochen auf die DACH-Region sieht das ein wenig anders aus, denn hier arbeiten lediglich 33 Prozent der Frauen in leitender Position und bei den Männern sind es 45 Prozent.

Die Ergebnisse werfen auch ein Licht auf die Ungleichheit und zeigen auf, dass Frauen versehentlich von den Eintstellungskriterien der Arbeitgeber ausgeblendet werden. Der im letzten Monat veröffentlichte Zwischenbericht zu den jungen Fachkräften führte aus, dass 43 Prozent der Unternehmen in Europa bei der Einstellung von Fachkräften diejenigen mit einer Cybersicherheits- oder verwandten Ausbildung bevorzugen.

Darüber hinaus bevorzugen Arbeitgeber in Europa zu 93 Prozent Kandidaten mit Berufserfahrung, Frauen sind allerdings unter den zumeist eher unerfahrenen Kandidaten. 23 Prozent der befragten europäischen Frauen in der Cybersicherheit sind unter 35 Jahre alt, verglichen mit 17 Prozent bei den Männern. Zwei Drittel der befragten Frauen gaben außerdem an, dass der Cybersicherheitsberuf nicht ihr erster Job war, sondern der zweite und sie als Quereinsteiger zu dem Beruf kamen.

Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick:

Arbeitsstunden

Frauen in Europa erarbeiten viele Überstunden. 24 Prozent der Frauen arbeiten mehr als die von der EU als Obergrenze festgesetzten 48 Stunden pro Woche. Im Durschnitt arbeiten Frauen in Europa mehr als 43 Stunden die Woche und damit lediglich 2 Stunden weniger als Männer, die auf 45 Stunden Wochenarbeitszeit kommen.

Ungleichheit beim Gehalt

Laut der Umfrage verdienen Frauen in Europa im Durschnitt weniger als in anderen Teilen der Welt. Männer verdienen im Durschnitt 14,7 Prozent mehr als Frauen (Durschnittlich 10.500 Euro). Diese Diskrepanz spiegelt sich auch in der DACH-Region wieder, Frauen (durschnittlich 81.000 Euro) verdienen hier im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen (durchschnittlich 102.000 Euro) 21.000 Euro weniger.

Der Bildungsunterschied

Unterschiede gibt es auch in der Bildung, Frauen sind in der Regel besser ausgebildet, haben aber Nachteile bei der praktischen Berufserfahrung. 42 Prozent der Frauen in DACH haben mindestens einen Master- oder gleichwertigen Abschluss, 15 Prozent sogar einen Doktortitel. Bei den Männern sind es mehr Masterabschlüsse (52 Prozent), aber weniger Doktoren (7 Prozent). Frauen studieren also länger, haben dann aber weniger Praxiserfahrung vorzuweisen.

Frauen werden schneller befördert

Mehr als die Hälfte der befragten Frauen in Europa arbeiten in leitenden Positionen (51 %). Mehr als bei den Männern, die nur zu 47 Prozent in ihren Unternehmen in leitenden Funktionen tätig sind. Heruntergebrochen auf die DACH-Region sieht das ein wenig anders aus, denn hier arbeiten lediglich 33 Prozent der Frauen in leitender Position und bei den Männern sind es 45 Prozent. Noch interessanter werden die Zahlen bei einem Blick auf das Beschäftigungsverhältnis der Frauen. In Europa sind 85 Prozent der Frauen festangestellt, bei den Männern 84 Prozent. In Deutschland sind nur 76 Prozent der Frauen bei einem Unternehmen angestellt, bei ihren männlichen Counterparts 90 Prozent. Vergleicht man die bisherigen Zahlen miteinander so lässt sich feststellen, dass wenn Frauen festangestellt sind, dann öfter in leitender Funktion als Männer auf europäischer Ebene und in Deutschland gleichen sich die Zahlen beinahe an.

Die Anzeichen für eine Trendwende in der Anzahl der Beschäftigten gibt es allerdings auch. 23 Prozent der in Europa arbeitenden Frauen in der Cybersicherheit sind 35 oder jünger. Bei den Männern sind es lediglich 17 Prozent. Ähnliche Zahlen bietet die DACH-Region, hier sind 21 Prozent der Befragten Frauen unter 35 Jahre alt.

Den kompletten Report können Sie hier herunterladen: https://iamcybersafe.org/gisws/


Drucker geeignete Seite Sende diesen Artikel einem Freund


Aktuelle Ausgabe