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Veröffentlicht: 12.02.2020


Digitalisierung – mit Standards zur Interoperabilität

KH-IT-Frühjahrstagung 2020: Wo die digitale Reise hingeht

Die digitale Zukunft bringt hochkomplexe Anforderung für die IT. Stand und Perspektiven von Healthcare-IT sind daher Schwerpunkte der Frühjahrstagung 2020 des Bundesverbandes der Krankenhaus- IT-Leiterinnen/Leiter e.V. KH-IT. Es findet beim Gastgeber Deutsches Krebsforschungszentrum DKFZ Heidelberg am 18. und 19.3.2020 statt. Die Agenda trägt das Motto „Digitalisierung – mit Standards zur Interoperabilität“. Sie will darüber zukunftweisende Antworten geben. Durch den Austausch von Ideen von der Praxis für die Praxis können die Teilnehmer voneinander profitieren – Krankenhäuser, Bildungseinrichtungen, Industrie und Berater.

Mit der Anbindung der Krankenhäuser an die Telematikinfrastruktur (TI) rücken grundsätzliche Fragen in den Fokus. Agendaverantwortlicher Prof. Dr. Martin Staemmler greift Kernpunkte dazu auf, die Experten auf der KH-IT-Frühjahrstagung beantworten wollen: „Welche Daten sollen wie mit wem ausgetauscht werden? Welche Standards kommen zum Einsatz? Wie soll die Integration ins KIS erfolgen? Welche Mehrwerte können das Krankenhaus und seine Mitarbeiter erwarten? Welche Meherwerte gibt es für den Patienten? Wo liegen die Herausforderungen, die es zu klären gilt?“

Hochkomplexe Anforderungen an die IT

Die Frist bis zum 31.12.2020 zur Anbindung der Kliniken an die Telematikinfrastruktur TI steht zwar fest, doch noch sind in den Häusern viele Fragen offen: Wie ist die Verbindung zwischen Praxis oder Krankenhaus und Telematikinfrastruktur konkret umzusetzen, welche Prozessveränderungen ergeben sich und wie ist die Nutzung in der Routine künftig zu begleiten? „Nach wie vor ist unklar, ob es den in der Vereinbarung zur Kostenerstattung vorgesehenen Rechenzentrumskonnektor geben wird“, meint Agendaverantwortlicher Reimar Engelhardt. „Welche geeigneten Lösungsalternativen sind aktuell und werden absehbar die Kliniken verfügbar sein?“

Die digitale Zukunft stellt an die IT hochkomplexe Anforderung. Prof. Staemmler verweist auf Datenaustausch und elektronische Akten. „Sie erfordern standardkonforme Schnittstellen und Interoperabilität auf technischer, syntaktischer und semantischer Ebene.“ Wie dazu ein Plattformansatz z.B. auf Basis von IHE-Profilen beitragen, welche Rolle der von HL7 erarbeitete Standard HIR in diesem Kontext und bei der Weiternutzung von Daten einnehmen kann, stellen Experten in Heidelberg vor. Eine Wissenslücke: „Wie werden und sollen Inhalte semantisch ausgezeichnet werden?“ Erfahrungen aus anderen Ländern wie Österreich geben Impulse mit der ELGA in Bezug auf Digitalisierung und Vernetzung.

Erfahrungen teilen – und Chancen nutzen

Diese und weitere Themen werden auf der Tagung umfassend vorgestellt und in Bezug auf Erfahrungen und Chancen diskutiert. Die Programmgestalter bringen als zusätzliches Kernthema die Veränderungen im Krankenhausinformationssystem-Markt (KIS) auf die Agenda. Sie führen zu Fragen wie: Wird es künftig neue Player am Markt geben? Besteht die Chance auf ein modulares KIS mit modernen Technologien?

