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Veröffentlicht: 05.03.2019


Ideen gegen den Mangel bei IT-Personal und IT-Organisation

KH-IT-Frühjahrstagung 2019 hebt Potential für das Krankenhaus-IT-Team

Die digitale Zukunft bringt hochkomplexe Anforderung für Personal und Organisation der IT. Kliniken stehen in harter Konkurrenz zu Branchen, die Profis für ihr IT-Kerngeschäft mit satten Gehältern locken. Was kann der Krankenhaus-IT-Verantwortliche tun? Profunde Orientierung bietet die Frühjahrstagung des Bundesverbandes der Krankenhaus IT-Leiterinnen/Leiter e.V. (KH-IT) am 8. und 9. Mai 2019 in Dortmund. Durch den Austausch von Ideen von der Praxis für die Praxis können die Teilnehmer voneinander profitieren – Krankenhäuser, Bildungseinrichtungen, Industrie und Berater. Einen Eindruck gibt Horst-Dieter Beha zusammen mit den Programmgestaltern aus dem KH-IT-Vorstand.


Horst-Dieter Beha

Welches ist der Anlass für das Motto „IT-Personal im Krankenhaus“ der Frühjahrstagung 2019?

Horst-Dieter Beha: IT-Personal und IT-Organisation sind nicht zum ersten Mal Themen auf KH-IT-Tagungen, und das aus gutem Grund. Zum einen schlicht deswegen, weil es zu den absoluten Kernaufgaben des Krankenhaus-IT-Leiters gehört, das geeignete Personal zu requirieren, zu motivieren und effizient einzusetzen und seine Abteilung organisatorisch so aufzustellen, dass sie bestmöglich Dienstleistungen erbringen kann. Zum anderen finden gerade die Suche und der Einsatz von IT-Personen im Krankenhausumfeld traditionell in sehr schwierigem Rahmen statt. Das liegt vor allem daran, dass die Kernkompetenz eines Krankenhauses nun einmal nicht in der Erbringung von IT-Dienstleistungen besteht, es andererseits strukturbedingt aber hochkomplexe Anforderung an die IT hat. So steht das Krankenhaus einerseits in Konkurrenz zu Unternehmen, die als Kerngeschäft IT anbieten und das Personal auch entsprechend einsetzen und entlohnen kann. Andererseits kann das Haus sich aus seiner eigenen Finanzierung heraus eigentlich kaum hochqualifizierte IT-Spezialisten leisten aber ohne solche seine IT-Anforderungen nicht effizient erbringen kann.

Der IT-Manager speziell ist hier in der Zwickmühle, aus wenig viel zu machen. Da ist es sehr hilfreich, Ideen gegenseitig auszutauschen und auch Beratern, Branchenfremden und Personalfachleuten in die Diskussion mit einzubringen. Genau dazu möchte unsere Tagung einen Beitrag leisten.

Gerade was die IT-Organisation angeht, sind die allerorten stattfindenden Krankenhausfusionen und Gründungen von Verbünden eine große Herausforderung, die oft in ihrer organisatorischen und personellen Tragweite unterschätzt werden. Praxisberichte dazu werden ebenfalls im Vortragsprogramm der Tagung zu finden sein.

Was führt die "Frust-Tabelle" der IT-Verantwortlichen beim Thema IT-Personal an?

