Video Tipp
Video Tipp2
Aktuelle News
Weitere News
Vor-Ort-Reportagen
Verlagsprodukte
Service
Termine     [Weitere...]
RSS-Feed Aktuelle News
Multimedia
 
  








Veröffentlicht: 13.05.2017


Eine der schlimmsten Attacken der Cyber-Mafia erlebte am Freitag in Großbritannien der National Health Service (NHS) (Nationaler Gesundheitsdienst). Bis zu 40 Krankenhäuser und andere Einrichtungen in England und Schottland sind betroffen. IT-Systeme und die Telefonanlagen fielen aus. Der Zugriff auf Patientendaten war nicht mehr möglich.

Die Angreifer aus der Cyber-Mafia-Szene verlangen bis zum 19. Mai 2017 ca. 415000 Pfund, rund 534146 US-Dollar. Sonst würden die befallenen Dateien gelöscht.
Adam Kujawa, Director of Malware Intelligence bei Malwarebytes, erklärt: „Es handelt sich hierbei um einen sich schnell verbreitenden Ransomware-Typ, der kritische Infrastrukturen lahm legt. Es existieren starke Indizien dafür, dass er eine bekannte Schwachstelle nutzt, um in Netzwerke einzudringen und sich lateral zu verbreiten. Die besagte Schwachstelle ist Teil eines geleakten NSA Hacking-Tools einer Gruppe namens „The Shadow Brokers“ (Codename „ETERNALBLUE“). Das NSA-Tool verschafft den Angreifern über einen Exploit der SMB & NBT-Protokolle des Windows-Betriebssystems Remote-Zugriff.

„Wana“ ist der einzige durchgängige Name. Die grafische Benutzeroberfläche der Ransomware selbst nutzt den Namen „Wana Decrytpt0r“, aber es sind auch schon die Namen „WannaCry“, „Wanna Cryptor“ etc. aufgetaucht.

Vermutlich sind auch Russland, Ukraine und Taiwan mit dieser Ransomware infiziert worden. Ziele waren auch in Spanien KPMG, BBVA und Santander, der Elektrizitätsversorger Iberdrola und der Telekommunikationsgroßkonzern Vodafone.

Der Angriff scheint gezielt von statten zu gehen, so Malwarebytes, daher kann es eine Schwachstelle im Netzwerkschutz oder eine sehr effiziente Spear-Phishing-Attacke gewesen sein. Dennoch verbreitet es sich durch infizierte Netzwerke über die EternalBlue-Schwachstelle und infiziert weitere ungepatchte Systeme, so Malwarebytes.

Sicherheitssoftware gegen Ransomware installieren

Experten empfehlen, das Windows-System zu aktualisieren und die neuesten Sicherheitspatches zu installieren. Alle sehr alten Systeme (wie zum Beispiel Windows XP) sollten zurzeit am besten einfach ausgeschaltet werden. Das hilft dabei, die Verbreitung der Ransomware aufzuhalten, wenn das Netzwerk bereits infiziert ist. Zusätzlich sollten Emails, die an Unternehmen geschickt werden, nur mit großer Sorgfalt geöffnet und die Quelle sowie die Links überprüft werden, bevor jemand auf sie klickt.
Zu guter Letzt sollte auch so schnell wie möglich – aber natürlich erst wenn der Angriff vorbei ist – eine Sicherheitssoftware installiert werden, die gegen Ransomware-Infektionen schützt.

undefined

Lesen Sie dazu auf Krankenhaus IT Journal:

Achillesferse Medizintechnik?

Krankenhäuser bei Ransomware-Kriminellen hoch im Kurs

Patienten in Gefahr

Ransomware-Angriffe stiegen 2016 um 80 Prozent

Alle 40 Sekunden weltweit ein Ransomware-Angriff

Drucker geeignete Seite Sende diesen Artikel einem Freund


Aktuelle Ausgabe