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Veröffentlicht: 24.10.2017


it sa: Branchenevent für

Cybersicherheitsexperten



Technologie, Dienstleistungen und

Wissenstransfer


Mit Videomitschnitt Podiumsdiskussion des
Krankenhaus-IT Journals





Eröffnungspressekonferenz auf der it-sa


IT-Sicherheitsvorfälle wie WannyCry verdeutlichen die Anfälligkeit von IT-Systemen in einer zunehmend vernetzten Welt. Security markiert daher ein Top-Thema. Die Nürnberger it-sa spiegelte diesen Boom wider. Die größte Fachmesse für IT-Sicherheitslösungen in Europa besuchten 630 (2016: 489) Aussteller. Die ausstellenden Unternehmen, Institutionen und Organisationen kamen aus 24 Ländern. Sie deckten vom 10. bis 12. Oktober 2017 für 12.780 Besucher (2016:10.181) in zwei Messehallen die Palette aktueller IT-Sicherheitsprodukte und -dienstleistungen ab. Bei Gesundheits-Anwendungen standen technische Ansätze und sicheres Handling im Fokus.


„Sind wir gewappnet, wenn die digitale Revolution richtig Fahrt aufnimmt?“ Über den bevorstehenden Umbruch, den die Digitalisierung auslöst, wollen immer mehr Verantwortliche informiert sein. Daher setzte die it-sa ihren Wachstumskurs in diesem Jahr mit zweistelligen Zuwachsraten von 28 Prozent beim Aussteller- und 25 Prozent beim Besucherwachstum fort. Mit einem Wachstum der Ausstellungsfläche um 46 Prozent präsentierte sich die it-sa 2017 größer denn je. Insbesondere die internationale Besucherbeteiligung stieg gegenüber dem Vorjahr: Die Zahl ausländischer Fachbesucher lag 53 Prozent höher als 2016. Ausstellerbeteiligungen aus 24 Ländern und drei internationale Gemeinschaftsstände unterstrichen ebenfalls die internationale Relevanz der it-sa. Beim begleitenden Kongressprogramm informierten sich die Experten unter anderem über die Herausforderungen durch die EU-Datenschutz-Grundverordnung.



Messehalle

Die it-sa 2017 zeigt die hervorragende Branchensituation: Die Umsatzvolumina im IT-Sicherheitsbereich haben sich bei 84 Prozent der Aussteller seit der letzten it-sa positiv entwickelt, zum zweiten Mal in Folge hat sich die wirtschaftliche Stimmung insgesamt verbessert. Der Blick über den nationalen Tellerrand gelingt zunehmend. Erstmals präsentierten sich drei Nationen auf der it-sa mit einem Gemeinschaftsstand: französische, israelische und tschechische Anbieter demonstrierten die Kompetenz der jeweiligen IT-Sicherheitsindustrie in den Hallen 9 und 10. Auf diesen Ländergemeinschaftsständen konnten sich IT-Sicherheitsexperten über Grenzen hinweg informieren, wie sie Unternehmen und Institutionen besser vor digitaler Spionage und Sabotage schützen können.




Das Krankenhaus-IT Journal mit Bundesverband KH-IT auf der it-sa 2017 in Nürnberg



Ergebnisse der jüngsten Branchenumfrage der Messe Nürnberg verdeutlichen, warum die it-sa als die Plattform gilt, will man sich umfassend über das Thema IT-Security informieren und austauschen.

IT-Sicherheitsbudgets sind gestiegen
• Während 75 Prozent der Aussteller bei Firmen mit mehr als 250 Mitarbeitern derzeit einen Anstieg der Budgets für IT-Sicherheit verzeichnen, liegt der Vergleichswert für Firmen bis 50 Mitarbeitern nur bei 35 Prozent. Mittlere Unternehmen liegen mit 67 Prozent fast auf dem Niveau größerer Firmen.
Zwei Drittel reagieren erst nach einem Sicherheitsvorfall
• Obwohl die Budgets wachsen, wappnen sich die Kunden der Aussteller mehrheitlich nicht, bevor ein Angriff erfolgt, sondern investieren erst nach einem IT-Sicherheitsvorfall. 65 Prozent der Aussteller gaben dies an.
• Damit verringert sich der Anteil der Aussteller, deren Kunden überwiegend proaktiv tätig werden, auf 35 Prozent. 2016 und 2015 lag dieser Wert noch bei 44 bzw. 45 Prozent.
IT-Sicherheitsmanagement ist eine Frage der Unternehmensgröße
• Erneut zeigt sich ein Unterschied zwischen großen und kleinen Unternehmen bei der Implementierung von IT-Sicherheitsmaßnahmen: Je größer der Betrieb, desto wahrscheinlicher, dass ein systematisches IT-Sicherheitsmanagement verfolgt wird.
• 70 Prozent der Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern verfolgen nach Einschätzung der it-sa Aussteller ein systematisches IT-Sicherheitskonzept. Demgegenüber stehen nur 37 Prozent der Firmen bis 50 Mitarbeitern. Bei Unternehmen zwischen 51 und 250 Mitarbeitern beträgt der Anteil 52 Prozent.
IT-Sicherheit ist in vielen Unternehmen Aufgabe der Unternehmensführung
• Im Zuge der Digitalisierung nimmt das Risiko durch Cyber-Angriffe zunehmend Dimensionen an, die als geschäftskritisch betrachtet werden müssen. Erstmals wurden die Aussteller deshalb gefragt, ob ihre Kunden IT-Sicherheit als eigenen Verantwortungsbereich innerhalb der Unternehmensführung etabliert haben.
• Hier zeigt sich ebenfalls: je größer das Unternehmen, desto häufiger ist IT-Sicherheit auf höchster Ebene verankert. 57 Prozent für große Unternehmen stehen 49 Prozent für mittlere und 47 für kleine Firmen gegenüber.

