Info - Mediadaten
Testimonials
Service

Spitalverbund St. Gallen ICW

 


Spitalverbund des Kantons St. Gallen
MPI stellt Weichen für Vernetzung über Kantonsgrenzen hinweg
Hansjörg Looser, Leiter e-Health Gesundheitsdepartments des Kantons St. Gallen


Spitalverbunde des Kantons St. Gallen – Vorreiter bei eHealth-AnwendungenMPI stellt Weichen für Vernetzung über Kantonsgrenzen hinweg

Die Spitalverbunde des Kantons St. Gallen betreiben seit Mitte 2009 erfolgreich den Master Patient Index (MPI) des eHealth-Spezialisten InterComponentWare AG (ICW) zur Institutionen übergreifenden eindeutigen Patientenidentifizierung. Der auf IHE-Profilen basierende MPI ist die notwendige Basis-Infrastrukturkomponente für eine eindeutige Patientenidentifikation und den Austausch medizinischer Daten zwischen stationären und ambulanten Einrichtungen. Er ist wesentlicher Bestandteil der Schweizer eHealth-Strategie.

Zu den Spitalverbunden des Kantons St. Gallen zählen zehn Häuser, darunter das Kantonsspital St. Gallen als eins der größten Häuser der Schweiz mit ca. 900 Betten und ca. 3.000 Angestellten. Die Spitalverbunde sichern die Versorgung und Betreuung von ca. 500.000 Patienten und ca. 300.000 stationären und ambulanten Fällen jährlich in der Ostschweiz. Initiator und Finanzgeber dieses groß angelegten eHealth-Projekts ist das Gesundheitsdepartement des Kantons St. Gallen. Ziel ist es, auf Basis des MPI die kantonsweite Vernetzung der Klinikinformationssysteme voranzutreiben, so dass bis Ende 2011 alle Behandelnden über ein einrichtungsübergreifendes elektronisches Patientendossier (virtuelle Patientenakte) Zugriff auf patientenbezogene medizinische Daten haben und diese austauschen können. Nach der Vernetzung der stationären Einrichtungen sollen ab Ende 2011 auch niedergelassene Leistungserbringer über Standardmechanismen angebunden werden.

Die MPI-Einführung ist der erste Schritt hin zu einer schweizweiten Vernetzung. Er schafft die notwendigen technischen Voraussetzungen für die Integration weiterer Einrichtungen. Parallel zum MPI wurde im Kanton St. Gallen das KIS Medfolio von Nexus über alle Spitalverbunde ausgerollt. Die Anbindung an den MPI ist Voraussetzung für den Datenaustausch mit externen Systemen der Zuweiser und Partnerkliniken. Da der MPI hoch skalierbar ist, eignet er sich für große Patientenpopulationen – von Klinikgruppen über Kantone bis hin zu nationalen Lösungen. Betrieben, administriert und unterhalten wird die gesamte IT zentral von einem kantonseigenen Shared Service Center (SSC-IT).

Der einrichtungsübergreifende Informationsfluss erfolgt auf Basis der IHE-Profile PIX (Patient Identifier Cross Referencing) und PDQ (Patient Demographics Query). Dies sichert die Interoperabilität auf Nachrichtenebene. Zum Einsatz kommt der HL7-Standard (v2.x und v3.x). Im Vordergrund steht die Einführung des IHE-Profils XDS (Cross Document Sharing), auf dessen Registry und Repository das elektronische Patientendossier basiert. Darüber hinaus soll in naher Zukunft die Koppelung unterschiedlicher MPI-Domänen geprüft werden. Hier soll das neue IHE-Profil XCPD (Cross Community Patient Discovery) zum Einsatz kommen. Damit soll das förderale Konzept der Schweizer eHealth-Architektur unter Beweis gestellt werden. Ein erster fertiggestellter Prototyp hat die Machbarkeit dieser vollständig föderalen Konzeption bereits bewiesen.

Hansjörg Looser, Leiter eHealth des Gesundheitsdepartments des Kantons St. Gallen: „In St. Gallen sind die erwarteten Vorteile bereits eingetroffen. Deshalb verfolgen wir mit Überzeugung die konsequente Umsetzung der "Strategie eHealth Schweiz"-. Wenn die Architektur mit dem Grundprinzip der dezentralen Datenhaltung auch in anderen Kantonen funktioniert, dann ist diese Lösung ebenso für den europaweiten Datenaustausch geeignet.“

Generalunternehmen der Spitalverbunde des Kanton St. Gallen ist die Abraxas Informatik AG, ein führendes Schweizer IT-Unternehmen. Neben ICW ist ferner die auf Business Integration spezialisierte BINT GmbH involviert. Das MPI-Projekt wurde innerhalb von nur sechs Monaten umgesetzt – von der Gesamtkonzeption über die Installation und den Altdatenimport sowie die Schulung der Patientenadministration und des SSC-IT bis hin zur Inbetriebnahme.

Orthopädische Spezialklinik in Zürich

 


Orthopädische Spezialklinik in Zürich
Orthopädische Spezialklinik erhöht Effizienz mit neuem PACS
Dr. Thomas Guggi, Oberarzt Orthopädie


Orthopädische Spezialklinik erhöht Effizienz mit neuem PACS

VISUS liefert individuell angepasste Lösung für Schulthess Klinik


Die Schulthess Klinik in Zürich ist eine orthopädische Spezialklinik mit Schwerpunkten bei der Prothetik im Bereich der oberen und unteren Extremitäten sowie der Wirbelsäulen- und Gelenkchirurgie. Die Klinik im Süden der Stadt hat sich unter anderem als Swiss Olympic Medical Center, FIFA Medical Centre of Excellence und F-MARC (FIFA Medical Assessment and Research Centre) ein sehr hohes Renommee erworben. In ihren 160 Betten behandelt die Klinik jährlich über 8.000 Patienten stationär. Mit vier konventionellen Röntgenaufnahmeplätzen und einem MRT werden schwerpunktmäßig Skelettaufnahmen erstellt. Die Klinik hat keinen Radiologen, konventionelle Aufnahmen werden direkt von den Fachärzten der einzelnen Abteilungen befundet, die MRT-Aufnahmen durch die eigenständige radiologische Praxis im Hause.

Vor der Zusammenarbeit mit VISUS hat die Schulthess Klinik bereits im Jahr 2002 ihr erstes digitales Bilddatenarchivierungs- und -kommunikationssystem eingeführt. "Wir mussten jedoch recht schnell feststellen, dass das PACS (Picture Archiving and Communication System) nicht sonderlich zuverlässig war und Abstürze zu massiven Produktionsausfällen geführt haben. Das System war bei unserem hohen Durchlauf so nicht mehr tragbar, da wir teilweise tagelang in unserer Arbeit eingeschränkt waren", blickt Dr. Thomas Guggi, Oberarzt Orthopädie, zurück. Der Anbieter wollte sein System daraufhin mit einem umfangreichen Update modernisieren, die Klinik hat sich jedoch parallel nach Alternativen im Markt umgeschaut.

Dr. Thomas Guggi

PACS für Orthopädie angepasst

In diesen Prozess war der zusätzlich in Informatik ausgebildete Mediziner dann federführend involviert. "Im Rahmen früherer Projekte habe ich bereits viele Systeme kennengelernt. Auf dieser Basis haben sich für uns dann schnell drei Anbieter herauskristallisiert, die auf Grundlage eines detaillierten Pflichtenheftes ein Angebot abgeben sollten", so Dr. Guggi. Wesentliches Auswahlkriterium war eine hohe Systemstabilität, um ein sicheres Arbeiten zu gewährleisten. Darüber hinaus musste das neu anzuschaffende PACS intuitiv zu bedienen sein.

"Viele Lösungen sind jedoch daran gescheitert, dass sie sich zu starr an den Abläufen und Anforderungen der Radiologie orientiert haben und nicht so sehr auf die Orthopädie eingehen konnten. Sie beinhalteten generell zu viele Funktionen und viele, die im orthopädischen Alltag nicht benötigt werden. Daher waren die Systeme stark überdimensioniert und in unserer Klinik nicht effektiv einzusetzen", bilanziert Dr. Guggi.

Überzeugt hat schließlich JiveX, das seit 2005 in der Zürcher Spezialklinik im Einsatz ist. "VISUS hat uns ein sehr kompaktes Paket aus individuell zugeschnittenen Modulen und Services geboten", so der heutige Anwender. "Wir suchten ein variables und flexibles System, das auf die speziellen Bedürfnisse der Orthopädie hin konfiguriert werden konnte." Gleichwohl wollte die Schulthess Klinik keinesfalls ein Freeware- oder Sharewaresystem einsetzen, da besonders Service und Support der Klinik wichtig sind, um einen reibungslosen Betrieb sicherzustellen. "Nicht zuletzt hat uns auch das Preis-Leistungs-Verhältnis von VISUS überzeugt", so Dr. Guggi weiter.

Orthopädische Planungssoftware verbessert Qualität

Die Einführung des Systems verlief dann inklusive einer Migration der Altdaten reibungslos, ohne dass der tägliche Betrieb beeinträchtigt wurde. Heute arbeiten mehr als 100 Ärzte der Klinik mit JiveX. "Die Akzeptanz war binnen kürzester Zeit sehr hoch. Da das System intuitiv zu bedienen ist, konnte es jeder Anwender rasch einsetzen und hat dann erkannt, dass er schneller und effektiver arbeiten kann. Dass sich das PACS mit seinen Funktionalitäten auf die Kernprozesse der Orthopäden konzentriert hat maßgeblich zur schnellen Akzeptanz beigetragen", zeigt sich der Orthopäde überaus zufrieden. Neben radiologischen Bilddaten fließen auch Aufnahmen aus der Arthroskopie in das PACS. So können per Mausklick vergleichende Aufnahmen ergänzend in die Beurteilung einbezogen werden.

Den nächsten Schritt zur kompletten Digitalisierung ging die Schulthess Klinik 2009 mit der Integration einer speziellen orthopädischen Planungssoftware in JiveX. "Das vereinfacht die OP-Planung immens und ermöglicht den Operateuren eine bessere Vorbereitung auf den Eingriff", zeigt sich Dr. Guggi zufrieden. Die Planungssoftware kann von jedem Arbeitsplatz aufgerufen und bedient werden. "Die Bilder werden ganz einfach aus dem PACS in die Planungssoftware geladen und können dort mit elektronischen Templates der verschiedenen Prothesen bearbeitet werden – einfach, schnell und sicher. Die fertige Planung wird dann im PACS abgespeichert und kann klinikweit an jedem Arbeitsplatz inklusive OP wieder aufgerufen werden", beschreibt der Mediziner den Arbeitsablauf. "Mit dem Patienten kann ich den Eingriff jetzt im Vorfeld am Monitor durchsprechen."

Zeiteinsparung und Effizienzsteigerungen realisiert

Das sind aber bei Weitem nicht die einzigen Vorteile des PACS. Allen Anwendern stehen die Bilder aus dem Onlinearchiv jederzeit und an jedem Arbeitsplatz im Netzwerk zum schnellen Zugriff zur Verfügung. "Wir haben Langzeitverläufe, die in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden müssen. Um keine zeitlichen Verzögerungen im Tagesablauf zu riskieren, ist der schnelle Zugriff hier unentbehrlich", stellt Dr. Guggi heraus. Auch Konsultationen unter den Ärzten sind mit dem PACS einfacher geworden. "Wo wir früher häufig und lang in der Klinik unterwegs waren, telefonieren wir heute einfach. Ich sitze am Monitor, mein Kollege ist in einer anderen Abteilung hat sich die Bilder bereits aufgerufen und nennt mir die Patientennummer, ich rufe mir die Bilder auf und wir können uns darüber austauschen. Das ist ungemein effektiv und zeitsparend."

Insgesamt sind die Abläufe in der Schulthess Klinik mit JiveX deutlich schneller und reibungsloser geworden. Dazu trägt auch bei, dass keine Bilder mehr verloren gehen. "Zu vordigitalen Zeiten waren bei der Vorbereitung der Sprechstunden etwa 10 Prozent der Röntgenaufnahmen nicht auffindbar. Das ist im Zeitalter moderner Technologien nicht mehr akzeptabel. Für eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung müssen die Bilder schnell und stets zur Verfügung stehen." Heute können die Ärzte ihren Patienten während der Sprechstunde ganz einfach Voraufnahmen, aktuelle Bilder und Verläufe präsentieren. Darüber hinaus erhöhen die Möglichkeiten der Bildbearbeitung die Sicherheit in der Diagnostik.

"VISUS hat das gesamte Projekt sehr gut vorbereitet, so dass es störungsfrei abgewickelt werden konnte. Das PACS läuft nunmehr seit fünf Jahren problemlos und alle sind zufrieden", bilanziert Dr. Guggi.

Klinik Nordoberpfalz Weiden für Cerner

 


Klinik Nordoberpfalz in Weiden
 PACS Vernetzung
Robert Dworschak, IT-Leiter


PACS Vernetzung 

Die Kliniken Nordoberpfalz AG sind typisch für einen Verbund von Krankenhäusern in kommunaler Trägerschaft in einem Landkreis. Sie versorgen mit insgesamt acht Standorten und insgesamt über 1.200 Betten das nördliche Umland von Weiden in einem Umkreis von 45 km. Während Weiden mit knapp 600 Betten ein Schwerpunktkrankenhaus der Versorgungsstufe II bildet, stellen weitere sechs Häuser die Grundversorgung der Stufe I in der Region sicher. Um dies auch in der Zukunft zu gewährleisten, investierte die Klinikgruppe in eine moderne, vernetzte PACS-Technologie.


Eine zentrale Anforderung für die Grundversorgung ist eine funktionierende Radiologie. Dies lässt sich für kleinere Häuser im ländlichen Raum vielerorts personell nicht mehr hinreichend organisieren und nur an wenigen Standorten sind regionale Kooperationen mit niedergelassenen Fachärzten möglich. In Weiden steht eine gut ausgestattete, schon seit langem digital arbeitende Radiologie bereit und kann die Befundung rund um die Uhr für alle Kliniken der Gruppe übernehmen. Voraussetzung ist hierfür ein vernetztes PACS (Picture Archiving and Communication System) und eine Digitalisierung bisher noch analog arbeitender Röntgengeräte und anderer Modalitäten vor allem durch Speicherfoliensysteme. Damit einher ging die Ausstattung jedes einzelnen Krankenhauses, soweit nicht schon geschehen, mit einem lokalen Bildserver.

Dezentrale Verfügbarkeit – zentrale Langzeitarchivierung

Die Kliniken Nordoberpfalz AG haben eine Breitbandverbindung von 5 MBit/s zwischen ihren Standorten. Die Auftragsvergabe im RIS ist via Citrix-Anbindung zentral gelöst, d.h. die Patienten sind über alle Standorte hinweg konsistent bekannt. Alle Modalitäten werden über DICOM Modality Worklists aus dem RIS geführt. Fertige Bilder werden unmittelbar auf den lokalen Cerner Bildserver des jeweiligen Krankenhauses geschickt. Dieser routet die Bilder sofort weiter an das Cerner ProVision PACS Zentralarchiv in Weiden. Natürlich erfolgt auch nur hier die Langzeitarchivierung. Die Bildserver in den anderen Häusern halten die Bilder jeweils für rund ein Jahr vor und holen sich ältere Voraufnahmen vom Zentralarchiv. Bilder sind somit üblicherweise nach ca. zehn Minuten in Weiden verfügbar und können dort rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche befundet werden.
Krankenhäuser der Grundversorgungsstufe I sind die erste Anlaufstelle für (fast) alle Arten von Patienten. Damit ein Krankenhaus diese Notfallversorgung leisten kann, wird eine entsprechende Notfallaufnahme rund um die Uhr bereit gehalten – mit Ärzten und Pflegern, aber auch mit Röntgen- und CT-Geräten. Da die Bilder ohnehin von Computern gespeichert und über Netzwerke zu den Befund-PCs geleitet werden, können diese Arbeitsplätze auch zentral an einem anderen Standort stehen, so dass ein zentraler radiologischer Dienst für mehrere Krankenhäuser sinnvoll ist. Die Kliniken Nordoberpfalz AG haben dies nun mit einer Erweiterung und Vernetzung ihres schon seit mehreren Jahren an einigen Standorten vorhandenen PACS der Firma Cerner in die Tat umgesetzt.
Mit der Investition in diese Technik bieten die Kliniken Nordoberpfalz AG allen Patienten ihres Einzugsgebiets den gleichen hohen Stand an medizinischer Diagnostik rund um die Uhr. Damit wird wertvolle Zeit gespart, die sonst für die Fahrt des Patienten im Rettungswagen zum Beispiel bis in das Krankenhaus nach Weiden benötigt würde.
So können alle für die Grundversorgung notwendigen Leistungen weiterhin in den Häusern der Grundversorgungsstufe I erbracht werden – durch das PACS und die damit einhergehende Vernetzung zwischen den Standorten sogar in besserer Qualität als vorher. Patienten können für typische Fragestellungen weiterhin wohnortnah versorgt werden.
Dr. Manfred Hausel, Ärztlicher Direktor der Kliniken Nordoberpfalz AG, betont, dass mit dieser Investition in allen Häusern der Gruppe der gleiche hohe Standard gehalten werden kann und durch die Vernetzung und telemedizinische Kooperation nicht nur innerhalb der Gruppe, sondern auch zu Spezialzentren z. B. für die Neurochirurgie und für Tumorkonferenzen genutzt werden können. Otto Tafelmeyer, der Regionalleiter Nord des Klinikverbundes, ist für das Konzept der verteilten Verbundleistungen mit verantwortlich: „Im Verbund können wir (… ) rund um die Uhr Betrieb gewährleisten. Das ginge ohne den Klinikverbund nicht so einfach.“ Dr. Norbert Fischer, Chefarzt der Chirurgie in Waldsassen, unterstreicht: „Für die Chirurgie sind Röntgenbilder und moderne Schnittbildverfahren unverzichtbar. Durch das PACS sind jetzt immer alle Bilder, auch die Voraufnahmen, sofort verfügbar, während der analoge Film in der Vergangenheit oft gesucht werden musste.“
Dr. Peter Fuchs, Chefarzt der Inneren Medizin, erläutert: „Für unseren Schwerpunkt, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen, brauche ich unverzichtbar die Radiologie mit dem Partner Weiden. Wir können fast alle erforderlichen Leistungen hier in Waldsassen erbringen – nur der Herzkatheterplatz ist in Weiden“.

Planung – Implementierung - Technik

Die Projektdauer betrug von Planung bis Abschluss der Realisierung rund neun Monate. Frühzeitig wurden Gespräche mit den Anwendern geführt und Anforderungen notiert, die je nach Schwerpunkt und Situation der Häuser nicht identisch waren. Diese wurden wiederholt mit Ärzten, MTARs und technischen Mitarbeitern diskutiert, um einen Ausgleich zwischen dem Notwendigen und dem Finanzierbaren zu schaffen. Das digitale Zentralarchiv in Weiden war bereits vorhanden, sodass hier nur ein Speicherausbau erfolgen musste. Die peripheren Krankenhäuser wurden mit Speicherfoliensystemen ausgestattet und ebenso wie die Schnittbildverfahren ins RIS und ins PACS integriert. Ab Auftragsvergabe dauerte es dann nur noch knapp drei Monate bis Cerner die Realisierung zusammen mit der IT-Abteilung des Klinikums umgesetzt hatte. In den damals schon digital arbeitenden Häusern in Weiden und in Kemnath erfolgten die Arbeiten während des laufenden Routinebetriebs. Mit der Erneuerung einher ging der Wechsel der Befundplätze auf die Cerner ProVision Workstation (CPW) an mehreren Standorten.
Die Vernetzung zwischen den Häusern erfolgt durch bei einem regionalen Provider angemieteten 5 MBit Standleitungen. Hierüber laufen Daten des KIS, RIS und die Bilddaten. Das digitale Langzeitarchiv hält zur Zeit ca. 17,5 Mio. DICOM Objekte, primär sind dies Bilddaten. Im Zentralarchiv sind 4,5 Terabyte verlustfrei komprimiert abgelegt.
Seither wird im Klinikverbund filmlos gearbeitet – mit erfreulich schnellen Zugriffszeiten und einer deutlich höheren Qualität der Radiologie auf dem aktuellen Stand der Technik.

Robert Dworschak, IT-Leiter der Kliniken Nordoberpfalz AG

Diakonie Klinikum Stuttgart

 


Diakonie-Klinikum Stuttgart gGmbH
Diakonie-Klinikum Stuttgart gGmbH schließt KIS-Auswahl erfolgreich ab
Friedhelm Brinkmann, EDV-Leiter


Diakonie-Klinikum Stuttgart gGmbH schließt KIS-Auswahl erfolgreich ab




Stuttgart, im September 2010. Wie alle CLINICOM Kunden steht das Diakonie-Klinikum Stuttgart vor der Herausforderung, das im Einsatz befindliche Krankenhaus-Informations-System (KIS) mit den Applikationen CLINICOM / CareCenter ablösen zu müssen. 
„Nach der Mitteilung von Siemens, unsere KIS Lösung nicht weiter zu entwickeln,  stand für uns schnell fest, dass wir:
1. frühzeitig aktiv werden und die am Markt befindlichen Anbieter und deren Applikationen prüfen
2. unsere Anwender in den Entscheidungsprozess einbinden
3. uns professionell von einem externen Beratungsunternehmen begleiten lassen“, formuliert Geschäftsführer Volker Geißel die Grundsätze der geplanten Vorgehensweise. „Wir haben die Abkündigung unseres KIS sofort auch als Chance aufgefasst, unsere Prozesse und eingesetzten Funktionalitäten auf den Prüfstand zu stellen“, ergänzt Friedhelm Brinkmann, EDV-Leiter im Diakonie-Klinikum.

Friedhelm Brinkmann, IT-Leiter

Nach Konstituierung einer interdisziplinär besetzten Projektgruppe, begann die Suche nach einem geeigneten Beratungsunternehmen. Nach eingehender Prüfung der relevanten Beratungsunternehmen hat das Diakonie-Klinikum sich für eine Zusammenarbeit mit der PRO-KLINIK Krankenhausberatung GmbH & Co KG aus Bergisch Gladbach entschieden. „PRO-KLINIK hat uns ein schlüssiges Konzept vorgelegt, das auf einem standardisierten Vorgehensmodell basiert und uns dennoch entscheidende Einflussmöglichkeiten zur Abbildung unserer individuellen Bedürfnisse geboten hat“, begründet Friedhelm Brinkmann die Entscheidung. „Dieses Vorgehen hat sich in der Umsetzung bewährt und die erforderliche Personalbindung im Diakonie-Klinikum auf die Unterstützung in fachlichen Fragen reduziert“, weist Volker Geißel auf das zu berücksichtigende Volumen interner Kosten hin.
Für die Mitwirkung in der Projektgruppe ´KIS-Auswahl´ konnten Vertreter aller Berufsgruppen gewonnen werden, die den Auswahlprozess fachlich bewerten und eine Entscheidungsempfehlung an die Geschäftsführung erarbeiten sollten.

Volker Geißel, Geschäftsführer DKS

1. Der Projektplan
Der KIS Auswahlprozess wurde zwischen dem EDV-Leiter des Diakonie-Klinikums, Friedhelm Brinkmann, und Detlef Lübben, Prokurist der PRO-KLINIK, vollständig zu Beginn des Auswahlprozesses auf der Basis des ´10 Stufen-Modells´ der PRO-KLINIK geplant und nachfolgend mit der Geschäftsführung und der Projektgruppe abgestimmt.

© PRO-KLINIK Krankenhausberatung GmbH & Co. KG


Darüber hinaus kannten alle Beteiligten sämtliche Termine zu Beginn des Auswahlprozesses und der vollständige Beschaffungsprozess konnte im vorgegebenen zeitlichen Rahmen und ohne eine Terminverschiebung zur Entscheidung gebracht werden. Es wurde vereinbart, die Beschaffung im Rahmen eines ´abgeschichteten Auswahlverfahrens´ durchzuführen, in der sich die Anzahl der im Wettbewerb befindlichen Anbieter nach jeder Wertungsstufe reduziert.

2. Das Anforderungsprofil

Im Dezember 2009 wurden die individuellen Anforderungen des Diakonie-Klinikums im Rahmen einer ´IT-Potenzialanalyse´ durch PRO-KLINIK ermittelt. In strukturierten Interviews wurde die aktuelle Situation der Anwender analysiert und relevante Aspekte a) für den Auswahlprozess und b) für die Umsetzungsphase dokumentiert und nachfolgend in den Anforderungskatalog übernommen. „Unsere Kollegen und das EDV-Team brachten weitere wichtige Erfahrungen aus dem derzeit eingesetzten Funktionsumfang der Clinicom/CareCenter Applikationen in das Anforderungsprofil ein. Darüber haben wir neben der Individualisierung des Anforderungskataloges weitere Hinweise erhalten, die im Rahmen der KIS Einführung berücksichtigt werden“, formuliert Friedhelm Brinkmann. Das Ergebnis der ´IT-Potenzialanalyse´ und die daraus resultierenden Empfehlungen wurden sämtlichen Gesprächspartnern der Interviews und der Projektgruppe von PRO-KLINIK vorgestellt. Der Anforderungskatalog beinhaltet in der final abgestimmten Fassung, den erforderlichen Leitungsumfang und wurde mit den Teilnahmebedingungen an die KIS-Anbieter versendet.


3. Die Marktteilnehmer

(es befinden sich acht (8) Unternehmen im Wettbewerb)
Vor dem Hintergrund einer hohen Markttransparenz wurden acht (8) Anbieter aufgefordert, auf der Grundlage des bereitgestellten Teilnahmebedingungen und des Anforderungskataloges ein Angebot zur Migration der eingesetzten CLINICOM / CareCenter Applikationen zu erarbeiten. Nach Ablauf der Angebotsfrist gingen sieben (7) Angebote im Diakonie-Klinikum ein.


4. Wertungsstufe 1

(Es befinden sich noch sieben (7) Unternehmen im Wettbewerb)
Die vorliegenden Angebote wurden durch PRO-KLINIK geprüft und ausgewertet, hinsichtlich:
1. Vollständigkeit
2. Erfüllungsgrad der Anforderungen
3. Einbettung der Systeme in die vorhandene IT-Infrastruktur
4. Subunternehmen im Angebot
5. Angebotspreis
Das Ergebnis wurde im Anschluss von Hr. Lübben der Projektgruppe präsentiert. Auffälligkeiten der Anbieter aus der Beantwortung des Anforderungskataloges, des Angebotes oder begleitender Unterlagen waren transparent und damit eine wertvolle Entscheidungsgrundlage für die Projektgruppe. Nach einer intensiven Diskussion wurden vier (4) Anbieter zur angekündigten Präsentation eingeladen. Drei (3) Anbieter wurden aus dem Prozess herausgenommen. Die jeweiligen Beweggründe der Entscheidung wurden den Anbietern nach Abschluss des Auswahlverfahrens erläutert. „Dies auch als Anerkennung für die geleistete Arbeit bei der Erstellung der Unterlagen und des Angebotes“, so Detlef Lübben von der PRO-KLINIK, der den fairen Umgang mit den Vertretern der Unternehmen auch im Rahmen eines in sich ´harten Auswahlprozesses´ hervorhebt.

5. Die Präsentation

(Es befinden sich noch vier (4) Unternehmen im Wettbewerb)
Zur besseren Vergleichbarkeit der vorgestellten Lösungen wurde ein von der PRO-KLINIK vorgestelltes Fallbeispiel auf die Bedürfnisse des Diakonie-Klinikums angepasst und den Anbietern mit den Teilnahmebedingungen ausgeliefert. Die Veranstaltung wurde in zwei Teilen durchgeführt:
1. Vorstellung des übermittelten Fallbeispiels (Dauer ca. 3 Stunden)
2. Vertiefende Workshops zu ausgewählten Schwerpunktthemen (Dauer ca. 1 – 1,5 Std. 
je Workshop)
Sämtliche Veranstaltungen wurden von den Teilnehmern in einer Matrix von 1 (unzureichend) bis 10 (perfekt) bewertet. „Wir haben die Informationsveranstaltung breit ausgelegt und zu den Workshops auch KollegInnen außerhalb der Projektgruppe eingeladen, wichtig war uns jedoch die personelle Kontinuität der Teilnahme um vergleichbare Bewertungen zu gewährleisten“, so Bernd Rühle, Verwaltungsdirektor im Diakonie-Klinikum.
„Das von PRO-KLINIK vorgestellte Bewertungschema hat sich als äußerst praktikabel erwiesen und war eine sehr gute Grundlage für unsere Anwender“, ergänzt  Ursula Gulde, die als Projektleiterin die Einführung des KIS verantworten wird.
Nach der Auswertung der Bewertungen stand fest, dass zwei (2) Anbieter einen hervorragenden Eindruck hinterlassen hatten. Die Projektgruppe entschied daraufhin in der Wertungsstufe 2, diese beiden Anbieter im Rahmen von Referenzhausbesuchen weiter zu prüfen.

Ursula Gulde, Projektrealisierung

6. Der Referenzhausbesuch

(Es befinden sich noch zwei (2) Anbieter im Wettbewerb)
Die verbliebenen Anbieter mussten nun den Nachweis erbringen, dass der gute Unterstützungsgrad der IT aus den Präsentationen auch im Realbetrieb einer Klinik umzusetzen ist. Davon konnte sich die Projektgruppe überzeugen, die Kunden beider Anbieter besuchte. Die Besuche wurden im Anschluss ebenfalls nach dem vergleichbaren Schema der Präsentationen bewertet.
Die Ergebnisse und Bewertungen wurden von der PRO-KLINIK permanent fortgeschrieben und ergaben darüber eine hohe Transparenz zum aktuellen Stand des Auswahlverfahrens. 


7. Die Verhandlung

Die abschließende Entscheidungsfindung begann mit der Durchführung der Bietergespräche. Mit jedem Anbieter wurden zwei (2) Bietergespräche durchgeführt, deren Termine schon mit den Teilnahmebedingungen zu Beginn des Auswahlprozesses übermittelt wurden und somit allen Beteiligten frühzeitig bekannt waren.
Das Bietergespräch I referenziert auf Klärungsbestandteile des bisherigen Auswahlprozesses. Die Positionen wurden detailliert besprochen, die getroffenen Vereinbarungen in einem ´Ergebnisprotokoll´ dokumentiert. Das Bietergespräch II fokussiert auf die kaufmännischen  Rahmenbedingungen des Angebotes und wurde von den Geschäftsführungen der beteiligten Unternehmen geführt.
Im Rahmen dieser Gespräche konnten, neben einer erfolgreichen Verhandlung des ausgeschriebenen Leistungsspektrums, diverse vertragsrelevante Punkte besprochen und auf der Grundlage des PRO-KLINIK Rahmenvertrages zur ´Lieferung, Implementierung und Pflege eines Krankenhaus-Informations-Systems (KIS)´ abgestimmt werden.
„ Das Vorgehensmodell der PRO-KLINIK hat uns ein sehr gut strukturiertes Auswahlverfahren ermöglicht, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit außerordentlichem Engagement und hoher Kompetenz ausgefüllt haben.  Über die gute Vorbereitung und Umsetzung konnten wir den Auswahlprozess zu einem für das Diakonie-Klinikum Stuttgart erfolgreichen Abschluss führen“, bestätigt Geschäftsführer Volker Geißel.

