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Veröffentlicht: 01.04.2017


Plant Bundesregierung

Alkoholverbot für Internet-Surfer?

Hobbytrinker und Getränkelobby alarmiert




(Dietzenbach, 1. April 2017 hw). Hinter den Kulissen wird derzeit intensiv über die Einführung eines Alkoholverbotes, zumindest aber die Einführung einer Promillegrenze, für Internet-Surfer diskutiert. In der Diskussion ist eine Regelung analog zum Straßenverkehr mit einer Blutalkoholkonzentration von 0,7 Promille. Es könne nicht sein, dass es auf der Datenautobahn andere Regelungen als im "normalen" Straßenverkehr gebe, so die Befürworter des Alkoholverbotes.

Dass das Surfen im Netz unter Alkoholeinfluss höchst gefährlich sein kann, zeigen bedauerliche Einzelfälle. So hatte erst kürzlich ein alkoholisierter Frührentner (32) aus Bitterfeld-Bobbau beim Onlinebanking seine Schornsteinfegerrechnung in Höhe von 68,54 EUR mit 68.540,00 EUR überwiesen und über einen Versandhandel 20.000 Paar Socken bestellt. Auch vielfach total überflüssige Mails, Facebook- oder Twittereinträge sprechen nicht selten eine eindeutige Sprache.

Bei Transaktionen im Internet, in denen finanzielle Aspekte eine Rolle spielen, soll zukünftig der Betreiber einer Webseite mitwirken und klären, ob der Seitenaufrufer nüchtern ist oder ob hier ein Verstoß gegen das Alkoholverbot vorliegt (im Volksmund als "Internetbetreiber-Säufer-Haftung" bezeichnet). Hierfür hat ein Softwareunternehmen aus Kyritz a. d. Knatter bereits eine zertifizierte App entwickelt, mit der man seine Blutalkoholkonzentration messen und direkt an die Betreiber online schicken kann.

Generelles Tempolimit auf der Datenautobahn

Doch auch die positivsten Pessimisten sollten nicht zu optimistisch sein. Eine Mehrheit (2/3 Promille) im Bundestag ist noch in weiter Ferne. Es könne durchaus noch bis zum 1. April 2018 dauern, bis hier eine Einigung gefunden wird. Zwei Fraktioninnen/Fraktionen des Bundestages hatten nämlich ihre Zustimmung davon abhängig gemacht, dass es gleichzeitig auch zu einem generellen Tempolimit auf der Datenautobahn kommt.

Eine Sprecherin (die doppelnamentlich nicht genannt werden möchte): "16 MB/s müssten ja wohl schnell genug sein!" Tatsächlich gibt es immer mehr Internetrowdys, die mit Geschwindigkeiten von 50 MB/s oder sogar 100 MB/s andere Surfer rücksichtslos überholen und gefährden.

Reduzierung des Datenmülls

Eine Geschwindigkeitsbegrenzung könne auch zur nachhaltigen Reduzierung der Umweltbelastung durch Datenmüll beitragen. Die klare Rechung: Je schneller das Internet, umso schneller wächst der nicht recycelbare Datenmüll pro Zeiteinheit, weshalb man langfristig auch um ein Datenmüll-Pfand nicht umhin käme. Außerdem ist man bekanntlich immer noch auf der Suche nach einem geeigneten Datenmüll-Endlager. Die ständig wachsende Zahl von Datenmüll-Zwischenlagern (Cloud) erschwere dies erheblich.

Es sollte unser aller Motto sein: Wir haben das Internet von unseren Kindern nur geborgt!

Hicks! Fotonachweis: Pixabay, kw

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