Aussteller erwarten positive Effekte durch die EU-Datenschutz-Grundverordnung
• Die EU-Datenschutz-Grundverordnung wirkt sich deutlich auf die Erwartung der it-sa Aussteller aus: 82 Prozent rechnen im kommenden Jahr mit einem positiven oder sehr positiven Effekt auf die Geschäftsentwicklung.
• Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 55 Prozent. Das zeigt, dass ein Teil der Unternehmen jetzt noch Maßnahmen einleiten muss.


Gesundheits-Anwendungen: technische Ansätze und sicheres Handling
Als ein Highlight auf der it-sa hob sich die Thematik "Datensicherheit für digitale Gesundheitsanwendungen" hervor. Hier konnten IT-Anbieter aus dem Bereich Datensicherheit zur Entwicklung relevanter Lösungen Anregungen finden. Programmschwerpunkte waren u.a. Voraussetzungen für eine sichere eHealth-Infrastruktur und die Relevanz von Datensicherheit für die medizinische Praxis in der Klinik. Im Hinblick auf innovative Gesundheits-Anwendungen wurden die Sicherheit bei medizinischen Apps und webbasierten Patientenakten sowie technische Ansätze für ein sicheres Handling medizinischer Daten angesprochen.

Umfangreiches Vortragsprogramm in vier offenen Foren
Das Vortragsprogramm der it-sa war mit rund 320 Beiträgen umfangreicher als in den Vorjahren. Experten aus Industrie, Verbänden und Institutionen informierten auf vier Foren – frei zugänglich für alle Messebesucher. Thematisch unterteilt in Management (Foren M9 und M10) und Technik (T9 und T10) bildete das Vortragsprogramm einen Querschnitt aktueller IT-Sicherheitsfragen ab.

Zahlreiche Redner griffen die Herausforderungen der im Mai 2018 in Kraft tretenden EU-Datenschutz-Grundverordnung auf, andere widmeten sich der fokussierten Betrachtung einzelner Sicherheitsmaßnahmen oder ihrem Zusammenwirken im IT-Sicherheitskonzept.

Höhepunkt des Vortragsprogramms waren die „it-sa insights“-Expertendiskussionen und Fachvorträge. Zum Themenfeld „In IT-Sicherheit zielgerichtet optimieren - Impulse zur Verbesserung der Informationssicherheit an Kliniken“ präsentierte das Krankenhaus IT Journal ausgewiesene Experten.


Krankenhaus IT Journal „it-sa insights“-Expertendiskussion (v. links): Helmut Schlegel, Vorstand im KH-IT – Bundesverband der Krankenhaus - IT - Leiterinnen / Leiter e. V.,
Jochen Kaiser, Bezirkskliniken Schwaben, Leiter Service-Center IT und Dr. Manfred Criegee-Rieck, IT-Leitung Klinikum Nürnberg, erörterten notwendige Maßnahmen und Investitionen, für sichere informationstechnische Systeme. Moderator war Wolf-Dietrich Lorenz, Chefredakteur, Krankenhaus IT-Journal (im Bild rechts).


Helmut Schlegel
, Vorstand im KH-IT – Bundesverband der Krankenhaus - IT - Leiterinnen / Leiter e. V., Dr. Manfred Criegee-Rieck, IT-Leitung Klinikum Nürnberg, und Jochen Kaiser, Bezirkskliniken Schwaben, Leiter Service-Center IT, erörterten dringend notwendige Maßnahmen und Investitionen, um sichere informationstechnische Systeme zu betreiben und blickten dabei auch auf zukunftweisende Technik. Sie nahmen besonders Aufgaben und derzeitige „Awareness“ des IT-Klinikmanagements unter die Lupe. Strategien und Lösungen bei IT-Sicherheit, die Anwender vorantreiben sollten, blieben nicht selten an hausspezifischen – und manchmal hausgemachten – Problemen hängen. Unisono schätzten die Experten eine Sicherheits-Leitlinie für zielgerichtetes Planen und Investieren als wichtig ein. Sie solle als Richtschnur für IT-Verantwortliche ebenso wie Klinikmanagement, aber auch Industriepartner gelten. Dabei standen personelle, organisatorische und technische Aspekte im Vordergrund. Moderator war Wolf-Dietrich Lorenz, Chefredakteur, Krankenhaus IT-Journal.

Erfolgreiches Messekonzept bewährte sich auch 2017

Die it-sa hat ihren Ursprung im Security Forum der Systems München. Seit 2009 wurde sie als eigenständige Messe im Messezentrum Nürnberg veranstaltet. Wenige Jahre nach ihrem Start zählte die it-sa bereits zu den bedeutendsten IT Security-Messen weltweit. Unverändert blieb auch 2017 das erfolgreiche Messekonzept: Bis hin zum physischen Schutz für Rechenzentren deckte die it-sa das gesamte Spektrum aktueller IT-Security-Lösungen aus den Bereichen Hard- und Software, Forschung und Beratungsdienstleistungen sowie Services ab. Ausstellerbeiträge in den offenen Foren ergänzten das Informationsangebot um praxisnahe Wissensvermittlung, Branchen-Know-how und Diskussionen zu aktuellen IT-Sicherheitsfragen.

von Wolf-Dietrich Lorenz

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