Die Tagung runden Verbandsinformationen zu aktuellen Themen, u. a. Erfahrungen aus den ersten KRITIS-Prüfungen, TI-Gesetzgebung und Datenschutz ab (Werner Bachmann, Lars Forchheim, Thorsten Schütz). Ebenfalls steht die jährliche Mitgliederversammlung auf dem Programm.

www.kh-it.de

Anmeldung: www.kh-it.de/tagungen.html


Prof. Dr. Martin Staemmler


Reimar Engelhardt


Günter Gartner

Die Agendaverantwortlichen sind Mitglieder aus dem KH-IT-Vorstand: Prof. Dr. Martin Staemmler (Wissenschaftlicher Beirat) (staemmler@kh-it.de) und Reimar Engelhardt (Stellvertretender Vorsitzender) (engelhardt@kh-it.de). Günter Gartner aus der KH-IT-Geschäftsstelle zeichnet für die Tagungsorganisation verantwortlich (gartner@kh-it.de).

Aus der Praxis für die Praxis

Der Bundesverband veranstaltet jährlich zwei Tagungen für seine Mitglieder, eine Frühjahrstagung und eine Herbsttagung im September. Das Motto der Konzepte, Projekte und Lösungen lautet dabei: Aus der Praxis für die Praxis. Ausgewählte Industrieaussteller haben dabei die Gelegenheit, sie zum Wissenstransfer für Anwender zu begleiten. Zweck des Bundesverbandes ist, den Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedern zu fördern, die Informationssammlung, die Interessenvertretung und die Empfehlungen für das Gebiet der Informationsverarbeitung im Krankenhaus zu erarbeiten.

Themen und Referenten

Eröffnung, Begrüßung und Einführung in das Tagungsthema

Horst-Dieter Beha, Vorsitzender KH-IT e.V., Reimar Engelhardt, stv. Vorsitzender KH-IT e.V., Prof. Dr. Martin Staemmler, Beirat KH-IT e.V.

Zukunft KIS: von Dokumentensilos zu Plattformen für strukturierte Datennutzung

Dr. med. Peter Gocke, Chief Digital Officer (CDO), Leiter Stabsstelle “Digitale Transformation”, Charité Universitätsmedizin Berlin

Interoperabilität gestalten

Prof. Dr. Martin Staemmler, Medizininformatik, Hochschule Stralsund

HL7® FHIR® in Deutschland: Wer nutzt es, wem nutzt es?

Simone Heckmann, Leiterin des TC für FHIR HL7 Deutschland e. V., CEO Gefyra GmbH

Neue Wege für den Datenaustausch mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung

Esther Amenda-Zweiböhmer, Leitung Elektronischer Datenaustausch, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V.

ICD - neue Klassifikationen sowie deren terminologische Basis

Angelika Händel, Vorstandsmitglied DVMD

Digitalisierung am Universitätsklinikum Heidelberg - Infrastruktur, Patientenakte, Vernetzung, Forschungsunterstützung

Oliver Reinhard, Leiter ZIM, Dr. Oliver Heinze, Komm. Direktor Abteilung MIS

Das Digitale Gesundheitsnetzwerk der AOK

Michael Noll, Projektleiter DiGeN, AOK Baden-Württemberg

Die elektronische Patientenakte nach §291a SGB V: Konzept, Demo und Einbindung im Krankenhausumfeld

Charly Bunar, Produktmanagement, gematik GmbH

Erfahrungen aus ELGA Projekten - Interoperabilität bedeutet proaktives Mitgestalten und Umdenken in Prozessen

Rainer Lindemaier, Aachener Medizin Systemberatung GmbH

Skalierbarer IT-Service für das KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation KfH: TI-Anschluss von 220 Dialysezentren und Praxen

Martin Overath, Geschäftsleitung Medizinischer Arbeitsplatz, Knowledgepark GmbH

Die CGM-eHealth-Konnektorfarm – ein Praxisbericht

Referent N.N.

Podiumsdiskussion „Quo vadis Akten?“

Moderation: Wolf-Dietrich Lorenz, Chefredaktion, Krankenhaus IT-Journal

Ausblick auf die Herbsttagung 2020

Prof. Dr. Anke Simon, Lars Forchheim, KH-IT e.V.

Veranstaltungsort:

Deutsches Krebsforschungszentrum, Kommunikationszentrum Hörsaal / Foyer

Im Neuenheimer Feld 280

69120 Heidelberg


von Wolf-Dietrich-Lorenz

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