8. Fazit

Jedes Auswahlverfahren hat individuelle Prämissen. Dies galt auch für das Diakonie-Klinikum Stuttgart, das den für sich geeigneten KIS-Partner gefunden hat. Aus der Projektgruppe ergab sich ein eindeutiges Votum, die Empfehlung an die Geschäftsführung fiel ohne Gegenstimme, bei nur einer Enthaltung, eindeutig aus. „ Dieser Empfehlung sind wir in der Geschäftsführung  gerne gefolgt“, zeigt sich Volker Geißel zufrieden mit der Entwicklung.
Nun folgt –unter Leitung von Ursula Gulde- die Projektrealisierung, bei der die Applikationen am 01. April 2011 in den Routinebetrieb überführt werden sollen. „Wir haben die PRO-KLINIK beauftragt, uns nach den guten Erfahrungen bei der KIS-Auswahl auch im Rahmen der Einführung zu unterstützen“, kündigt Friedhelm Brinkmann eine Fortsetzung der Zusammenarbeit an.
------------------------------------------------------------------------------------------------
Das Diakonie-Klinikum Stuttgart  hat am 1. Januar 2003 seinen Geschäftsbetrieb aufgenommen. Die Träger der Orthopädischen Klinik Paulinenhilfe und Diakonissenkrankenhaus Stuttgart  haben sich zu einer Gesellschaft zusammengeschlossen. Das Diakonie-Klinikum beschäftigt etwa 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und verfügt über 459 Betten. Etwa 13.000 Patienten werden jährlich stationär behandelt. Das Klinikum steht in der diakonischen Tradition der beiden Träger die (gegründet 1854) über 150 Jahre Erfahrung in der Pflege und Behandlung kranker Menschen haben. Kontakt: Friedhelm Brinkman, EDV-Leiter, eMail. brinkmann@diak-stuttgart.de; Telefon: 0711-991-0
Die PRO-KLINIK Krankenhausberatung Bergisch Gladbach ist ein Unternehmen, das sich auf die Beratung von Krankenhäusern in den Bereichen Strategie, Prozesse, Informationstechnologie (IT), Marketing und Personal spezialisiert hat. Im IT-Bereich bietet die PRO-KLINIK kompetente, professionelle und unabhängige Beratung von der Konzeption, über die Auswahl und Einführung bis hin zu Erstellung und Umsetzung von langfristigen IT-Strategien. Kontakt: Detlef Lübben, Prokurist, eMail: detlef.luebben@pro-klink.de; Telefon: 02202-9612-0

RoMed Kliniken Rosenheim

 


RoMed Kliniken in Rosenheim
Klinikübergreifende Bild- und Befundkommunikation sichert hochwertige Patientenversorgung
Helmut Weis, Abteilungsleiter IT


Klinikübergreifende Bild- und Befundkommunikation sichert hochwertige Patientenversorgung

RoMed Kliniken weiten GEMED PACS schrittweise aus und steigern Effizienz

Die Kliniken der Stadt und des Landkreises Rosenheim GmbH (RoMed Kliniken) sind ein Zusammenschluss aus drei Kreiskliniken und dem Klinikum Rosenheim. Im Jahr 2002 wurde dort ein digitales Bilddatenarchivierungs- und -kommunikationssystem (PACS) eingeführt und 2009 unter VMware virtualisiert in den anderen Häusern ausgerollt. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase sind die Erfahrungen bisher sehr gut. "Das System läuft schnell, stabil, zuverlässig und ist leicht zu bedienen. GEMED liefert ein klassisches PACS, das den Radiologen in seiner täglichen Arbeit effektiv unterstützt, ohne ihn mit Spezialfunktionen zu überlasten, die er in der Regel nicht benötigt. Darüber hinaus hat das Unternehmen stets ein offenes Ohr für unsere Probleme und Anforderungen und erarbeitet zeitnah Lösungen ", so Prof. Dr. Gunnar Tepe, Chefarzt des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Klinikum Rosenheim.

Bessere Patientenversorgung durch Teleradiologie

Im Rahmen ihrer engen Zusammenarbeit tauschen die Häuser untereinander sehr rege Bilder aus, wozu sie über eine Richtfunkverbindung mit 200 MBit verbunden sind. Bei Verlegungen oder ärztlichen Konsilen kommt dazu der GEMED PACS Communicator zum Einsatz. Die hybride Teleradiologie unterstützt sowohl die asynchrone Übertragung von radiologischen Daten via DICOM E-Mail als auch klassische Punkt-zu-Punkt-Verbindungen. Dabei signiert die Lösung jede E-Mail. So ist sichergestellt, dass diese von einem bekannten und autorisierten Kommunikationspartner versendet wurden. Das System verschlüsselt alle Daten und schützt diese vor unberechtigten Zugriffen. Neben dem Versand und Empfang von DICOM-Bilddaten haben Anwender auch die Möglichkeit, den Befund und zusätzliche Datenanhänge, z.B. PDF oder Voicefiles, zusammen mit den Bilddaten zu kommunizieren. Weis beschreibt ein konkretes Anwendungsszenario: "Alle RoMed-Häuser sind Mitglied in einem Traumanetzwerk. Wird ein Patient mit Polytrauma in die Kreisklinik Wasserburg eingeliefert, kann der dortige Chirurg seinen Kollegen in Rosenheim bei speziellen Fragestellungen kontaktieren und mit ihm den Fall diskutieren. Dazu müssen nun weder Menschen noch Röntgenbilder zeitaufwändig transportiert werden. Dieses Vorgehen trägt maßgeblich zu einer optimalen Patientenversorgung bei – nicht nur innerhalb des Traumnetzwerkes."

Helmut Weis, Abteilungsleiter IT

Mehr Effizienz und sichere Diagnostik

Einen weiteren Vorteil des PACS sieht er unabhängig davon: "Es gehen keine Bilder mehr verloren. Untersuchungen besagen, dass auf 20 bis 25 Prozent analoger Bilder kein kurzfristiger Zugriff möglich ist, weil sie in der falschen Röntgentüte landen oder in einem Stapel untergehen. Das Suchen und Holen von Röntgenaufnahmen ist doch eine zusätzliche Arbeitsbelastung und heute nicht mehr nötig." Das heißt im Umkehrschluss, dass die Röntgenaufnahmen im RoMed-Verbund sicher jederzeit und überall verfügbar sind. Darin sieht auch Prof. Tepe einen wesentlichen Nutzen des PACS: "Wir erfahren damit eine große Unterstützung bei der Befundung, da die Voraufnahmen auf Knopfdruck zur Verfügung stehen. Dazu sichern die Möglichkeiten der Bildbearbeitung die Diagnostik ab und verringern die Zahl der Wiederholungsaufnahmen."

Der Chefradiologe ist überzeugt, dass die Bilderflut, die heute aus modernen radiologischen Verfahren entsteht, ohne PACS nicht mehr zu bewältigt ist. "In unserer Abteilung befundet ein Radiologe täglich 40 bis 50 CT-Aufnahmen. Das wäre konventionell  nicht machbar." Auch für die akademische Lehrtätigkeit hält GEMED ein spezielles Modul bereit, mit dem die Anwender sehr einfach und nebenbei Lehrsammlungen zusammenstellen können. Weitere Effektivitätssteigerungen verspricht sich Prof. Tepe durch die Einführung einer Spracherkennung. "Die Befunde stehen dann noch schneller zur Verfügung, da sie nicht mehr im Schreibbüro abgetippt werden müssen."

Prof.

Dr. Gunnar Tepe, Chefarzt des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Klinikum Rosenheim

Medizinisches Zentrum Eichhof, Lauterbach

 


Medizinisches Zentrum Eichhof in Lauterbach

Teleradiologische Anbindung ist Herzstück der Leistungserbringung

Michael Pudlo, Bereichsleiter EDV

Teleradiologische Anbindung ist Herzstück der Leistungserbringung

Medizinisches Zentrum Eichhof konnte Effizienz steigern und Kosten sparen



Das Medizinische Zentrum Eichhof in Lauterbach ist ein Krankenhaus der Allgemeinversorgung mit 255 Betten. Jährlich werden hier etwa 9.000 stationäre und 32.000 ambulante Patienten versorgt. Im Funktionsbereich Radiologie arbeiten neun Mitarbeiter, die 43.000 Untersuchungen an etwa 17.000 Patienten im Jahr vornehmen – allerdings ohne eigenen Radiologen. Die Fachärzte der einzelnen Abteilungen befunden die Aufnahmen ihrer Patienten, alle stationären CT-Aufnahmen werden an das Radiologische Institut Nordhessen mit Sitz in Bad Zwesten gesendet und dort befundet. Durch diese teleradiologische Verbindung ist eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung der stationären und Notfallpatienten in Lauterbach sicher gestellt. Darüber hinaus kommt ein Radiologe aus Bad Zwesten einen Tag pro Woche für ambulante Sprechstunden ins Haus.


Wolfgang Schleiter, Leiter Wirtschaftsabteilung des Medizinischen Zentrums Eichhof

Im Herbst 2009 hat das Lauterbacher Krankenhaus die Entscheidung getroffen, die Radiologie zu digitalisieren. Dieses Projekt wurde im Zuge eines Neubaus geplant, der im Sommer 2010 eingeweiht werden sollte. Die Gründe für die Digitalisierung nennt Wolfgang Schleiter, Leiter der Wirtschaftsabteilung des Medizinischen Zentrums Eichhof: "Primär ging es uns um die Optimierung der Patientenversorgung. Wir wollten den Ärzten die Röntgenaufnahmen schneller zur Verfügung stellen. Verbunden mit einer unmittelbaren Diagnostik kann auch die Therapie schneller eingeleitet werden. Ein weiterer Aspekt waren Einsparungen durch den Wegfall aller Kosten rund um die konventionelle Filmentwicklung und das Filmhandling."

Referenzen von VISUS überzeugten

Seinen RIS- und PACS-Partner hat sich das Haus im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung gesucht, wie Michael Pudlo, Bereichsleiter EDV, sagt: "Der PACS-Anbieter sollte als Generalunternehmer für das gesamte Projekt fungieren." Gesucht war also ein integriertes System bzw. Systeme von zwei Anbietern, die bereits eine reibungslose Kommunikation unter Beweis gestellt hatten. Als Basis diente ein Pflichtenheft, das unter Mitarbeit von EDV, Verwaltungsleitung, Radiologie und Chefärzten des Krankenhauses erstellt wurde. "Besonders wichtig war, dass sich die Ärzte im Hause mit dem System identifizieren konnten. Dazu musste es einfach zu bedienen sein, um auch einen schnellen und reibungslosen Workflow in der täglichen Routine zu gewährleisten. Der leitende Oberarzt der Orthopädie, der den Auswahlprozess sehr eng begleitet und die medizinischen Belange vertreten hat, bestand zudem auf eine Integration der orthopädischen Planungssoftware von Hectec", so Pudlo.


Michael Pudlo, Bereichsleiter EDV

Von zehn ursprünglich angesprochenen PACS-Anbietern blieben am Ende noch zwei übrig. "Nachdem wir uns Referenzinstallationen angesehen haben fiel die Entscheidung schließlich auf JiveX von VISUS zusammen mit dem medavis RIS. Das PACS überzeugte durch eine intuitive Bedienung und alle Anwender, mit denen wir aus verschiedenen Kliniken gesprochen haben, waren mit dem System und der RIS-Kopplung sehr zufrieden" fasst Schleiter zwei wesentliche Entscheidungskriterien zusammen. Darüber hinaus verfügt JiveX über eine etablierte Schnittstelle zum vorhandenen KIS von Siemens, die der Wettbewerber nicht bieten konnte. "Und sowohl aus zeitlichen wie auch personellen Gründen konnten wir es uns nicht erlauben, bei der Schnittstelle Experimente einzugehen", so Pudlo.

Nahtlose Abläufe durch tiefe RIS/PACS-Integration

Mitte April 2010 startete der Testbetrieb des VISUS-PACS im Medizinischen Zentrum Eichhof. Nach der schrittweisen Integration aller Modalitäten erfolgte die Aufnahme des Echtbetriebes mit der Eröffnung des Neubaus Anfang Juni. "Trotz der Einführung im laufenden Betrieb und der sehr kurzen Umsetzungsphase verlief die PACS-Einführung reibungsloser als erwartet. Wir hatten Befürchtungen, dass der Abteilungsbetrieb beeinträchtigt würde, was aber nicht der Fall war. Ein Grund dafür war sicher, dass beim Systemstart ein Ansprechpartner von VISUS vor Ort war, um Probleme und Fragen sofort auffangen zu können", blickt die Leitende MTRA Regina Georg zufrieden zurück. "Auch die Chef- und Belegärzte waren vor der Systemeinführung skeptisch, haben sich dann aber schnell von der intuitiven Bedienung überzeugen lassen. Heute arbeiten sie begeistert mit JiveX", ergänzt Pudlo.



Zusammen mit dem RIS hat das PACS die Arbeitsabläufe im Medizinischen Zentrum Eichhof umgekrempelt. Wo früher mit Zetteln gearbeitet wurde, schickt die Abteilung ihre Auftragsanforderung heute über das KIS an das RIS. Nach der Terminierung werden alle notwendigen Daten über das PACS als DICOM Worklist an die jeweilige Modalität weitergegeben. Nach der Untersuchung gehen die CT-Aufnahmen direkt ins PACS, konventionelle Aufnahmen werden vorher mittels Speicherfolientechnologie digitalisiert. "So können die Ärzte überall unmittelbar auf alle Bilder zugreifen – in ihrem Zimmer, auf der Station und sogar im OP", erläutert Regina Georg. Die befundenden Ärzte im Hause arbeiten direkt im PACS-Viewer, da sie so die gesamte Funktionstiefe des Systems nutzen können und mehr Möglichkeiten bei der Befundung haben. Bei Notfall-CTs, die per Teleradiologie befundet werden, schicken die MTRA die Auftragsanforderung noch per Fax an den Radiologen in Bad Zwesten, der die genaue Durchführungsanweisung zurück faxt. "Nach der Untersuchung werden die Bilder automatisch über eine Standleitung übertragen, der Befund kommt dann über einen Faxserver an uns zurück", beschreibt die LMTRA den Ablauf.

Das Speicherkonzept in Lauterbach kann mit einer Novität aufwarten. Dass die Bilder und Befunde auf zwei Servern im Online-Archiv etwa fünf Jahre redundant gehalten werden, ist nichts Außergewöhnliches. Die Langzeitarchivierung hingegen erfolgt auf den innovativen Silent Cubes von FAST LTA. "Einfacher kann man das gar nicht realisieren. Der Cube ist eine simple Lösung, die eine hohe Sicherheit bietet und dabei sehr schnell, kostengünstig und platzsparend ist", zeigt sich Pudlo überzeugt. Während der Angebotsphase wurde die Integration des Silent Cube in JiveX gerade getestet. Somit ist das Medizinische Zentrum Eichhof eines der ersten Häuser, das mit JiveX und der Lösung von FAST LTA arbeitet – und das zukunftssicher. "Die Cubes sind fast unendlich erweiterbar. Das wird besonders wichtig, wenn wir weitere Modalitäten in das PACS integrieren", führt der EDV-Bereichsleiter aus. So plant man die Bilder der vorhandenen Dokumentationssysteme aus den Bereichen Endoskopie und Sonografie auch in JiveX einzubinden. "Durch den Aufbau eines ganzheitlichen Bildmanagements versprechen wir uns eine weitere Verbesserung der Kommunikation und Diagnostik im Hause", so Pudlo.

Bessere Diagnostik, ruhigeres Arbeiten, weniger Kosten

Die ist bereits heute durch das PACS gegeben. Alle Röntgenaufnahmen und -befunde stehen zusammen mit den Voraufnahmen jederzeit überall zur Verfügung. Durch die Möglichkeiten der Bildbearbeitung, z.B. Vergrößerungen oder Fensterungen, wird die Befundung weiter optimiert und abgesichert. Und nicht zuletzt konnte auch der Service für die Patienten verbessert werden, da diese die Aufnahmen für weiterbehandelnde Ärzte auf CD-ROM mitnehmen können.


MTRA Regina Georg

Auch Regina Georg sieht viele Vorteile durch die PACS-Einführung. "Durch die geordneteren Abläufe in der Radiologie können wir heute deutlich ruhiger arbeiten. Für uns entfällt das zeitaufwändige Suchen und Holen von Röntgentüten. Darüber hinaus gehen keine Röntgenaufnahmen mehr verloren, was zu analogen Zeiten schon vorgekommen ist."

Aus wirtschaftlicher Sicht rentiert sich die PACS-Einführung auch, wie Schleiter betont: "Allein bei den Sachkosten – Röntgenfilme und Chemikalien – haben wir in den ersten vier Monaten bereits etwa 8.000 Euro eingespart."

So sind dann heute auch alle mit VISUS und JiveX zufrieden. "Wir wollen RIS und PACS nicht mehr missen und würden es uneingeschränkt weiterempfehlen", fasst LMTRA Regina Georg ihre Erfahrungen zusammen. EDV-Bereichsleiter Pudlo zeigt sich von der Projektumsetzung und dem Service rundum zufrieden. "Trotz des zeitlichen Drucks hat alles reibungslos funktioniert und auch im Betrieb bereitet das PACS keine Probleme."

Röntgeninstitut aus Düsseldorf

  


Röntgeninstitut Düsseldorf
State-of-the-Art Vorsorgediagnostik
Oliver Eppert, IT-Verantwortlicher, Röntgeninstitut Düsseldorf



STATE-OF-THE-ART-VORSORGEDIAGNOSTIK


Jährlich verdanken Tausende von Menschen ihr Überleben der frühen und präzisen Erkennung von Krebserkrankungen. In der Vorsorgediagnostik des Mammakarzinoms gehört die Mammographie heutzutage zum Standard. Eine besondere Bedeutung hat dabei das reibungslose Zusammenspiel aus Hausarzt, der betrauten Diagnostik-Klinik und dem chirurgischen Personal, dass den Eingriff vornimmt. Um die notwendige Informationskette aufrecht zu halten, kommt Technologie von Epson zum Einsatz, wie das Beispiel des Röntgeninstituts aus Düsseldorf zeigt.

PROFESSIONELLE PROZESSE SIND DAS A UND O EINER THERAPIE Wie kaum eine andere Vorsorgeuntersuchung hat die Mammographie in den vergangenen Jahrzehnten zu einer Reduktion der Mortalität des Mammakarzinoms beigetragen. Die Weltgesundheitsorganisation der Vereinten Nationen (WHO) hat errechnet, dass die Sterblichkeitsrate durch Brustkrebs bei Frauen zwischen 50 und 70 Jahren seit Einführung der Reihenuntersuchung um gut 35 Prozent zurückgegangen ist. Zu verdanken ist diese Entwicklung auch einer hochentwickelten Röntgentechnik. Schnelligkeit in der Erkennung und Präzision bei der Diagnose von Gewebeveränderungen sind heute der Schlüssel für eine Erfolg versprechende Behandlung. Dazu gehört auch, dass alle im Behandlungsprozess einbezogenen Stellen über die Art der Erkrankung und den jeweiligen Behandlungsfortschritt auf dem Laufenden gehalten werden. Neben der Vernetzung von Arztpraxen und chirurgischen Kliniken kommt dem Austausch von hochauflösenden Röntgenaufnahmen eine besondere Bedeutung zu.

GEBÜNDELTES DIAGNOSTIK-KNOW-HOWDas Röntgeninstitut Düsseldorf hat sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Diagnostik-Institute in Nordrhein-Westfalen entwickelt. Das Institut mit rund 90 Mitarbeitern ist als überörtliche fachübergreifende Gemeinschaftspraxis konzipiert. Neben der Mammographie bietet das Unternehmen die gesamte Bandbreite radiologischer und nuklearmedizinischer Diagnoseverfahren an. Allen Verfahren ist gemein, dass mit ihnen digitale Bilddatensätze erstellt werden, was einen täglich Speicherbedarf von 25 – 30 GByte erzeugt. Ein großer Teil davon entfällt auf Screening-Untersuchungen im Rahmen der Vorsorge-Mammographie. Mehrere hundert Datensätze müssen täglich den zuweisenden Ärzten oder weiterbehandelnden Kliniken übermittelt werden.
Der heutige Standard bei der Weitergabe der gewonnenen Bildinformationen, zugehörigen Auswertungen und Rekonstruktionen ist die DICOM-CD. Um eine reibungslose Produktion zu gewährleisten, vertraut das Röntgeninstitut auf Technologie von Epson. Im November 2009 hat das Röntgeninstitut den ersten Discproducer Epson PP-100N installiert. Es handelt sich um ein Produktionssystem für das vollautomatische Brennen und Bedrucken von CD- und DVD-Medien. Die Epson PP-100N erhalten die im Rahmen der Untersuchungen erstellten Röntgenaufnahmen. Dort werden CDs- oder DVDs mit diesen Daten gebrannt und automatisch mit einem Label bedruckt, so dass Verwechselungen ausgeschlossen sind.

Oliver Eppert, IT-Verantwortlicher im Röntgeninstitut erläutert die Beweggründe für die Anschaffung des Discproducers: „Unser Ziel war, einen reibungslosen Workflow bei der Bilddatenverarbeitung sicherzustellen. Für die Weitergabe von Daten ist es unabdingbar, dass wir uns zu 100 Prozent auf die genutzte IT verlassen können. Unser Institut arbeitet in sehr sensiblen Bereichen. Wir müssen sichergehen, dass Patientendaten sicher, schnell und in bestmöglicher Qualität zum behandelnden Arzt oder in die Klinik gelangen.“

Das Röntgeninstitut erstellt CDs und DVDs für verschiedene Einsatzgebiete. Den weitaus größeren Teil der erstellten Silberlinge erhalten die Patienten direkt am Anschluss an ihre Diagnostik, während ein weiterer Teil direkt an Kliniken geht, um zum Bespiel einen Eingriff zu planen. Auf Anfrage erhält auch der überweisende Arzt eine Kopie der gespeicherten Patienten-Bilddaten.

BILDVERARBEITUNG IN DER PRAXISAngesteuert wird der Epson PP-100N über eine PACS-Lösung. PACS steht für „Picture Archiving und Communication System“. Es handelt sich um eine Software zum Bildmanagement in Krankenhäusern und diagnostischen Instituten und damit um eine zentrale Komponente beim Aufbau einer digitalen Krankenakte. Alle im Röntgeninstitut zusammenarbeitenden Betriebsteile sind über dieses System miteinander verbunden, das von der Firma VISUS aus Bochum implementiert wurde. PACS stellt ein ganzheitliches Bildmanagement zur Verfügung – das heißt, neben klassischen Röntgenbildern werden auch Bilddaten verarbeitet, die aus nicht radiologischen, bildgebenden Verfahren stammen – beispielsweise EKG- oder EEG- Signalkurven und auch Foto- und Videomaterial.

Im Röntgeninstitut Düsseldorf werden die Bilder über das PACS bis zu 30 Jahre archiviert – gemäß den gesetzlichen Anforderungen. Derzeit hält das Röntgeninstitut ca. 50 Terabyte an Daten bereit. Die Datensätze lassen sich je nach Anforderung mit einer Auflösung von 2.048 x 2.560 Pixel (QSXGA) auf speziellen, für die medizinische Diagnostik geeigneten Graustufen-Monitoren darstellen oder ausdrucken.


GUTE GRÜNDE FÜR EPSONDas PACS steuert zudem auch die Produktion der DVDs. Der Epson PP-100N ist über seine integrierte Netzwerkschnittstelle direkt mit dem System verbunden. Dies war ein Grund für das Institut, sich für einen Discproducer von Epson zu entscheiden. „Die Netzwerkfunktion bietet uns zusätzliche Möglichkeiten, beispielsweise den Zugriff auf das Gerät von externen Standorten aus. Für den Betrieb benötigt das System dabei keine zusätzliche Rechnerkapazität“, erläutert Eppert die Vorzüge des Geräts. Ein weiterer Grund war die Zuverlässigkeit des Epson Systems. „Wir hatten vorher eine Lösung im Einsatz, die uns nicht überzeugte. Sie war vor allem eines: störanfällig. Das konnten wir uns unter Workflow-Aspekten und im Umgang mit sensiblen Patientendaten nicht erlauben. Das Epson Gerät ist da ganz anders: Es brennt CDs und DVDs zuverlässig – selbst wenn einmal zwei Medien aneinander haften, ist das kein Problem.
Durch sein kompaktes Gehäuseformat lässt es sich zudem platzsparend aufstellen.“ Für den IT-Verantwortlichen zählt aber noch ein weiterer Aspekt: „Die CDs und DVDs sehen einfach professionell aus, sie repräsentieren das Haus nach außen.“ Der konsequente Wechsel vom analogen Bildausdrucken zu digitalen Datenträgern eröffnete dem Röntgeninstitut neue Perspektiven, um Prozesskosten zu senken und den Patientenservice weiter auszubauen. Durch die Weitergabe digitaler Patientendaten wie radiologischer, kardiologischer, Ultraschall- oder CT-Bilder per CD lassen sich Ärzte und Patienten schneller, besser und sicherer informieren. Wie zufrieden das Institut mit seinem neuen Discproducer ist, zeigt die Tatsache, dass im September 2010 weitere acht Epson PP-100N gekauft wurden.
„Die Integration der Epson-Schnittstelle konnte durch VISUS zeitnah umgesetzt und somit die Vorteile des PP-100N schnell in Anspruch genommen werden.“ schließt Eppert.

St.-Johannes-Hospital Dortmund

  


St.-Johannes-Hospital Dortmund
Ganzheitliches Bildmanagement und revisionssichere Langzeitarchivierung als Dienstleistung
Chefarzt Prof. Dr. Karl Schürmann, Wirtschaftsleiter Fred Oberhag,


Ganzheitliches Bildmanagement und revisionssichere Langzeitarchivierung als Dienstleistung
St.-Johannes-Hospital Dortmund setzt auf Service von VISUS



Das St.-Johannes-Hospital Dortmund (JoHo), ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung mit 570 Betten, behandelt jährlich knapp 27.000 stationäre und gut 18.000 ambulante Patienten. Es verfügt über eine der größten kardiologischen Abteilungen in Nordrhein-Westfalen.

Das Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Hospitals versorgt zusätzlich das St.-Elisabeth-Krankenhaus und das Marien Hospital Hombruch mit CT- und MR-Untersuchungen. "Insgesamt zählen wir etwa 46.000 Untersuchungen pro Jahr, schwerpunktmäßig des Herzens und des Gefäßsystems sowie interventionelle Untersuchungen", erläutert Chefarzt Prof. Dr. Karl Schürmann.

Flexibilität und Innovation

Angesichts stetig steigender Untersuchungszahlen und eines wachsenden Datenvolumens zog das Haus bereits im Jahr 2003 eine Digitalisierung der Radiologie in Betracht. "Eine Prämisse bei der Systemauswahl war, dass wir die kardiologische Bildgebung nahtlos in das PACS integrieren können. Gefragt war also eine Lösung für das ganzheitliche Bildmanagement", fasst Torsten Emmerich, Leiter Kommunikationstechnik, die Anforderungen zusammen. Darüber hinaus musste das anzuschaffende System in der Lage sein, die anfallenden Daten strukturiert DICOM-konform zu archivieren.

Torsten Emmerich, Leiter Kommunikationstechnik

Die Entscheidung fiel schließlich auf das PACS JiveX von VISUS. Das System überzeugte nicht nur durch seine Funktionalitäten und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, wie Wirtschaftsleiter Fred Oberhag ausführt: "VISUS war und ist ein flexibles und sehr innovatives Unternehmen, das zeitnah auf die spezifischen Anforderungen des Kunden eingehen kann."

Wirtschaftsleiter Fred Oberhag

Behutsame klinikweite Einführung

Im April 2004 erfolgte eine erste JiveX-Teststellung. Nach einer behutsamen Konvergenzphase arbeitet die Radiologie seit Juli 2005 digital. " Wir haben uns mit der hausweiten Umsetzung im Sinne eines reibungs- und problemlosen Ablaufes zwei Monate Zeit gelassen", beschreibt Emmerich den Projektfortgang.

Seit dem 01.10.2005 arbeitet das St.-Johannes-Hospital filmlos mit JiveX, die klinikweite Web-basierte Bildverteilung ist bis in den OP realisiert. Auch das Marien Hospital verfügt über JiveX, beide Häusern tauschen Bilder über eine 10 MB-Standleitung aus. Alle Bilder und Befunde werden zentral im JoHo gespeichert.

PACS bewährt sich nach KIS/RIS-Umstellung

Zwei Jahre nach der klinikweiten PACS-Einführung wurde die bis dato installierte KIS/RIS-Lösung eines Dortmunder Anbieters durch ORBIS von Agfa HealthCare ersetzt. "In diesem Prozess stellte sich zwangsläufig die Frage, auch JiveX durch das Agfa-PACS zu ersetzen ", erläutert Prof. Schürmann.

"Allerdings haben wir – sowohl Radiologen als auch Kliniker und IT – uns schließlich bewusst dagegen entschieden. JiveX hat bewiesen, sich nahtlos in verschiedene Umgebungen integrieren zu können – was sich bis heute bestätigt hat."

Oberarzt Dr. Jens C. Arlinghaus

Die hohe Akzeptanz von JiveX lässt sich auf mehrere Aspekte zurückführen, wie der Leitende Oberarzt Dr. Jens C. Arlinghaus ausführt: "Das PACS läuft sehr stabil und arbeitet schnell, so dass selbst große Bildserien innerhalb von Sekunden geladen werden. Grundsätzlich haben klinikweit alle Nutzer schnell die Vorteile des Systems in ihrer täglichen Routine erfahren und zu schätzen gelernt."

Amortisation nach dreieinhalb Jahren


"In der Wirtschaftlichkeitsanalyse haben wir für das PACS eine Amortisationszeit von dreieinhalb Jahren errechnet – was sich bis heute als realistisch erwiesen hat. Wir sparen jährlich allein mindestens 200.000 EUR Filmkosten ein. Hinzu kommen entfallende Aufwendungen für die Beschaffung und Entsorgung der Entwicklungschemikalien sowie die Wartung der Geräte", gewährt Oberhag einen Blick in die Finanzierung.

Aber auch die Radiologen haben messbare Vorteile durch die PACS-Einführung, wie Prof. Schürmann ausführt: "Die Bilder stehen uns heute ständig und ortsunabhängig zur Verfügung. So geht die Befundung viel schneller, die Befundlaufzeiten sind deutlich kürzer. Durch die direkte Verfügbarkeit der Voraufnahmen und die Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung wird die Diagnostik genauer und die Qualität der Diagnose verbessert."

Auch Dr. Arlinghaus sieht für seine tägliche Arbeit nur Vorteile durch das PACS: "Besonders umfangreiche Bildserien, z.B. aus dem CT, können deutlich schneller, bequemer und effektiver befundet werden als früher. Klinische Demonstrationen stelle ich während der Befundung "nebenbei" zusammen, was mir einen Mehraufwand an Zeit und Arbeit erspart. Die Demos selber sind heute wesentlich effektiver, da jeder Teilnehmer die Bilder sieht und selbst Voraufnahmen oder andere Bilder bei Bedarf live geladen werden können."

Langzeitarchivierung als Dienstleistung

Wie archiviert man aber nun radiologische Befunde bis zu 30 Jahre, wenn das auf herkömmlichen Datenträgern wie DVD oder BluRay nicht sicher zu gewährleisten ist? Diese Frage stellte sich das JoHo im Jahr 2009 und fand wieder zusammen mit VISUS eine Antwort: Storage Service for PACS (SSP), also die revisionssichere Langzeitarchivierung als Dienstleistung. Dabei stellt VISUS die Infrastruktur und der Partner T-Systems das Rechenzentrum. "Die nahtlose Integration der Archivlösung in JiveX ohne weitere Schnittstellen haben uns überzeugt. Das Serversystem erzeugt und verarbeitet automatisch die Archivaufträge, die Anwender können aus der vertrauten Oberfläche heraus die Daten aus dem Archiv anfordern. T-Systems gewährleistet uns neben dem Rechenzentrum eine leistungsstarke Datenanbindung", so Emmerich.

Die Gründe für eine externe Archivierung beschreibt er wie folgt: "Stellt man die Kosten für ein eigenes Archiv, die Sicherung der Systeme und Daten sowie die personellen Kosten hierfür zusammen, erkennt man schnell, dass ein externer Dienstleisten mit großem Rechenzentrum dies preiswerter und besser zur Verfügung stellen kann." Einen weiteren Aspekt sieht der Leiter Kommunikationstechnik im schnellen und unkomplizierten Zugriff auf die archivierten Daten. "Da wir viele onkologische Patienten versorgen, werden häufig ältere Voraufnahmen benötigt. Bisher haben wir dann den entsprechenden Datenträger aus den mittlerweile 3.000 Archivmedien heraus gesucht und zurückgesichert."

Dieser hohe Aufwand gehört der Vergangenheit an. Nach Vertragsabschluss im März 2010 wurde das Archivsystem von VISUS bereitgestellt und die Datenleitung durch T-Systems angebunden. Danach begann die Umstellung des Archivs, d.h., die Archivaufträge aktueller Daten wurden an das externe Archiv gesandt. "Nach erfolgreichen Tests der Datenanbindung und des Zugriffs auf die Archivdaten brennen wir keine Daten mehr auf Medien. Danach wurden schrittweise alle vorhandenen Datenträger ins Archiv transferiert", blickt Emmerich auf ein erfolgreiches Projekt zurück.

Marienhospital Bottrop

  


Marienhospital Bottrop (MHB)
Teleradiologie im PACS unterstützt Konsultationen in der Notfallversorgung

Dr. med. Ulrike Ellebrecht, Geschäftsführerin im Marienhospital Bottrop
EDV-Leiter Olaf Milde,
Dr. med. Klaus Feldmann, Chefarzt der Klinik für Radiologie


Teleradiologie im PACS unterstützt Konsultationen in der Notfallversorgung


Marienhospital Bottrop steigert Effizienz mit Digitalisierung der Radiologie





Seit über 140 Jahren erfüllt das Marienhospital Bottrop seinen medizinischen Auftrag. Aus dem Dorfkrankenhaus mit 20 Betten ist heute ein leistungsfähiges Medizinzentrum entstanden. Das Haus der Grund- und Regelversorgung mit 358 Betten behandelt jährlich gut 16.000 stationäre und etwa 35.000 ambulante Patienten. Die Klinik für Radiologie im Marienhospital Bottrop führt mit einem breiten Spektrum an Bildgebern etwa 55.000 Röntgenuntersuchungen bei 14.000 Röntgenpatienten pro Jahr durch.

