Video Tipp
NEUERSCHEINUNG
Druckfrisch erschienen -
jetzt sofort bestellen
Aktuelle News
Weitere News
Vor-Ort-Reportagen
Service
RSS-Feed Aktuelle News
Multimedia
 
  








Veröffentlicht: 11.02.2020


Coronavirus – Darum ist verlässliche
Notfallkommunikation so entscheidend


Ein Erreger hält die Welt in Atem: Tagtäglich erreichen uns Neuigkeiten über den Ausbruch des Coronavirus, das in China seinen Ursprung hatte und sich zu einer Bedrohung der öffentlichen Gesundheit mit globalem Ausmaß entwickelt hat. Während gemäß dem Stand vom 10. Februar 2020 vierzehn Krankheitsfälle in Deutschland diagnostiziert sind, wird der Höhepunkt in China erst noch erwartet. In dieser Situation richtet sich die öffentliche Aufmerksamkeit auch auf die Notfallkommunikation – sowohl auf lokaler als auch auf globaler Ebene.


Viele von uns erinnern sich an die Bilder anlässlich des Ausbruchs von SARS im Jahr 2002, die Hunderte von maskierten Menschen zeigten. Aktuell berichten die Medien weltweit über einen neuen Virusstamm, das Coronavirus, vermutlich ein verwandter Erreger von SARS. Derweil besteht nunmehr Gewissheit, dass der neue Virus in China schon jetzt mehr Menschenleben gefordert hat als die SARS-Pandemie vor 17 Jahren. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist das neue Coronavirus, das ebenfalls ursprünglich durch Tiere auf den Menschen übertragen wurde, auf einem Markt in der chinesischen Stadt Wuhan entstanden. Noch keine zwei Monate nach der ersten Identifizierung des Virus ist die Epidemie eskaliert.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels sind Berichten zufolge mehr als 40.100 Menschen infiziert worden und mehr als 910 Menschen an dem Virus gestorben. In China hat sich das Virus von Wuhan über Peking, Shanghai, Macao und Hongkong ausgebreitet. Auf internationaler Ebene wurden Fälle in Deutschland, den USA, Mexiko, Südkorea, Thailand, Vietnam, Singapur, den Philippinen, Saudi-Arabien, Taiwan und Japan gemeldet.

In Krisenzeiten die richtige Kommunikationsstrategie finden

Zurzeit machen in Wuhan und auf der ganzen Welt verschiedene Organisationen mobil, um die Krise einzudämmen – von lokalen Rettungsdiensten bis hin zu Staatsregierungen und Seuchenkontrollexperten. Wuhan steht unter Quarantäne, niemand darf die Stadt betreten oder verlassen, und Hongkong hat seine Grenzen zum chinesischen Festland geschlossen, um die Ausbreitung zu stoppen. Millionen von Menschen sind von der Krise betroffen.

In einer Situation wie dieser können sich die Dinge von einem Augenblick zum nächsten entscheidend verändern. Angesichts von Gerüchten in den sozialen Medien, überlasteten Mobilfunknetzen und allgemeiner Verwirrung in einem Informationsvakuum kann es für Beamte eine monumentale Herausforderung sein, wenn die Bevölkerung in Panik gerät. Allerdings erweist es sich als enorme Herausforderung, eine Koordination zustande zu bringen zwischen Tausenden von Interessengruppen und Millionen von Menschen, die eine klare Echtzeit-Kommunikation über unterschiediche Kanäle und Sprachen erfordert. Konkret steht die Frage im Raum, wie Regierungen, Behörden, Gemeinderäte und private Organisationen die richtige Zielgruppe effektiv erreichen können. Die Antwort: Mithilfe gut konzipierter Krisenkommunikation der nächsten Generation.

Mit Notfallplänen einem Ausbruch begegnen

Seuchenausbrüche erfordern eine andere Art der Reaktion als Notlagen wie Überschwemmungen, Brände oder Terroranschläge. In einem solchen Notfall müssen Menschen so schnell wie möglich aus der Gefahr entfernt werden, und die aktive Bedrohung muss an einem bestimmten Ort eingedämmt werden. Bei einer Epidemie oder Pandemie hingegen müssen die betroffenen Personen so schnell wie möglich identifiziert und dann von der allgemeinen Bevölkerung isoliert werden. Diejenigen, die noch nicht betroffen sind, müssen wissen, wann und wo sie sich testen lassen und wen sie um weitere Informationen bitten können – und zwar auf Basis klarer Strukturen und Richtlinien.

