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Veröffentlicht: 24.04.2018


conhIT 2018 setzt neue

eHealth-Zeichen



Signale aus Politik, Wirtschaft und Krankenhaus



Durch Künstliche Intelligenz wichtige Erkenntnisse für die medizinische Forschung gewinnen, durch integrierte IT-Systeme Abläufe in Krankenhäusern und Arztpraxen optimieren und durch den Einsatz von Robotik in der Rehabilitation Patienten zu mehr Lebensqualität verhelfen – die digitale Transformation hat mittlerweile das gesamte Gesundheitssystem erfasst. Über „Best Practices“ dazu konnten sich die Fachbesucher auf der conhIT – Connecting Healthcare IT vom 17. bis 19. April 2018 in Berlin informieren.

Eröffnungspressekonferenz: Die conhIT meldete eine positive Bilanz bei Ausstellern ebenso wie Fachbesuchern.

Messe, Kongress, Akademie und Networking – die conhIT meldete eine positive Bilanz: 577 Aussteller (ein Plus von rund 15 Prozent) präsentierten ihre Produktinnovationen und über Themen wie Interoperabilität, IT-Sicherheit und digitale Transformation im Gesundheitswesen informierten sich 10.038 Besucher aus aller Welt, eine Rekordzahl. 2017 zählte der Veranstalter rund 9.500 Teilnehmer.



IT-Verantwortliche informierten sich beim Bundesverband der deutschen IT-Leiter und Leiterinnen in intensiven Fachgesprächen über dessen vielfältige Aktivitäten.


Den digitalen Wandel im Gesundheitswesen in seinen Facetten erkennen und fördern: Ein besonderes Signal dafür war der Besuch des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn auf der conhIT. (Lesen Sie auch: „Freundliche, aber klare Worte zur conhIT-Eröffnung - Gespannte Erwartung bei Bundesgesundheitsminister Jens Spahn“.) Er nutzte die Gelegenheit, mit Akteuren der Healthcare IT-Branche ins Gespräch zu kommen: „Ich bin ein überzeugter Anhänger der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Sie ist Mittel zum Zweck, vieles für Patientinnen und Patienten besser zu machen.“ Außerdem gab er einen Ausblick auf seine Schwerpunktthemen im Bereich eHealth: Dazu gehören telemedizinische und internetmedizinische Anwendungen, genauso wie die stärkere Nutzung von Big-Data-Anwendungen, um Erkenntnisse über Krankheiten zu gewinnen und Behandlungsverläufe nachzuvollziehen. Außerdem wolle er sich der Einbettung des zweiten Gesundheitsmarktes widmen. Spahn regte unter anderem an, Behandlungsverläufe in großem Maßstab unter Einsatz von künstlicher Intelligenz zu analysieren. Dabei gelte es, die Patienten einzubeziehen, etwa durch die Option einer „Datenspende“, und technisch dafür zu sorgen, dass Datenmissbrauch verhindert werde: „Übertriebene Datenschutzanforderungen verunmöglichen an bestimmten Stellen eine bessere Versorgung“, so der Minister.



Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (Bildmitte) auf der conhIT: „Ich bin ein überzeugter Anhänger der Digitalisierung im Gesundheitswesen.“

Grünes Licht in der neuen Legislaturperiode, begonnene Reformen weiterzuentwickeln und ihre Umsetzung konstruktiv zu begleiten? Es scheint so. Reformprojekte der letzten Bundesregierung wie die stärkere Qualitätsorientierung, die Förderung von interdisziplinären Versorgungszentren oder die Neuorganisation der Notfallversorgung bedürfen einer weiteren politischen Konkretisierung. Zudem müssen dringend neue Initiativen angestoßen werden, um seit langem bekannte Versorgungsprobleme zu lösen. Hierzu gehören neben Initiativen zur Bekämpfung des Fachkräftemangels in den Pflegeberufen besonders die dringend erforderliche Digitalisierung des Gesundheitswesens.

Als fester Bestandteil in den Arbeitsabläufen unterstützt IT jeden Tag Ärzte und medizinisches Fachpersonal bei ihrer Arbeit. IT bietet dabei neben den vielfältigen Möglichkeiten zur Digitalisierung bisher analoger Prozesse die große Chance, die Sektorengrenzen zu überwinden. Gemeinsam mit den Akteuren im Gesundheitswesen wollen die Messe-Akteure eine Brücke über die Sektorengrenzen hinweg bauen damit eine durchgängige, einrichtungsübergreifende Behandlung des Patienten und dessen aktive Einbindung in seine Therapie möglich wird.