Die Zeiten ändern sich, das konstatiert auch Geschäftsführerin Dr. med. Ulrike Ellebrecht: "Das analoge Arbeiten ist besonders in der Radiologie heute nicht mehr zeitgemäß. Da zudem die Technologie, die wir eingesetzt haben, End-of-Life war – Entwicklungsmaschinen sind schlicht nicht mehr erhältlich –, haben wir uns für die Einführung eines digitalen Bilddatenarchivierungs- und -kommunikationssystems entschieden. Mit dem PACS wollten wir Abläufe beschleunigen und die Qualität der Diagnostik steigern. Besonders zur schnellen und schonenden Klärung bei Patienten mit Polytrauma versprechen wir uns viel von den Möglichkeiten der Konsultationen und Zweitmeinungen durch Kollegen anderer Fachabteilungen."

Dr. med. Ulrike Ellebrecht, Geschäftsführerin im Marienhospital Bottrop

Systemeinführung per Fernzugang

Um den geeigneten PACS-Partner zu finden, startete das Marienhospital zusammen mit einem externen Berater eine beschränkte Ausschreibung, bei der zwölf Anbieter um ein Angebot gebeten wurden. "Die Hälfte davon konnte nicht alle Anforderungen erfüllen oder hat erst gar kein Angebot abgegeben. Die verbleibenden Anbieter und Systeme haben wir anhand unseres Leistungskataloges bewertet. Danach kamen drei in die engere Wahl, die wir zum Bietergespräch geladen haben. Schließlich fiel die Entscheidung für das PACS von CHILI", fasst EDV-Leiter Olaf Milde den Auswahlprozess zusammen.



EDV-Leiter Olaf Milde
Funktionell und in punkto Bedienung zeigten sich bei den verschiedenen Systemen keine grundsätzlichen Unterschiede. Also hat man bei der Entscheidungsfindung etwas tiefer in die Systeme geschaut, wie Milde bestätigt: "CHILI bietet eine technologisch sehr ausgereifte Lösung, die sich speziell für den einfachen und sicheren Aufbau teleradiologischer Verbindungen eignet. Der Web-Client bietet dazu mehr als die Grundfunktionalitäten und ermöglicht ein sehr differenziertes Arbeiten. Der Austausch von Bilddaten läßt sich über https-Links realisieren." Darüber hinaus bot der Heidelberger IT-Dienstleister das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.



Dr. med. Klaus Feldmann, Chefarzt der Klinik für Radiologie
Nachdem die Entscheidung für das CHILI PACS gefallen war, wurde im Marienhospital ein Testsystem installiert. Die Überführung in den Echtbetrieb vier Wochen später verlief reibungslos. "Dazu war nicht einmal ein CHILI-Techniker vor Ort, die Umstellung erfolgte per Fernzugriff. Wir haben lediglich die Container unter VMWare bereit gestellt und den Remote-Zugang eingerichtet. So wurde der erste Server eingerichtet, den wir dann gespiegelt haben. Es hat mich sehr verblüfft, mit wie wenig Aufwand die Einführung verbunden war", zeigt sich Milde noch heute angetan.

Notfallversorgung deutlich schneller mit PACS


Seit dem 1. Dezember 2009 arbeiten die Ärzte im Marienhospital Bottrop nun  `scharf´ mit dem CHILI PACS. "Das Unternehmen hat sich jederzeit als verlässlicher Partner erwiesen und sehr schnell bei sich abzeichnenden Problemen reagiert. Zur Akzeptanz des Systems hat sicher auch beigetragen, dass individuelle Wünsche umgesetzt wurden", bilanziert der EDV-Leiter. Auch die Integration in das Krankenhaus- (KIS) und das Radiologie-Informationssystem (RIS) von MCS verlief problemlos. Nur die Anbindung der Modalitäten bereitete den Geräteanbietern teilweise Kopfzerbrechen. "Kein Problem des PACS und mittlerweile auch gelöst", macht Milde deutlich.

Die Digitalisierung brachte nachhaltige Veränderungen in der Arbeitsweise mit sich. "Die Gewöhnungszeit war jedoch recht kurz", sagt Dr. med. Klaus Feldmann, Chefarzt der Klinik für Radiologie. "Heute legen die Stationen eine Röntgenanforderung eben im KIS an, die dann an das RIS übergeben wird. Dort gibt ein Radiologe die Untersuchung frei und die Daten werden automatisch als DICOM Worklist an die betreffende Modalität übermittelt. Direkt nach der Aufnahme stehen die Bilder dann klinikweit im PACS zur Verfügung. Noch am selben Tag befundet jeder Radiologe die ihm zugeteilten Bilder."



Eine besondere Stärke des CHILI PACS ist die Teleradiologie, die das Marienhospital zu Konsultationen im Rahmen der Notfallversorgung einsetzt. "Früher wurde der Patient bei uns im Hause geröntgt und die Aufnahmen auf CD-ROM gebrannt. Diese CD wurde dann per Taxi zum Universitätsklinikum nach Essen gebracht, wo die Ärzte die Bilder dann  frühestens nach 45 Minuten betrachten konnten. Gerade bei Unfallopfern ist aber ein schnelles medizinisches Eingreifen ungemein wichtig. Deshalb wird heute nach der Untersuchung aus dem PACS heraus ein Link an den betreffenden Arbeitsplatz im Universitätsklinikum Essen verschickt. Darüber können sich die Spezialisten die Bilder sofort ansehen und binnen fünf Minuten eine erste Einschätzung zum weiteren Vorgehen abgeben. Sollte eine Verlegung des Patienten nötig sein, sind die Bilder bereits vor diesem im anderen Krankenhaus. So können sich die Ärzte unmittelbar ein Bild vom Zustand des Patienten machen und sich auf die OP vorbereiten", beschreibt Milde den Ablauf. Er setzt bei dieser Kommunikation auf eine asynchrone Verbindung, da sie wesentlich flexibler ist. "Wir müssen keine VPN-Verbindung aufbauen und administrieren und auch im Vorfeld keine Adressaten festlegen. Bricht die Verbindung während der Datenübertragung ab, bleiben die bereits übertragenen Bilder bestehen und es werden lediglich die noch fehlenden erneut abgefragt", skizziert der EDV-Leiter den Nutzen der Lösung.

Effizienz und Qualität gesteigert


Neben der Möglichkeit, schnell eine zweite Meinung einzuholen oder die Notfallversorgung umgehend einzuleiten, bietet das CHILI PACS aber noch weitere Vorteile. "Der größte ist sicher, dass die Bilder jederzeit überall im Hause verfügbar sind", meint Milde. "Zu vordigitalen Zeiten war das Bild nur einmal vorhanden und lag entweder auf der Station, im Arztzimmer oder in der Radiologie, so dass es ständig gesucht und transportiert werden musste."

Ein Arbeiten ohne PACS mag auch Dr. Feldmann sich nicht mehr vorstellen. "Umfangreiche Bildserien mit mehreren Hundert Einzelbildern, wie sie heute Schnittbildverfahren liefern, können am Monitor dynamisch und damit effizienter befundet werden. Der Radiologe sieht sehr viel einfacher Auffälligkeiten und benötigt weniger Zeit für die Befundung." Aber auch spezielle Softwaretools erleichtern dem Chefradiologen die Arbeit: "Hanging Protokolle automatisieren Routine-Arbeitsschritte, was eine schnelle und effiziente Befundung gewährleistet. Darüber hinaus können wir durch die Möglichkeiten der Bildbearbeitung mehr Informationen und Details aus den Aufnahmen herausholen."

Demonstrationen oder auch Vorträge lassen sich mit dem CHILI PACS ganz bequem während der Befundung vorbereiten, da die Bilder nur in einen entsprechenden Ordner verschoben werden müssen. Die klinische Demonstration findet mit zwei 56-Zoll-Monitoren statt, auf denen wirklich jeder Teilnehmer auch  noch so kleine Details genau erkennen kann. Das ist speziell für die Facharztausbildung ein Vorteil.

Die Orthopäden im Hause profitieren nach Worten von Dr. Feldmann besonders von den digitalen Bildern und der integrierten Planungssoftware mediCAD der Firma Hectec: "Sie können ihre Eingriffe heute sehr einfach und genau vorplanen. Zu Zeiten der Röntgenbilder wurden diese auf Pauspapier übertragen, dann dort manuell die geplanten Schnitte eingezeichnet und anschließend die OP mit Schablonen vorgeplant. Die Planungssoftware ist sehr viel genauer und hilft Komplikationen vorzubeugen. Der Operateur geht besser vorbereitet in die OP und das Ergebnis einer digital geplanten OP ist auch besser."

Kliniken Landkreis Sigmaringen

  


Kliniken Landkreis Sigmaringen
Die Vernetzung von drei Standorten mit der PACS / VIS Lösung von VEPRO ermöglicht eine Optimierung des digitalen Datenaustauschs!
Willi Römpp, Geschäftsführer und Verwaltungsdirektor
Dr. Otto Stengele, Leitender Facharzt der Radiologischen Praxis
Thomas Strobel, IT Leiter der Kliniken Landkreis Sigmaringen GmbH


Kliniken Landkreis Sigmaringen profitieren vom digitalen Zeitalter


Die Vernetzung von drei Standorten mit der PACS / VIS Lösung von VEPRO ermöglicht eine Optimierung des digitalen Datenaustauschs!            

 
KKH Sigmaringen
 
KH Pfullendorf  
 
KKH Bad Saulgau

Mit Plan und Augenmaß

Zur Kliniken Landkreis Sigmaringen GmbH – gegründet im Jahr 1996 – gehört das Kreiskrankenhaus Sigmaringen als akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Tübingen sowie das Kreiskrankenhaus Bad Saulgau und das Krankenhaus Pfullendorf.

Für die jährlich zu versorgenden 20.000 Patienten stehen 536 Betten zur Verfügung. Es kümmern sich 1.200 Mitarbeiter um die Genesung der Patienten und den Betrieb der drei Standorte. Eine verantwortungsvolle Aufgabe, die ein hohes Maß an Organisation erfordert. Die Qualität der Arbeit mit den Patienten wie auch die wirtschaftlich positive Entwicklung des Klinikums spielte eine zentrale Rolle bei der Konzeption einer zeitgemäßen PACS / Workflowlösung.

„Wir suchten eine technisch ausgereifte Lösung, die optimal im Einklang mit der organisatorischen und personellen Situation unserer sozialen Einrichtung steht“, erklärt Herr Willi Römpp, Geschäftsführer und Verwaltungsdirektor der Kliniken Landkreis Sigmaringen GmbH. „Unsere Mitarbeiter haben zum Beispiel unterschiedlich versetzte Arbeitseinsätze an den jeweiligen Standorten, damit wir die Patienten rund um die Uhr betreuen können. In der Vergangenheit wurden sämtliche Aufträge für die jeweiligen Fachabteilungen manuell erfasst sowie Bilddaten manuell erstellt und weitergeleitet, was uns natürlich viel Zeit und Mühe kostete.“ So wurde ein flexibles und leistungsfähiges Softwaresystem gebraucht, welches vor dem Hintergrund der immer komplexer werdenden Aufgaben gleich mehrere administrative Arbeitsfelder miteinander sinnvoll verknüpfen konnte.



Willi Römpp, Geschäftsführer und Verwaltungsdirektor

Ein System mit vielen Möglichkeiten

Zum Einsatz kam eine speziell für das Gesundheitswesen konzipierte Lösung der VEPRO AG aus Pfungstadt. Das Kernstück bildet die Software EMR-PACS Manager. BASIS, die nach Wunsch der Sigmaringer um spezielle Module erweitert wurde. So entschied die Geschäftsführung die elektronische Workflowlösung VIS (VEPRO Informationssystem) zu implementieren. Die komplette Datensicherung und Infrastruktur für alle drei Standorte erfolgt über Sigmaringen. „Dies erleichtert den administrativen Aufwand erheblich“, so Herr Thomas Strobel, IT Beauftragter der Sigmaringer Kliniken. Ergänzend wurde für die integrierte Röntgenpraxis in Sigmaringen das Mammographie-Screening eingeführt, das von Herrn Dr. Otto Stengele, Leiter der Radiologie, betrieben wird. Die Vernetzung aller drei Standorte führt zu einem schnelleren diagnostischen Datenaustausch, bestehend aus Bild, Film und Befund, so dass jeder Mediziner je nach Berechtigung sofort auf die Patientendaten zugreifen kann.

„Durch die Anbindung aller Modalitäten wird unser Wunsch – ein Knopfdruck und alle Daten von einem Patienten stehen zur Verfügung – voll erfüllt“, so Herr Dr. Otto Stengele. „Alle Bearbeitungsmöglichkeiten einer modernen PACS Lösung stehen uns überall im Klinikum als auch an den anderen Standorten zur Verfügung. Der hohe Vernetzungsgrad und die hohe Performance kommen den Notfallpatienten zugute. Hinzu kommt die Verknüpfung mit dem vorhanden KIS, was dem Ärzteteam ein zusätzliches Plus an Transparenz, Präzision und Effizienz verschafft.



Dr. Otto Stengele, Leitender Facharzt der Radiologischen Praxis

Transparenz und Sicherheit

Mit einer hocheffektiven Anbindung des KIS an die anderen Subsysteme, wie der PACS / VIS Lösung lassen sich gleich mehrere Anwendungen über eine Software steuern. „Wir können jetzt vom PC aus einen Überblick über alle Patientendaten erhalten“, sagt Herr Thomas Strobel. „Ein System mit vielen Vorteilen: Fehler, etwa bei der Patientenerfassung an allen Standorten, werden minimiert“. Möchte heute ein Arzt eine Aufnahme für die Visite sichten, steht das digitale Bild inklusive Befund über das krankenhausweite Computernetz für sämtliche Abteilungen sofort zur Verfügung.

Die fachübergreifende Zusammenarbeit von Ärzten ist schneller und interaktiver, die Abstimmung von Therapie und Behandlung leichter.  Durch das digitale Röntgen hat sich nicht nur die Qualität der Bilder verbessert, sondern auch die Flexibilität erhöht. Heute können zwei oder mehrere Ärzte zeitgleich auf ein Bild zugreifen und sich am Telefon beraten. Das Leistungsvolumen hat sich erweitert, die Durchläufe erhöht und dennoch haben sich Prozessablauf und  Archivierung verbessert und die freigewordenen Ressourcen effektiv umverteilt. Allein in Sigmaringen erfolgen bis zu 80.000 Röntgenleistungen pro Jahr. Auch die Röntgenkonferenzen sind effektiver geworden. „Die Digitalisierung hat den Arbeitsfluss und die Befundung in der Radiologie beschleunigt und die Verantwortung erhöht“, so Herr Dr. Otto Stengele.

Modularität bringt Vorteile

Das modulare Softwaresystem von VEPRO bietet dem Sigmaringer Team vielfältige Möglichkeiten, administrative Prozesse zu verbessern und Zeit zu sparen. Zeit, die den Patienten zugutekommt.

 

Von links nach rechts: Thomas Strobel (IT Leiter der Kliniken Landkreis Sigmaringen GmbH), Wolfgang Kersten (CSO der VEPRO AG), Willi Römpp (Geschäftsführer und Verwaltungsdirektor der Kliniken Landkreis Sigmaringen GmbH), Dr. Otto Stengele (Leitender Facharzt der Radiologischen Praxis), Frau Schwichtenberg (MTRA der Radiologischen Praxis)

AusblickIn naher Zukunft ist die Anbindung an das Radiologie-Netz Baden Württemberg in Zusammenarbeit mit der Universität Tübingen geplant. Man möchte sich der Kooperation von radiologischen und kardiologischen Praxen und Krankenhäusern und dem professionellen Management anschließen und sich entsprechend vernetzen.

Kontakt

Kliniken Landkreis Sigmaringen GmbH
Hohenzollernstraße 40   
72488 Sigmaringen

Telefon 07571-100-0
Telefax 07571-100-2281
radiologie.sigmaringen@klksig.de
www.klksig.de


KontaktRadiologische Praxis am
Krankenhaus Sigmaringen GmbH
Hohenzollernstraße 40
72488 Sigmaringen

Telefon 07571-100-2302
Telefax 07571-100-2320
radiologie.sigmaringen@klksig.de
www.klksig.de


VEPRO ist seit 1981 der Partner für moderne, innovative und prozessorientierte IT-Lösungen im Gesundheitswesen. Mit einer langjährigen Erfahrung und weltweiten Präsenz zählt VEPRO zu den führenden IT-Unternehmen in der Medizinbranche. Die wichtigste Säule für den Erfolg der Unternehmensgruppe bilden die weltweit mehr als 100 Mitarbeiter und Vertriebspartner sowie Kunden in mehr als 60 Ländern. Mit den Produkten Enterprise PACS / EMR, VEPRO Informationssystem VIS (RIS) und VEPRO Health Portal VHP bietet das Unternehmen ein komplette Produktportfolio, sowohl für das Bild- und Prozessmanagement als auch für die Informationsverteilung über das Web. Für jeden Kunden wird ein individuelles auf den jeweiligen Rahmen abgestimmtes Konzept erstellt. Ziel ist es, die Kosten für den Krankenhaus- und für den Praxisbetrieb zu minimieren und so dem Wirtschaftlichkeitsgebot bei gleichzeitiger Optimierung der Patientenversorgung zu entsprechen. VEPRO ist der Partner, wenn es um die Verbesserung der Prozessabläufe, Archivierung von Bild-, Film-, Befunddaten, Bilddiagnostik, Telekommunikation, Teleradiologie und die Senkung der Kosten geht. Bis heute haben sich weltweit über 4.000 Kunden von den Produkten, Leistungen und eingehaltenen Zusagen überzeugen können.

vepro Mayen

  


Digitale Radiologie im Gemeinschaftsklinikum Koblenz-Mayen
Hochmoderne Radiologie baut auf VEPRO’s PACS & VIS (RIS) Enterprise Lösung!

Peter Lampmann, Leiter IT und Organisation  
Prof. Dr. med. Klaus Schunk, Ärztlicher Direktor und Facharzt für Radiologie

Digitale Radiologie im Gemeinschaftsklinikum Koblenz-Mayen

Hochmoderne Radiologie baut auf VEPRO’s PACS & VIS (RIS) Enterprise Lösung!

 
Klinikum Kemperhof Koblenz
 
Krankenhaus St. Elisabeth Mayen

Überblick

Das Gemeinschaftsklinikum Koblenz Mayen mit seinen 16 Kliniken, 3 Belegkliniken und rund 800 Betten besteht aus zwei Standorten. Am Standort Koblenz befindet sich das Klinikum Kemperhof, Klinik der Schwerpunktversorgung, am Standort Mayen das St. Elisabeth, Krankenhaus der Regelversorgung. Beide Standorte betreuen zusammen über 110.000 Patientenfälle pro Jahr.

Herausforderung

Mit den alten analogen Verfahrensweisen konnten die neu gestellten Herausforderungen nicht mehr ökonomisch bewältigt werden. Die Herausforderungen waren insbesondere die Flut von Bilddaten an neuen Modalitäten, Zuwachs von Untersuchungen und der herrschende Kostendruck, diesen Herausforderungen ohne zusätzliches Personal entgegen zu treten.

Es musste eine Lösung geschaffen werden, die die Arbeitsabläufe von der Auftragsannahme bis zur Patientenentlassung merklich beschleunigt. Zusätzlich musste sichergestellt werden, dass alle Leistungen dokumentiert, zusätzliche Leistungen hinzugefügt und diese Informationen an das führende KIS (Krankenhaus Informationssystem) fehlerfrei übermittelt werden.

Wesentlich ist auch, dass alle Daten wie Bild, Film und Befund zwischen den Standorten ausgetauscht und kommuniziert werden. Zusätzlich muss am Standort Mayen eine radiologische Praxis mit integriert werden, die Bilddaten und Befunddaten dem St. Elisabeth Krankenhaus zur Verfügung stellt.

„Eine weitere Herausforderung war, dass die anderen Kliniken im Kemperhof das Projekt mittragen, denn wir wollten mit der neuen Lösung zu 100% filmlos werden“, so der Ärztliche Direktor und Chefradiologe Herr Prof. Dr. Klaus Schunk.

„Wir wollten eine Lösung aus einem Guss, die für alle Nutzer, die direkt oder indirekt mit dem System arbeiten, sofort verständlich ist und die jeweiligen Bedürfnisse und Anforderungen entsprechend erfüllt“, so der Leiter IT und verantwortliche Projektleiter, Herr Peter Lampmann. „Kurz zusammengefasst keinen Anzug von der Stange, sondern einen für uns passenden Maßanzug“. 



Peter Lampmann, Leiter IT und Organisation   



Radiologie im Kemperhof, Koblenz


Lösung

Das Gemeinschaftsklinikum Koblenz-Mayen entschied sich für die PACS und VIS (RIS) Lösung der VEPRO AG als strategische Plattform. „Gleichzeitig wurden weitere Investitionen in einer Reihe von neuen Großgeräten getätigt, die zeitgleich mit der PACS / VIS (RIS) Lösung implementiert wurden. Dies bedeutet Vertrauen in einen erfahrenen Partner mit Herzblut, der mit einem minutiösen Projektmanagement das Großprojekt in kürzester Zeit zum Erfolg führt“, so Herr Prof. Dr. Klaus Schunk.

Die Vorbereitungszeit hat insgesamt 6 Monate in Anspruch genommen. Dies ist auf Umbaumaßnahmen, Abstimmungen, Neuerstellung  von Leistungskatalogen und Abstimmungen mit vielen Unternehmen zurückzuführen. Diese Arbeiten wurden von einer kleinen Projektgruppe im Klinikum gemeinsam mit der VEPRO AG durchgeführt. Der Roll-Out der Enterprise Lösung konnte somit in nur 2 Wochen durchgeführt werden.

Die von der Projektgruppe definierten Arbeitsabläufe, angefangen von der Auftragsannahme, Zuordnung des Auftrages an Ressourcen, Dokumentationen, Leistungserfassung und Ergänzung, Befundung, Befundschreibung und Befundfreigabe inkl. Notfälle wurden in der VEPRO Lösung so hinterlegt, dass mit wenigen Klicks ein Prozess abgewickelt  wird. Hierbei erhalten die jeweiligen Fachbereiche nur die Ansichten des Viewers, die für das Ergebnis der Aufgabe erforderlich sind. Durch die hohe Komplexität der Lösung, verursacht durch viele automatische Routinen, ist die gesamte Lösung in einem Projektbuch festgehalten. Somit kann jederzeit mit geringem Aufwand eine Änderung durchgeführt werden.  

Der Anforderungskatalog an das neue System war umfangreich und betraf sowohl Standardfunktionalitäten anstelle von individuellen Anpassungen als auch weitere Funktionen zur Einrichtung von unternehmensspezifischen Arbeitsabläufen (Workflow). Neben größerer Transparenz beim Status der Datenaustausch-Aktivitäten ist eine signifikante Steigerung des Workflow-Automatisierungsgrades erreicht worden, um die Datenaustauschprozesse insgesamt zu verbessern und zu vereinfachen. Dies schloss eine einfache und benutzerfreundliche Bedienung mit ein.


Ergebnis

„Die VEPRO AG hat gezeigt, dass ein Projekt in dieser Größenordnung in kürzester Zeit umsetzbar ist, und aus dieser Erfahrung heraus kann ich jeder Klinik empfehlen, ein solches Projekt in einem Schwung durchzuführen“, so Herr Prof. Dr. Klaus Schunk. Frau Dr. Monika Lorey, ltd. Oberärztin in der Radiologie fügt noch hinzu, dass die Akzeptanz nicht nur in der Radiologie, sondern im gesamten Klinikum schnell gewachsen ist. 
         


Prof. Dr. med. Klaus Schunk, Ärztlicher Direktor und Facharzt für Radiologie

Das Ziel vom Gemeinschaftsklinikum Koblenz Mayen, die Implementierung eines neuen IT Systems, um die Qualität, Sicherheit und Rückverfolgbarkeit bei den Datenaustauschprozessen deutlich zu verbessern, wurde zu 100% erreicht. Herr Prof. Dr. Klaus Schunk fügt noch hinzu, dass das Klinikum heute 100% Filmkosten einspart.
„Mit der Unterstützung der VEPRO AG haben wir die Herausforderungen, vor denen wir standen, ohne Risiko bewältigt, denn wir profitieren von ausgereiften Produkten, die sich in unserer Branche bewährt haben“, berichtet Projektleiter Peter Lampmann abschließend. „Wir haben die Qualität unseres Datenaustausches wesentlich verbessert und den Steuerungsbedarf in den Bereichen Datenhandling und Datensicherheit sowie den Arbeitsaufwand an unseren Standorten reduziert.“

Gemeinschaftsklinikum Koblenz- Mayen

Das Klinikum Kemperhof Koblenz, ein Klinikum der Schwerpunktversorgung und Lehrkrankenhaus der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz sowie das Krankenhaus St. Elisabeth Mayen, ein Krankenhaus der Regelversorgung sind im Jahr 2005 zur Gemeinschaftsklinikum Kemperhof Koblenz – St. Elisabeth Mayen gGmbH fusioniert. Das Gemeinschaftsklinikum mit rund 800 Betten, 16 Kliniken und 3 Belegkliniken bietet mit seiner neuzeitlichen Ausstattung und seinen qualifizierten Spezialisten nicht nur Hochleistungsmedizin, sondern sieht sich auch als modernes Dienstleistungsunternehmen.  Mehr als 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben das gemeinsame Ziel der optimalen medizinischen Versorgung der Menschen in der Region Mittelrhein und Eifel. www.gemeinschaftsklinikum.de


Ausblick:

Der Trend im Kemperhof  geht zur kompletten Elektronifizierung aller Bereiche. Laborwerte, OP-Berichte und sonstige wichtigen Informationen komplexer Fälle helfen dem Radiologen, einen erstklassigen Befund zu erstellen. Bilder aus digitalen Praxen können, wenn sie nicht per CD verschickt werden, noch am gleichen Tag elektronisch zugestellt und sofort befundet werden. Externe Chirurgen sollen auf Bilder vom Kemperhof zwecks Telekonferenzen zugreifen können. Das ist der Wunschgedanke eines jeden Klinikers. Ziel ist, dass alle profitieren: die Patienten, die Kliniken und die Fachleute in anderen Kliniken und Praxen. „Wenn das VEPRO Health Portal diese Lösung verspricht, dann gehen wir gerne gemeinsam den Weg mit VEPRO“, so Prof. Dr. Klaus Schunk.

Kontakt

Gemeinschaftsklinikum Koblenz-Mayen
Klinikum Kemperhof Koblenz
Koblenzer Str. 115-155
56073 Koblenz
Tel.: 0261/499-0
Fax: 0261/499-2000


info-koblenz@gemeinschaftsklinikum.de

Kontakt

Klinikum St. Elisabeth Mayen
Siegfriedstr. 20 - 22
56727 Mayen
Tel.: 02651 / 83-0
Fax: 02651 / 5806

info-mayen@gemeinschaftsklinikum.de



VEPRO AG

VEPRO AG Die VEPRO AG ist seit 1981 der Partner für moderne, innovative, zuverlässige und prozessorientierte IT-Lösungen im Gesundheitswesen. Mit einer langjährigen Erfahrung und weltweiten Präsenz zählt VEPRO zu den führenden IT-Unternehmen in der Medizinbranche. Die wichtigste Säule für den Erfolg der Unternehmensgruppe bilden die weltweit mehr als 100 Mitarbeiter und Vertriebspartner, Kunden in mehr als 60 Ländern sowie die eigene Softwareentwicklung „Made in Germany“.Mit den Produkten Enterprise PACS / EMR, VEPRO Informationssystem VIS (RIS) und VEPRO Health Portal VHP bietet das Unternehmen ein komplettes Produktportfolio, sowohl für das Bild- und Prozessmanagement als auch für die Informationsverteilung über das Web. Für jeden Kunden wird ein individuelles auf den jeweiligen Rahmen abgestimmtes Konzept erstellt. Bis heute haben sich weltweit über 4.000 Kunden von den Produkten, Leistungen und eingehaltenen Zusagen überzeugen können.

Augusta-Kranken-Anstalt

  


Augusta-Kranken-Anstalt Bochum
Spracherkennung mit NUANCE
Standortübergreifende Spracherkennung mit Cashing Server
Andreas Kaysler, IT-Leiter der Augusta-Kranken-Anstalt


Standortübergreifende Spracherkennung mit Cashing Server
Andreas Kaysler, IT-Leiter der Augusta-Kranken-Anstalt




An den drei Standorten der Evangelischen Stiftung Augusta in Bochum wurden im Zuge der Migration auf ein neues KIS die Spracherkennungslösungen harmonisiert. Mit Übergang auf den SpeechMagic Solution Builder 2.0 von Nuance entstand eine standortübergreifende Plattform mit derzeit 350 Nutzern. Um das Netzwerk zwischen den Standorten zu entlasten und schnelles und effizientes Arbeiten zu ermöglichen, wurde ein Caching Server installiert.


Die Stiftung hat drei Standorte: Die Augusta-Kranken-Anstalt in Bochum-Mitte mit 486, das Evangelische Krankenhaus Hattingen mit 264 und das auf geriatrische Medizin spezialisierte Krankenhaus Bochum-Linden mit 51 Betten. Seit 2005 gab es eine Campuslizenz für ein Spracherkennungssystem, damals MBS-easy, doch existierten Insellösungen, die nur teilweise in das Klinikinformationssystem integriert waren und sich je nach Installationszeitpunkt unterschieden. Als der Wechsel des KIS anstand, wurde die Gunst der Stunde genutzt und die Spracherkennung auf eine standortübergreifende Plattform gehoben.



Andreas Kaysler, IT-Leiter der Augusta-Kranken-Anstalt

Hierbei gab es ein Problem: Mit 350 Nutzern ist die Bochumer Spracherkennung umfangreich, die Übertragungsgeschwindigkeit des standortübergreifenden Netzwerks aber begrenzt. Das Rechenzentrum in Bochum-Mitte ist mit den anderen Standorten über eine Richtfunkstrecke mit 100MBit/s verbunden. Weil Bochum-Linden nicht in Reichweite des Hauptstandorts liegt, werden für Linden bestimmte Daten über Hattingen geroutet. Das Funknetz wurde vor vier Jahren eingeführt, weil es damals das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis bot. Innerhalb der Standorte existiert jeweils ein 1 GBit/s Ethernet.



Bei einer zentralen Spracherkennungsplattform müssten die akustischen Referenzdateien (Sprachprofile) der Nutzer über das Funknetzwerk geladen werden. Gerade für Stoßzeiten ist es notwendig, dass die Profile auch lokal vorliegen, um Wartezeiten zu vermeiden. So werden beim Laden der Spracherkennungsprofile 40 bis 60 MB Daten je Workstation übertragen. Ein Netzwerk mit einer Übertragungskapazität von 100 MBit/s wäre damit schnell ausgelastet und die Initialaufrufzeiten stiegen auf über 1,5 Minuten. Mehr User und Profil-Updates beim Wechsel der Arbeitsplätze würden die Ladezeiten weiter erhöhen.

Zu jedem Zeitpunkt einsetzbar

 
Die Lösung: Ein Caching Server, der gemeinsam mit dem SpeechMagic Solution Builder 2.0 eingeführt wurde, umgeht den Flaschenhals des Netzwerks und sorgt für deutlich kürzere Startzeiten. Das Prinzip ist einfach: Das Rechenzentrum am Standort Mitte stellt die Hauptserver für die Spracherkennung. Zusätzlich liegen auf dem Caching Server in Linden Kopien der Sprachprofile. Sie sind die Grundlage für die von den meisten Anwendern genutzte Online-Spracherkennung. Nachts werden Kopien und Originalprofile synchronisiert.

Der Inbetriebnahme des Caching Servers ging eine etwa vierwöchige Periode voraus, in der alle Fachbereiche der Klinik in Sachen Spracherkennung auf einen gemeinsamen Stand gebracht wurden. Am Ende war der SpeechMagic Solution Builder 2.0 überall verfügbar und in das neue KIS medico//s von Siemens über dessen ODSI-Schnittstelle integriert. Während dieser Zeit war die Spracherkennung zu jedem Zeitpunkt einsetzbar und konnte durchweg genutzt werden.

Anwender und Klinikbetreiber profitieren

 
Der Umstieg auf eine standortübergreifende Plattform plus Caching Server macht sich für die Evangelische Stiftung Augusta mehrfach bezahlt. Die Kosten für den Server liegen unter 5000 Euro. Alternativen, der Ausbau der Richtfunkstrecke oder der Umstieg auf ein Kabelnetzwerk, wären wesentlich teurer geworden.

Dank Caching Server ist die Lösung schnell und flexibel genug, um allen Dokumentationsbedürfnissen der Klinik gerecht zu werden. Die Chirurgen etwa diktieren die Patientenprotokolle unmittelbar während der Ambulanzsprechstunde. Weil Behandlungszimmer und Ärzte im Ambulanzumfeld rasch wechseln, ist es notwendig, schnell unterschiedliche Sprachprofile aufzurufen. Die lokalen Profile ermöglichen dies, ohne auf die Vorteile einer einrichtungsübergreifenden Plattform zu verzichten.

