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Veröffentlicht: 25.10.2017


Die elektronische Datenübermittlung zu Abrechnungszwecken (§ 301-Verfahren) muss spätestens zum Jahreswechsel in allen Krankenhäusern auf ein neues, internetbasiertes Verfahren umgestellt werden. Hiervon betroffen ist der Datenaustausch mit den gesetzlichen Krankenkassen, den privaten Krankenversicherungsunternehmen sowie der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung.

Anlass für die Umstellung ist die Abkündigung des ISDN-Verfahrens durch die Deutsche Telekom zum Jahresende 2017, die Umstellung betrifft jedoch auch Kliniken, die bisher alternative Verfahren zu ISDN (X.400 / MHS) eingesetzt haben.

Offenbar ist ein Großteil der Krankenhäuser für das Thema bislang nicht genug sensibilisiert, wie der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands e.V. DKG betont. Aktuell haben nämlich weniger als 10% aller Krankenhäuser diesen oft mehrwöchigen Umstellungsprozess begonnen, noch weniger erfolgreich abgeschlossen. Krankenhäusern, die nicht rechtzeitig umstellen, droht zum Jahreswechsel der Stillstand der elektronischen Datenübermittlung zu Abrechnungszwecken.

In den Krankenhäusern scheinen die Zuständigkeiten / Verantwortlichkeiten für dieses Thema häufig unklar zu sein, die nötige Vorlaufzeit bzw. die notwendigen organisatorischen Anpassungen (teils auch Beschaffungsprozesse) werden vielfach unterschätzt. Häufig wird die Verantwortung auch beim Hersteller des Abrechnungssystems gesehen, der hier in den meisten Fällen nur sehr begrenzt Unterstützung bieten kann, da vor allem auch IT-Sicherheitsmaßnahmen in den Krankenhäusern angepasst werden müssen, was wiederum in der Verantwortung der Krankenhaus-Informationstechnik liegt.

Der DKG mahnt: „Nur durch das Engagement der obersten Leitungsebene kann sichergestellt werden, dass die Zuständigkeit und Priorisierung des Themas verbindlich festgelegt wird und dass - gerade in der arbeitsintensiven Zeit des Jahreswechsels - die Kontinuität der Abrechnung nicht gefährdet wird.“ Das Thema ist brisant, die bis Jahresende verbleibende Zeit wird nach der Einschätzung der DKG schon jetzt für viele Krankenhäuser nicht ausreichen, um die notwendigen Maßnahmen umzusetzen.

Aktuelle Informationen der Deutschen Krankenhausgesellschaft auf www.dkgev.de

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