Wissensplattformen für die Krankenhausverantwortlichen

Beim Wissenstransfer für und von den Healthcare-IT-Akteuren spielte auch diesmal der Kongress eine zentrale Rolle. Das hochkarätige Kongressprogramm als Wissensplattform der Health präsentierte 18 Sessions und damit ein breites Spektrum an Themen, von Fragen (und Antworten) der Interoperabilität und Telematikinfrastruktur über elektronische Patientenakte bis hin zu Blockchain und IT-Personalnot im Gesundheitswesen. Ergänzend zum Kongress standen auf den Networking-Flächen Podiumsdiskussionen, Präsentationen und Workshops auf dem Programm. Dabei ging es beispielsweise um Themen wie Big Data und Künstliche Intelligenz in der Therapie, Anforderungen der EU-Datenschutzgrundverordnung und das Potenzial von digitalen Diagnosen.
Der conhIT-Kongress wird vom Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V. in Kooperation mit den Branchenverbänden GMDS e. V. (Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie), BVMI e. V. (Berufsverband Medizinischer Informatiker) sowie unter inhaltlicher Mitwirkung von KH-IT e. V. (Bundesverband der Krankenhaus-IT-Leiterinnen/Leiter) und CIO-UK (Chief Information Officers – Universitätsklinika) gestaltet.

Wissensvermittlung mit Praxisnutzen bot auch die Akademie der conhIT. Bei der Themenwahl wurden bewusst Inhalte ausgewählt, die eine hohe Praxisrelevanz haben und sich mit rechtlichen Aspekten ebenso beschäftigen wie mit konkreten Programmier- und Softwareentwicklungsfragen. Im Fokus standen in diesem Jahr Themen zur Pflegeplanung und -dokumentation, zur EU-Datenschutzgrundverordnung, zu MDR und zu FHIR.
Zu den Dozenten der Akademie-Seminare zählten Wissenschaftler und Experten aus der Praxis. Beiratsvorsitzende waren Prof. Dr. Christian Johner, Institut für Informationstechnologien im Gesundheitswesen, und Cornelia Vosseler, Berufsverband Medizinischer Informatiker e. V. (BVMI), und Consulting - Coaching – Training.

conhIT betreibt Nachwuchsförderung


Ein Schwerpunkt der conhIT lag auf der Nachwuchsförderung. Die Healthcare IT-Branche ist auf qualifizierte Mitarbeiter angewiesen, um in einem dynamischen und gleichzeitig sensiblen Markt hochwertige Produkte entwickeln, anbieten und einsetzen zu können. Die conhIT wollte auch in diesem Jahr wieder möchte dazu beitragen, die Gesundheits IT-Industrie und Einrichtungen des Gesundheitswesens mit potentiellen Mitarbeitern zusammenzubringen. Hierfür war ein umfangreiches Programm für Studierende und Young-Professionals geboten. Dazu zählte der conhIT-Nachwuchspreis, der sich an Studierende in der Endphase ihres Studiums richtete. Ein Karriere-Guide enthielt wesentliche Informationen über diejenigen conhIT-Aussteller, die an einer Kontaktaufnahme durch Nachwuchskräfte interessiert sind. Damit knüpfte die conhIT an die Aktivitäten des Veranstalter, des Bundesverbands Gesundheits-IT – bvitg e. V. an, der sich für die Karriere- und Nachwuchsförderung in der Gesundheits-IT engagiert.

KH-IT und Krankenhaus-IT Journal als Meeting Point


Auch in diesem Jahr waren Antares Computer Verlag/Krankenhaus IT Journal wieder mit dem Bundesverband der KH-IT Leiterinnen/ Leiter e.V. (KH-IT) mit einem gemeinsamen Messestand auf rund 60 Quadratmetern vor Ort. IT-Verantwortliche hatten die Gelegenheit, sich über die Ziele des Bundesverbandes der deutschen IT-Leiter und dessen vielfältige Aktivitäten zu informieren. Die Mitglieder nutzten den gemeinsamen Messestand für Kontakte und intensive Fachgespräche. Experten wie Prof. Dr. Hans-Hermann Dirksen, Rechtsanwalt, Hochschullehrer, Liebenstein Law, oder Reimar Engelhardt, Leiter IT, Vorstand Bundesverband KH-IT e.V., beleuchteten in Interviews Brennpunkte der Healthcare-IT-Branche.