Junge Ärzte nutzen das System in der Regel als Online-Spracherkennung, Arztbriefe und Befunde sind so sofort verfügbar. Diktate von Ärzten, die die Spracherkennung offline nutzen, können frei zwischen den Standorten ausgetauscht werden. Im gemeinsamen Schreibpool können Diktate kurzfristig bearbeitet werden. Der Bedarf an reinen Schreibkräften ist seit 2006 deutlich gesunken, der Schreibdienst wurde von 14 auf zwei Mitarbeiter reduziert und diese an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt.

Kontakt:

healthcare.international@nuance.com
www.nuance.de/healthcare












Kliniken der Nordoberpfalz AG

  


Kliniken Nordoberpfalz – Weiden
PACS-Vernetzung durch Cerner
Robert Dworschak, IT Leiter der Kliniken Nordoberpfalz AG


Kliniken Nordoberpfalz – Weiden PACS Vernetzung



Die Kliniken Nordoberpfalz AG sind typisch für einen Verbund von Krankenhäusern in kommunaler Trägerschaft in einem Landkreis. Sie versorgen mit insgesamt 8 Standorten und insgesamt über 1.200 Betten das nördliche Umland von Weiden in einem Umkreis von 45 km ab. Während Weiden mit knapp 600 Betten ein Schwerpunktkrankenhaus der Versorgungsstufe II bildet, stellen weitere 6 Häuser die Grundversorgung der Stufe I in der Region sicher. Damit das jetzt und in Zukunft möglich ist, investierte die Klinikgruppe in moderne vernetzte PACS-Technologie.

Eine zentrale Anforderung für die Grundversorgung ist eine funktionierende Radiologie. Dies lässt sich für kleinere Häuser im ländlichen Raum vielerorts personell nicht mehr hinreichend organisieren und nur an wenigen Standorten sind regionale Kooperationen mit niedergelassenen Fachärzten möglich. In Weiden steht eine gut ausgestattete, schon seit langem digital arbeitende Radiologie bereit und kann die Befundung rund um die Uhr für alle Kliniken der Gruppe übernehmen. Voraussetzung ist hierfür ein vernetztes PACS und eine Digitalisierung bisher noch analog arbeitender Röntgengeräte und anderer Modalitäten vor allem durch Speicherfoliensysteme. Damit einher ging die Ausstattung jedes einzelnen Krankenhauses, soweit nicht schon geschehen, mit einem lokalen Bildserver.

Dezentrale Verfügbarkeit – zentrale Langzeitarchivierung


Die Kliniken Nordoberpfalz AG haben eine Breitbandverbindung von 5 MBit/s zwischen Ihren Standorten. Die Auftragsvergabe im RIS ist via Citrix-Anbindung zentral gelöst, d.h. die Patienten sind über alle Standorte hinweg konsistent bekannt. Alle Modalitäten werden über DICOM Modality Worklists aus dem RIS geführt. Fertige Bilder werden unmittelbar auf den lokalen Cerner Bildserver des jeweiligen Krankenhauses geschickt. Dieser routet die Bilder sofort weiter an das Cerner ProVision PACS Zentralarchiv in Weiden. Natürlich erfolgt auch nur hier die Langzeitarchivierung. Die Bildserver in den anderen Häusern halten die Bilder jeweils für rund 1 Jahr vor und holen sich ältere Voraufnahmen vom Zentralarchiv. Bilder sind somit typisch nach ca. 10 Minuten in Weiden verfügbar und können dort rund um die Uhr an 7 Tagen der Woche befundet werden.
Krankenhäuser der Grundversorgungsstufe I sind die erste Anlaufstelle für (fast) alle Arten von Patienten. Damit ein Krankenhaus diese Notfallversorgung leisten kann, wird eine entsprechende Notfallaufnahme rund um die Uhr bereit gehalten – mit Ärzten  und Pflegern, aber auch mit Röntgen- und CT-Geräten. Die zum Glück seltene Inanspruchnahme wie auch die knapper werdende Zahl von Fachärzten wie Radiologen verhindert aber, dass mehrere Radiologen im Schichtdienst in einer Kleinstadt im Krankenhaus unbeschäftigt warten. Da die Bilder ohnehin von Computern gespeichert und über Netzwerke zu den Befund-PCs geleitet werden, können diese Arbeitsplätze auch zentral an einem anderen Standort stehen, so dass sich ein zentraler radiologischer Dienst für mehrere Krankenhäuser lohnt. Die Kliniken Nordoberpfalz haben dies nun mit einer Erweiterung und Vernetzung ihres schon seit mehreren Jahren an einigen Standorten vorhandenen PACS (Picture Archiving and Communication System) der Firma Cerner in die Tat umgesetzt.
Mit der Investition in diese Technik bietet die Kliniken Nordoberpfalz AG allen Patienten Ihres Einzugsgebietes den gleichen hohen Stand an medizinischer Diagnostik rund um die Uhr an. Damit wird wertvolle Zeit eingespart, die sonst für die Fahrt der Patienten im Rettungswagen zum Beispiel bis nach Weiden benötigt würde.



Robert Dworschak, IT Leiter der Kliniken Nordoberpfalz AG


So können alle für die Grundversorgung notwendigen Leistungen weiterhin in den Häusern der Grundversorgungsstufe I erbracht werden – durch das PACS und die damit einhergehende Vernetzung zwischen den Standorten in besserer Qualität als vorher. Patienten können für typische Fragestellungen weiterhin wohnortnah versorgt werden.

Dr. Manfred Hausel, Ärztlicher Direktor der Kliniken Nordoberpfalz, betont, dass mit dieser Investition in allen Häusern der Gruppe der gleiche hohe Standard gehalten werden kann und durch die Vernetzung und telemedizinische Kooperation nicht nur innerhalb der Gruppe, sondern auch zu Spezialzentren z. B. für die Neurochirurgie und für Tumorkonferenzen genutzt werden können. Otto Tafelmeyer, der Regionalleiter Nord des Klinikverbundes, ist für das Konzept der verteilten Verbundleistungen mit verantwortlich: „Im Verbund können wir … rund um die Uhr-Betrieb gewährleisten! Das ginge ohne den Klinikverbund nicht ohne Weiteres.“ Dr. Norbert Fischer, Chefarzt der Chirurgie in Waldsassen, unterstreicht: „Für die Chirurgie sind Röntgenbilder und moderne Schnittbildverfahren unverzichtbar. Durch das PACS sind jetzt immer alle Bilder, auch die Voraufnahmen, sofort verfügbar, während der analoge Film oft gesucht werden musste.“

Dr. Peter Fuchs, Chefarzt Innere Medizin, erläutert: „Für unseren Schwerpunkt, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen, brauche ich unverzichtbar die Radiologie mit dem Partner Weiden. Wir können fast alle erforderlichen Leistungen hier in Waldsassen erbringen – nur der Herzkatheterplatz ist in Weiden“.

Planung – Implementierung - Technik


Die Projektdauer betrug von Planung bis Abschluss der Realisierung rund 9 Monate. Frühzeitig wurden Gespräche mit den Anwendern geführt, Anforderungen notiert, die je nach Schwerpunkt und Situation der Häuser nicht identisch waren. Diese wurden wiederholt mit Ärzten, MTARs und technischen Mitarbeitern diskutiert, um einen Ausgleich zwischen dem Notwendigen und dem Finanzierbaren zu schaffen. Das digitale Zentralarchiv in Weiden gab es zum Glück schon, so dass hier nur ein Speicherausbau erfolgen musste. Die peripheren Krankenhäuser wurden mit Speicherfoliensystemen ausgestattet und, ebenso wie die Schnittbildverfahren, ins RIS und ins PACS integriert. Ab Auftragsvergabe dauerte es dann noch knapp 3 Monate bis Cerner die Realisierung zusammen mit der IT-Abteilung des Klinikums umgesetzt hatte. In den damals schon digital arbeitenden Häusern in Weiden und in Kemnath erfolgten die Arbeiten während des laufenden Routinebetriebs. Mit der Erneuerung einher ging der Wechsel der Befundplätze auf die Cerner ProVision Workstation (CPW) an mehreren Standorten.
Die Vernetzung zwischen den Häusern erfolgt durch bei einem regionalen Provider angemieteten 5 MBit Standleitungen. Hierüber laufen Daten des KIS, RIS und die Bilddaten. Das digitale Langzeitarchiv hält zur Zeit ca. 17,5 Mio DICOM Objekte, primär sind dies Bilddaten. Im Zentralarchiv sind 4,5 Terabyte, verlustfrei komprimiert, abgelegt.

Seither arbeiten wir filmlos und erfreuen uns an schnellen Zugriffszeiten und einer deutlich höheren Qualität der Radiologie auf dem aktuellen Stand der Technik.

www.cerner.com

Synedra - Tauberbischoffsheim

  


Tauberbischofsheim
Kreiskrankenhaus Tauberbischofsheim

PACS, Multimedia-Lösung und medizinisches Universalarchiv als einheitliches System
Armin Meinikheim IT Leiter Kreiskrankenhaus Tauberbischofsheim
Oberarzt Rastani, Kreiskrankenhaus Tauberbischofsheim


Viele Wünsche – eine Lösung: Richtungsweisendes Digitalisierungsprojekt im Kreiskrankenhaus Tauberbischofsheim

PACS, Multimedia-Lösung und medizinisches Universalarchiv als einheitliches System

Bereits seit einigen Jahren beschäftigte sich die IT-Abteilung des 225-Betten-Hauses mit dem Themenkomplex der Digitalisierung. Für IT-Leiter Armin Meinikheim und sein Team war die geplante Anschaffung eines leistungsstärkeren CT-Gerätes der ideale Zeitpunkt, die gesammelten Ideen zu bündeln und in einem Anforderungskatalog zu verdichten.

PACS 2.0
„Wir erkannten schon in einer frühen Planungsphase, dass unsere Anforderungen an ein Digitalisierungsprojekt über die Grenzen klassischer PACS-Einführungen hinausgehen“, erzählt Armin Meinikheim und ergänzt: „Ich meine damit, dass ein PACS im Jahr 2010 weitaus mehr Funktionen in der Gesundheitseinrichtung erfüllen sollte als die radiologische Befundung von DICOM-Daten - eine Art PACS 2.0.“ Konkret nennt der IT-Leiter die konsequente und abteilungsübergreifende Erfassung aller patientenbezogenen Bild- und Multimedia-Daten als eine der Kernanforderungen. Meinikheim: „Natürlich spielten die DICOM-Daten des neuen CT-Gerätes, der Speicherfoliensysteme und der Durchleuchtung in unseren Überlegungen eine große Rolle. Darüber hinaus stießen wir auf eine Vielzahl weiterer Datenquellen, die mit unterschiedlichsten Formaten arbeiten: Fotodokumentationen mit Digitalkameras, OP-Videos, Sonographien und Endoskopien, EKG-Geräte, aber auch eingescannte Papierbefunde sowie CDs und DVDs mit Patientendaten. Die formatunabhängige Akquisition, Verwaltung und Verteilung dieser Daten war für uns ein wesentlicher Bestandteil des Pflichtenheftes.“ Auf diese Weise erhoffte man sich, nachhaltige Verbesserungen in den Workflows und Kosteneinsparungen realisieren zu können. Last, but not least stand auch eine möglichst homogene Integration zwischen dem PACS und dem i.s.h.med-KIS auf der Wunschliste des Krankenhauses.



IT Leiter Armin Meinikheim und synedra Projektleiter Tobias Juen

Spannende Herstellerauswahl

Ausgestattet mit diesem umfangreichen Anforderungskatalog, begab sich das Kreiskrankenhaus auf die Suche nach einem geeigneten Hersteller. Jutta Reszt, IT-Mitarbeiterin in Tauberbischofsheim, beschreibt die ersten Eindrücke: „Die etablierten Player am PACS-Markt konnten unsere Anforderungen entgegen unserer Erwartung nicht wirklich souverän erfüllen. Gerade im klinischen Bereich war der Umgang mit Multimedia-Daten und eingescannten Dokumenten oft nur mit zugekauften Produkten möglich, was Kosten und Komplexität unnötig in die Höhe schraubte.“ Einen interessanten Ansatz entdeckte das Haus schließlich im Produktportfolio „synedra AIM“ des medizinischen Softwareherstellers synedra. „Die Positionierung von synedra AIM als medizinisches Universalarchiv, PACS und Multimedia-Lösung in einem entsprach ziemlich genau unserer Vorstellung einer zeitgemäßen Software, die den DICOM und Non-DICOM-Bereich gleichwertig behandelt“, so Reszt. Armin Meinikheim ergänzt: „Neben der Software waren für uns auch Referenzen und Vor-Ort-Präsenz in Deutschland wichtige Faktoren in der Entscheidungsfindung.“ Auch hier konnte synedra punkten, sodass das Krankenhaus beschloss, das Digitalisierungsprojekt zusammen mit diesem Softwarehersteller in die Realität umzusetzen.

In drei Monaten von Null zum Universalarchiv

In der Folge wurde gemeinsam mit dem Projektbetreuer des Herstellers ein ambitionierter Umsetzungsplan für das Projekt erstellt. Startschuss sollte die Inbetriebnahme des neuen CT-Gerätes im Mai 2010 sein. Markus Zimmerman, IT-Mitarbeiter: „Wir wollten das System rasch und möglichst flächendeckend ausrollen und setzten uns zum Ziel, dass unser Universalarchiv in drei Monaten im gesamten Klinikum produktiv einsetzbar sein sollte.“ Der erste Projektschritt bestand im Aufbau der Backend-Software. Von Vorteil erwies sich hier, dass synedra AIM auch unter virtualisierten Umgebungen lauffähig ist. Armin Meinikheim: „Wir setzen bereits seit einiger Zeit auf Servervirtualisierung mit VMware ESX. Als Monitoring-Tool verwenden wir Nagios. Unser Universalarchiv konnte die bestehende Infrastruktur und die vorhandenen Technologien 1:1 aufgreifen, sodass nur wenige zusätzliche Anschaffungen notwendig waren.“ Als weitere Schritte erfolgten die Anbindung des CT-Gerätes, der Aufbau eines Befundarbeitsplatzes mit der Befundungssoftware synedra View und die Einrichtung einer teleradiologischen Verbindung, die gemäß den Vorgaben der Röntgenverordnung getestet und abgenommen wurde. Die nächsten Meilensteine bestanden in der KIS-Anbindung und im hausweiten Rollout des Universalarchivs. „Dabei wurde einerseits auf jedem Arbeitsplatz synedra View als Betrachtungssoftware installiert, andererseits wurden alle im Anforderungskatalog beschriebenen Datenquellen mit dem Universalarchiv verbunden“, erklärt Meinikheim. Zur Verfügung standen DICOM-Schnittstellen, eine HL7-Schnittstelle für den Dokumentenimport aus dem KIS und eigene Softwareklienten für das Scannen von Dokumenten und die Akquisition von digitalen Bild- und Videodateien. synedra Print, ein Softwaretool zum Generieren und Archivieren von PDF-Dateien für alle Geräte und Programme mit Druckerschnittstelle, rundete die Palette der Anbindungsmöglichkeiten ab.

 „Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Sie muss Kosten senken und die Arbeitsabläufe der Anwender verbessern.“ Armin Meinikheim, IT-Leiter

Erfolgsfaktoren Anwenderkontakt und KIS-Integration

Sowohl für den Hersteller des Universalarchivs als auch für die IT-Abteilung des Kreiskrankenhauses war klar, dass zufriedene Anwender ein Schlüsselfaktor für den langfristigen Erfolg des Projektes sind. Deshalb wurde jeder Projektschritt in enger Abstimmung mit den jeweils betroffenen Anwendergruppen umgesetzt. Bettina Böck, Abteilungsleitung Röntgen, bestätigt, dass sich diese Vorgehensweise bezahlt gemacht hat:



Oberarzt Rastani: Oberarzt Rastani: „Die Software synedra View ist leicht bedienbar“
„Unsere Arbeitsabläufe wurden bereits in der Planungsphase erhoben und sowohl bei der Umsetzung als auch in den Schulungen berücksichtigt.“ Deshalb werde die Digitalisierung trotz der zahlreichen Neuerungen positiv wahrgenommen. Ähnliche Rückmeldungen gibt es auch außerhalb der Radiologie. Oberarzt Rastani von der chirurgischen Abteilung: „Die Betrachtungs- und Befundungssoftware synedra View ist leicht bedienbar und lässt sich mit dem dazugehörigen Patientenkontext einfach aus dem KIS starten.“ Die homogene Integration zwischen dem KIS und dem Universalarchiv war auch für Armin Meinikheim ein essenzielles Kriterium für den Projekterfolg - und um Kosten zu sparen: „synedra AIM verfügt über eine Arbeitslisten-Funktion. Diese kann aus dem KIS angesteuert werden, und die erledigten Aufträge werden an das KIS rückübermittelt. Dadurch konnten wir auf die Anschaffung eines RIS verzichten und unnötige Kosten und Komplexität vermeiden.“

Effizienz steigt, Kosten sinken
Die Vermeidung unnötiger Kosten und von Komplexität in der Systemarchitektur war für  Meinikheim rückblickend auch die Hauptrechtfertigung für die Anschaffung eines Universalarchivs mit einem krankenhausweiten Ansatz: „Als Kreiskrankenhaus müssen wir die verfügbaren Mittel so effizient wie möglich einsetzen. Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Sie muss Kosten senken und die Arbeitsabläufe der Anwender verbessern. Unsere bisherigen Erfahrungen mit dem Betrieb des Universalarchivs bestätigen, dass der gewählte Lösungsweg diese Kriterien erfüllt.“ Nicht zuletzt deshalb plant die IT-Abteilung bereits weitere Ausbauschritte. „Derzeit projektieren wir die DICOM-Anbindung weiterer EKG-Geräte und vor allem den Datenaustausch von externen Partnern mit unserem Universalarchiv mittels DICOM-E-Mail“, schließt Meinikheim.

Das Kreiskrankenhaus Tauberbischofsheim
Mit 225 Betten ist das Kreiskrankenhaus Tauberbischofsheim für die medizinische Grundversorgung des Main-Tauber-Kreises verantwortlich. Unter dem Motto „Wir sorgen für Sie mit Kompetenz und Herz“ kümmern sich mehr als 30 Ärzte sowie 125 Pflegemitarbeiter um das Wohl der Patienten. Jährlich werden in der KTQ-zertifizierten Gesundheitseinrichtung in den fünf Fachabteilungen etwa 5 000 stationäre und 33 000 ambulante Fälle behandelt.


www.khmt.de

DMI - Stolberg

  


Bethlehem-Krankenhaus Stolberg
Die Architektur einer DMI - Servicestelle
Jörg Frings, Arzt, Leiter Medizin-Controlling


Stolberg - das digitale Archiv der kurzen Wege

Die Architektur einer DMI - Servicestelle

Im Bethlehem-Krankenhaus versorgen mehr als 800 Mitarbeiter jährlich ca. 13.000 stationäre und 24.000 ambulante Patienten. Das 329 Betten-Haus ist ein Krankenhaus der Regelversorgung und gleichzeitig Akademisches Lehrkrankenhaus der RWTH Aachen. Seit Einführung des Digitalen Archivs wurden in Stolberg ca. 8,1 Mio. Seiten digital archiviert, bei einem Gesamtspeicherbedarf von nur 420 Gigabyte.

Das Bethlehem Krankenhaus ging die ersten Schritte der Partnerschaft mit dem fachspezialisierten Archivdienstleister DMI bereits in den 80er Jahren als begonnen wurde, die Patientenakten vor Ort mikrozuverfilmen.

2005 begann der Weg in das digitale Archiv. Nach eingehender Marktsondierung fiel die Wahl auf das digitale Archiv Soarian Health Archive von Siemens. Ausschlaggebend war insbesondere die Möglichkeit, das Archiv nahtlos an das Krankenhausinformationssystem medico von Siemens anzubinden.

Bereits in der Vorbereitungsphase war es ein wichtiges Ziel, den Prozess so zu gestalten, dass die Akten nach der Entlassung eines Patienten schnell und vollständig digital archiviert werden können, um sie für Ärzte, Therapeuten und Pfleger zeitnah verfügbar zu machen.



Bild: Siemens
Jörg Frings, Arzt, Leiter Medizin-Controlling und des Archivprojekts bringt die signifikanten Veränderungen seit Einführung der digitalen Patientenakte auf den Punkt: „Verfügbarkeit – Platz – Sicherheit – Lückenlosigkeit“

Der nächste Schritt in Stolberg war die genaue Analyse des Akten-Workflows: Woraus besteht eine Papierakte, wie wird sie im Bethlehem-Krankenhaus gebraucht, wie kommt sie im Archiv an und wie wird wieder auf die Akte zugegriffen? Jörg Frings, Arzt für Anästhesie und Leiter des Medizin-Controllings deutet auf einen blauen Aktendeckel, zwei Finger dick mit Papier gefüllt, der vor ihm auf dem Schreibtisch liegt: „Als Krankenhaus muss man zwei Dinge lösen, wenn man eine Papierakte in digitale Form bringen will. Erstens muss eine Struktur für die digitale Akte geschaffen werden, damit sie nicht eine endlose Aneinanderreihung von Einzeldokumenten ist.“ Mit Blick auf die Anwender lehnte man diese Struktur stark an die der Papierakte an. So erzielte man einen hohen Wiedererkennungswert für die tägliche Arbeit mit Soarian Health Archive. „Zweitens“, so der Medizin-Controller, „braucht man eine Übersicht über die Dokumente, mit denen man im Haus arbeitet. Dabei empfiehlt es sich, gewisse Konventionen bereits für die Papierakte einzuführen – also welches Format ein Dokument haben darf, ob die Verwendung von Farben erlaubt ist oder wie mit Aufklebern verfahren wird. Denn beim späteren Digitalisieren soll ja keine Information verloren gehen.“



Eine zentrale Rolle im Vorfeld der Digitalisierung spielt die Kodierabteilung. Hier laufen alle medizinischen Informationsfäden zusammen. Die Kodierabteilung wurde bereits 2003 im Zuge des Umstiegs auf das Fallpauschalen-System geschaffen und mit ausgebildeten Pflegekräften besetzt. „Am Tag nach der Entlassung des Patienten holen wir die Akten von der Station ab, heften sie aus und sortieren sie vor,“ beschreibt Kodierfachkraft Conny Benkert den Arbeitsprozess. Um das Einordnen der Akten zu erleichtern und die Gefahr einer Fehleinordnung zu verringern, werden alle vor Ort neu erstellten Dokumente mit einem Barcode versehen, der den Dokumententyp kennzeichnet.
Beim Scannen wird das Dokument anhand dieses Barcodes erkannt und kann entsprechend dem Dokumententyp in das Register einsortiert werden. So würde auch ein manuell falsch einsortiertes Dokument durch den Barcode automatisch zurücksortiert. „Nach der Analyse der Behandlungsfälle und der Fallcodierung kommen die Akten in der Regel ins Archiv, wo sie eingescannt und digitalisiert werden. Dadurch ist die Akte schließlich nach höchstens drei Tagen hausweit digital verfügbar.“



Bild: Siemens
„Heute“ Papier – „Morgen“ Digital:  Kodierfachkraft Conny Benkert mit Papier-Patientenakten vor dem digitalen Archiv von Siemens, dem Soarian Health Archive



Als initiale Verarbeitung, um gerade bei wiederkehrenden Patienten den Nutzen des neuen Systems zu optimieren, ließ man die letzten drei Behandlungsjahrgänge durch das DMI digitalisieren. Das DMI ist weiterhin in den Prozess der Digitalisierung zentral eingebunden: Unter dem Dach des Bethlehem-Verwaltungsgebäudes scannt  eine Mitarbeiterin des Archivdienstleisters die Papierakten und bildet so die Brücke zum digitalen Archiv.

Mit dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) wurde im September 2009 auch ein Nebenbetrieb des Bethlehem Krankenhauses an das digitale Archiv angebunden. Das SPZ ist spezialisiert auf die Diagnostik und Behandlungsplanung bei Entwicklungsauffälligkeiten, chronischen Erkrankungen, Leistungsstörungen und Behinderungen. Die Vorbefunde und Zeugnisse der kleinen Patienten werden zunächst in einer Papierakte gesammelt und nach Abschluss der Diagnostik von den Mitarbeiterinnen des SPZ eingescannt und digital archiviert. Dabei sind Ambulanzsystem und Archivsoftware die gleichen wie im Krankenhaus, das SPZ hat allerdings einen eigenen Patientennummernkreis und eine eigene Zugriffsberechtigung.

DMI Koblenz

  


Katholische Klinikum in Koblenz
BBT-Häuser reorganisieren Archivierung von Patientenakten
Franz Pfeifer, Leiter Medizin-Controlling und Patientenmanagement


BBT-Häuser reorganisieren Archivierung von Patientenakten

Kliniken in Koblenz und Montabaur nutzen die Vorteile digitaler Archivierung.



Bild: Katholisches Klinikum Koblenz

Das Katholische Klinikum Koblenz, mit seinen zwei Standorten Brüderhaus (oben) und Marienhof (unten)


Das Katholische Klinikum in Koblenz ist ein Haus der Schwerpunktversorgung mit insgesamt 496 Betten – verteilt auf zwei Betriebsstätten – und 20.000 stationären Aufnahmen im Jahr. Träger ist die BBT-Gruppe (Barmherzige Brüder Trier e. V.) mit 30 Einrichtungen im Gesundheits- und Sozialwesen. Die Vereinheitlichung der bis dahin heterogenen Patientenaktenablage war ein Motiv, die Beseitigung vorhandener Raumprobleme ein weiteres. Das Krankenhaus ist ein agiles Wirtschaftsunternehmen und daher auch wie ein solches aufgestellt. Im Rahmen von Neustrukturierungen, insbesondere der Bereiche Küchenerweiterung und neue Sterilisation, musste der Platz des Aktenarchivs am Standort Brüderhaus in Koblenz freigemacht werden.

Bild: Katholisches Klinikum Koblenz
Natürlich spielte außerdem die Nutzung aller Vorteile einer elektronischen Akte in einem gut strukturierten digitalen Archiv als Wunschvorstellung eine große Rolle. Durch ein digitales Archiv wollte man den Informations-Workflow optimieren und sich für die Zukunft wappnen. Zumal die Häuser mit ihren modernen PACS- (Picture Archiving and Communication System) und RIS (Radiology Information System)-Lösungen schon in wesentlichen Teilen digital sind. „Der Weg weg von der papiergebundenen Patientenakte hin zur elektronischen Variante war für das Management nur konsequent“, erzählt Franz Pfeifer, in seiner Funktion als Leiter Medizin-Controlling und Patientenmanagement auch verantwortlich für das Projekt „Digitale Patientenakte“.



Bild: Thomas Dingler
Franz Pfeifer, in seiner Funktion als Leiter Medizin-Controlling und Patientenmanagement verantwortlich für das Projekt „Digitale Patientenakte“

Die Planung war sorgfältig und daher komplex und zeitaufwändig. Neben den wirtschaftlichen Überlegungen musste vor allem das Gesamtkonzept passen und überzeugen. Die Partnerschaft mit dem ausgewählten Archivdienstleister sollte in erster Linie eine strategische sein. Gerade hier gilt: „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“. Daher spielt die Tiefe der Integration eine entscheidende Rolle, weil nur dadurch der gesamte Workflow bedarfsgerecht abgebildet und das digitale Archiv optimierend in die Prozesse eingreifen und diese unterstützen kann.

Die Marktsondierung führte zur Partnerschaft mit der DMI GmbH. Mit dieser Entscheidung wusste man den gesamten Prozess zuverlässig und zertifiziert abgebildet: angefangen beim Transport der papiergebundenen Patientenakte über die Digitalisierung, die revisionssichere analoge und migrationsfreie Langzeitarchivierung (Backup auf Mikrofilm), die sichere Datenübermittlung bis zur Integration der dann elektronischen Akten in das Krankenhaus-Informationssystem vor Ort – in unserem Fall in das ORBIS von Agfa.



Bild: Thomas Dingler
Suchen war gestern: Archivleiter Joachim Dott

Ergänzend wurde beschlossen, auch noch das gesamte alte Röntgenarchiv in die Verantwortung und in die Räume des DMI zu übergeben. Durch das DMI werden die Vorlagen bei Bedarf bzw. nach Online-Anforderung on demand gescannt und im DICOM-Format an das PACS bzw. RIS des Klinikum übertragen. Das ist eine große räumliche und personelle Entlastung für Klinikum und Radiologie. Der Nutzen durch die Integration der Voraufnahmen in das PACS ist beachtlich.

Aufgrund der Größe des Projektes sollte das Projekt in zwei Teilen erfolgen, beginnend mit dem Röntgenarchiv. Im Februar 2010 war es dann soweit: vier Sattelzüge à 40 Tonnen beladen mit Röntgentaschen in speziellen Boxen traten ihren Weg in Europas größtes Archiv für medizinische Dokumentation, ins DMI Dienstleistungszentrum nach Leisnig an. „Die Umsiedlung lief wie am Schnürchen und innerhalb einer Woche war in Sachen Röntgen alles erledigt“, erzählt Franz Pfeifer, der Gesamtprojektleiter heute noch begeistert. Wird jetzt ein Röntgenbild benötigt, erhält der Archivdienstleister eine Anforderung aus dem Klinikum. Im Dienstleistungszentrum wird umgehend das Röntgenbild gescannt und im DICOM-Format an das PACS und RIS-System übermittelt. Dort steht es dem Arzt/Medizinischen Mitarbeiter im gewohnten Arbeitsumfeld zur Verfügung. Dieser Prozess ist längst eingespielt, der Workflow passt und die Bildqualität ist gut. Oder wie der Chefarzt der Radiologie es ausgedrückt hat: „Besser kann man es nicht machen!“

Bild: Fotolia/Kom-Brücke
Heute: Direktzugriff über den Medizinischen Arbeitplatz


Nach der reibungslosen Umstellung des Röntgenarchivs ist man in Koblenz und bei DMI bester Dinge, dass die Digitalisierung der Patientenakten und deren elektronische Integration genauso reibungslos ablaufen wird. Dabei wird die Struktur der zukünftigen digitalen Patientenakte noch einmal detailliert erörtert und beschrieben. Schließlich sollen mit ihr ab Januar 2011 alle am Behandlungsprozess Beteiligten – vom Arzt über die Pflege bis hin zum Medizin-Controlling und MDK – bestmöglich, zeit- und auch ortsunabhängig mit ihr arbeiten können.

Vepro Pirmsens

  


Gemeinschaftspraxis für Radiologie + Nuklearmedizin im Städtischen Krankenhaus Pirmasens
Verzahnung von ambulanter und stationärer Diagnostik mit den PACS & VIS Lösungen von VEPRO verwirklicht
Kai Noll, stellvertretender Geschäftsführer, Prokurist und Arzt
Prof. Dr. Reinhard Kubale, Facharzt f. Radiologische Diagnostik
Dipl. oec. Martin Forster, Geschäftsführer


E inzigartige Kooperation des radiologischen Instituts der Klinik und der radiologischen Praxis in Pirmasens

Verzahnung von ambulanter und stationärer Diagnostik mit den PACS & VIS Lösungen von VEPRO verwirklicht!



Städtisches Krankenhaus Pirmasens mit integrierter Radiologischer Gemeinschaftspraxis


Überblick: Das Städtische Krankenhaus Pirmasens gGmbH verfügt über 435 Betten mit 10 Fachabteilungen und  dem radiologischen Institut. Das radiologische Institut wird von Chefarzt Dr. Martin Hoffmann geleitet. Am Städtischen Krankenhaus Pirmasens befindet sich zudem eine eigenständige, niedergelassene radiologische Praxis. Zusammen führen die Radiologie des Krankenhauses und die radiologische Praxis mehr als 100.000 Röntgenleistungen pro Jahr durch.

Herausforderung: Die radiologischen Institutionen tragen die Verantwortung für ein Einzugsgebiet von ca. 150.000 Personen. Die Kooperation entspricht der gemeinsamen Grundidee der Partner, durch eine maximale Auslastung der am Standort vorgehaltenen medizinischen Geräte die Wirtschaftlichkeitspotentiale optimal auszunutzen, ohne dass Krankenhausradiologie einerseits oder Röntgenpraxis andererseits ihre Selbstständigkeit, die die unterschiedlichen Erfordernissen der Versorgung stationär und ambulanter Patienten widerspiegelt, aufgeben müssten.

Es musste eine Lösung geschaffen werden, in die das führende KIS (Krankenhaus Informationssystem) des Städtischen Krankenhaus Pirmasens sowie das in der radiologischen Praxis vorhandene Praxismanagementsystem eingebunden werden konnte. Hierbei war sicherzustellen, dass die Daten aus Kostenersparnis auf nur einem gemeinsamen Speicher abgelegt werden, jedoch durch Trennung der Zugriffsrechte den Datenschutzerfordernissen Rechnung getragen werden konnte. Darüber hinaus musste ebenfalls sichergestellt werden, dass die Daten jederzeit dem Kooperationspartner auf Verlangen zur Verfügung gestellt werden können, um Doppeluntersuchungen zu vermeiden.

