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Veröffentlicht: 25.07.2017


Spätestens mit der Verabschiedung und Umsetzung des E-Health Gesetzes (EHG) hat das Thema der Digitalisierung des Gesundheitswesens an Fahrt aufgenommen. Denn nun wird es konkret, betont die Deutsche Bank Research: Kliniken und Entscheider müssen jetzt die richtigen Weichen stellen, um sich für ihre eigene Zukunft gut gerüstet aufzustellen.

Die Marktforscher analysieren verschiedene Entwicklungen. Die rasch expandierende Welt der Gesundheits-Apps verdiene Aufmerksamkeit. Apps können der Gesundheit dienen; sie können Ratsuchende aber auch verwirren, fehlinformieren oder frustrieren. Hilfreich für die Nutzer wäre eine flächendeckende App-Zertifizierung von unabhängiger Seite. Den App-Betreibern bescherte ein Zertifikat noch mehr Akzeptanz und Nachfrage.

Deutschland fasse Video-Sprechstunden in Ergänzung der sonst üblichen Telemedizin in den Blick. Damit sei sein Ansatz ambitionierter als in den bisher in der Telemedizin führenden Ländern. Notwendig sei eine Modernisierung der bestehenden Fernbehandlungs- und Fernverschreibungsverbote. Telemedizinische Leistungen erforderten wohl kaum noch den physischen Arzt/Patient-Erstkontakt. Die laufenden Modellprojekte sollten dies bestätigen.

Freilich läuft hinsichtlich des Tempos der Umsetzung – auch nach Ansicht des Bundeswirtschaftsministeriums – noch nicht alles rund. Das EHG hat immerhin ein Zeitfenster bis Mitte 2018, um einen flächendeckenden Rollout der neuen Telematik-Infrastruktur zu bewerkstelligen. Die neue Infrastruktur ist notwendig, damit alle Arztpraxen und Krankenhäuser darauf zurückgreifen können. Viele Chancen, aber auch Herausforderungen bringt das immer größere Angebot medizinischer Geräte, die zur Früherkennung und Prävention genutzt werden können. Rund um die neuen Gesundheits-Technologien erscheint daher die Stärkung der Nutzer- bzw. Verbraucherkompetenz unverzichtbar.

Die Perspektive für die Deutsche Bank Research ist optimistisch. Die sich gegenseitig verstärkenden Digitalisierungstrends bieten viele additive, aber auch neue Geschäftsmöglichkeiten für Ärzte, Krankenhäuser und andere etablierte Leistungsanbieter sowie für kreative Start-ups. So wartet der mit anonymisierten Gesundheitsdaten exponentiell wachsende Pool geradezu auf Big Data-Analysen durch Mediziner, Gesundheitsforscher und Unternehmen. Die Digitalisierung sollte darüber hinaus auch den Heilberufen, Pharmazeuten und den Produktanbietern und Digitalsierern selbst zugutekommen.

Daher lautet das Credo der Deutsche Bank Research: „Gesundheit ist ein Menschenrecht und die Digitalisierung wird helfen, dieses im Interesse der Menschen noch besser umzusetzen. Sie sollte darüber hinaus auch den Heilberufen, Pharmazeuten und den Produktanbietern und Digitalisierern selbst zugutekommen.“

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