Wenn die richtigen Informationen vorliegen und an die zuständigen Stellen verteilt werden können, bedeutet dies, dass kleine Gebiete abgeriegelt oder mithilfe gezielter Maßnahmen in den Fokus gerückt werden können, anstatt dass große Gebiete unnötig evakuiert und enorme Störungen und wirtschaftliche Auswirkungen in Kauf genommen werden müssen. Auch Netzwerke von Menschen, die mit erkrankten Personen in Kontakt stehen, können leichter lokalisiert und eingegrenzt werden. Je enger die Netze geografisch gespannt sind, desto schneller kann der Ausbruch verlangsamt und eingedämmt werden.

Selbst die besten Pläne gehen manchmal schief

Ausbrüche ansteckender Krankheiten erfordern sowohl einen begrenzten geographischen Fokus als auch international ausgerichtete Programme zur Eindämmung. So bedeutete beispielsweise die lokale Quarantäne von drei großen Städten in China, dass alle ausgehenden Flüge, Züge, U-Bahnen und Fähren gestoppt werden mussten. Systeme zur Notfallbenachrichtigung, die auf die Kontrolle von Epidemien abzielen, sollten über möglichst viele Netzwerke, Medien und Geräte operieren können, die von verschiedenen Behörden, Ersthelfern und Gesundheitsexperten verwendet werden. Der Grund: Kritische Kommunikationsmanagementsysteme müssen in zwei Richtungen kommunizieren können, damit leichter herausgefunden werden kann, wer Hilfe braucht. Darüber hinaus gilt es, die Koordination von Personen zu erleichtern, die helfen können.

Ein weiterer Bereich, in dem die Seuchenbekämpfung einen wirksamen Ansatz erfordert, ist die Verbreitung von Informationen an die Öffentlichkeit. Krankheiten haben das Potenzial, eine tief sitzende Form von Angst zu schüren. Es ist wichtig, die Bürger von einer vertrauenswürdigen Quelle aus zu alarmieren und regelmäßig zu informieren. Der Einsatz multimodaler Technologien, mit denen sich eine Nachricht umgehend an ein Telefon, ein Laptop, einen Lautsprecher, digitales Fernsehen, soziale Medien oder ein anderes angeschlossenes Gerät senden lässt, ist entscheidend. Ein solches Konzept bietet eine wertvolle Basis, um die Massen zu erreichen, anstatt sich auf eine einzige Technologie wie SMS oder Textnachrichten zu verlassen.

Im Falle eines Ausbruchs können Verantwortliche vor Ort auch eine vernetzte Krisensoftware verwenden, um zu ermitteln, wer sich während eines bestimmten Zeitfensters in einem Gebiet mit hoher Infektionsrate befand. Daran anknüpfend besteht die Möglichkeit, diese Bürger direkt zu informieren, dass sie möglicherweise einem Ansteckungsrisiko ausgesetzt waren und in bestimmte Krankenhäuser gehen müssen. Genauso wichtig ist es, eine Authentifizierung und Verschlüsselung zu verwenden, um die gesamte Kommunikation zu sichern und die staatlichen Sicherheits- und Datenschutzbestimmungen einzuhalten. Eine sorgfältige Kontrolle der Informationen zwischen den Personen, die mit der Kommunikation betraut sind, und den Beamten des öffentlichen Gesundheitswesens ist unerlässlich. Diese Inhalte müssen sorgfältig gesichert werden, damit nur vollständig autorisierte Mitteilungen aus bekannten, zuverlässigen Quellen an die Medien und die Öffentlichkeit weitergegeben werden.

Mit dem Unerwarteten rechnen und Menschen in Sicherheit bringen

Die Regeln für die Notfallvorsorge müssen neu geschrieben werden. Dabei sind neue Vorschriften und Technologien der nächsten Generation sowie eine sich verändernde Bedrohungslage unbedingt zu berücksichtigen. Regierungen und private Organisationen sollten jederzeit auf das Unerwartete vorbereitet sein – egal ob es sich nun um einen Cyberangriff, eine Krankheit oder eine Naturkatastrophe handelt. Die jüngste Epidemie in China erinnert uns einmal mehr daran, wie wichtig es ist, in Echtzeit reagieren, informieren, kommunizieren und reagieren zu können, um eine kritische Situation einzudämmen oder schnelle Maßnahmen zu ergreifen, die Leben retten. Städte und Regierungen auf der ganzen Welt ebenso wie jede Organisation mit einer Fürsorgepflicht sollten die jüngsten Bedrohungen der öffentlichen Sicherheit als Weckruf betrachten. Denn sie geben Anlass, einen genauen Blick auf die kritischen Kommunikationssysteme und -prozesse zu werfen, die erforderlich sind, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten.

Autor: Pete Frasco, Senior Manager, Global Sales Engineering bei BlackBerry

Drucker geeignete Seite Sende diesen Artikel einem Freund


Aktuelle Ausgabe


Diese Webseite verwendet Cookies. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.