„Wir wollten eine ökonomische und für jeden verständliche Lösung haben, die unseren Anforderungen der Mandantentrennung und die Einbindung von Subsystemen erfüllt sowie die Arbeitsprozesse beschleunigt“, sagte Herr Kai Noll, Stv. Geschäftsführer, Prokurist und Mediziner im Krankenhaus. Herr Prof. Dr. Reinhard Kubale fügt noch zu diesen Herausforderungen hinzu, dass das bestehende Praxismanagementsystem, obwohl nur eine proprietäre Schnittstelle zur Verfügung steht, integriert werden muss.



Kai Noll, stellvertretender Geschäftsführer, Prokurist und Arzt    

Lösung: Das Städtische Krankenhaus Pirmasens und die radiologische Praxis entschieden sich für die PACS und VIS (RIS) Lösung der VEPRO AG und beschlossen zudem, die vielen Terabyte von Bilddaten aus einem vorhanden PACS in das neue System zu übernehmen.

„Durch die Mithilfe der VEPRO AG bei der Beauftragung der Schnittstelle mit unserem KIS Hersteller konnten wir die optimalste Lösung erarbeiten und umsetzen. Das System von VEPRO hat den Charme, die Prozesse ohne unnötige Klicks so zu steuern, wie wir es wirklich benötigen“, so Herr Kai Noll.

„Dank dieser direkten Verfügbarkeit von Patientendaten an
allen Arbeitsplätzen im Krankenhaus und in der Praxis sparen wir eine Menge Zeit – ohne zu übertreiben kann man von mehreren Wochen an Arbeitsstunden sprechen“. Herr Prof. Dr. Reinhard Kubale fügt weiter hinzu, dass Dank der VEPRO Lösung jetzt auch die demographischen Patientendaten vom Praxismanagementsystem den bildgebenden Geräten zur Verfügung stehen.

   

Prof. Dr. Reinhard Kubale, Facharzt f. Radiologische Diagnostik  

Da die Systemverfügbarkeit von so entscheidender Bedeutung für einen sicheren Betrieb der bildgebenden Diagnostik ist, hat das Klinikum und die radiologische Praxis eine Failover-Lösung implementiert, bei der der Enterprise Server auf zwei geclusterten Servern läuft. Sollte einer der beiden Server ausfallen, wird die Bereitstellung der Services umgehend von dem anderen Server übernommen. Hinzu kommt, dass nicht nur die Server, sondern auch die Speicher geclustert sind, so dass bei Ausfall eines Speichers weiterhin die Bilddaten den beiden Mandanten zur Verfügung stehen. „Dass eine ausgeklügelte Backup Lösung angeboten wurde, war ein weiterer wichtiger Faktor für unsere Wahl“, sagte Kai Noll. „Dank dieser gemeinsamen Nutzung der Hardwarekomponenten konnten nicht nur unsere direkten Hardware-Kosten gesenkt, sondern auch erhebliche Einsparungen bei den Wartungs- und Lizenzkosten erzielt werden“, so Herr Prof. Dr. Reinhard Kubale.

Ergebnis: Mit der Wahl der VEPRO Systeme kann die stetig steigende Zahl von Untersuchungen ohne weiteres Personal bewältigt und somit das Preis-Leistungsverhältnis beträchtlich gesteigert werden. „Wir sparen mehrere Hunderttausende an Filmkosten“, stimmen  Herr Kai Noll und Herr Prof. Dr. Reinhard Kubale bei.

Der Preis ist jedoch von zweitrangiger Bedeutung. In einer Branche, in der falsche oder verspätete Entscheidungen menschliches Leben kosten könnten, hat die Hochverfügbarkeit und die Performance der Systeme absolute Priorität. „Kein diagnostisches Zentrum kann sich Systemausfälle leisten, egal an welchen Wochentagen“, sagte Kai Noll. Daher legen wir bei unseren Anforderungen besonderen Wert auf die Stabilität und das Leistungsvermögen des Unternehmens. „Wesentlich ist neben der Stabilität auch der Service, bei dem wir bis zum heutigen Tag nie enttäuscht wurden. Die VEPRO AG erfüllt unsere anspruchsvollen Anforderungen unter beiden Gesichtspunkten.“

„Wir waren überrascht, wie gut organisiert das Projektmanagement ab der Auftragsvergabe bis zur Projektabnahme der VEPRO AG war“, so Herr Prof. Dr. Reinhard Kubale. „Anfangs waren wir noch ein wenig skeptisch, da wir bereits eine PACS Einführung hinter uns hatten, jedoch wurde das sehr komplexe Projekt in einer Professionalität durchgeführt, die ihres gleichen sucht. Ein weiterer Faktor muss an dieser Stelle erwähnt werden. Alle Zusagen, die die VEPRO AG während der Vertriebsarbeit über das Projektmanagement bis zum Service getroffen hat, sind erfüllt worden“.

 

Dipl. oec. Martin Forster, Geschäftsführer

Ausblick: „Wir sind an zukunftsorientierten und innovativen Produkte der VEPRO AG sehr interessiert“, so Geschäftsführer des Städtischen Krankenhauses Pirmasens, Herr Martin Forster. „Angedacht ist eine elektronische Patientenakte. Diese planen wir mit den Produkten der VEPRO AG.“ Das VEPRO Health Portal bietet die Möglichkeit, jederzeit und überall Informationen zu einem Patienten abzurufen.

Städtisches Krankenhaus und  Radiologische Gemeinschaftspraxis  in  Pirmasens

Das Städtische Krankenhaus Pirmasens, ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung mit 435 Betten, 10 Fachabteilungen, 4 Radiologen und 900 Mitarbeitern und die darin angesiedelte Gemeinschaftspraxis für Radiologie, Sonographie, Computer- und Kernspintomographie sowie Nuklearmedizin mit insgesamt 5 Ärzten und 18 Mitarbeitern diagnostizieren gemeinsam.

In den letzten Jahren haben sich Krankenhaus und Gemeinschaftspraxis zu einem wichtigen diagnostischen Zentrum in der Südwestpfalz mit einem Einzugsgebiet von rund 150.000 Personen entwickelt. Zusammen werden jährlich mehr als 100.000 Leistungen voll- und teilstationär durchgeführt.





Kontakt

Städtisches Krankenhaus Pirmasens gGmbH
Pettenkoferstraße 22
66955 Pirmasens
Telefon: 06331-714-0
Telefax: 06331-714-1023

info@KH-Pirmasens.de
www.kh-pirmasens.de



Kontakt

Gemeinschaftspraxis für Radiologie und  Nuklearmedizin
im Städtischen Krankenhaus
Pettenkoferstraße 22
66955 Pirmasens
Telefon:  06331-51 56-0
Telefax: 06331-51 56-17
info@radiologie-pirmasens.de
www.radiologie-pirmasens.de


VEPRO AG

Die VEPRO AG ist seit 1981 der Partner für moderne, innovative, zuverlässige und prozessorientierte IT-Lösungen im Gesundheitswesen. Mit einer langjährigen Erfahrung und weltweiten Präsenz zählt VEPRO zu den führenden IT-Unternehmen in der Medizinbranche. Die wichtigste Säule für den Erfolg der Unternehmensgruppe bilden die weltweit mehr als 100 Mitarbeiter und Vertriebspartner, Kunden in mehr als 60 Ländern sowie die eigene Softwareentwicklung „Made in Germany“.
Mit den Produkten Enterprise PACS / EMR, VEPRO Informationssystem VIS (RIS) und VEPRO Health Portal VHP bietet das Unternehmen ein komplettes Produktportfolio, sowohl für das Bild- und Prozessmanagement als auch für die Informationsverteilung über das Web. Für jeden Kunden wird ein individuelles auf den jeweiligen Rahmen abgestimmtes Konzept erstellt. Bis heute haben sich weltweit über 4.000 Kunden von den Produkten, Leistungen und eingehaltenen Zusagen überzeugen können.

                                                                      

      
  

Cerner-KIS „Millennium“ an den Tiroler Landeskrankenanstalten TILAK

  


Tiroler Landeskrankenanstalten TILAK
Cerner-KIS „Millennium“ an den Tiroler Landeskrankenanstalten TILAK



Dr. Georg Lechleitner, Abteilungsvorstand für Informationsmanagement Tiroler Landeskrankenanstalten  (TILAK)


Cerner-KIS „Millennium“ an den Tiroler Landeskrankenanstalten TILAK


Die Tiroler Landeskrankenanstalten (kurz: TILAK) sind einer der größten Krankenhausverbünde in Österreich und insbesondere mit den Universitätskliniken in Innsbruck ein Vorreiter moderner Arbeitsmethoden. Zur TILAK gehören 5 Krankenhäuser im Umland von Innsbruck mit insgesamt 2.250 Betten. Rund 6.200 Mitarbeiter versorgen 110.000 stationäre und etwa 300.000 ambulante Patienten jährlich. Der Kern der IT-Landschaft ist das Cerner Millennium®-KIS zur Unterstützung der Behandlungs- und Pflegeprozesse, der ärztlichen und pflegerischen Dokumentation. Die Patientenadministration und –abrechnung wird über das angebundene SAP IS-H abgewickelt.

Historie
Strategisches Ziel der TILAK war bereits in den 90er Jahren der Aufbau eines umfassenden, integrierten Krankenhausinformationssystems, das die medizinischen und pflegerischen Abläufe bestmöglich unterstützen und weiterentwickeln sollte. Darin sollte von Anfang an auch eine zentrale elektronische Patientenakte (EPA) enthalten sein, um auf eine langfristige, multimediale elektronische Krankengeschichte zugreifen zu können.

Das KIS sollte zudem eine Vielzahl unterschiedlicher Subsysteme anbinden, integrieren und mit Informationen versorgen. Nach ausführlicher Analyse fiel die einhellige Entscheidung für das Cerner Millennium®-KIS, vor allem, weil es vom Konzept und von der Architektur patientenorientiert aufgebaut ist und die Pflege- und Behandlungsprozesse in den Vordergrund stellt.



Dr. Georg Lechleitner, Abteilungsvorstand für Informationsmanagement Tiroler Landeskrankenanstalten  (TILAK)

Im ersten Schritt wurde 1999 die Terminplanung eingeführt und die zentrale Patientenakte mit dem „PowerChart“ Modul geschaffen. PowerChart ist die zentrale Softwarekomponente, mit der auf alle wichtigen Informationen der elektronischen Patientenakte zugegriffen werden kann. Anfang 2002 wurde die Arztbriefschreibung implementiert. Weitere Schritte waren die Unterstützung der Prozesse in den Notfallbereichen, die Ablöse des Pathologiesystems, Leistungs- und Diagnoseerfassung, strukturierte Dokumentation und die Pflegeplanung und -dokumentation. Auch die Abläufe in kleinen und großen Ambulanzbereichen (z.B. Unfallchirurgie) werden inzwischen vollständig mit dem Cerner-KIS unterstützt, die Dokumentation erfolgt papierfrei, konventionelle Aktenablagen („Aktenpaternoster“) konnten vollständig abgelöst werden.
Heute werden über 34.000 neue Dokumente pro Monat im Cerner Millennium® erzeugt oder dorthin übertragen. Dazu kommen 25.000 radiologische Befunde, die für alle betroffenen Abteilungen zur Verfügung stehen. Derzeit verwenden fast 4.000 Mitarbeiter/innen an 3.700 KIS Arbeitsplätzen das Millennium®-KIS. In Bereichen, in denen Subsysteme eingesetzt werden, liefern diese die Ergebnisse via HL7-Schnittstellen an das Cerner Millennium®-KIS.

Schwerpunkt Pflegedokumentation
Die ärztliche und pflegerische Dokumentation laufen dank strukturierter Prozesse Hand in Hand. Sie wird parallel zur ärztlichen oder pflegerischen Arbeit vorgenommen. Das klappt nur, wenn die Dokumentation der Arbeit nicht nachgeschaltet ist, sondern wie in der TILAK diese strukturiert führt und unterstützt. Mobile Geräte sind eine notwendige technische Voraussetzung, damit die Dokumentation in den Bettenstationen patientennah geschehen kann. Das System leistet aber noch mehr: Aus der klinischen Dokumentation heraus können weitere Prozesse gestartet werden. So werden Prozesse als vollständige Behandlungspläne hinterlegt. Das Ende eines Besuchs kann so direkt zu einem Folgetermin führen, einer weiteren Untersuchung, einer OP usw. Leistungcodes sind an Anforderungen, Aufgaben oder Dokumentationselemente gebunden. Die Leistungserfassung erfolgt automatisch quasi im Hintergrund. So gewinnen die Kliniker wertvolle Zeit für die Patienten, ohne den Druck der nachträglichen Dokumentationspflicht.

Die Anforderungen ergaben sich auch aus dem Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegegesetz (GuKG), §5 Pflegedokumentation:  Danach haben Angehörige der Gesundheits- und Krankenpflegeberufe bei Ausübung ihres Berufes die von ihnen gesetzten gesundheits- und krankenpflegerischen Maßnahmen zu dokumentieren. Umgesetzt wurde dieser professionelle Pflegeansatz durch die Pflegedirektorin der LKH-Universitätsklinik Innsbruck, Frau PD Dr. Christine Schaubmayr.

Entsprechend den Leitlinien der TILAK muss die Dokumentation in jeder Hinsicht „zeitnah“ erfolgen und den Patienten und ggf. seine Angehörigen zwingend einbeziehen.  Das können nicht alle am Markt befindlichen Systeme. Hierfür setzt die TILAK seit einiger Zeit erfolgreich mobile Geräte ein.
Dazu Franz Rauchegger (Pflegeinformatik): „Durch die vollständige, nachvollziehbare Dokumentation ist die Akzeptanz des IT-gestützten Pflegeprozesses enorm gestiegen. Es hat sich innerhalb des Pflegeteams eine Verbesserung der Kommunikation über die pflegerische Versorgung entwickelt. Auf die Frage drei Wochen nach der Implementierung, ob jemand die Papierdokumentation zurück haben wolle, verneinten das alle Mitarbeiter. Es gab keine Widerstände, sondern eher Beschwerden von den Stationen, die später an die Reihe kamen. Auswertungen gab es vorher auf Papier praktisch gar nicht. Die Dokumentationszeit ist von ca. 60 Minuten auf 20 Minuten mit der IT-basierten Lösung reduziert worden.“

Schwerpunkt Terminplanung
Alle Ambulanzen und Stationen können von jedem KIS-Arbeitsplatz aus jederzeit Termine anlegen, einsehen und verändern und werden durch die zentrale Millennium Datenbank vor Kollisionen und Ressourcenüberbuchungen gewarnt. So kann z.B. das TILAK-Krankenhaus Natters für seine stationären Patienten Termine in der Radiologie des Landeskrankenhauses Innsbruck vergeben, erläuterte Christian Stark schon 2003 das damals Erreichte. Damals wurden monatlich rund 35.000 Termine gebucht – 2010 sind es 55.000 Termine pro Monat.

Nach der Einführung der klinikweiten Terminplanung ist nunmehr Feinanpassung angesagt. Jede Ambulanz hat einen Terminkalender – aber jede mit den auf Ihre Arbeit abgestimmten Termintypen und Ressourcen.

Richtige Entscheidung getroffenDie Verantwortlichen der TILAK sind davon überzeugt, mit Cerner Millennium® das richtige System gewählt zu haben. Und dies wurde im Verlauf des Projektes nachdrücklich bestätigt, wie Christian Stark sagt: Durch die Offenheit des Systems konnten wir über standardisierte Schnittstellen (HL7) andere Informationssysteme problemlos integrieren.” Unterstützt wird das durch die tiefe und mächtige Architektur der Software. Ihr einheitliches Datenmodell ermöglicht es, vielfältige Applikationen in einer einzigen Umgebung und übergreifend im gesamten Klinikum einzusetzen. Außerdem ist Cerner Millennium® von der Performance her geeignet, die hohe Anzahl gleichzeitiger KIS-Anwender zu bedienen. Das System steht derzeit an 3.700 KIS-Arbeitsplätzen zur Verfügung. 

„Mit Hilfe des Krankenhausinformationssystems Cerner Millennium® wird die Qualität der Behandlungsprozesse verbessert. Insbesondere kann auf wichtige Ergebnisse rasch zugegriffen werden. Das verschafft nicht nur den Ärzten und der Pflege einen besseren Überblick, sondern dient vor allem den Patienten“, sagte Dr. Georg Lechleitner, Abteilungsvorstand für Informationsmanagement im Jahr 2003 - und das gilt auch noch heute. 

Unterstützung interdisziplinärer Workflows
Ein großer Vorteil von Cerner Millennium® ist die Möglichkeit, unterschiedlichste Sichten auf die Daten in der zentralen KIS-Datenbank zu schaffen. Das können neue Aufgabenlisten sein oder aggregierte Informationen, die ursprünglich aus verschiedenen Quellen stammen, und eines gemeinsam haben: den Patienten. Dies ist eine besondere Stärke der monolithisch angelegten Datenbank.

Diese Eigenschaft wird in verschiedenen Bereichen dazu genutzt, interdisziplinäre Fallbesprechungen durchzuführen. Kliniker aus verschiedenen Disziplinen können jene Patienten, die besprochen werden sollen, auf eine gemeinsam genutzte Patientenliste legen. Für die Besprechung werden spezielle Übersichten innerhalb der Patientenakte verwendet, welche sämtliche relevanten Daten in einem Reiter darstellen und außerdem die fortlaufende Dokumentation unterstützen. Auf diese Weise werden u.a. verschiedene Tumorboards unterstützt.
Millennium erlaubt außerdem eine regelbasierte, Entscheidungsunterstützende Workflowsteuerung.

e-Health
Die TILAK ist federführend am e-Health-Projekt „GNT“ (Gesundheitsnetz Tirol) beteiligt, einem Vorreiterprojekt für die österreichweit geplante  „ELGA“ („Elektronische Gesundheitsakte“). Als Basis dienen internationale Standards, vor allem der IHE.

Ziel ist eine verbesserte Patientenversorgung und Unterstützung einer integrierten Versorgung. Behandlungsrelevante Dokumente und Befunde sollen mit Zustimmung des Patienten einrichtungsübergreifend zur Verfügung stehen, auch die Medikation ist Teil der ELGA. Die in den TILAK-Häusern in Millennium erstellten Dokumente können bereits jetzt (Patientenzustimmung vorausgesetzt) im GNT abgerufen werden. Die webbasierte Lösung zur Durchführung der GNT-Abfragen ist direkt in das KIS integriert und wird dem Anwender in einem Reiter der Patientenakte zur Verfügung gestellt.

Installierte Module von Cerner Millennium® in der TILAK :
• Elektronische Patientenakte (Cerner PowerChart)
• Anforderungen (Cerner PowerOrders)
• Pflegedokumentation, strukturierte Dokumentation (Cerner CareNet u.a.)
• Terminplanung (Cerner Scheduling, Registration Management)
• Klinische Pfade (Cerner PowerPlan)
• Notfallbereiche (Cerner FirstNet)
• Arztbriefschreibung (Cerner MTM)
• Pathologiemodul (Cerner PathNet AP)
• Diagnose&Leistungserfassung (Cerner HIMChartCoding)
• Klinische Studien (Cerner PowerTrials)

Kontakt:
Dr. Georg Lechleitner
Abteilungsvorstand für Informationsmanagement
Tiroler Landeskrankenanstalten  (TILAK)

Der Webtechnologie gehört die Zukunft

  


Berliner Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe gGmbH
Der Webtechnologie gehört die Zukunft.
Clinixx von AMC Holding GmbH
Dr. med. Harald Matthes, Ärztlicher Leiter, Dr. Friedemann Schad, Oberarzt,
und Jörg Pissarek, IT-Leitung des GKH


„Der Webtechnologie gehört die Zukunft.“


Das Berliner Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe gGmbH, Klinik für Anthroposophische Medizin (GKH), setzt auf Webtechnologie. Welche Vorteile dies bringt, und warum sich das GKH für Clinixx von AMC entschieden hat, lesen Sie im Gespräch mit Dr. med. Harald Matthes, Ärztlicher Leiter, Dr. Friedemann Schad, Oberarzt, und Jörg Pissarek, IT-Leitung des GKH.

Das Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe sieht in der Webtechnologie die Zukunft. Warum?

Jörg Pissarek:
Die Administration ist erheblich leichter als bei klassischen Client-Anwendungen. Durch Standards sind wir unabhängig von Plattformen oder Hardware und können im gesamten Haus inkl. der angeschlossenen MVZs dieselben Applikationen laufen lassen. Das ist ressourcenschonend, effizient und bietet den Anwendern eine hohe Transparenz.

Dr. Harald Matthes:
Unser Haus verfügt über 305 Betten in 23 auf dem 180.000 m2 großen Gelände verteilten Häusern. Dazu gibt es ein angeschlossenes MVZ mit 5 Standorten in ganz Berlin; insgesamt haben wir 42 MVZ-Praxen und 56 Ärzte.
Eine gute Vernetzung ist für uns extrem wichtig.

Sie haben sich für Clinixx von AMC entschieden – einen eher kleinen IT-Anbieter…

Jörg Pissarek: Clinixx ist ab 2004 im Echtbetrieb und läuft seitdem stabil. Die vorherigen Anbieter versprachen „im Himmel ist Jahrmarkt“, aber bei der Umsetzung von Spezialanforderungen haperte es. AMC setzt wie wir auf eine browserbasierte Technologie und ist ein reelles Unternehmen: Die sagen, was sie können und was nicht. Kundenorientierung und Service stimmen.

Was für Spezialanforderungen haben Sie denn an Ihr KIS?

Jörg Pissarek: Aufgrund der ergänzenden anthroposophischen Behandlungsangebote konnten wir mit einigen Kassen Zusatzabrechnungen vereinbaren. Dazu gibt es eine Zählziffer: Die Leistung muss in einem bestimmten Zeitraum erbracht werden. Am Beispiel des Entlassdatums kalkuliert Clinixx, in wieweit wir mit den Therapien noch im grünen Bereich sind. Für andere Anwendungen gibt es Symbole, über die per Mausklick z. B. neue Laborbefunde abgerufen werden können.

Was erwarten Sie sonst von Ihrem KIS?

Jörg Pissarek: Wir hatten sehr früh eine Stationskommunikation. Das KIS muss die Organisation und Abläufe optimal abbilden: alle Funktionsstellen, die Kommunikation zwischen den Bereichen; es muss einen Mehrwert für uns haben und offen parametrierbar sein. Mit Clinixx, über das die gesamte Kommunikation im Haus läuft, geht das. Es gibt keine Laufzettel o. ä. mehr. Aus der Station geht der Auftrag an die betreffende Funktionsstelle, Befunde etc. werden direkt eingepflegt.

Dr. Friedemann Schad:
Das funktioniert prima. Ich kann mit einer entsprechenden Benutzerberechtigung jederzeit und von überall im Haus auf die Patientendaten zugreifen.

Dr. Harald Matthes: Und die Daten sind immer aktuell. So geben die Schwestern noch während der Morgenrunde die Werte in einen Laptop ein.


Dr. Harald Matthes,
Berliner Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe


Wie arbeitet es sich mit Clinixx?

Dr. Harald Matthes: Clinixx läuft in allen Bereichen und die Subsysteme - wie Laborverwaltung, Pflegedokumentationsprogramm, Endoskopie oder Arztbriefschreibung - sind so eingebunden, dass wir als Anwender davon gar nichts merken.

Dr. Friedemann Schad: Ja, die Bedienbarkeit ist sehr einfach und intuitiv. Schon nach kurzer Einarbeitung kann es losgehen. In einer Baumstruktur kann ich auf alle zum Patienten hinterlegten Informationen zugreifen. Melde ich einen Patienten zur Untersuchung an, kann ich über Freitextfelder oder Bausteine ergänzende Hintergrundinfos eintragen. Ebenso können patientenbezogene Dokumente wie Arztbriefe angehängt werden.



Dr. Friedemann Schad, Berliner Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe

Dr. Harald Matthes:
Wir müssen nichts doppelt ablegen: Wird z. B. vom MVZ ein Patient zur stationären Aufnahme überwiesen, sind die Stammdaten automatisch im KIS verfügbar. Für mich ist es auch ein Riesenvorteil, dass ich per VPN auf mein KIS zugreifen kann – so kann ich den Kollegen von überall auf der Welt aus helfen – Telemedizin funktioniert durch die Webbasiertheit.

Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe

Das Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe ist ein Akutkrankenhaus mit 305 Betten in den Abteilungen Innere Medizin, Chirurgie, Psychotherapeutische Medizin, Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Als Besonderheit bietet das Krankenhaus den Patienten die Möglichkeit, therapeutische Angebote der Anthroposophischen Medizin zu erfahren.

AMC
Die AMC Advanced Medical Communication Holding GmbH aus Hamburg hat sich auf die Softwareentwicklung im Bereich Healthcare spezialisiert. Auf dem Markt für Krankenhausinformationssysteme (KIS) hat sich AMC mit dem webbasierten System Clinixx als technologisch führendes Unternehmen etabliert. Die Gesellschafterstruktur u.a. mit dem Hauptgesellschafter, der Software AG Stiftung aus Darmstadt, sichert den Kunden von AMC Stabilität und Kontinuität der Investitionssicherheit zu.

www.amc-gmbh.com

Versicherung gegen unliebsame Zwischenfälle in der IT-Sicherheit

  


St.-Marien-Hospital Lünen 
Versicherung gegen unliebsame Zwischenfälle in der IT-Sicherheit

SecuSurf gewährleistet hohen Sicherheitsstandard bei minimalem Administrationsaufwand


Ralf Plomann, IT-Leiter des St.-Marien-Hospitals Lünen


Versicherung gegen unliebsame Zwischenfälle in der IT-Sicherheit

SecuSurf gewährleistet hohen Sicherheitsstandard bei minimalem Administrationsaufwand


"Gerade als akademisches Lehrkrankenhaus müssen wir dem Wunsch der Anwender nach ungehindertem Internetzugang Rechnung tragen. Schließlich gehören zum wissenschaftlichen Arbeiten weltweite Recherchen, Studienvergleiche und Kommunikation mit Kollegen. Auf der anderen Seite entstehen im WorldWideWeb ständig neue Mechanismen, die Unternehmen schaden." So beschreibt Ralf Plomann, IT-Leiter des St.-Marien-Hospitals Lünen, die Zwickmühle, in der er sich befindet. Er fühlt sich oft als Hase, der dem Igel hinterher läuft und nicht wirklich gewinnen kann. "Sicherheitspatches der Softwarehersteller sind oftmals nicht schnell genug verfügbar und wir können sie nicht im Arbeitsalltag testen, um Inkompatibilität zu bestehenden Lösungen auszuschließen." Firewalls bieten lediglich Support-Sicherheit, Antivirenprogramme reagieren nur auf bekannte Viren und Trojaner.




Ralf Plomann, IT-Leiter des St.-Marien-Hospitals Lünen

Was also tun, um sich gegen Sicherheitslücken zu wappnen und den Mitarbeitern einen sicheren und einfachen Zugang zum weltweiten Datennetz zu ermöglichen? "Wir haben uns nach einer Lösung umgeschaut die verhindert, dass Mitarbeiter Programmcodes ausführen, die nicht von der IT freigegeben wurden", erläutert Plomann seinen Ansatz. In diesem Zuge ist das St.-Marien-Hospital auf SecuSurf gestoßen und hat sehr schnell festgestellt, dass die Software viele Probleme lösen hilft. Mittlerweile werden so in beiden Häuser der St. Rochus GmbH etwa 650 Rechner geschützt – Tendenz steigend. 2011 soll die Lösung klinikweit im Einsatz sein.

Einfache Konfiguration einer White List

"Aufgrund der Leistungsfähigkeit des Produktes kann ich vielen Problemen sehr gelassen entgegen sehen, die Kollegen in anderen Häusern Kopfzerbrechen bereiten", sagt der IT-Leiter. Die IT-Security-Suite SecuSurf stellt technisch sicher, dass ausschließlich Software installiert oder ausgeführt werden kann, die vorher auf einer zentralen Positivliste, der sogenannten White List, als vertrauenswürdig eingestuft wurde. Das bedeutet im Umkehrschluss: Jede Software, die nicht erfasst ist, kann nicht ausgeführt werden.

So lassen sich alle Computer zu dem machen, was sie eigentlich sind: Arbeitsgeräte mit nur der Software, die für die Arbeit notwendig sind. Und die Sicherheit geht über den reinen PC hinaus. Genauso können USB-Geräte und alle Wechseldatenträger verwaltet werden. Auch hier gilt: Was nicht bekannt und erlaubt ist, kann auch nicht verwendet werden.

"Bei einer White List denken viele, dass ein enormer Arbeitsaufwand hinter der Erstellung steckt. Das wäre auch so, wenn in SecuSurf nicht clevere Mechanismen eingebaut wären, die den gesamten Aufwand sehr überschaubar machen. Das ist genau der Clou dieser Sicherheitslösung", stellt Plomann begeistert heraus. Bei tausenden von exe-Dateien pro Rechner wäre es sehr aufwändig, die komplette White List manuell freizuschalten. Daher bietet SecuSurf bei der Erstkonfiguration des Systems einen `Learning-Mode´. "Dazu haben wir einen definitiv sicheren und sauberen Rechner ausgewählt, der auf dem aktuellen Softwarestand war und über einen Internetzugang sowie USB-Devices verfügte. Dieser Musterrechner wurde mit seiner kompletten Konfiguration in die Positivliste importiert", beschreibt Plomann das Vorgehen.



Im Anschluss wird der Lernmodus zentral aktiviert und die SecuSurf Client/Agent Software mit der Verteilsoftware von SecuLution an alle Netzwerkrechner ausgerollt. Nun arbeiten die Anwender etwa einen Monat ganz normal mit ihren Programmen. So wird jegliche zusätzliche Software, die nicht auf dem Musterrechner vorhanden war, erfasst und automatisch in die zentrale Freigabekonfiguration übernommen. Während der Lernphase ist der Nutzer nicht eingeschränkt. Nach Ablauf des Monats schaut der Systemadministrator sich die Liste der durch den Lernmodus hinzugefügten Programme an und kann dann gegebenenfalls unerwünschte oder nicht der Arbeit dienliche Programme entfernen. Hier wartet oftmals die erste Überraschung, wenn der Administrator sieht, was die Benutzer alles an nicht der Arbeit dienlichen Software auf ihrem Rechner verwenden.

SecuSurf löst Versprechen ein

"Uns hat bei SecuSurf besonders die ausgesprochen hohe Funktionstiefe überzeugt. So können beispielsweise einzelne Versionen von Ausführungsdateien geblockt werden, wozu vergleichbare Programme nicht in der Lage sind. Dazu ist SecuLution ein inhabergeführtes mittelständisches Unternehmen mit sehr hohem Know-how und großer Kundennähe. Das hat sich in intensiven persönlichen Gesprächen und Präsentationen gezeigt", erläutert Plomann die Gründe für die Zusammenarbeit. Nicht zuletzt hat auch ein überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis die Entscheidung maßgeblich unterstützt. So kann selbst die ans Hospital angegliederte Krankenpflege-Schule mit einem eher bescheidenen IT-Budget die Lösung einsetzen.

Nichtsdestotrotz war der IT-Leiter vor der Einführung in Bezug auf die Sicherheit und den Administrationsaufwand sehr skeptisch. "Wir mussten erst die Anwender und Administratoren von der Sinnhaftigkeit des Projektes und der Lösung überzeugen. Dabei galt es primär, die Angst vor einem zusätzlichen Arbeitsaufwand zu nehmen und die Vorteile der Lösung für die tägliche Routine zu kommunizieren", erläutert der IT-Leiter. Das Projekt startete deshalb auch mit einer kleinen Installation. Dort hat SecuSurf dann aber sehr schnell überzeugt und wurde schrittweise ausgerollt. "Mittlerweile genießt die Lösung eine sehr hohe Akzeptanz und alle Administratoren sind von ihr überzeugt."

Einfache Konfiguration und schneller Rollout

Wie aber genau arbeitet SecuSurf eigentlich? Nach Ablauf der Lernphase hat das System ein Inventar jeglicher Software angelegt, die im Netzwerk eingesetzt wird. Diesen Status quo kann der Administrator nun beliebig bearbeiten oder einfach `einfrieren´. SecuSurf ist ein Client-Server-System. Dabei werden die Systemserver mit dem Netzwerk verbunden und der Client auf jedem zu sichernden Host installiert. Auf den Servern kann so zentral für alle Systeme festgelegt werden, welche Programme benutzt werden dürfen.

Jeder Angriff auf ein Netzwerk setzt voraus, dass ein entsprechendes Programm auf einem Rechner gestartet wird. SecuSurf identifiziert jedes Programm, das auf dem Host ausgeführt werden soll anhand eines elektronischen Fingerabdrucks - und zwar unmittelbar vor der Ausführung. Auf den SecuSurf-Servern kann mit der Administrationskonsole, dem Admin-Wizard, zentral festgelegt werden, welche Programme auf welchem Rechner von wem gestartet werden dürfen. Versucht nun ein Anwender ein nicht autorisiertes Programm zu starten, löst dies schon vor der Ausführung einen Alarm in SecuSurf aus und das Programm wird blockiert. "Wir können individuell festlegen, wie sich ein Rechner verhalten soll, an dem eine ungewollte Aktion ausgeführt wird", erläutert Plomann. "In der Regel wird die Ausführung des Programms verhindert, dem Benutzer ein definierter Warmhinweis eingeblendet und an IT-Support verwiesen. Es sind aber auch andere Aktionen möglich, bis zum erzwungenen sofortigen Herunterfahren des Rechners." Da die Ausführung nicht explizit autorisierter Codes technisch nicht möglich ist, wird ein außerordentlich hohes Maß an Sicherheit gewährleistet.

