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Veröffentlicht: 27.10.2017


Produkt-Performance rangiert vor IT-Sicherheit: problematisch

Neue Marktuntersuchung von Crisp Research und TÜViT

Im Zweifelsfall ist mehr als zwei Drittel der deutschen Unternehmen Produkt-Performance und Benutzerfreundlichkeit wichtiger als IT-Sicherheit. Eine aktuelle Marktuntersuchung von Crisp Research fördert außerdem zu Tage, dass sich Security by Design als Ansatz anbietet, der Time-to-Market sowie Produkt- und Prozessinnovation mit IT-Sicherheit verbindet.

Für den von der TÜV Informationstechnik GmbH (TÜViT) beauftragten Report „Security by Design – Die Rolle von IT-Sicherheitsstrategien in der Digitalisierung“ befragte Crisp Research im August und September 2017 insgesamt 107 Entscheider aus dem IT-Sicherheitsumfeld sowie Produktionsleiter in Deutschland. Dabei gaben 67,3 Prozent an, dass sie immer oder häufig die IT-Sicherheit der Produkt-Performance unterordnen, wenn beide Prinzipien in Konflikt miteinander geraten.


Maximilian Hille, Senior Analyst / Mobile Practice Lead bei Crisp Research

Einheitliche Sicherheitsstandards fehlen


Zugleich gaben fast zwei Drittel der Befragten an, dass sie ihre IT-Sicherheitsstrategien noch schärfen sowie einheitliche Standards und Anforderungen für alle Bereiche definieren müssen. „Diese Aufgabe stellt sich laut der Untersuchung vor dem Hintergrund der aktuellen Digitalisierung immer dringlicher“ unterstrich Maximilian Hille, Senior Analyst / Mobile Practice Lead bei Crisp Research. So gehört der steigende Digitalisierungsgrad in den Augen von 33,6 Prozent der befragten Unternehmen zu den drei größten Risikofaktoren und Gefahren für die IT- und Produktionssicherheit. Nur die eigenen Mitarbeiter (39,3 Prozent) und Industriespionage (38,3 Prozent) werden noch häufiger als Top-Sicherheitsrisiken eingestuft. Vor allem schaffe die Digitalisierung immer neue Einfallstore für potenzielle Angreifer sowie Sicherheitslecks. Mit dieser Herausforderung sehen sich 37,4 Prozent der Befragten konfrontiert.

Security by Design als Lösungsansatz

Um Prozess- und Produktinnovation sowie Time-to-Market einerseits mit IT-Sicherheit andererseits unter einen Hut zu bringen, sei Security by Design ein geeigneter Ansatz, so der Crisp-Report. Der Ansatz zeichne sich dadurch aus, das Thema IT-Sicherheit schon von Anfang an bei Planung und Entwicklung zu berücksichtigen, anstatt erst auf der Werkzeug- und Prozessebene. So sei Security by Design vor allem in der Banken- und Finanzbranche (43 Prozent) und ganz besonders bei den sicherheitskritischen Versorgern (67 Prozent) bereits angekommen.

Vor dem Hintergrund von Security by Design setzt etwa ein Viertel der befragten Unternehmen (26 Prozent) auf die Etablierung und Zertifizierung eines Informationssicherheits-Managementsystems (ISMS) als standardisiertes Vorgehensmodell. Ebenso viele Unternehmen greifen auf die Beratung und andere Leistungen eines Managed Security Providers zurück. Darüber hinaus haben sich 22 Prozent der Unternehmen für die praktische Umsetzung eines Security Operation Centers (SOC) entschieden.

Key Messages der Crisp-Studie

• Digitalisierung bedroht die IT-Sicherheit - durch den zunehmenden Digitalisierungsgrad und dezentrale IT werden die Einfallstore vielfältig und die IT-Sicherheit eine Herausforderung
• Fast zwei Drittel der Unternehmen müssen ihre IT-Sicherheitsstrategien noch schärfen und einheitliche Standards und Anforderungen für alle Bereiche definieren
• Innovation vs. Sicherheit – Unternehmen suchen einen Weg, die Balance aus IT-Sicherheit und digitalen Innovationen zu schaffen – für die eigene Organisation, das Internet of Things und neue digitale Produkte
• Unternehmen haben nur noch wenige Monate Zeit bis zur EU-DSGVO – Privacy by Design kann bei Kulturwandel und Change-Management der Prozesse helfen
Quelle: Crisp Research AG

Podcast

Usability versus Sicherheit
Das IT-Sicherheitsverständnis in der Praxis lässt sich noch optimieren. In über zwei Drittel der Unternehmen werden nämlich IT-Sicherheitsmaßnahmen häufig der Produkt-Performance und Usability untergeordnet.


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