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Veröffentlicht: 08.11.2019


Cyberangriffe auf Krankenhäuser:
Der Bundesverband Krankenhaus-IT e.V.
probt zusammen mit dem Landeskriminalamt
Baden-Württemberg den Ernstfall

Es klingt bedrohlich: Ein Krankenhaus ist Ziel eines Cyberangriffs. Es bedarf nicht viel Phantasie, welche verheerenden Folgen die Sabotage der IT-Infrastruktur in einer solchen Einrichtung haben kann.

Führungskräfte und IT-Verantwortliche müssen auf eine solche Lage vorbereitet sein und im Ernstfall die richtigen Entscheidungen treffen. Aus diesem Grund übte das Landeskriminalamt Baden-Württemberg am 7. November 2019 mit diesem Personenkreis einen solchen Cyberangriff.
Seit dem Vormittag waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Übung in Wiesloch Opfer einer Cybererpressung. Nachdem der Erpresser anfangs mit der Verschlüsselung der Krankenhaus-IT gedroht hatte, machte er diese Drohung wahr.
Situation: Die Verantwortlichen im Krankenhaus lesen die Erpressermail zu spät und versäumen es, die geforderte Summe in digitaler Währung zu überweisen. Die Folgen sind dramatisch. Die Situation droht zu eskalieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Szenarien-Übung stehen unter hohem Druck. Sie müssen in immer kürzeren Zeiträumen Entscheidungen treffen und haben somit die Fortschreibung des Szenarios in der (eigenen) Hand. Diese Übungslage ist nicht aus der Luft gegriffen.
Seit Jahren finden regelmäßig Cyberangriffe gegen Kliniken statt.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen bei solchen Übungen, wie sie mit Drucksituationen umgehen und vor allem, wie sie sich auf diese Angriffe vorbereiten müssen. Die Erfahrung zeigt: Unternehmen, die solche Szenarien üben, können die Schäden einer Cyberattacke in Grenzen halten. Im Zuge von Präventionsmaßnahmen führt die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime des
Landeskriminalamtes Baden-Württemberg regelmäßig ganztägige Übungen mit Firmen der kritischen Infrastruktur durch.

Zentrale Ansprechstelle Cybercrime

Beim Landeskriminalamt Baden-Württemberg steht die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) rund um die Uhr als kompetenter Ansprechpartner für Wirtschaftsunternehmen, Behörden und Institutionen bereit. Eine Taskforce in der Expertinnen und Experten aus allen Spezialisierungsbereichen der Abteilung Cybercrime und Digitale Spuren des LKA BW vertreten sind, steht bei Cyberangriffen zu Verfügung. Befugnisse, die nur Ermittlungsbehörden vorbehalten sind und die Unterstützung bei der Bewältigung von Angriffen sind die wesentlichen Vorteile für Unternehmen bei einer Einbindung der polizeilichen Experten. Aber auch die Schaffung von Awareness im
Bereich der Cybersecurity sowie die präventive Analyse der Cyberlage sind Kernaufgaben
der ZAC.

Hotline der ZAC: T +49 711 5401-2444
cybercrime@polizei.bwl.de
Ansprechpartner:
Marc Eggert
Telefon: 0711-5401-3012
Pressestelle
Landeskriminalamt Baden-Württemberg


"Der KH-IT-Leiterverband hat immer wieder auf die Gefahren durch Cyber-Attacken hingewiesen - asbolute Sicherheit gibt es nicht. Es ist nicht die Frage, ob man erwischt wird,sondern eher die Frage, wann es einen trifft. Im Rahmen dieser Übung wurde genau solch ein erfolgreicher Angriff simuliert und getestet, wie das Krankenhaus damit umgeht", sagt Jürgen Flemming, Pressereferent des KH-IT e.V.

Der Bundesverband hofft, dass diese Übung auch als Anregung für andere Häuser und die LKA's anderer Bundesländer verstanden wird, ähnliche Übungen durchzuführen und daraus zu lernen.

Der Bundesverband der Krankenhaus-IT-Leiterinnen/Leiter e.V. (KH-IT) ist der führende Berufsverband der Krankenhaus-IT-Führungskräfte. Der KH-IT steht allen leitenden und/oder verantwortlichen Mitarbeitern der Krankenhaus-IT offen.
Quelle: Pressestelle LKA BW

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