Meldet ein User eine Anwendung neu, die er nutzen möchte, ist die Aufnahme in die White List und damit die Autorisierung mit einem Mausklick in der zentralen Management-Konsole erledigt. Der Anwender kann es ohne Zeitverzögerung sofort verwenden.

Der Administrator hat vielfältige Möglichkeiten, das Regelwerk anzupassen. Die Installation von neuer Software bringt genau so wie das Updaten von bestehender Software die Veränderung der Checksummen mit sich und erfordert daher eine Anpassung des Regelsatzes. Doch dies ist ohne zusätzlichen Aufwand erledigt: Es reicht, wenn der Administrator die Installation auf einem beliebigen Rechner unter einem Benutzeraccount durchführt, der vorab als ständiger Lernbenutzer definiert wurde. Die neue Software kann ohne weitere Anpassungen sofort auf allen anderen Rechnern im Netzwerk installiert werden. Auch Windows Updates werden vollautomatisch integriert, so dass hier keine manuellen Interaktionen nötig sind. Während des normalen Betriebs entsteht kein zusätzlicher Administrationsaufwand.

Das St.-Marien-Hospital Lünen ist mit 590 Betten eines der größten katholischen Krankenhäuser im Ruhrgebiet und Münsterland. Von insgesamt 16 Fachabteilungen werden im Schwerpunktklinikum mit Anteilen der Maximalversorgung jährlich 20.000 stationäre und fast 40.000 ambulante Patienten versorgt.
Das Akademische Lehrkrankenhaus der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster bildet mit dem St. Christophorus-Krankenhaus Werne (216 Betten, 9.000 stationäre und 12.000 ambulante Patienten pro Jahr) den Krankenhausverbund St. Rochus GmbH.


Hohe Sicherheit zu geringen Kosten


"In meinen Augen ist SecuSurf das Beruhigungsmittel für Administratoren. Ich bin wirklich froh, mit dem System arbeiten zu können. Es erspart mir eine Menge Aufwand und schafft Zeit für andere Tätigkeiten", bringt IT-Leiter Plomann seine Erfahrungen der vergangenen fünf Jahre auf den Punkt. Da die Anwender in der Klinik ihre Systeme nicht mehr durch das Starten unerwünschter Software schwächen können, sinkt vor allem der Aufwand im Bereich des First- und Second-Level-Usersupports beträchtlich. Die Systeme werden langfristig stabiler, was sich sowohl bei den Kosten für die Administration als auch durch eine höhere Produktivität positiv auswirkt. Darüber hinaus sinken die Kosten für die sicherheitstechnische Administration merklich. Es entfällt jegliche Suche nach erfolgreichen Angriffen oder Virenbefall, es sind keine Audits des Netzwerkverkehrs oder Logfiles aus IDS-Protokollen notwendig. "Und selbst wenn der Server einmal ausfällt, arbeitet SecuSurf sicher weiter, da einmal autorisierte Programme lokal auf jedem PC gecached werden, sodass auch mobile Geräte, die keine stetige Verbindung zum internen Netz haben, gesichert werden können", ergänzt Plomann.

Nicht zuletzt unterstützt die Software die IT-Abteilung auch bei der Konsolidierung der Anwendungslandschaft. Anhand von dedizierten Auswertungen kann sehr schnell festgestellt werden, welche Programme eigentlich nicht mehr benötigt und deshalb von den Servern gelöscht werden können.

"Der Wert der Investition für eine Sicherheitssoftware in der IT bemisst sich nach der Zahl nicht eingetretenen unliebsamen Zwischenfällen – und wir hatten noch nie einen", so Plomann abschließend.

SecuLution ist der führende Anbieter von proaktiven Sicherheitslösungen für Unternehmensnetzwerke. Die selbst entwickelte und international patentierte Lösung SecuSurf schützt Netzwerke auf revolutionär neue Weise gegen jegliche Angriffsformen. Neben Schulungen und Beratungsdienstleistungen zum Thema Sicherheit erstellt SecuLution auch anerkannte Gutachten zu bestehenden Netzwerk- und Sicherheitsstrukturen oder analysiert und dokumentiert Angriffe.

Im Zentrum der Unternehmensphilosophie stehen die Sicherheit und die Zufriedenheit der Kunden. Konsequent und kompetent unterstützen die Mitarbeiter diese bei der Konzeption und Implementierung von Sicherheit – ohne dabei die Wirtschaftlichkeit aus den Augen zu verlieren. Sicherheit wird als ein Mittel zur Steigerung der Produktivität von Systemen bei gleichzeitiger Senkung der Betriebskosten verstanden. Hierauf sind sowohl die Produkte als auch Dienstleistungen ausgerichtet.
 

Gesundes Wachstum mit IGEL Thin Clients

  


Marienkrankenhaus Papenburg-Aschendorf GmbH  
Gesundes Wachstum mit IGEL Thin Clients


Hermann Bette, IT-Leiter der Marienkrankenhaus Papenburg-Aschendorf


Gesundes Wachstum mit IGEL Thin Clients




Neue Desktop-Strategie: Die Marienkrankenhaus Papenburg-Aschendorf GmbH führt sukzessive in allen Unternehmensbereichen IGEL Thin Clients ein. Der um 60 Prozent gesunkene Administrationsaufwand begünstigt das weitere Wachstum bei geringeren IT-Kosten.

Südöstlich der berühmten Meyer-Werft, wo exklusive Luxusliner vom Stapel laufen, liegt das Marienkrankenhaus Papenburg. Das akademische Lehrkrankenhaus der Medizinischen Hochschule Hannover zählt gemeinsam mit der zweiten Betriebsstätte Aschendorf 293 Planbetten. Die informationstechnische Grundlage für das weitere Wachstum der GmbH legte das Krankenhaus mit einer zentralen IT-Infrastruktur mit effizienten und krankenhaustauglichen IGEL Thin Clients.

Neue IT ermöglicht weiteres Wachstum

Die Marienkrankenhaus Papenburg-Aschendorf GmbH deckt mit sechs Hauptabteilungen und zwei Belegabteilungen ein breites medizinisches Spektrum ab. Zum Unternehmen gehören auch ein neues ambulantes Reha-Zentrum, eine Privatklinik und mehrere Medizinische Versorgungszentren (MVZ).
Um die damit verbundenen IT-Kosten angesichts des stetigen Wachstums der Organisation zu begrenzen, vollzieht das Marienkrankenhaus seit 2007 eine Migration auf Server Based Computing. Strategischer Lösungspartner ist die als Authorized IGEL Partner zertifizierte BSH Systemhaus GmbH mit Hauptsitz in Westerstede. Um die in der Vergangenheit stark angestiegenen Administrationskosten nachhaltig zu minimieren, werden nun immer mehr Anwendungen und Daten auf das zentrale Rechenzentrum konsolidiert. Die PCs im Unternehmen weichen nach und nach effizienteren Thin Clients, die im Vergleich nicht nur stromsparender sind, sondern sich auch wesentlich effizienter zentral fernadministrieren lassen. „Die Konsolidierung der Anwendungen im Datencenter war nötig, um die wachsende Anzahl an PCs weiterhin mit derselben Anzahl an Administratoren pflegen zu können“, erklärt Hermann Bette, IT-Leiter der Marienkrankenhaus Papenburg-Aschendorf GmbH.

Mehr Effizienz für die IT-Bereitstellung

Die Administration der PC-Arbeitsplätze ist laut Hermann Bette deshalb so zeitaufwändig, weil viele der häufig auftretenden Betriebssystem- und Sicherheitspatches einzeln mittels VNC-Software oder sogar örtlich am Gerät aufgespielt werden müssen. Auch scheiterte eine zentrale Softwareverteilung in der Vergangenheit immer wieder an medizinischen Anwendungen, die sich nicht in eine MSI-Datei packen lassen. Als Alternative zum herkömmlichen Arbeitsplatz-PC schafft das Marienkrankenhaus zukünftig Thin Clients an – für alle neuen Arbeitsplätze, aber auch als Ersatz für ältere PCs. Die platzsparenden und lüfterlosen Thin Clients zahlen sich unter anderem an patientennahen Arbeitsplätzen aus. „In Behandlungsräumen und OPs setzten wir bislang PCs ein, die wir jedoch aus hygienischen Gründen mit speziellen Gehäusen abschotten mussten“, berichtet der IT-Leiter. „Solche aufgrund der hohen Wärmeentwicklung sehr fehleranfälligen Konstruktionen sind jetzt nicht mehr nötig.“



Energieeffizient, platzsparend und geräuschlos: Arbeitsplatz mit IGEL UD3 Thin Client


Unterstützung von Kartenlesern


Eine wichtige Anforderung an die Thin Clients bildete die Unterstützung unterschiedlicher Lesegeräte für Krankenkassenkarten. Um die aktuellen Geräte mit verschiedenen Anschlüssen sowie Cherry-Tastaturen mit integriertem Kartenleser weiterverwenden zu können, evaluierte der Projektleiter IT, Holger Nintemann, möglichst flexibel einsetzbare Thin Clients mit einem Linux-basierten Thin Client-Betriebssystem (Firmware). Neben seriellen, USB- und PS/2-Schnittstellen bildete auch der Stromverbrauch ein wichtiges Auswahlkriterium ebenso wie eine umfassende, einfach zu bedienende und lizenzkostenfreie Managementlösung. Nach ausführlichen Tests über mehrere Monate, in denen Geräte von vier Herstellern evaluiert wurden, fiel die Wahl auf ein kompaktes Allroundmodell des deutschen Marktführers IGEL Technology mit integriertem Kartenlesegerät und einem universellen Firmwarekonzept. „Die Thin Client-Software ist in drei bedarfsgerechten Umfängen erhältlich, die sich lediglich in der Anzahl an integrierten Softwareclients und -tools unterscheiden“, erklärt Marco Raffel, Account Manager Healthcare bei IGEL. „Auf diese Weise können die IT-Manager den Grad der Konnektivität bedarfsgerecht und kosteneffizient selbst auswählen. Ein späteres Upgrade auf ein höherwertiges Firmwarepaket ist bei Bedarf ebenfalls möglich.“

Sichere und wirtschaftliche Desktop-Lösung

Im Zuge der sukzessiven Umstellung auf Thin Clients lassen sich auch die Datenschutzrichtlinien immer einfacher umsetzen. „Im Falle der PCs müssen wir relativ aufwändige Werkzeuge verwenden, um USB-Schnittstellen zu sperren“, erklärt Holger Nintemann. „Bei den IGEL Thin Clients sind die USB-Ports grundsätzlich gesperrt und können explizit für bestimmte Geräte freigeben werden.“ Im Einzelfall gestattet das Marienkrankenhaus seinen Mitarbeitern auch einen eingeschränkten Zugriff auf das Internet. Um das Netzwerk und die zentralen Server nicht zusätzlich zu belasten, wird der Zugang teils über den lokalen Browser bereitgestellt, den die IGEL Universal Desktops ab der Firmwareversion „Standard“ bieten. Die Browsereinstellungen können über die im Lieferumfang enthaltene Remote-Managementsoftware IGEL Universal Management Suite vorgenommen werden, über die sich auch Geräteeinstellungen, wie zum Beispiel die Bildschirmauflösung, konfigurieren lassen. Das Management der Thin Clients erfolgt gruppenbasiert, d.h. bestimmte Settings lassen sich in Haupt- und Teilprofilen zusammenfassen und auf mehrere Geräte gleichzeitig übertragen.

Weniger Administrationsaufwand, mehr Flexibilität

IT-Leiter Hermann Bette schätzt, dass die zentrale Thin Client-
Administration im Vergleich zu PCs mit lokal installierten Anwendungen Einsparungen in der Größenordnung von 50 bis 60 Prozent bewirkt. Die zeitliche Entlastung konnte das IT-Team bereits gut ausnutzen, zum Beispiel für die Einführung neuer Anwendungen und Erweiterungen für das neue, ambulante Reha-Zentrum. Dazu kommen noch Kosteneinsparungen im Backend, wo die Anwendungen zentral auf insgesamt vier Terminalservern unter Citrix Presentation Server™ 4.5 laufen. Insgesamt betreibt das Marienkrankenhaus 40 Server, die zurzeit in einer Konsolidierungsphase mithilfe von VMware vSphere™ virtualisiert werden. In diesem Zuge erhält das Datencenter auch eine neue physikalische Infrastruktur mit neuen Servern und Storage-Systemen, die redundant über zwei Brandabschnitte ausgelegt sind. Mit diesem Maßnahmenpaket erzielt das Marienkrankenhaus nicht nur eine hohe Effizienz, sondern auch eine Hochverfügbarkeit der IT-Umgebung.
 
Anwenderszenarien: Arzt im Krankenhaus etc.

Auch auf der Anwenderseite hat sich die Verfügbarkeit verbessert. Die Geräte sind deutlich weniger anfällig, Software- oder Netzwerkprobleme sind eher selten und lassen sich meist durch einen Neustart beheben. Für den nicht zu erwartenden Fall eines Thin Client-Hardwareproblems, wird dieser kurzerhand gegen ein Ersatzgerät ausgetauscht. Nach einer automatischen Konfiguration ist der Arbeitsplatz wieder einsatzbereit. Die Ärzte der MVZ können via Thin Client auch standortübergreifend auf ihre Patientendaten zugreifen. Weitere Anwendungen wie z.B. das Krankenhausinformationssystem, Intra- und Internet oder E-Mail werden allen Standorten über ein Managed Virtual Private Network per Thin Client zur Verfügung gestellt. Die zentralen Anwendungen stehen somit jedem Unternehmensbereich zur Verfügung. Insgesamt laufen 25 Anwendungen im Datencenter, 20 davon werden zusätzlich auf den lokalen Terminalservern der MVZ bereitgestellt.

 

 Der Anwender:
- Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung mit 293 Planbetten; akademische Lehrkrankenhaus der Medizinischen Hochschule Hannover
- Breites medizinisches Spektrum mit sechs Hauptabteilungen und zwei Belegabteilungen
- Ca. 350 IT-Arbeitsplätze

Die Herausforderung:
- Entlastung der EDV-Abteilung zugunsten des weiteren Wachstums der Organisation
- Neues IT-Konzept mit hoher Datensicherheit, Verfügbarkeit und Effizienz (Management und Strom)
- Kompatibilität der neuen Desktopgeräte mit den bislang genutzten Kartenlesern

Die Lösung:
- Server Based Computing-Umgebung (virtualisiert)
- Sanfte Migration: Ersatz wartungsintensiver PCs durch IGEL Thin Clients (aktuelles Modell: IGEL UD3 LX)
- IGEL Universal Management Suite: effizientes, gruppenbasiertes Thin Client-Management


Zukunftstauglicher Standarddesktop


Der Thin Client wird im Marienkrankenhaus zunehmend zum Standarddesktop. Neben 50 neuen Arbeitsplätzen wurden bislang auch 50 der ehemals 300 PC-Arbeitsplätze mit den effizienteren Endgeräten ausgestattet. Die betroffenen Anwender nehmen die Thin Clients bislang gut auf. „Das positive Feedback bezieht sich meist auf die deutlich niedrigere Geräuschentwicklung, das ansprechende Design und den geringen Platzbedarf. Funktionell bemerken unsere Anwender keinen Unterschied zum PC.“
Angesichts dieser positiven Erfahrungen plant das Marienkrankenhaus, über die nächsten Jahre so viele PCs wie möglich zu ersetzen. Langfristig rechnet das Marienkrankenhaus mit einer Thin Client-Quote von 80 bis 90 Prozent. Um diese zu erreichen, sollen neben den Servern künftig auch Desktops virtualisiert werden, um schließlich auch nicht-terminalserverfähige Anwendungen zentral bereitstellen zu können. Die Thin Clients sind technologisch bereits für diesen Schritt gerüstet, denn sie unterstützen alle führenden VDI-Lösungen wie Citrix XenDesktop™ oder VMware View™. „In Zukunft werden wir uns noch intensiver um unsere Anwender kümmern und die Servicequalität somit weiter verbessern können“, prognostiziert Holger Nintemann. „Die wartungsarmen Thin Clients von IGEL leisten dazu bereits heute einen wesentlichen Beitrag.“

Tabelle: Ökologischer Vergleich von PCs und Thin Clients

Malteser Trägergesellschaft gGmbH (MTG)

  


Malteser Trägergesellschaft gGmbH (MTG) 
Schnittstellen zu über 50 Subsystemen
Datenkommunikationsplattform Cloverleaf in der Malteser Trägergesellschaft

Halle 1 Komunikationsserver
Philipp Köppen, Björn Stenmanns, SoCura GmbH


Schnittstellen zu über 50 Subsystemen

Datenkommunikationsplattform Cloverleaf in der Malteser Trägergesellschaft



In der MTG Malteser Trägergesellschaft gGmbH (MTG) bündelt der Malteserorden in Deutschland die Trägerschaft seiner derzeit acht Krankenhäuser, seiner Fachklinik für Naturheilverfahren, 23 Einrichtungen der Altenhilfe, zehn Einrichtungen und Dienste der Hospizarbeit und Palliativmedizin sowie sechs ambulanten Pflegediensten.

IT-Strategie
Im Rahmen der Einführung des neuen Krankenhausinformationssystems ORBIS der Firma Agfa im November 2005 beauftragte die MTG ihre IT-Servicegesellschaft - die SoCura GmbH - mit der Konsolidierung sämtlicher Schnittstellenprozesse. Das neue KIS wird im Rechenzentrum der Malteser von der SoCura betrieben.

Die Health-Comm fertigte eine Spezifikation der zu migrierenden Schnittstellen an und führte die Konsolidierung der Kommunikationsbeziehungen der Malteser Krankenhäuser Bonn/Rhein-Sieg (Standorte Bonn und Rheinbach) durch. Nach einer Grund- und Aufbauschulung wurde die Konsolidierung weiterer sieben Häuser eigenverantwortlich durchgeführt. Mittlerweile werden Schnittstellen zu über 50 Subsystemen genutzt. Seither wird die Abbildung von medizinischen und kaufmännischen Schnittstellenprozessen mit Cloverleaf kontinuierlich optimiert und ausgebaut.

Proaktives SMS-Warnsystem
Um frühzeitig Kenntnis über Störungen der HL7 Kommunikationsprozesse zu erhalten, etablierte die SoCura mit Hilfe von Cloverleaf ein SMS-Warnsystem, so dass Mitarbeiter in der Rufbereitschaft auf ihr Mobiltelefon SMS-Mitteilungen mit kurzer Störungsbeschreibung erhalten.

HL7 NachrichtendatenbankenAuch die Integration von Datenbanken und die Speicherung von HL7 Nachrichten sind durch die Einbindung von JAVA-Programmen (Java UPoC) in die Cloverleaf-Prozesse möglich. Dadurch wird eine schnelle Suche von HL7 Nachrichten per SQL-Abfragen im eigenen Cloverleaf-Datawarehouse möglich. Bereits übermittelte Nachrichten können erneut versendet werden. Cloverleaf erhält somit ein „Gedächtnis“ und kann auf Grund zukünftiger Ereignisse auf historische Nachrichten zugreifen, im Rahmen einer Kooperation zwischen einem Krankenhaus und einem MVZ.

Mobile Datenerfassung
Für die MTG realisierte die SoCura ein selbst entwickeltes Mobiles Datenerfassungssystem mit Portable Desktop Agents (PDA). Dabei dokumentieren Mitarbeiter der Physiotherapie ihre erbrachten Leistungen in einem PDA, der sich per Webservice mit dem ORBIS-System synchronisiert. Bei der Synchronisation werden Behandlungstermine abgerufen und erbrachte Leistungen als XML-Schnittstellendatei an Cloverleaf übermittelt. Cloverleaf übernimmt die Transformation der XML-Datei in HL7 DFT-Leistungsnachrichten und sendet diese an die entsprechende ORBIS Importschnittstelle.

Abrechnungsschnittstellen
Die MTG bildet zusätzlich zu den medizinischen auch kaufmännische Schnittstellenprozesse ab und setzt Cloverleaf dabei erfolgreich zur Übermittlung und Transformation von Abrechnungsdaten ein. Cloverleaf überbrückt dabei die unterschiedlichen Formatstandards der an Abrechnungsprozessen beteiligten Systeme, z.B. ORBIS, SAP FI, SAP HR, AMOR, Diamant/2 und weitere externe Abrechnungssysteme.

Hochverfügbarkeitsarchitektur
Da das Cloverleaf-System als zentrale Datenkommunikationsplattform der MTG zu einem besonders unternehmenskritischen System zählt, wurde sie in die SAN-Architektur des Malteser Rechenszentrums eingebunden. Seit Juni 2009 läuft das Cloverleaf-System unter IBM AIX 5.3 in einer Power6-Umgebung auf einer Logical Partition (LPAR, siehe Abbildung). 



Die Datenhaltung erfolgt weiterhin im SAN. Diese Hochverfügbarkeitsumgebung ermöglicht bei Ausfall oder bei Wartungsarbeiten an der Cloverleaf-Hardware einen "Echtzeit-Schwenk" von einem zu anderen Rechnerknoten ohne Unterbrechung von Cloverleaf-Prozessen.

Durch die Einbettung von Cloverleaf in die neue Architektur konnten die SoCura und die Health-Comm die hohen Anforderungen der Ausfallsicherheit der Malteser Trägergesellschaft erfüllen. Die Health-Comm ist für die MTG und deren Servicegesellschaft SoCura bei sämtlichen Cloverleaf-Projekten immer ein zuverlässiger und kompetenter Dienstleister. Die Gewissheit, sich auch bei zukünftigen Integrationsprojekten auf einen wertvollen Partner verlassen zu können, stellt einen bedeutsamen Wettbewerbsvorteil dar.

Universitätsmedizin Leipzig

  


Universitätsmedizin Leipzig 
Universitätsmedizin Leipzig:
PC-WARE konzipiert ein redundantes Rechenzentrum in Kooperation mit VMware, Citrix und Microsoft


Daniel Pfuhl, IT-Management Universitätsklinikum
Daniel.Pfuhl@medizin.uni-leipzig.de


Universitätsmedizin Leipzig

PC-WARE konzipiert ein redundantes Rechenzentrum in Kooperation mit VMware, Citrix und Microsoft


Das Universitätsklinikum Leipzig umfasst 28 Kliniken und Polikliniken. In den medizinischen Zentren und sieben angeschlossenen Instituten arbeiten rund 3.000 Ärzte, Pflege- und Verwaltungsfachkräfte, die zusammen jährlich über 270.000 Patienten ambulant, 45.000 stationär und 2.300 teilstationär versorgen.


Für die moderne Medizintechnik und die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Klinikum ist die IT so wichtig wie ein Nervensystem. Behandlung und Ressourcenverbrauch werden in der elektronischen Patientenakte dokumentiert, der Zugriff auf Patientendaten für Medikation und Therapie und die revisionssichere Archivierung sind darauf angewiesen. Ein „Infarkt“ würde hier Stillstand bedeuten. Um die Unterstützung der Patientenversorgung zu verbessern, plante das Universitätsklinikum gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät die Erneuerung der zentralen IT-Infrastruktur der Universitätsmedizin Leipzig.

Eine Kernforderung war die möglichst hohe Verfügbarkeit der Anwendungssysteme und die Vorsorge vor Elementarschäden. Zudem sollten die Ressourcen des Rechenzentrums neben der Speicherung und Verarbeitung patientenbezogener Daten weitere umfangreiche Anwendungen wie bspw. das Warenwirtschaftssystem, das Datawarehouse, das gesamte Rechnungswesen und zahlreiche Spezialanwendungen für den Medizin- und Forschungsbetrieb sicher stellen können.
Die richtige Diagnose ist die Voraussetzung jeder erfolgreichen Behandlung: „Konsolidierung und konsequente Virtualisierung stellen die Basis unseres Betriebskonzeptes dar. Unter diesem Fokus haben wir gemeinsam mit PC-WARE die wirtschaftliche Realisierung der IT-Redundanzstrategie vorbereitet.“, Daniel Pfuhl, Abteilungsleiter Systemmanagement des Uniklinikums. Ein Pilotprojekt der Universitätsmedizin zeigte die Vorteile virtualisierter IT-Ressourcen. PC-WARE wurde beauftragt, aufbauend auf dem vorliegenden Konzept das Betriebsregime des primären und sekundären Rechenzentrums auf Basis einer Server- und Applikationsvirtualisierung zu erstellen und die Infrastruktur zu konsolidieren.



In einer redundanten IT-Infrastruktur können Rechenzentren alternativ den gesamten IT-Betrieb übernehmen, auch wenn das jeweils andere nicht voll funktionsfähig ist. Da der Ausfall der Unternehmens-IT die Dokumentation und Nachvollziehbarkeit der Patientenversorgung wesentlich gefährdet, ist der Aufbau eines redundanten Rechenzentrums gerechtfertigt. Zusätzlich werden kaufmännische Risiken durch den Verlust der abrechnungsrelevanten Informationen minimiert. Die Virtualisierungsstrategie war das Kernelement der Konzeption. Denn nur durch strenge Konsolidierung und konsequente Virtualisierung konnten Einsparungen erreicht werden, die eine Etablierung der Redundanz für kritische Anwendungen und die notwendige Flexibilität in der Servicebereitstellung ermöglichten.
In die Erstellung der Grobkonzeption für die Themen Serverkonsolidierung/-virtualisierung, Applikationsvirtualisierung, SAN/Storage und Backup durch die PC-WARE wurden alle Administratoren, IT-Manager und auch das klinische Personal in den Planungsprozess eingebunden, um eine hohe Akzeptanz zu erreichen. Am Anfang stand ein „Virtual Assessment“, welches durch die Professional Service Organisation der Firma VMware durchgeführt wurde. Es folgten die Erstellung von Leistungsverzeichnissen, die Vorbereitung der Ausschreibungsunterlagen und schließlich die fachliche Begleitung des Vergabeprozesses.



Das moderne Storage Area Network (SAN) beherbergt heute die Patienten- und Verwaltungsdaten. Foto: Stefan Straube


„Gemeinsam mit PC-WARE und VMware haben wir die Voraussetzung für die zukunftssichere Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur geschaffen“, Dr. Gert Funkat, Inst. f. Med.Inf. Stat. u Epid.. Die virtuelle Infrastruktur hat ein nutzbares Speichervolumen von 200 Terabyte, plus 400 Terabyte für Backup. Auf einem physischen Serverhost sind durchschnittlich 80 virtuelle Server installiert. VMware Virtual Infrastructure 4.1 bildet die Plattform zur Virtualisierung der Serverstruktur, Citrix Presentation Server 4.5 dient zur Bereitstellung der Applikationen für die User, Microsoft Data Protection Manager 2007 und Deduplication Appliances von Data Domain erweitern die Backuplösung. 

Aus Sicht der Universitätsmedizin Leipzig entstand eine wirklich ausgezeichnete gemeinsame Planung und ein maßgeschneidertes Konzept seitens PC-WARE und den in den Prozess eingebundenen Partnern. Die moderne virtuelle Infrastruktur beherbergt heute die Patienten- und Verwaltungsdaten - die Grundlage der täglichen Arbeit. Sie bietet eine bessere Effizienz, mehr Sicherheit, hohe Nutzerakzeptanz und ermöglicht somit eine optimale Unterstützung der Patientenversorgung.

Diakonissen Krankenhauses Schladming

  

Aussteller der Deutsche Medizinmesse

Diakonissen Krankenhauses Schladming
Das IT-System des Diakonissen Krankenhauses Schladming
PACS, Multimedia-Dokumentation und DMS in einem System
Diakonissen Krankenhauses Schladming
Prim. Dr. Harald Simader, ärztlicher Leiter und Vorstand der Abteilung für Innere Medizin


Zukunftsweisend: Das IT-System des Diakonissen Krankenhauses Schladming

PACS, Multimedia-Dokumentation und DMS in einem System



Mit dem Neubau des Diakonissen Krankenhauses in Schladming bot sich für dessen Betreiber, das Evangelische Diakoniewerk Gallneukirchen, die Möglichkeit, das 126 Betten-Haus auch im Bereich der IT auf den neuesten Stand zu bringen. Johann Stroblmair, Gesamt-IT-Leiter des Evangelischen Diakoniewerks Gallneukirchen, ist überzeugt davon, dass nur eine möglichst integrierte Digitalisierung zu nachhaltigen Kosteneinsparungen führen kann:
„Unser Ziel war daher nicht nur eine Digitalisierung der Radiologie durch ein PACS, sondern ein durchgängiger, zu 100% digitaler Workflow im medizinischen Bereich des Krankenhaus. Das heißt: sämtliche patientenbezogene digitale Daten und Papierkrankengeschichten sollten digitalisiert werden können“, erklärt Stroblmair. Und idealerweise sollte die Archivierung mittels nur eines einzigen Systems funktionieren. Stroblmair dazu: „Wir wollten nicht drei Systeme für sehr ähnliche Aufgabenbereiche. Dies hätte nur zu einer unnötig komplizierten Systemlandschaft und zu zusätzlichen Wartungskosten bei den Schnittstellen geführt.“

Schwierige Suche nach Anbietern
Die Suche nach einem geeigneten Anbieter gestaltete sich allerdings durchaus als schwierig. Mario Mühlebner, Verwaltungsleiter des Diakonissen Krankenhauses in Schladming, erinnert sich: „Während die DMS-Hersteller gerade in der Darstellung von DICOM-Daten keine zufriedenstellenden Konzepte vorweisen konnten, lagen  die Probleme der klassischen PACS-Anbieter in der Archivierung textbasierter Dokumente und vor allem im Einscannen von Papierkrankenakten mit Hochleistungsscannern. Wir wollten aber weder auf Funktionalität in der radiologischen Primärbefundung noch in der klinischen Archivierung oder beim Einscannen der Krankenakten verzichten.“ Fündig wurde man letztendlich bei Synedra, einem jungen Softwarehaus aus Innsbruck. „Das Produktportfolio Synedra AIM erfüllte unsere Anforderungen vorweg mit Abstand am Besten“, erinnert sich Johannes Köberl, IT-Leiter in Schladming. Ausschlaggebend sei Synedras Positionierung als das zentrale Archiv für sämtliche patientenbezogenen Bild- und Multimediadaten gewesen. Die leistungsfähige Befundungssoftware Synedra View sowie die Referenzinstallationen rundeten den Gesamteindruck positiv ab.

Krankenhausweite Systemeinführung
Zusammen mit der Schladminger Krankenhaus-IT wurde von den Synedra Projektbetreuern ein Konzept zur krankenhausweiten Einführung von Synedra AIM erarbeitet. In rascher Abfolge wurden alle im Neubau des Diakonissen Krankenhaus Schladming vorhandenen Geräte aus dem DICOM und non-DICOM Bereich an das Synedra System angebunden.

In der Radiologie werden Untersuchungen mit einem CT, einem Speicherfoliensystem und einer digitalen Durchleuchtung durchgeführt. Von Patienten mitgebrachte Röntgenaufnahmen werden mit einem Röntgenfilmscanner sofort eingescannt und stehen damit ebenfalls digital zur Verfügung. Die Unfallchirurgie steuert als Datenquellen zusätzlich noch Arthroskopietürme, C-Bögen und Digitalkameras bei. In der inneren Medizin werden Daten von EKG, der Endoskopie, dem PDMS, Ultraschallgeräten und dem Befundungssystem archiviert.
„Technisch konnten wir bei der Anbindung all dieser Geräte und Systeme zwischen drei verschiedenen Möglichkeiten wählen“, erläutert Johannes Köberl. „Einerseits direkt via DICOM oder HL7 Import, andererseits über die Akquisitionssoftware Synedra Capture. Eine weitere Möglichkeit zur Geräteanbindung stellte zudem die Software Synedra Print dar. Bei allen Geräten mit einer Windows-Druckfunktion kann damit ein PDF-Dokument mit Patientenkontext in das Archiv gespeichert werden.“



Prim. Dr. Harald Simader, ärztlicher Leiter und Vorstand der Abteilung für Innere Medizin

Zusätzlich wurden im Zug der Systemeinführung für die Digitalisierung der Papierkrankenakten zwei Hochleistungsscanner an Synedra AIM angebunden. Synedra implementierte dafür einen konsistenten Workflow zum Einscannen von Papierkrankenakten.