Chefredakteur-Interview mit Prof. Dr. Hans-Hermann Dirksen, Rechtsanwalt, Hochschullehrer, Liebenstein Law, Kanzlei für Wirtschaftsrecht: „Technologie nonstop – aber was ist mit den Rahmenbedingungen?“




v.li. Reimar Engelhardt, Leiter IT, Vorstand KH-IT und Günter Gartner, KH-IT: “Fachkräftemangel in der Krankenhaus-IT: Warum - und wie geht´s besser“


conhIT-Perspektiven

Die conhIT richtet sich an Entscheider in den IT-Abteilungen, im Management, der Medizin und Pflege sowie an Ärzte, Ärztenetze und Medizinische Versorgungszentren, die sich über die aktuellen Entwicklungen von IT im Gesundheitswesen informieren, Kontakte in der Branche knüpfen und sich auf hohem Niveau weiterbilden wollen. Die Messe bietet eine Vielzahl an Aktivitäten, innovative Health-IT-Lösungen, fachlichen Austausch und Vernetzung zwischen Unternehmen, Investoren und Ideengebern. Erstmalig gab es auf der conhIT auch eine eigene Sonderfläche für junge Unternehmen: Im Startup Café präsentierten sie dem Fachpublikum ihre Ideen zu Themen wie Künstliche Intelligenz, Blockchain und Virtual Reality.
Auf der Messe präsentierten in vier Hallen die Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen. Die Schweiz, Österreich, Finnland und Brüssel waren mit einem eigenen Pavillon vertreten. Aber auch viele weitere europäische Länder genauso wie die USA, Chile, China und Israel waren in diesem Jahr als Aussteller dabei.

Wer Informationen zur kommenden „conhIT“ (vom 9. bis 11. April 2019 in Berlin) sucht, könnte möglicherweise lange suchen. Wie zu hören ist, soll die Veranstaltung nämlich unter einem neuen Namen auftreten, der erweiterte Angebote und Inhalte widerspiegele. Das Rätselraten in der Branche um den neuen Namen wollen die Veranstalter voraussichtlich im Juni 2018 beenden.



Interviews auf der conhIT 2018



TV-Beitrag auf Youtube
Interview mit Prof. Dr. Christian Johner, Johner Institut GmbH, Konstanz, über Karrierewege und Qualifizierung von IT-Verantwortlichen in Krankenhäusern


Interview mit Torsten Valentin, CEO, SecuLution GmbH, über das IT-Sicherheitsverständnis von Verantwortlichen, den Schutz für Firmennetzwerke und die Rolle von Virenscannern



Interview mit Helene Lengler, Regional Managing Director DACH & BENELUX, InterSystems, über bessere Patientenversorgung, digitale Klinik- und Arztsysteme, Interoperabilität sowie auch Akzente für den Wandel in der Branche.
Interview mit Michael Brösdorf, Solutions Architect, InterSystems, über granulare Patientendaten für Patientenzentrierung und neue Gesundheitsangebote an der Medizinischen Hochschule Hannover.




TV-Beitrag auf Youtube
Interview mit Prof. Dr. Hans-Hermann Dirksen, Rechtsanwalt, Hochschullehrer, Liebenstein Law, Kanzlei für Wirtschaftsrecht, Frankfurt am Main, über Technologie Nonstop und fehlende juristische Rahmengestaltung von Unternehmen.



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Interview mit Reimar Engelhardt, Leiter IT, Vorstand Bundesverband KH-IT e.V., über Mangel an und Chancen für IT-Fachleute im Krankenhauswesen



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Interview mit Volker Lang, Siemens Healthcare GmbH, Partner Manager, über digitale Lösungen und Services von Siemens Healthineers

Interviews auf dem Schweizer Gemeinschaftsstand


TV-Beitrag auf Youtube
Interviewpartner:
Claudio Badertscher Qnnect Solutions AG, Business Development Manager Healthcare, Zürich, über mobile Helfer für Ärzte und Pflegende.


Interview mit Peter Summermatter, CEO, the i-engineers AG, Zürich, über zentrale Themen des Messeauftritts und Eindrücke von der conhIT in Berlin.

Interview mit Silvio Frey, Post CH AG, ‎Head of Digital Health Management - ‎Transport und Logistik, über E-Health-Lösungen für ein modernes, effizientes und zukunftsgerichtetes Schweizer Gesundheitswesen.


Interview mit Heidi Schmieding, offizielle Vertretung der Messe Berlin für die Schweiz und Liechtenstein, Fair Team Schmieding & Co., Basel, über Schweizer Impulse auf der conhIT 2018.


von Wolf-Dietrich Lorenz

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