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Veröffentlicht: 04.10.2018


Jubiläum: 50 Jahre Elektronische

Patientenakte (EPA)

Vor 50 Jahren entstand die Grundlage für die Elektronische Patientenakte am Ev. Krankenhaus Bethesda in Duisburg. Ab 1.1.1968 wurde die erste Patientenakte dieser Art in Routine genutzt. Zur Datenerfassung diente das 'Datenerfassungs- und Speicherungs-Programm (DUSP)', Ergebnis der Dokumentation aller Patientendaten und Befunde nach strenger Datenkontrolle war der 'programmierte Arztbrief'. Am 27. September fand eine Jubiläumsfeier in Duisburg statt.


Die Jubiläumsgäste: (v.li.) Elke Giere, Ingrid Kreide-Michels und Ehemann, Prof. Dr. Wolfgang Giere, Heidemarie Labouvie und Ehemann, Frau Dr. Schmidt (und Tochter, im Bild rechts), Prof. Dr. Bernd Beier.

Maßgeblich beteiligt an dieser bahnbrechenden Entwicklung war Prof. em. Dr. med. Wolfgang Giere. Vor 50 Jahren, im Jahr 1968, machte er Schlagzeilen als er im Bethesda Krankenhaus in Duisburg den ersten "programmierten Arztbrief" entwickelte. Dies erfolgte auf einem IBM-360/30 mit dem Medium von Lochstreifen. Das war die Zeit, als Computer noch ganze Hallen füllten.


Ev. Krankenhaus BETHESDA zu Duisburg

Dabei handelte es sich um einen Dokumentationsprozess, bei dem aus allen gespeicherten Patientendaten der zugehörige Arztbrief vollautomatisch generiert wurde. Auf der Platte (IBM 2314) des Computers (IBM 360/30) waren pro Patient der Schilddrüsen-Ambulanz des ev. Krankenhauses zu Duisburg die folgenden Daten gespeichert:

  • Patientenidentifikation mit Namen, Adresse, Versicherung usw. (Inhalt der RENA-Adressette)
  • Anamnese, vom Patienten ausgefüllt, vom Arzt validiert und nötigenfalls ergänzt
  • Ärztlicher Untersuchungsbefund (status praesens) vom Erhebungsbogen
  • Laborbefunde (von Erhebungsbogen mit Papierstreifen der Messgeräte)
  • Ärztliche Szintigramm-Beurteilung (Erhebungsbogen)
  • Diagnose und Therapievorschlag (Protokoll des Schlussgespräches, ärztlicher Erhebungsbogen)

Alle teils kodierten, teils klartextlichen Daten wurden auf Lochstreifen erfasst und in die EDV-Anlage eingelesen. Wenn der Datensatz vollständig war, erfolgte vollautomatisch die Dekodierung und Erstellung des Arztbriefes, als wäre er diktiert. Der Arzt musste unterschreiben, falls der Text keine Fehlerhinweise enthielt oder sonst Fehler korrigieren. Die Daten blieben gespeichert.

Man kann also sagen, dass es es sich um eine echte elektronische Patientenakte handelte. Vor genau 50 Jahren, im Jahr 1968, ging diese in Routine.


Prof. em. Dr. med. Giere (links) lässt die Vergangenheit lebendig werden. Ingrid Kreide-Michels (Mitte) und Heidemarie Labouvie fühlen sich 50 Jahre in der Zeit zurückversetzt.

Dieses Jubiläum wurde am 27. September an der "Geburtstätte" der EPA, im Ev. Bethesda Krankenhaus, gefeiert. Prof. em. Dr. med. Wolfgang Giere war es gelungen, einige Akteure dieser ersten Stunde ausfindig zu machen und zu einer kleinen Feier einzuladen. Zu den Gästen zählten Frau Heidemarie Labouvie, geb. Wens, damals Sekretärin sowie Frau Ingrid Kreide-Michels, geb. Staats, damals erste Laborchefin. Auch die Witwe des damaligen Chefs der Nuklearmedizin, H.A.E. Schmidt, konnte viele Anekdoten beitragen.


Bei Sekt und Cannapees wird die Entwicklung der EPA diskutiert

Eine Führung durch die hochmoderne nuklearmedizinische Abteilung des Krankenhauses führte den Anwesenden die enorme Entwicklung auf diesem Gebiet vor Augen.


Eigens für die Jubiläumsfeier in Auftrag gegebener "süßer" Orden

Einen besonderen Dank erteilte Prof. em. Dr. med. Giere an die Firma DMI, insbesondere Herrn Schmelter, der diese Jubiläumsfeier gesponsort hatte.

Ein Pioneer der Health-IT:
Prof. em. Dr. med. Wolfgang Giere

Seine ganz persönlichen Eindrücke der Jubiläumsfeierlichkeiten schildert Prof. Dr. Giere hier.

Gründliche Informationen sind auf seiner Seite www.BAIK.de zusammengestellt.

Ein ausführlicher Bericht über „50 Jahre EPA“ folgt in Ausgabe 6/2018 des Krankenhaus-IT Journals, einer großen Jubiläumsausgabe.

von Dagmar Finlayson

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