Für die Endanwender im klinischen Bereich lag der Schwerpunkt im Rahmen der Systemeinführung bei einem möglichst effizienten Arbeitsablauf. Prim. Dr. Harald Simader, ärztlicher Leiter und Vorstand der Abteilung für Innere Medizin in Schladming: „Bei der Akquisition und beim Aufruf von klinischen Bild- und Multimediadaten sind zwei Faktoren von entscheidender Bedeutung. Wie homogen ist das System in das KIS eingebettet und wie intuitiv lassen sich die Applikationen bedienen?“ Die im laufenden Betrieb gesammelten Erfahrungen stimmen Dr. Simader zuversichtlich: „Unsere Anforderungen wurden umgesetzt. Der Aufruf der Betrachtungssoftware Synedra View aus dem KIS der Wiener Firma K.I.S. GmbH funktioniert einwandfrei und ohne großen Systemsprung, neue Anwender finden sich schnell zurecht.“

Archiv und KIS teilen sich RIS Funktionalität

Im Bereich der Radiologie wird Synedra als Befundungssoftware in einer Drei-Monitor-Konfiguration verwendet. Prim. Dr. Rudolf Kaiser ist mit der gewählten Software zufrieden: „Die Befundungsoberfläche gestaltet sich sehr intuitiv, die Ladezeiten sind schnell. Zusätzlich sind alle für die Befundung notwendigen Werkzeuge vorhanden und schnell erreichbar.“

Interessant aus Sicht der für die Installation anfallenden Kosten erscheint, dass für das Krankenhaus Schladming kein separates RIS angeschafft werden musste. Johannes Köberl erläutert: „Synedra AIM besitzt die Möglichkeit, via DICOM-Worklist mit den bildgebenden Geräten zu kommunizieren. Nutzt man dazu noch die KIS Funktionalitäten Beauftragung, Erfüllung, Bildaufruf, Befundung, Diktat und Abzeichnung, so kann auf ein separates RIS verzichtet werden, womit wir wiederum sowohl Investitions- als auch Wartungskosten einnsparen konnten.“
Kompetente Projektabwicklung, spürbare Kosteneinsparungen
Besonders zufrieden ist man in Schladming mit der Abwicklung des Projektes. „Die Umsetzung der Systemeinführung erfolgte nach Terminplan, Synedra zeigte sich sehr flexibel und kompetent, auch bei hausspezifischen Anpassungen der Software“, berichtet Johannes Köberl. „Auch die Erfahrungen der Anwender im alltäglichen Einsatz sind durchwegs positiv“, ergänzt Prim. Simader – das System werde als schnell, intuitiv und stabil wahrgenommen.

„Eine vollständige Digitalisierung des gesamten Aufkommens an Patientendaten ist gerade auch in einem kleinen Krankenhaus wie dem Diakonissen Krankenhaus in Schladming möglich und sinnvoll“, fasst Verwaltungsdirektor Mühlebner die Erfahrungen aus dem Betrieb des Synedra AIM Systems zusammen, und ergänzt: „durch die automatische Überleitung sämtlicher Dokumente aus dem KIS als PDF Dokumente in das Archiv haben wir nicht nur hinsichtlich der Aufbewahrungserfordernisse eine gute Lösung gefunden, sondern können das System auch als Backup-System operativ nutzen.“ Direkte und indirekte Kosteneinsparungen durch gesteigerte Effizienz in den Abläufen und durch die trotz der vollständigen Digitalisierung überschaubar gebliebene Anzahl der eingesetzten Systeme seien deutlich spürbar. Auch im Hinblick auf die Systemadministration ist Synedra AIM als sehr gut bewertet worden. Mittels einer Webapplikation können die wichtigsten Systemparameter permanent überwacht werden. Auch die Verwaltung von Usern und deren Zugriffsberechtigungen wird über diese Weboberfläche administriert.

Das Diakonissen Krankenhaus SchladmingDas Diakonissen-Krankenhaus in Schladming deckt mit 126 Betten die medzinische Grundversorgung der Region Dachstein-Tauern ab. Neben der allgemeinen Grundversorgung liegt ein Schwerpunkt des Krankenhauses in der Unfallchirurgie, bedingt durch die zahlreichen Skigebiete in der Region. In den Jahren 2004-2006 wurde das Diakonissen Krankenhaus in Schladming komplett neu erbaut, die Übersiedlung in den Neubau erfolgte im November 2006. Dank modernster Software und damit einhergehend bester Befundung zählt das unter der Trägerschaft des evangelischen Diakoniewerks Gallneukirchen stehende Haus somit zu einer der modernsten Gesundheitseinrichtungen Österreichs.

DIAKO Bremen baut auf NetApp Unified Storage für effizienten, zukunftssicheren B

  


DIAKO Bremen 
DIAKO Bremen baut auf NetApp Unified Storage für effizienten, zukunftssicheren Betrieb
Server-Virtualisierung und Storage-Konsolidierung als Gesamtkonzept


Georg Reimann, IT-Leiter am DIAKO Bremen


DIAKO Bremen baut auf NetApp Unified Storage für effizienten, zukunftssicheren Betrieb
Server-Virtualisierung und Storage-Konsolidierung als Gesamtkonzept

Als das zentrale Versorgungskrankenhaus des Bremer Westens betreut das DIAKO Ev. Diakonie-Krankenhaus Bremen (DIAKO Bremen) ein Einzugsgebiet von mehr als 100.000 Einwohnern und ist zudem akademisches Lehrkrankenhaus für die Universität Göttingen. Mit 900 Mitarbeitenden und sieben Fachabteilungen versorgt das DIAKO Bremen jährlich mehr als 16.000 Patienten voll- und teilstationär.

Modernisierung der IT-Infrastruktur

Mit dem Beschluss, das Krankenhausinformationssystem (KIS) iMedOne von TietoEnator und Laborsoftware von iSoft einzuführen, musste im DIAKO Bremen die IT-Infrastruktur auf den neuesten Stand gebracht werden. Dabei ging es nicht um den Austausch einzelner Komponenten, sondern um den großen Wurf – vom Neubau eines Datacenters nach modernster Technik bis hin zu einer hochverfügbaren Server- und Storage-Infrastruktur, die den Anforderungen der neuen Krankenhausapplikationen hinsichtlich Stabilität, Ausfallsicherheit und Performance gerecht wird.

Die Entscheidung für das richtige Konzept und den richtigen Partner für die Beratung und Umsetzung haben sich die Verantwortlichen nicht leicht gemacht und haben Monate in den Auswahlprozess investiert. Die Technologie und das Preis-Leistungsverhältnis der Storage-Lösung, aber auch das Server- und Storage-Know-how des Dienstleisters waren wichtige Entscheidungskriterien. „Als mittelständischer Betrieb mit einem kleinen IT-Team können wir uns technologische Sackgassen nicht leisten. Wir benötigen eine zukunftssichere Technologie, die erweiterbar, performant und flexibel anpassbar ist, und das hat uns zu NetApp geführt. In Anders & Rodewyk haben wir den optimalen Partner gefunden, der von der Planung bis zur Inbetriebnahme federführend war“, sagt Georg Reimann, IT-Leiter am DIAKO Bremen.



Server-Virtualisierung und Storage-Konsolidierung

Zentrale Applikationen wie KIS und Laborsoftware, aber auch der Fileservice und Exchange sollten so in das Gesamtkonzept eingebunden werden, dass bei möglichst wenig Aufwand ein Höchstmaß an Sicherheit und Verfügbarkeit gegeben ist. Mit der Kombination aus NetApp MetroCluster Technologie, Datensicherheit und VMware Server-Virtualisierung auf ModularPower Blade-Servern ließen sich diese Punkte optimal umsetzen.

Ein NetApp FAS3020 Cluster bildet die Storage-Basis. NetApp MetroCluster Software sorgt durch synchrone Spiegelung der Daten und redundante Zugriffspfade zwischen Storage-Controllern und Plattensystemen für die Ausfallsicherheit des Datenservice. Als Unified Storage ist die Plattform multiprotokollfähig: Während der Storage für die Krankenhausapplikationen als FC SAN konfiguriert ist, läuft der Datenzugriff für andere Applikationen typgerecht über iSCSI oder CIFS. Alle bislang vorhandenen Einzelserver wurden auf den BladeCenter-Cluster migriert und mit VMware virtualisiert. „Patientendaten müssen schlicht in jeder Sekunde verfügbar sein. Bei Problemen wie dem Ausfall eines Plattenshelfs oder Controllers muss der Zugriff einer virtuellen Maschine übergangslos umgeleitet werden. Im Gegensatz zu anderen Herstellern konnte uns NetApp überzeugend demonstrieren, dass dies ohne Umschaltzeiten möglich ist“, sagt Georg Reimann.

Die Interaktion zwischen VMware Virtual-Center und dem NetApp Datenmanagement ist aufgrund der engen Integration der Lösungen reibungslos und ermöglicht neben verschiedenen Management-Optionen auch den Aufbau einer Testumgebung. Die Maschinen lassen sich mit VMware Tools klonen, der nötige Speicher ist über NetApp FlexVol Technik umgehend zugewiesen und genau so schnell wieder abgezogen. So kann das DIAKO Bremen neue Produkte schnell und unkompliziert auf ihre Eignung prüfen und spart unnötige Ressourcen.

Verringerter Administrationsaufwand

Vor Einführung von iMedOne wurden sämtliche Prozesse aller Leistungsstellen der DIAKO Bremen, mit Optionen wie ambulant, stationär, operativ oder beobachtend, von der Aufnahme eines Patienten über die Leistungen bis hin zur Entlassung dokumentiert und in den Modulen des KIS abgebildet. Heute ist iMedOne der Dreh- und Angelpunkt für Patientenadministration und Patientendokumentation, OP-Dokumentation und Abrechnung sowie für Diamant als Finanzbuchhaltungssystem und Amor 3 als Lager- und Materialwirtschaft für die hauseigene Apotheke mit Online-Bestellung direkt von den Stationen. Die ständige Verfügbarkeit dieser Kernapplikation des Krankenhauses hat oberste Priorität, muss aber auch durch das vierköpfige IT-Team souverän managebar sein.

„Unsere Personalstärke ist seit sechs Jahren unverändert. Dagegen haben sich IT-Ausstattung und Anforderungen fast verdreifacht“, sagt Georg Reimann. „Folglich darf die Wartung und Betreuung der Basistechnik nur wenig Aufwand erfordern. Und das haben wir erreicht. Die Infrastruktur wurde in Betrieb genommen und läuft seitdem einfach. Wir sind oft monatelang nicht im Serverraum. Der Storage überwacht seine Betriebsfunktionen selbst. Bei Abweichungen gehen über die Call Home-Funktion automatisch Meldungen an NetApp und von dort an den Support von Anders & Rodewyk. Das ist echter Service und entlastet das Team.“

Auch die bandbasierte Datensicherung wurde optimiert und um schnelle online Snapshots ergänzt. Flexibel definierbare Wiederanlaufpunkte machen die NetApp Snapshot-Technologie nicht nur für Dateien interessant, sondern auch für das Oracle-basierte KIS: Im Fall einer Datenkorruption kann ein Volume komplett auf einen älteren Stand gesetzt werden, um die Datenintegrität in wenigen Minuten wiederherzustellen.

Investitionssicherheit

Aufgrund der modularen Architektur des NetApp Unified Storage besteht eine hohe Skalierbarkeit. Modellwechsel erfordern weder Datenmigrationen noch erneute Installationen. Weitere Konsolidierungen sind somit jederzeit möglich. Ein größeres Projekt wird die Einführung eines PACS-Systems sein, das in die neue Infrastruktur eingebunden werden soll. Zudem wird sich das Archivierungsszenario ändern: Die bisherige Insellösung wird durch eine Kombination aus virtualisiertem Archivserver und NetApp Storage ersetzt. „Insgesamt gesehen haben wir eine Infrastruktur etabliert, die in Krankenhäusern noch nicht der Standard ist. Mit NetApp Storage sind unsere Daten jederzeit verfügbar und zudem mit wenig Aufwand zu managen. Angesichts des Kostendrucks im Gesundheitswesen ein großer Pluspunkt“, so das Fazit von Georg Reimann.


http://www.netapp.com/de

Evangelisches Krankenhaus Mülheim an der Ruhr

  


Evangelisches Krankenhaus Mülheim an der Ruhr 
Betten: 600 
Einsatz eines drahtloses Funknetzes von Dimension Data

Mark Nebendahl, Betriebsmanager bei ATEGRIS


Funknetz eröffnet neue Möglichkeiten

Evangelisches Krankenhaus Mülheim an der Ruhr setzt auf drahtloses Funknetz für moderne Prozesse und mobile Visite




Das Evangelische Krankenhaus Mülheim an der Ruhr hat als eines der ersten Krankenhäuser das Patienten-Monitoring-System in ein Wireless LAN eingebunden. Nutzen: Auch bei Transporten liegen immer alle wichtigen Patientendaten vor , moderne Geräte zur Herzinsuffienz-Kontrolle sind an das Krankenhaus-System angebunden, auch wenn sich der Patient frei im Hause bewegt. Das von Dimension Data geplante und installierte Funknetz in der 600-Betten-Klinik ermöglicht außerdem die mobile Visite und ist aus Sicht der IT-Verantwortlichen des Hauses ein großer Schritt hin zu einer papierlosen Krankenhausverwaltung.

Patienten-Transporte sind im Krankenhausbetrieb Situationen, die besondere Aufmerksamkeit verlangen - besonders der Weg aus dem Operationsraum auf die Stationen. Die Patienten bleiben zwar unterwegs an ihre kontrollierenden Instrumente angeschlossen, sind aber während des Transports nicht mit dem zentralen Monitoring-System verbunden. Seit Mitte 2007 kann man beim evangelischen Krankenhaus in Mülheim an der Ruhr Patiententransporte ein wenig entspannter angehen. Denn die Patienten-Überwachungssysteme kommunizieren auch während eines Transports mit dem Zentralsystem des Hauses ATEGRIS.. Möglich macht das ein Wireless LAN (WLAN)von Dimension Data. Sobald das Monitoring-System, etwa im Operationssaal, abgekoppelt wird, sucht es sich automatisch eine Verbindung ins WLAN und bleibt so mit dem Überwachungssystem verbunden. Der Patient bleibt während des gesamten Transports in dem 600-Betten-Haus online und wird mit allen Systemen unterbrechungsfrei überwacht. Mark Nebendahl, der als Betriebsmanager bei ATEGRIS das IT-Projekt verantwortlich begleitet hat: „Das ist ein deutlicher Qualitäts- und Sicherheitsgewinn bei der Patientenüberwachung.“

Das Funknetz in dem evangelischen Krankenhaus ermöglichte an weiteren Stellen Neuerungen: Patienten mit Herzproblemen, die mit Dräger Infinity, einem System des Medizingeräteherstellers Dräger überwacht werden, mussten früher kontinuierlich mit dem LAN des Hospitals verbunden sein. Dimension Data ist es in Zusammenarbeit mit dem Medizingerätehersteller gelungen, dieses System in ein WLAN zu integrieren. Die Patienten können sich nun im Krankenhaus frei bewegen und ihre Herzaktivität wird trotzdem überwacht. Das drahtlose Netz macht es möglich. Das am Körper tragbare Überwachungssystem kommuniziert fortwährend mit den kardiologischen Monitoring-Systemen. Die Anbindung von Dräger Infinity an das WLAN war nicht trivial. Der Medizingerätehersteller hat sehr dezidierte Anforderungen an das WLAN, darum war eine gesonderte Hersteller-Zertifizierung Voraussetzung für die Inbetriebnahme des Systems im drahtlosen Betrieb. WLAN-Hardware-Hersteller Cisco musste zudem Anpassungen an Hard- und Software vornehmen. Dimension Data in der Rolle des projektverantwortlichen Partners koordinierte die Arbeit zwischen allen Beteiligten – und das mit Erfolg: Ende 2007 hat Dräger das Mülheimer WLAN zertifiziert und für die Nutzung freigegeben.

Für die IT-Spezialisten in dem Mülheimer Krankenhaus war Anfang 2008 klar: auch der Weg zu einem papierlosen Krankenhausbetrieb führt über ein umfassendes WLAN. Der Beschluss zur Einrichtung eines Funknetzes stand fest. Die Verantwortlichen haben sich mehrere Anbieter angeschaut und unter anderem Referenzbesuche bei Häusern in Remscheid und Rheine gemacht, wo bereits Funknetze in Betrieb waren. Dimension Data gewann die Ausschreibung. Gründe laut Mark Nebendahl: Der IT-Dienstleister hatte gerade in einem anderen Krankenhaus ein von einem anderen Dienstleister begonnenes WLAN–Projekt gerettet und nach Nebendahls Worten „am meisten Kompetenz im Krankenhausumfeld“ gezeigt. Für den Netzwerkspezialisten habe auch gesprochen, dass er auf den Hersteller Cisco gesetzt habe und dessen WLAN-Infrastruktur für Dräger Infinity Monitoring validiert war. Eine Wahl, die sich ausgezahlt hat. Bis heute sei noch kein einziger der 199 Zugangspunkte ausgefallen.

Die Installation des WLAN in Mülheim verlief glatt. Was Mark Nebendahl auch auf die Tatsache zurückführt, dass man die Räume bereits im Vorfeld ausleuchten ließ und die Ergebnisse zur Grundlage der Ausschreibung gemacht hat. Die Ausleuchtung und die gewissenhafte Planung des WLAN - das wurde bereits bei den Referenzbesuchen deutlich – „ist das A&O einer erfolgreichen WLAN-Installation.“ Es reiche nicht, wenn Anbieter die Ausleuchtung auf Grund von Raumplänen machten. Auch hier habe die Koordination der vielen Projektteilnehmer, etwa des örtlichen Elektrounternehmens für die Verkabelung, sehr gut funktioniert, berichtet Betriebsmanager Nebendahl. „Ich habe selten ein Projekt erlebt, bei dem die Koordination aller Beteiligten so reibungslos lief - und das gerade bei einem so anspruchsvollen Projekt, bei dem auch Neuland betreten worden ist.“

Das drahtlose Netz ist zudem mit aktuellen Verschlüsselungstechnologien versehen. Dimension Data hat in Mülheim außerdem das Air-Magnet-Sicherheitssystem realisiert. Diese Lösung erkennt Eindringlinge im Netz und fährt die Leistung am angegriffenen Access-Point sofort herunter, so dass ein potentieller Angreifer kein Signal mehr bekommt. Die benachbarten Zugangspunkte übernehmen derweil die Arbeit des ruhenden Access Points, damit der Betrieb aufrecht erhalten bleibt. Nach Aussage des Kunden funktioniere die Lösung sehr gut. Überraschenderweise gebe es keine Störungen durch vorhandene Systeme im Krankenhaus und auch die Patienten hätten sich an dem Funknetz im Krankenzimmer nicht gestört. Ihnen gegenüber wurde die Neuerung umfassend kommuniziert. Außerdem profitieren Sie von ihr: Die Patienten nutzen das WLAN für den Zugang ins Internet. Sie können über ein Prepaid-Verfahren Online-Zeit einkaufen. Das hilft dem Krankenhaus auch, das System zu refinanzieren.

Nachdem das WLAN an der Ruhr in Betrieb gegangen ist, gab es zuvor zwar die üblichen Eingewöhnungsschwierigkeiten, jedoch sei das jetzt vollkommen anders. Wenn einer der 32 Tablet-PCs oder eines der 20 Notebooks ausfalle, landeten bei der IT-Abteilung schnell ungeduldige Reaktionen. „Die Mitarbeiter haben sich an die neue Technologie und an die neuen Prozesse gewöhnt und sie wollen sie nicht mehr missen“, erklärt Nebendahl das Unbehagen im Defektfall. Das Urteil über das WLAN in seinem Haus fällt darum auch ausgesprochen positiv aus: Das drahtlose Funknetz habe die Prozesse in dem Krankenhaus deutlich modernisiert und sei ein „weiterer wichtiger Meilentein“ auf dem Weg zu einem papierlosen Krankenhausbetrieb.

Mit dem WLAN wurde in Mülheim gleichzeitig Realität, was vielerorts noch geplant wird - die mobile Visite. Besuchen Ärzte und Schwestern die Patienten blättern sie nicht mehr in Kladden, sondern arbeiten mit Tablet-PCs und Notebooks. Laborwerte, Herzdaten und Untersuchungsergebnisse etwa  finden sie in der elektronischen Patientenakte im Krankenhaus-Informations-System. 25- bis 30 Subsysteme hat man bei dem Krankenhaus bereits an das KIS angeschlossen. Damit haben die Mülheimer nach eigenen Angaben etwa 80 Prozent aller Systeme für den Krankenhausbetrieb integriert.

Seit Anfang 2009 profitieren auch die Diätassistenten von dem Funknetz. Sie wurden mit Pocket-PCs ausgestattet und können nun ihre Essenspläne direkt vom Patientenbett an die Küche schicken. Denkbar aber noch nicht beschlossen, sind für die Mülheimer IT-Experten auch Voice-Over-IP-Funktionen oder die Ausstattung von Inventar mit RFID-Chips, die über das WLAN erfasst werden. Der Aufenthaltsort eines Monitors oder eines medizinischen Gerätes ließe sich dann per Mausklick ermitteln.

Das Krankenhaus-Funknetz bringt neue Funktionen, mehr Sicherheit, bessere Prozesse, vollständigere Patientendaten und weniger Fehler – senkt es auch Kosten? Ein WLAN sei in erster Linie eine Investition, aber mit Blick etwa auf Druckkosten sieht der Kunde auch Kostenvorteile. Gerade hat er mit einem Druck-Dienstleister ein Preismodell je gedruckter Seite ausgehandelt – „da macht sich jeder Laborbericht bemerkbar, der nicht mehr ausdruckt wird“.

Bei so vielen guten Erfahrungen mit dem neuen WLAN war für die IT-Experten aus dem Ruhrgebiet klar, dass davon auch das zweite Haus der ATEGRIS profitieren soll. Der nächste Schritt in Richtung der mobilen Zukunft sei bereits gegangen: Am Standort Oberhausen mit 521 Betten nimmt im August 2009 ein Funknetz mit 110 Zugangspunkten seinen Betrieb auf.

Dienstplanung von ATOSS Medical Solution

  


RoMed Klinikum, Rosenheim 
Betten: 650
Dienstplanung von ATOSS Medical Solution

Franz Dußmann, Pflegedienstleiter im RoMed Klinikum Rosenheim


Moderne Dienstplanung zum Wohle von Patienten und Mitarbeitern

Das RoMed Klinikum in Rosenheim setzt eine moderne Software für Zeitwirtschaft und Dienstplanung ein (Quelle: RoMed Klinikum)

Die Organisation der Arbeitszeiten in Kliniken und Krankenhäusern befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Gefordert sind flexiblere Arbeitszeiten, die prozessorientierte Patientenbetreuung und Servicequalität gewährleisten, aber auch die Ansprüche der Mitarbeiter und ihren Wunsch nach Work-Life-Balance und Zeitsouveränität berücksichtigen.

Das RoMed Klinikum, Standort Rosenheim, hat diese Notwendigkeit frühzeitig erkannt und die Weichen entsprechend gestellt. Mit der ATOSS Medical Solution behalten Ärzte, Pflegepersonal und Management die Dienstplanung immer im Blick. Bessere Arbeitsbedingungen und mehr Zeit für die Patienten sind das Ergebnis.

Als Städtisches Klinikum mit einem Einzugsgebiet weit über die Stadtgrenzen hinaus betreut das RoMed Klinikum Rosenheim jährlich rund 58.000 Patienten, davon 27.000 stationär. Seit Juli 2009 ist das Krankenhaus der Versorgungsstufe 2 eine kommunale GmbH. Auf 23 Pflegestationen in 11 Fachabteilungen sind 1.300 Mitarbeiter rund um die Uhr im Einsatz. Das Leitbild des Krankenhauses: Hohe Versorgungsqualität und Zuwendung in einem wohnortnahen und bürgerfreundlichen Krankenhaus.



Belegschaft, Personalrat und Krankenhausmanagement akzeptierten die moderne Software schnell (Quelle: RoMed Klinikum)

Die Pflegedirektion erkannte schon sehr früh die Notwendigkeit, die zur Verfügung stehende, immer knapper werdende Arbeitszeit so einzuteilen, dass Patienten und Belegschaft gleichermaßen profitieren. Die Lösung dieser Herausforderung versprach man sich unter anderem von der Einführung einer Software für Zeitwirtschaft und Dienstplanung. Die Ärzteschaft war von Anfang an über das Projekt informiert und in den Entscheidungsprozess involviert. Auch die Auswahl des Systems geschah in Zusammenarbeit mit allen betroffenen Stellen: Personalabteilung, Lohnstelle, Personalrat, Pflegedirektion, ärztlicher Bereich und EDV-Abteilung. Dahinter stand der Gedanke, dass das Klinikum nur dann von der Neuerung profitiert, wenn alle Beteiligten davon überzeugt sind.

Zukunftsfähigkeit inklusive

Mit der Entscheidung für die ATOSS Medical Solution bewies das Klinikum vorausschauendes Denken, denn die Software wird ständig weiter entwickelt und an veränderte Rahmenbedingungen angepasst. Modernste Standards und State-of-the-Art-Technologie auf Java EE-Basis garantieren langfristig Zukunftsfähigkeit und Investitionssicherheit. Die Dienstplaner und die Personalabteilung sind von der dynamischen Oberfläche begeistert. Dafür sorgen beispielsweise die intuitive Benutzerführung und der Dialog-Designer, mit dem Dialoge per Mausklick selbst gestaltet werden können. Auch EDV-Abteilung und Pflegedirektion sind zufrieden, denn mit der ATOSS Medical Solution steht eine höchst flexible und stabile Standardsoftware zur Verfügung, mit der sich gesetzliche und tarifliche Änderungen optimal abbilden lassen. Neuregelungen können mit Hilfe der Lösung reibungslos im Krankenhausbetrieb umgesetzt werden. Dies entspricht genau den Anforderungen im Krankenhausalltag: „Bei den Arbeitszeiten der Ärzte und Pfleger hat sich in den letzten Jahren viel verändert, auch in Zukunft werden wir um neue tarifliche und betriebliche Regelungen nicht herum kommen“, sagt Franz Dußmann, Pflegedienstleiter im RoMed Klinikum Rosenheim. „Mit Hilfe unseres Systems lassen sich einerseits Veränderungen, die von außen diktiert werden, leicht abbilden. Andererseits haben wir ein Instrument, mit dem wir die uns zur Verfügung stehende Arbeitszeit wirtschaftlich einteilen können, ohne dabei Versorgungsqualität einzubüßen. So stellen wir sicher, dass wir unserem Leitbild treu bleiben können.“



Eine effiziente Dienstplanung garantiert am RoMed Klinikum Wirtschaftlichkeit und Servicequalität (Quelle: RoMed Klinikum)

Bessere Arbeitsbedingungen

Alle 1.300 Mitarbeiter, überwiegend Pflegepersonal und Ärzte, erfassen ihre Dienste an mehr als 20 Zeiterfassungsterminals. Sie können laufend Einsicht in ihre Zeitkonten nehmen. So entsteht die Möglichkeit der Selbstkontrolle, Überstunden lassen sich zeitnah ausgleichen. Dank der verbesserten Kommunikation zwischen Belegschaft und Zeitbeauftragten und der hohen Transparenz für alle Beteiligten ist die Zufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen hoch. Alle betrieblichen und tariflichen Regelungen fanden Berücksichtigung. So wurden Feiertags- bzw. Urlaubsregelungen und Sondervereinbarungen bei Befreiungen, z.B. für Weiterbildung, im System abgebildet. Die genaue Administration von Arbeits- und Fehlzeiten sowie von Überstunden führt zu weniger Fehlern bei der Abrechnung. Das empfinden alle Mitarbeiter als großen Vorteil.

RoMed Klinikum Rosenheim

Das RoMed Klinikum Rosenheim ist ein Haus mit Tradition. Bereits 1873 stand an dieser Stelle ein Krankenhaus mit 60 Betten. Das heutige Gebäude mit 640 Betten wurde 1968 erbaut und 1996 erweitert. Als Schwerpunktkrankenhaus umfasst das Einzugsgebiet die Stadt und den gesamten Landkreis mit 300.000 Einwohnern. In 11 Fachabteilungen kümmern sich rund 1.300 Mitarbeiter um 58.000 Patienten, stationär und ambulant. Das Klinikum ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität München und unterhält eine eigene Berufsfachschule für Krankenpflege und Krankenpflegehilfe.
Weitere Informationen:
www.klinikum-rosenheim.de

Vorteile auf allen Ebenen

Auch Stationsleitung und Personalabteilung profitieren von der elektronischen Zeiterfassung: Der Aufwand für die Erfassung, Kontrolle und Weitergabe der Dienstzeiten hat sich um die Hälfte reduziert. Die Pflegedirektion freut sich über ausgeglichenere Schichtbesetzungen, die letztendlich zu weniger Kosten und mehr Zeit für die Patienten führen. Das System zeigt frühzeitig, wenn auf einer Station zu viele Überstunden anzufallen drohen, die Disponenten können entsprechend reagieren. Auch die Mitarbeiter haben über einen der 600 PCs im Haus jederzeit Einblick in den eigenen Dienstplan. Dazu der Geschäftsführer Günther Pfaffeneder: „Bei meinen diversen Leitungsfunktionen in verschiedenen Krankenhäusern habe ich überwiegend negative Erfahrungen mit Zeitwirtschaftssystemen gemacht. Oft handelte es sich um Teillösungen, die sich nicht in ein System integrieren ließen. Meine anfängliche Skepsis hat sich jedoch in Zufriedenheit über die erzielte Transparenz gewandelt.“ Die aktuell zur Verfügung stehenden Zeitdaten führen zu einer besseren Verständigung zwischen Ärzten und Zeitbeauftragten und zu einer ausgeglicheneren Dienstplanung. Ärzte und Pflegepersonal machen ihre Ansprüche auf Freizeitausgleich zeitnah geltend, was letztendlich zu besseren Arbeitsbedingungen führt.

Hohe Akzeptanz

Im RoMed Klinikum Rosenheim sind alle Beteiligten vom Arbeitszeitmanagement überzeugt – Mitarbeiter und Management, Personalabteilung und Pflegedirektion. Das liegt auch daran, dass das System bereits bei der Einführung optimal an den Krankenhausbetrieb angepasst wurde. Von Anfang an stand das Arbeitszeitmanagement-Projekt unter dem Motto „alle oder keiner“. Diese Überzeugung führte letztendlich zu der großen Akzeptanz des neuen Systems bei Belegschaft, Personalrat und Krankenhausmanagement. Allen Projektverantwortlichen war außerdem klar, dass die zukünftigen Anwender nur durch eine ausgereifte Lösung überzeugt werden können, die ihnen in der täglichen Anwendung keine Probleme bereitet. Daher war die Einbindung aller Parteien, das behutsame Vorgehen sowie die sukzessive Einführung und Anpassung der Lösung der Königsweg. 

Das Projekt auf einen Blick:

Zielsetzung - Integration von Zeitwirtschaft und Dienstplanung
- Verkürzung des Lohnabrechnungsprozesses
- Optimierung der Arbeitszeit
- Bessere Pflegequalität
- Schnelle Reaktionsmöglichkeit auf gesetzliche, tarifliche oder betriebliche Änderungen
Mitarbeiter und Arbeitszeiten
 - 1.300 Mitarbeiter
- Jahresarbeitszeitkonten
- Ärztliche Gleitzeit
- 24/7-Betrieb
Ergebnisse- Ausgeglichenere Dienstplanung
- Gerechtere Arbeitsverteilung
- Motiviertere Mitarbeiter
- 50 Prozent weniger Administrationsaufwand
- Mehr Transparenz und Kontrolle über Arbeitszeiten
ATOSS Lösung im Einsatz
- ATOSS Medical Solution
- Schnittstelle zum Lohn- und Gehaltssystem Paisy


ATOSS Software AG

Die ATOSS Software AG ist Anbieter von Consulting, Software und Professional Services zum bedarfsorientierten Personaleinsatz und zählt im Geschäftsfeld Workforce Management zu den Pionieren und Vordenkern der Branche. Das Unternehmen bietet Lösungen für alle Unternehmensgrößen und Anforderungsszenarien. ATOSS Lösungen zeichnen sich durch höchste Funktionalität sowie State-of-the-Art-Technologie (JAVA EE) aus und bieten den Anwendern komplette Plattformunabhängigkeit. Das 1987 gegründete, börsennotierte Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von rund € 29 Mio. Bei den rund 4.000 Kunden werden aktuell etwa 2,5 Millionen Mitarbeiter mit ATOSS Lösungen geplant und gesteuert. Die Softwareprodukte sind in 23 Ländern und acht Sprachen im Einsatz. Zu den Kunden gehören Unternehmen wie Aldi Süd, Coca Cola, Deutsche Bahn, Edeka, Klinikum Ingolstadt, Klinikum Rosenheim, Lufthansa, Meyer Werft, Schmitz Cargobull, Sixt, Stadt Regensburg oder W.L. Gore Associates.
Weitere Informationen:
www.atoss.com

Waldkrankenhaus Eisenberg installiert erstes DRX-Evolution System

  


Waldkrankenhaus Eisenberg
Radiologie: 60.000 Patienten p. a. 