Horst-Dieter Beha: Die Konkurrenzsituation zwischen Krankenhaus und IT-Industrie spielt hier sicherlich eine ganz große Rolle. Arbeitsplätze müssen entsprechend attraktiv gestaltet werden, um potentiellen Kandidaten die Mitarbeit in einem Krankenhaus-IT-Team schmackhaft zu machen. Außer den dafür notwendigen Gehältern sind das auch Fortbildungsmaßnahmen, die aufgrund knapper Finanzen der Häuser regelmäßig erst erkämpft werden müssen. Auch hier wieder: Kerngeschäft des Krankenhauses ist die Behandlung der Patienten; das ärztliche und pflegerische Personal muss schon von Gesetzes wegen weitergebildet werden. Da versucht man dann, in anderen Bereichen zu sparen. Weil IT-Fachleute auf dem Markt sehr gesucht sind, droht jederzeit der Verlust qualifizierter Kollegen an die Unternehmen mit besseren Rahmenbedingungen. Im Zuge dessen ist die Organisation der IT-Abteilung im Krankenhaus ständigen Veränderungen unterworfen. Was kann man noch selbst erbringen? Was muss man fremdvergeben? In unserem Zusammenhang auch vor allem: Wie kann man qualifiziertes Personal halten, ohne gleichzeitig das Gefühl vermitteln zu müssen, dass die wirklich spannenden und herausfordernden Projekte sowieso von extern gemacht werden und die eigenen Fachleute nur noch Handlanger sind? Diesen Teufelskreis muss man irgendwie durchbrechen, indem man beispielsweise selbst sein Personal ausbildet oder der Geschäftsleitung die Notwendigkeit von größeren IT-Budgets nahebringt. Auch innovative Konzepte bei der Personalakquise unter Einbezug der neuen Medien oder Kooperationen mit externen Ausbildungseinrichtungen können hier weiterhelfen. Es sind manchmal auch einfach geschickt eingesetzte Methoden und Instrumente in der Personalführung, die Wunder bewirken. Gerade bei der Generation Y, die jetzt in die Arbeitsmärkte drängt, kommt es nicht mehr nur auf Geld und Status an, sondern stehen andere Aspekte wie eine gesunde Work-Life-Balance mehr im Vordergrund. Hier ist noch ein großes Potential auszuschöpfen.

Welches Ziel will die Frühjahrstagung erreichen?

Horst-Dieter Beha: Letztlich geht es, wie eigentlich bei allen unseren Tagungen, darum, aus der Praxis für die Praxis ein möglichst breites Spektrum an Rednern mit Ideen zu Wort kommen zu lassen, zu diskutieren und sich auszutauschen, um ganz konkret für das tägliche Geschäft Impulse mit nach Hause nehmen zu können. Bei stark restriktiven Rahmenbedingungen hilft oft der Austausch von Ideen weiter, so dass einer vom anderen profitieren kann. Immer wollen wir durch unsere Tagungen Menschen zusammenbringen, um die neuesten Entwicklungen und Trends zu erkennen, auf fachlich hohem Niveau zu diskutieren und so am Puls der Zeit führend die Zukunft mit gestalten zu helfen. Das geht am besten mit der sogenannten „Schwarmintelligenz“, denn fertige Lösungen zu so hochkomplexen Themen wie denen der IT-Organisation hat niemand fertig in der Schublade. Gemeinsam können wir dem aber einen Schritt näher kommen.

Wer ist vor allem die Zielgruppe?

Horst-Dieter Beha: Primär steht bei uns immer der IT-Verantwortliche im Fokus, denn das ist unsere eigentliche Klientel, die den Verband primär ausmacht. Aber das Umfeld ist genauso wichtig. Ohne die Hochschulen als Bildungseinrichtungen und Kooperationspartner, sowie die Lieferanten aus der Industrie, Beratern und Dienstleistern kann die Krankenhaus-IT ihr Geschäft nicht erbringen. Man sagt oft, dass die Welt der Health-IT sehr klein ist und man immer dieselben Menschen trifft. So gesehen sind letztlich alle aufeinander angewiesen, damit das Gesamtsystem am Laufen bleibt. Jeder kann so von der Frühjahrstagung 2019 des KH-IT auf seine Weise profitieren.

www.kh-it.de

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Podiumsdiskussion

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Ausblick auf die Herbsttagung 2019 im Universitätsklinikum Erlangen
Andreas Lockau, KH-IT Vorstand, Schatzmeister
Dietmar Zielinski, KH-IT Mitglied

Kontakt zu den Machern aus dem KH-IT-Vorstand

Die Tagungsagenda gestalten Klemens Behl (behl@kh-it.de), Jens Schulze (schulze@kh-it.de) und Horst-Dieter Beha (beha@kh-it.de). Günter Gartner zeichnet für die Tagungsorganisation verantwortlich (gartner@kh-it.de).



Klemens Behl
behl@kh-it.de





Jens Schulze
schulze@kh-it.de



Horst-Dieter Beha
beha@kh-it.de




Günter Gartner
gartner@kh-it.de

von Wolf-Dietrich Lorenz

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