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Veröffentlicht: 10.05.2017


Notfallversorgung: Lücken bei digitaler Vernetzung

Die Strukturen der medizinischen Notfallversorgung in Deutschland müssen stärker digital miteinander vernetzt werden, fordert der Marburger Bund. Zentrale Anlaufstellen und ein koordiniertes Vorgehen der Beteiligten könnten die Notaufnahmen entlasten und eine medizinisch sinnvolle Inanspruchnahme der Notfallversorgung fördern.



Dr. Susanne Johna, Bundesvorstandsmitglied des Marburger Bundes: „Notdienstpraxis und Notaufnahme dürfen nicht einfach nur nebeneinander am gleichen Ort existieren, sondern müssen personell und digital miteinander verknüpft werden, um eine patientengerechte Versorgung zu erreichen.“

Durch Integration der Strukturen entsteht für den Patienten eine Behandlung aus einer Hand mit immer gleicher Qualität. Dr. Susanne Johna betont zur Nutzung der digitalen Möglichkeiten der Vernetzung für die Notfallversorgung: „Notdienstpraxis und Notaufnahme dürfen nicht einfach nur nebeneinander am gleichen Ort existieren, sondern müssen personell und digital miteinander verknüpft werden, um eine patientengerechte Versorgung zu erreichen.“ Dr. Susanne Johna ist Bundesvorstandsmitglied des Marburger Bundes, dem Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V.

Das Hand-in-Hand-Arbeiten beider Sektoren am Patienten vor Ort muss systematisch unterstützt werden. Die Dokumentation der Behandlungsabläufe sollte in einem einheitlichen, durch beide Sektoren genutzten EDV-System erfolgen. Bei Übergabe des Patienten von einem in den anderen Sektor muss der gesamte Notfallbehandlungsablauf inklusive aller durch den bereits erfolgten Ressourceneinsatz gewonnenen Erkenntnisse (Ergebnisse) zur Verfügung stehen. So könnte in einem überschaubaren Bereich und bei entsprechend rechtlicher Absicherung eine sektorenübergreifende Versorgung etabliert und ihre Wirkung evaluiert werden. Doppelte Inanspruchnahmen können vermieden und personelle Ressourcen für die Gesamtversorgung gehoben werden, heißt es in dem Eckpunktepapier des Marburger Bundes.

Perspektivisch sollten aus Sicht des Marburger Bundes neue Konzepte der Notfallversorgung erprobt werden. Insbesondere sollte überprüft werden, ob eine integrierte
Notfallversorgung außerhalb der bestehenden Sektorengrenzen der ärztlichen Versorgung und der bestehenden Finanzierungssystematik zu einer Verbesserung der Versorgung führt.

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