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Veröffentlicht: 19.10.2017


Titelstory Krankenhaus-IT Journal 6/2017

Klinische Arbeitsplatz-Systeme

zwischen Vision und Realität

KH-IT-Herbsttagung 2017: Anforderungen, Strategien und Lösungen



Plenum bei der KH-IT Herbsttagung in Mainz

Welche IT-Unterstützung wird künftig auf Station benötigt? Dieses Spannungsfeld zwischen Vision und gefühlter Realität beschäftigte die über 220 Teilnehmer der diesjährigen Herbsttagung des KH-IT e.V. mit dem Motto „Klinische Arbeitsplatz-Systeme auf Station. Wohin geht die Reise? Für die 50. Tagung des KH-IT e.V. war der Gastgeber die Universitätsmedizin Mainz.

Was ist so spannend beim Thema „Arbeitsplatzsysteme“? Unterschiedliche Sichtweisen auf die klinischen Prozesse eröffneten die Referenten für den ärztlichen Direktor einer Uni-Klinik ebenso wie für den IT-Verantwortlichen. Die IT soll die Kernprozesse der klinischen Behandlung unterstützen, also für die jeweiligen Arbeitsabläufe müssen optimale klinische Arbeitsplatz-Systeme (KAS) mit dem KIS und anderen Systemen integriert werden.



Thomas Kleemann, Klinikum Ingolstadt: Defizite heutiger Klinischer AP-Systeme

Hier knistert es noch. Und hier lohnt es, Defizite anzusprechen, und zwar energisch. Seit Jahren fehlte ein Ruck durch die Health-IT, zu bemerken sei indes nur ein Rutsch. Zumindest fand das Thomas Kleemann, Leiter der Abteilung Informationstechnologie beim Klinikum Ingolstadt. „Warum reden wir über Defizite bei klinischen Arbeitsplatz-Systeme?“, begann er einen kritischen Rundumschlag. Darum: „Man kann auch Schrauben mit dem Hammer in das Holz treiben – allerdings schlecht.“

Damit meinte der Experte etwa nicht nur den hohen Ressourcenverbrauch durch Client und Server. Bei fragwürdigen Skalierungsstrategien der Hersteller kritisierte er das „Mehr desselben“ – also mehr RAM, mehr CPUs, mehr … Veraltete Software-Technologie (32 vs. 64 Bit) war sein nächster dunkler Punkt. „Es gibt noch Visual Basic 6 Programme mit ActiceX-Controls im täglichen Einsatz. Selbst Microsoft kann diese Zombies nicht töten.“ Und Thomas Kleemann zog weiter vom Leder: „Updates und Client-Softwareverteilung sind kritisch. Hochverfügbarkeit/Business Continuity in Technik wie in Konzept sind nicht vorhanden, der Kunde darf das selbst oder mit Drittanbietern lösen.“ Anbietern warf er vor, sie wollten alle Themen/Funktionen selbst besetzen und behinderten mit hohen Preisen und „schlechten“ Schnittstellen die Integration von Drittanbietern.
Damit war er beim „KIS“ angelangt. Überhaupt sieht er das KIS künftig als „KISS“. Nämlich als Krankenhausinformations- und „Steuerungssystem“. Die Industrie macht es mit „Produktionsplanung und -steuerungssystemen“ vor. Doch viele Prozesse oder Abläufe sind in KIS-Systemen fest vorprogrammiert oder „verdrahtet“. Der Anwender kann oft nur mit großem Aufwand diese vorbestimmten Wege nach seinen Wünschen verändern. „Vermisst der Nutzer wichtige Funktionen, findet jedoch welche, die niemand braucht?“

Lesen Sie mehr in Ausgabe 6/2017 des Krankenhaus-IT Journals (erscheint zur Medica 2017)

Welche Lösungen hält die Industrie bereit? Firmen können sich noch einbringen!

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