Einsatz des DRX-Evolution Systems von Carestream Health

  Halle 1 - Radiologie

Dr. med. Wolf-D. Wetzel, Leitender Oberarzt der Radiologie


Waldkrankenhaus Eisenberg installiert erstes DRX-Evolution System

Große Erleichterung für Orthopädie Patienten mit Bewegungsproblemen




Mit der Einführung der digitalen Bilderzeugung und Bildverarbeitung und der Installation des ersten DRX-Evolution Systems im Waldkrankenhaus-Rudolf-Elle-Eisenberg wurde die bildgebende Diagnostik grundlegend modernisiert. Dr. med. Wolf-D. Wetzel, Leitender Oberarzt der Radiologie: „Wir sind froh, dass unsere Abteilung ein Mitspracherecht bei der Technikauswahl hatte. Es ist das für uns beste, aber auch wirtschaftlichste System – und wir gewinnen Patientenkomfort.“ Die Radiologieabteilung betreut jährlich über 60.000 Patienten, insgesamt werden jährlich etwa 120.000 Röntgenaufnahmen erstellt.

Wir sprachen mit Dr. med. Wolf-D. Wetzel, leitender Oberarzt der Radiologie, über seine Entscheidung für das DRX-Evolution System von Carestream Health.

Krankenhaus-IT Journal: Herr Dr. Wetzel, Sie haben in Ihrer Klinik das erste DRX-Evolution System von Carestream Health in Deutschland installiert. Sie sind sicherlich mit bestimmten Anforderungen an die Entscheidung für das System herangegangen?



Dr. med. Wolf-D. Wetzel, leitender Oberarzt der Radiologie


Dr. Wetzel: Ja, Forderungen möchte ich es nicht nennen, aber ich hatte klare Wünsche! In erster Linie sollte es ein Zwei-Detektoren System sein und es sollte ein modernes kabelloses Detektorsystem sein. Das sind allerdings Punkte, die auch andere Systeme können.

Krankenhaus-IT Journal: Dann können wir davon ausgehen, dass es ein Alleinstellungsmerkmal gab, das letztendlich für das DRX-Evolution System sprach?

Dr. Wetzel: Ja, was mich bei Evolution gereizt hat, war die Möglichkeit, seitliche Aufnahmen von schwer beweglichen Patienten zu machen, ohne den Patienten auf die Seite drehen zu müssen. Das ist für unsere, auf die Orthopädie ausgerichtete Klinik, sehr wichtig. Wir erleben täglich Patienten, die Probleme mit ihrem Bewegungsapparat haben. Und hier ist das Evolution System eine große Erleichterung sowohl für unsere Mitarbeiter als auch die Patienten, wenn wir sie für bestimmte Wirbelsäulenaufnahmen, Knieaufnahmen oder andere Anforderungen nicht auf die Seite drehen müssen.




Einsatz des DRX-Evolution Systems im Waldkrankenhaus Eisenberg


Krankenhaus-IT Journal:
Sie haben sich offensichtlich sehr ausführlich und bis ins Detail informiert.

Dr. Wetzel: Ja, ich habe mich durch intensives Studium von Produktinformationen, durch nachhaken bei Firmenvertretern und durch Recherchen im Internet über die angebotenen Systeme sehr ausführlich informiert. Als es zur Ausschreibung kam, hatte ich das Carestream System im Fokus und erfreulicherweise kam hinzu, dass auch die kaufmännischen Argumente nicht dagegen sprachen. Es gab dann eine offizielle Ausschreibung und Carestream hatte das beste Angebot abgegeben.

Krankenhaus-IT Journal: Was sind die Vorteile des DRX-Evolution Systems aus der Sicht der Patienten und Mitarbeiter und wie sehen Sie Vorteile aus wirtschaftlicher Sicht?

Dr. Wetzel: Die Vorteile für die Patienten und die Mitarbeiter habe ich schon eingangs beschrieben, es ist die hohe Flexibilität beim Röntgen von Bewegungsbehinderten Patienten. Insgesamt haben wir nun ein modernes digitales System, das unsere Ansprüche erfüllt und wir haben ein sehr wirtschaftliches System.

Krankenhaus-IT Journal: Wie würden Sie Ihre Erfahrungen mit Carestream im Installationsprozess beschreiben?

Dr. Wetzel: Was die Installation betrifft, muss ich ein großes Lob an die Mitarbeiter von Carestream aussprechen, die an der Vorbereitung und der Umsetzung der Installation beteiligt waren. Wir haben in unserer Radiologieabteilung begrenzte Raumverhältnisse und da war es nicht von Anfang an klar, ob die Konfiguration, die ich mir vorstellte auch bautechnisch umsetzbar sein wird. Es wurde sehr viel Vorarbeit geleistet und die gesamte Installation ist absolut perfekt abgelaufen. Und was besonders wichtig gewesen ist: Auch die Einarbeitung unserer Mitarbeiter war herausragend gut, das möchte ich an dieser Stelle besonders betonen.
Und ich möchte noch eine ganz persönliche Bemerkung machen. Es war eine sehr angenehme Zusammenarbeit mit dem Carestream Team, die Art und Weise des Umgangs und der Kommunikation, die Geduld und die Fähigkeit zuzuhören - das hatte ich in dieser Form noch nicht erlebt.

Krankenhaus-IT Journal: Wie hat sich die Bildqualität des neuen digitalen Systems zum alten, analogen System verändert?

Dr. Wetzel: Ich habe nicht den direkten Vergleich mit anderen digitalen Systemen, ich bin aber mit der Bildqualität absolut zufrieden.

Krankenhaus-IT Journal: Herr Dr. Wetzel, nun noch eine abschließende Frage: Sie sind absoluter Neukunde von Carestream Health?

Dr. Wetzel: Ja wir sind mit dieser Installation zum ersten Mal in Kontakt zu Carestream Health gekommen und ich muss sagen: Wir bereuen es nicht!

Kurzporträt

Das Rudolf Elle Waldkrankenhaus in Eisenberg-Thüringen
Der Lehrstuhl für Orthopädie am Waldkrankenhaus Eisenberg ist vor allem für seine Arbeit auf dem Gebiet der Endoprothetik national und international bekannt, die Experten für den künstlichen Gelenkersatz genießen weit über die Grenzen Thüringens hinaus einen hervorragenden Ruf. Schwerpunkte des Lehrstuhls sind die Bereiche Endoprothetik, Wirbelsäulenchirurgie, Hand- und Fußchirurgie, Arthroskopie, Sporttraumatologie, Unfallchirurgie, Rheumatologie, Tumorchirurgie und Kinderorthopädie. Mit den Kliniken für Innere Medizin, Allgemein- und Visceralchirurgie und Anästhesie/Intensivtherapie sichert sich das Krankenhaus gleichzeitig die flächendeckende Grundversorgung für die Menschen im Saale-Holzland-Kreis. Träger des Waldkrankenhauses Eisenberg sind der Freistaat Thüringen und der Saale-Holzland-Kreis.

St. Georg Klinikum Eisenach nutzt SyncroTESS Healthcare

  


St. Georg Klinikum Eisenach 
Optimierung der internen Transportabläufe durch SyncroTESS Healthcare der Aachener INFORM GmbH
Betten: 385

Steffen Winter, Leiter Transportdienst im St. Georg Klinikum Eisenach


St. Georg Klinikum Eisenach nutzt SyncroTESS Healthcare

Transportsteuerung als Wettbewerbsfaktor




Das St. Georg Klinikum in Eisenach setzt zur Steuerung und Optimierung seiner internen Transportabläufe auf die Softwarelösung SyncroTESS Healthcare der Aachener INFORM GmbH. Die durchschnittlichen Transportkosten konnten so um etwa zwei Drittel gesenkt werden, die Fehlerquote liegt heute nur noch bei weniger als einem Prozent.

In aller Regel sind die internen Abläufe eines Krankenhauses ausgesprochen komplex - deshalb birgt deren Optimierung auch ein erhebliches Einsparpotenzial. Umso mehr verwundert es, dass immer noch sehr viele Kliniken dieses Potenzial nicht erkennen und die wirtschaftliche Chance, die sich ihnen dadurch bietet, ungenutzt verstreichen lassen. Denn eines liegt auf der Hand: Nur wenn medizinische und logistische Servicebereiche eng miteinander verzahnt sind, kann auch eine optimale Versorgung der Patienten gewährleistet werden.



„Ich würde das INFORM-Projekt gern in unserem Haus noch weiter vorantreiben und bei Bedarf auch andere Krankenhäuser bei der Einführung der Optimierungssoftware unterstützen.“ Steffen Winter, Leiter Transportdienst im St. Georg Klinikum Eisenach.

„In unserem Haus konnten wir die durchschnittlichen Kosten für einen einzelnen Transportauftrag zwischen 2006 und 2008 von 6,50 auf 2,20 Euro reduzieren“, sagt Steffen Winter, Leiter Transportdienst im St. Georg Klinikum Eisenach. „Diese Ersparnisse haben wir erzielt durch die Kombination aus einer Zentralisierung des Transportdienstes mit der Transportsteuerung von INFORM.“ Darüber hinaus sei die Effizienz deutlich gestiegen, pro Tag und Mitarbeiter könnten heute bis zu 70 Transportaufträge abgewickelt werden, die Fehlerquote liege bei deutlich unter einem Prozent. „Den Großteil der Synergien haben wir dadurch erreicht, dass wir die Transportabläufe aus Waren- und Patiententransport zusammengelegt haben“, so Winter, der um die Notwendigkeit einer solchen Maßnahme weiß. „Eine effiziente interne Organisation stellt einen zunehmenden Wettbewerbsfaktor zwischen den Krankenhäusern dar – durch den Einsatz von SyncroTESS Healthcare nehmen wir mit Sicherheit eine Vorreiterrolle in der Region Thüringen ein.“

Krankenhaustransporte werden ganzheitlich gesteuert



SyncroTESS Healthcare vernetzt im Eisenacher Klinikum den Transportdienst mit sämtlichen Funktionsbereichen und Stationen.

Nachdem die Eisenacher Klinikleitung den Aufbau eines zentralen Transportdienstes sowie die Einführung eines automatischen Transportleitsystems beschlossen hatte, entschied man sich zu  Beginn des Jahres 2007 für die Zusammenarbeit mit der Aachener INFORM GmbH. Seit August 2007 ist das System in Betrieb. „Letztendlich überzeugt haben uns die Anwendungen in den Krankenhäusern in Nürnberg und in Ingolstadt, die beide mit SyncroTESS Healthcare ihre Transportabläufe steuern“, so Winter. „Ganz wichtig zu betonen an dieser Stelle ist, dass wir die Transporte nicht nur im Vorfeld effizient planen – wir steuern sie innerhalb des gesamten Krankenhaussystems rund um die Uhr und in Echtzeit.“ Dabei koordiniert das System sowohl den Einsatz von aktiven Transportmitteln wie Fahrzeuge oder Transporteure als auch die Disposition von passiven Transportmitteln wie Betten, Rollstühle oder Wagen.
Etwa 65 Transportstunden werden heute im Klinikum Eisenach im reinen Patiententransport täglich durchgeführt. Im Jahr 2009 kam es insgesamt zu rund 210.000 Transportbewegungen, davon 72.000 Patiententransporten. „Derzeit liegen wir bei etwa 17.000 Transporten im Monat, wobei der durchschnittliche Anteil der Warentransporte von etwa 5.000 auf heute 10.000 angestiegen ist“, erklärt Winter. „Die Anzahl der Patiententransporte ist leicht gestiegen, sie beläuft auf knapp 330 am Tag.“ Unter dem Strich habe sich durch den Einsatz von SyncroTESS Healthcare die Zuverlässigkeit des Transportdienstes nachhaltig erhöht, die sehr einfache Auftragseingabe sei dabei ein wichtiger Aspekt für die Akzeptanz einer solchen Softwarelösung.

Enorme Erleichterungen für den Pflegedienst

Und auch von Seiten der Pflege wird die automatische Transportsteuerung im Eisenacher Klinikum mittlerweile ausgesprochen positiv gesehen. „Bei der ersten Vorstellung des neuen Systems herrschte in der Pflege allerdings noch relativ viel Skepsis vor“, erinnert sich Bereichsleiterin Ute Gimm. „Zwar hatte die Pflege natürlich ein großes Interesse daran, Transporttätigkeiten abzugeben, jedoch waren die Zweifel wie vor jeder Neuerung sehr groß.“ Berührungsängste mit der neuen Technik und Probleme bei der personellen Bestückung sowie der Verantwortlichkeitszuordnung seien dabei hauptsächlich zu nennen.  „Heute kann die Pflege von einer enormen Arbeitserleichterung und Koordinierung durch das Transportsystem berichten“, so Gimm. „Die Anforderung ist einfach, die Abläufe sind mehrheitlich reibungslos und verlässlich und das System lebt in sich.“ Vorschläge und Änderungswünsche seien kurzfristig umsetzbar und kürzlich wurde eine Nachfrage, ob man auf das System denn jetzt wieder verzichten wolle, kategorisch abgelehnt.



In den einzelnen Abteilungen können die Mitarbeiter Transportaufträge über eine einfache Eingabemaske in das System einstellen.

Ihr Kollege Georg Koch bestätigt dies. „Vor allem die Möglichkeit der Eingabe von Sonderwünschen im System, wie zum Beispiel das Mitbringen von Hilfsmitteln für bestimmte Transportarten - das schafft zusätzliche  Flexibilitäten, die in der Pflege oft geboten sind“, so Koch. Die schnelle Verfügbarkeit des Transportdienstpersonals sowie die gute zeitliche Planbarkeit der Transporte seien weitere ganz wesentliche Vorteile im Praxisalltag.

Sämtliche logistischen Transportbewegungen werden automatisch gesteuert

„Im Eisenacher Klinikum gibt es praktisch keine logistische Bewegung, die nicht über unsere vollautomatische Steuerungssoftware SyncroTESS Healthcare läuft“, sagt INFORM-Projektleiter Michael Heym. „Dazu zählen neben den Waren- und Patiententransporten zum Beispiel auch die komplette Essens- und Materialversorgung, die Müllentsorgung sowie Spontantransporte etwa zur zeitkritischen Versorgung des gesamten OP-Bereiches.“ Diese Tätigkeiten müssen zu unterschiedlichen Terminen mit unterschiedlichen Transportmitteln ausgeführt werden. Auftraggeber können sämtliche Funktionsstellen beziehungsweise Stationen innerhalb des Hauses sein.
Die Transportaufträge werden dabei von diesen einzelnen Funktionsstellen entweder über eine Web-Maske eingegeben oder sie sind bereits in Routineaufträgen hinterlegt. Dabei wählt das System den jeweiligen Transporteur nach seiner Eignung aus und berechnet in Echtzeit die optimalen Routen bezogen auf das gesamte Krankenhaus. „Auf diese Weise konnten wir den Pflegedienst, der bislang für den Bereich der Patiententransporte verantwortlich war, von dieser Tätigkeit praktisch vollständig entlasten“, sagt Transportdienstleiter Steffen Winter. „Die Einbindung von Routineaufträgen sowie die hohe Transparenz über die gesamte Transportsituation im Klinikum führten außerdem dazu, dass wir die Wartezeiten für die Patienten ganz erheblich reduzieren konnten.“ Und auch unnötige Wegstrecken müssen die Krankenhausmitarbeiter nur noch selten zurücklegen, kurzfristige Änderungen können von dem System entsprechend umgesetzt werden.

St. Georg Klinikum Eisenach:
Mit 385 Betten und rund 650 Mitarbeitern ist das St. Georg Klinikum Eisenach ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung. Es besteht aus insgesamt neun Kliniken, einem Zentrum für physikalische und rehabilitative Medizin, einem Zentrallabor sowie den Abteilungen Verwaltung, Versorgung- und technischer Dienst und einer Zentralapotheke.
Im April 2002 haben sich das Christliche Krankenhaus Eisenach und das Wartburgklinikum zum heutigen St. Georg Klinikum zusammengeschlossen. Die Bettenhäuser und der Funktionstrakt umfassen eine Gebäudenutzfläche von insgesamt rund 14.000 Quadratmetern, die Gesamtgrundstücksfläche beträgt etwa 72.000 Quadratmeter.

Datenfunkanbindung gewährleistet permanente Erreichbarkeit

„Wir haben uns für eine Datenfunk-Lösung unter Nutzung des T-Mobile-Netzes entschieden aufgrund der deutlich besten Ausleuchtung innerhalb unserer Räumlichkeiten in Verbindung mit einem geeigneten Web-Dienst“, so Winter. „Diese flächendeckende Datenfunkanbindung an das INFORM-System ist für uns sehr wichtig, weil zum einen unsere Transportmitarbeiter für eventuelle spontane Änderungen permanent erreichbar sein müssen und zum zweiten Transportaufträge nach deren Erledigung an das System zurückgemeldet werden müssen, um so eine sinnvolle Anweisung des darauf folgenden Auftrags gewährleisten zu können.“ Ohne diese permanente Erreichbarkeit war es in der Vergangenheit gar nicht möglich, effiziente Transportabläufe im Eisenacher Klinikum zu installieren.
„Die Anwendung im Eisenacher Klinikum ist für uns aus dem Grund ausgesprochen interessant, weil es sich hierbei zum ersten Mal um ein etwas kleineres Haus handelt“, sagt INFORM-Projektleiter Michael Heym. „Die Mitarbeiter im Transportdienst sind wesentlich flexibler eingestellt als in manch größerem Krankenhaus und machen deshalb einen solch umfassenden Ansatz in der Transportoptimierung und –steuerung erst möglich.“

Weitere Optimierungen durch Terminierung und Bettendisposition
Obwohl das Klinikum Eisenach bereits heute signifikante Optimierungen im Bereich der Transportsteuerung umgesetzt hat, gibt es noch erhebliches Potenzial für weitere Verbesserungen. „Der erste Schritt der Transportsteuerung, den wir jetzt realisiert haben, macht die bisherige Desorganisation im Krankenhausablauf erstmalig sichtbar“, erklärt Steffen Winter. „Könnte man nun die anfallenden Arbeitsspitzen über den Tagesablauf gleichmäßiger verteilen, also eine so genannte Terminierung durchführen, wäre es ein Leichtes, weitere Optimierungen zu erzielen.“



Die INFORM-Software verteilt die eingehenden Aufträge an die Transporteure und teilt diese ihnen über Datenfunk mit.

Denn wenn die Transporte terminlich aufeinander abgestimmt werden könnten, seien weitere Kosteneinsparungen im Transportdienst möglich. Allein in diesem Bereich geht Winter von einem zusätzlichen jährlichen Einsparpotenzial in Höhe von bis zu 30.000 Euro aus. Allerdings müsse man hierzu sehr viel stärker in den Krankenhausalltag eingreifen, was in anderen Bereichen wie dem Ärztlichen Dienst oder Pflegedienst zu nachhaltigen Veränderungen in den Arbeitsabläufen führen würde. „Hier gibt es noch erheblichen Diskussionsbedarf“, so Winter. „Ich würde das INFORM-Projekt gern in unserem Haus noch weiter vorantreiben und bei Bedarf auch andere Krankenhäuser bei der Einführung von  SyncroTESS Healthcare unterstützen.“
Zusätzliches Optimierungspotenzial für die Zukunft sieht Transportdienstleiter Steffen Winter im Bereich der Bettendisposition. „Wir könnten mit der Software die Transparenz in der Bettenbelegung nachhaltig steigern und unsere Betten noch besser auslasten“, meint Winter. „Hier haben wir mit Unterstützung unserer Geschäftsführung bereits eine erste Projektgruppe gebildet.“ Das INFORM-System könnte überhaupt noch sehr viel intensiver dazu genutzt werden, die interne Organisation des Klinikums Eisenach zu steuern. „Bis auf ganz wenige Ausnahmebereiche wäre die Optimierung fast aller Krankenhausabläufe denkbar, wie zum Beispiel auch zur Vermeidung von Leerwegen in unserem Bereich Technik“, so Winter.

www.inform-software.de

INFORM GmbH:
Das Aachener Softwareunternehmen zeichnet sich durch seine Spezialisierung aus: Während klassische IT-Systeme Informationen nur verwalten und Entscheidungen den Benutzern überlassen, können die Systeme der INFORM sozusagen „selbst denken“, das heißt optimierte Entscheidungen eigenständig fällen.
Seit 1985 wuchs der Umsatz um durchschnittlich 24 Prozent pro Jahr bei einem stets positiven Ergebnis. Die Zahl der Mitarbeiter stieg im gleichen Zeitraum von 5 auf heute knapp 300. Mehr als 50 Prozent des Umsatzes werden inzwischen durch internationale Projekte gewonnen, mit Schwerpunkt Europa, aber zunehmend auch in Asien, Amerika und Australien. Auf der Kundenliste von INFORM stehen internationale Konzerne wie ABB, Air Canada, Allianz, Audi, AXA, BMW, Bosch, British Airways, DaimlerChrysler, Deutsche Bank, Leica, Linde, Lufthansa, MAN, Merck, Michelin, Qantas, Rhenus, Siemens, ThyssenKrupp, VW, u.v.a., sowie mehr als 400 mittelständische Unternehmen.
Neben dem St. Georg Klinikum Eisenach ist SyncroTESS Healthcare in diesen Häusern ebenfalls produktiv im Einsatz: Klinikum Nürnberg, Klinikum Ingolstadt, KLE Klinik Logistik Hamburg-Eppendorf (im UKE), Universitätsklinikum Düsseldorf, Klinikum Leverkusen, Klinikum Augsburg, Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg (Saar), Harz-Klinikum Wernigerode, Friedrich-Ebert-Krankenhaus in Neumünster und im Universitätsklinikum Aachen.

Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg

 

  

Beispiel: Quelle: KH-IT Journal 2/2010


Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg
Bettenzahl: 625
Einsatz von CT-Technologie - Somatom Definition Flash von Siemens
Privatdozent Dr. Dietmar E. Kivelitz, Chefarzt des Albers-Schönberg-Instituts für Strahlendiagnostik in der Asklepios Klinik St. Georg
Kontakt:


Zwei-Meter-Patient in fünf Sekunden gescannt
Neue CT-Technologie als wichtige Radiologie-Ergänzung



Somatom Definition Flash ist ein neuer Dual Source CT, bei dem zwei Röntgenröhren gleichzeitig um den Körper rotieren. Die bislang höchste Scan-Geschwindigkeit in der CT von bis zu 43 Zentimeter pro Sekunde und eine zeitliche Auflösung von 75 Millisekunden erlauben beispielsweise komplette Thorax-Aufnahmen in nur 0,6 Sekunden.
     Damit brauchen die Patienten während der Untersuchung nicht mehr wie bisher den Atem anzuhalten. Gleichzeitig arbeitet der Somatom Definition Flash mit einer extrem verminderten Strahlendosis. Zum Beispiel kann ein Herz-Scan mit weniger als einem Milli-Sievert (mSv) durchgeführt werden, während die durchschnittliche effektive Dosis dafür üblicherweise zwischen
8 und 40 mSv beträgt.

In der Asklepios Klinik St. Georg ist der wohl schnellste Computertomograph (CT) der Welt in Betrieb gegangen. Ein zwei Meter großer Mensch lässt sich in weniger als fünf Sekunden komplett vom Scheitel bis zur Sohle scannen, eine Brustkorbuntersuchung ist bereits in 0,6 Sekunden erledigt. Außerdem kann die Strahlenbelastung bei einzelnen Untersuchungen im Vergleich zur herkömmlichen Technik um bis zu 90 Prozent gesenkt werden.

„Jetzt können wir in kürzester Zeit gestochen scharfe Bilder bei geringster Strahlenbelastung erstellen“, sagte Privatdozent Dr. Dietmar E. Kivelitz, Chefarzt des Albers-Schönberg-Instituts für Strahlendiagnostik in der Asklepios Klinik St. Georg. Der neue CT „Somatom Definition Flash“ von Siemens Healthcare erreicht die bislang höchste Scan-Geschwindigkeit in der Computertomographie: Bis zu 45 Zentimeter pro Sekunde werden bei einer zeitlichen Auflösung von 75 Millisekunden gescannt. „Aufgrund der hohen Untersuchungsgeschwindigkeit ist es erstmals möglich, Aufnahmen des Brustraumes in Sekundenbruchteilen anzufertigen“, sagt Dr. Kivelitz.



Privatdozent Dr. Dietmar E. Kivelitz, Chefarzt des Albers-Schönberg-Instituts für Strahlendiagnostik in der Asklepios Klinik St. Georg: „Ein Scan des gesamten Herzens ist mit dem neuen CT in nur 250 Millisekunden durchführbar – das ist weniger als ein halber Herzschlag.“

„Damit brauchen Patienten während der Aufnahme nicht mehr den Atem anzuhalten, was vor allem bei älteren Menschen, Kindern, Notfall- oder Intensiv-Patienten erhebliche Vorteile mit sich bringt“, so der Chefradiologe der Asklepios Klinik St. Georg. Eine weitere Besonderheit: Das neue Gerät ist auch für schwer übergewichtige Patienten bis zu 220 Kilo ausgelegt. Die Zahl dieser Patienten nimmt seit Jahren stetig zu.

Bessere Diagnostik für Schlaganfall- und Herzpatienten

Der neue Hochleistungs-CT in St. Georg ist direkt neben der Notaufnahme platziert und wird die Diagnostik auch bei Schlaganfallpatienten und Notfallpatienten erheblich verbessern. Zugleich stellt die neue CT-Technologie eine wichtige Ergänzung des Leistungsspektrums der Radiologie im Rahmen des erst kürzlich eröffneten Herz-, Gefäß- und Diabeteszentrums (HGDZ) an der Asklepios Klinik St. Georg dar.



Ein Herz, aufgenommen mit Flash Spiral Cardio des Somatom Definition Flash. Eine Dosis von nur 0,9 Milli-Sievert reichte aus, um hohe Bildqualität bis ins kleinste Detail zu erzielen.

Bis zu 90 Prozent weniger Strahlenbelastung

Große Fortschritte sieht Priv.-Doz. Dr. Kivelitz darüber hinaus speziell für die Untersuchung von Herzpatienten. „Ein Scan des gesamten Herzens ist mit dem neuen CT in nur 250 Millisekunden durchführbar – das ist weniger als ein halber Herzschlag.“ Gerade bei Untersuchungen des Herzens kann die Strahlenbelastung für den Patienten erheblich reduziert werden. Bei einer Untersuchung der Herzkranzgefäße kommt das Gerät oft mit weniger als einem Milli-Sievert (mSv) aus, während bei herkömmlicher Spiral-Technik die durchschnittliche effektive Dosis üblicherweise bei 8 bis 20 mSv liegt. Zum Vergleich: Die Röntgenstrahlung, der jeder Mensch natürlicherweise ausgesetzt ist, beträgt in der Bundesrepublik etwa 2,4 mSv pro Jahr.
Ermöglicht wird die geringe Strahlung durch die so genannte Flash-Spirale, die Verwendung eines „adaptiven Dosisschildes“ und eine gezielte Verringerung der Strahlung bei der Erfassung strahlungsempfindlicher Körperbereiche wie der weiblichen Brust.

Ein weiterer, wichtiger Vorteil des neuen CT-Systems: Zwei Röntgenröhren können gleichzeitig verschiedene Energien erzeugen. Aus einem mit zwei unterschiedlichen Strahlungsenergien – „Dual Energy“ genannt – aufgenommenen Datensatz lassen sich vielfältige Aussagen zur Gewebeart, -zusammensetzung oder -durchblutung machen, für die bisher mehrere Untersuchungsschritte oder -methoden notwendig waren. Das Dual-Energy-Verfahren erspart dem Patienten mehrmalige Scans, beschleunigt im Klinikum die Arbeitsabläufe und eröffnet außerdem neue klinische Anwendungsfelder für die Computertomographie (wdl).

www.asklepios.com


Zum Messestand auf

Katholischer Hospitalverbund Hellweg

 

  

Beispiel: Quelle: KH-IT Journal 2/2010


Katholischer Hospitalverbund Hellweg
Bettenzahl: 840
Katholischer Hospitalverbund Hellweg - Einführung eines Ärzteportal der Firma ISPro

Klaus Bathen, Geschäftsführer Katholischer Hospitalverbund Hellweg
Kontakt:


Weihnachtsgeschenk für zuweisende Ärzte Zuweiserkommunikation in Unna innerhalb nur 4 Wochen realisiert

Dem katholischen Hospitalverbund Hellweg mit Einrichtungen in Unna, Soest, Werl und Wickede-Wimbern ist es gelungen, in einem nur vier Wochen dauernden Projektzeitraum eine Serviceplattform für die mitbehandelnden niedergelassenen Ärzte zu schaffen.



„Wir freuen uns, durch Bündelung der Kompetenzen und Kräfte so kurzfristig eine zeitgemäße und serviceorientierte Plattform für die intersektorale Kommunikation geschaffen zu haben.“
Klaus Bathen, Geschäftsführer Katholischer Hospitalverbund Hellweg




„Das Projekt in Unna zeigt, dass sich unsere Telematikplattform jesaja.net zu einem Standardprodukt für die intersektorale Kommunikation entwickelt hat. Krankenhaus und Zuweiser können häufig schon nach wenigen Wochen profitieren.“
Michael FranzGeschäftsführer ISPRO GmbH

Ausgehend von dem Wunsch, als serviceorientierter Krankenhausverbund den niedergelassenen Ärzten der Region State-of-the-Art Kommunikation anzubieten, wurde im November 2009 zunächst eine Anbieterentscheidung vorbereitet und durchgeführt.

Nach der Anbieterentscheidung für die Telematikplattform jesaja.net wurde umgehend das Projekt unter Einbeziehung aller Beteiligten gestartet. Die zentralen Aufgaben

- Technische Installation und Grundkonfiguration,
- Aufbau der Portaloberflächen vollständig kongruent zur Marke des Verbundes,
- Definition der gewünschten Dokumentenarten und -wege,1
- Schulung der Beteiligten (IT, Marketing),
- Interner Test,
- Anbindung der Pilotärzte

wurden terminiert, zugeordnet und soweit möglich parallelisiert. Die Vorreiterrolle für den Verbund übernahm dabei das Katharinen-Hospital in Unna.

Nach insgesamt 4 Wochen zielorientierter Arbeit der Task-Force „Zuweiser-Service-Portal Unna“ konnte die erste Praxis mit der Serviceplattform verbunden werden. Eine neue Zeit der Zuweiserkommunikation in Unna war gekommen.

Voraussetzungen waren gegeben

Im Gegensatz zur landläufigen Meinung sind die Grundvoraussetzungen zur Einführung eines Portals häufig vorhanden. Das Katharinen-Hospital hatte diese hilfreichen Voraussetzungen im Vorfeld geschaffen. Im Marketing war die Kommunikationsstrategie vorhanden, ein Corporate Design für Online-Kommunikation war fertig und auf den Websites weitgehend umgesetzt. In der IT war das Medizinische
Informationssystem in ausreichender Tiefe vorhanden und die Interfaces leicht in Absprache nach Standard realisierbar.
Last but not least war man sich in der Geschäftsführung des Verbundes schon lange einig darüber, dass Kooperation und Transparenz der einzige Weg für die sektorübergreifende gemeinsame Behandlung der Patienten ist. Der Patient erlebt dadurch sowohl Service als auch die für ihn entscheidende Output-Qualität. Das beruhigende Wissen, dass die an seiner Behandlung Betei­ligten über die Behandlungsverläufe transparent informiert sind, wünscht sich sicherlich jeder Patient.

jesaja.net in Kürze

jesaja.net ist eine universelle Telematikplattform der ISPRO GmbH, die sich zur Lösung einer Vielzahl von Telematikanforderungen eignet. Auf Basis dieses Bausteinsystems sind u.a. die Standardprodukte jesaja.net Zuweiserportal und jesaja.net eFA entstanden. 
  
Für den Einsatz von jesaja.net Zuweiserportal als Serviceplattform für die Kommunikation eines Krankenhauses mit seinen niedergelassenen Partnern haben sich allein in Deutschland bisher über 300 Krankenhäuser entschieden.
  
jesaja.net eFA ist eine komplett nach dem Standard der elektronische Fallakte (Fraunhofer ISST) zertifizierte Lösung für Kollaboration z.B. im Rahmen von integrierten Versorgungsmodellen.

Uni-Klinik Essen

 

  

Beispiel: Quelle: KH-IT Journal 2/2010


Uni-Klinik Essen
Bettenzahl:  1300
Wireless-Technologie von Cisco

Frank Ressing, Leiter der Abteilung RZ-Betrieb, EDV-Benutzerservice, Netzwerk innerhalb der ZIT am Universi­tätsklinikum Essen
Kontakt:



Patientendaten immer im Blick
Uni-Klinik Essen strebt mittels Cisco Wireless-Netzwerk eine verbesserte Patientenversorgung an



Ausreichende Bandbreite, Sicherheit und Skalierbarkeit: Mit dem krankenhausweiten Wireless-Netzwerk können Ärzte und Pflegekräfte effizienter arbeiten


Das Universitätsklinikum Essen setzt bereits seit längerem Wireless-Technologien für Studierende und Büromitarbeiter ein. Der mobile Internetzugang sollte nun auf das gesamte Klinikum erweitert werden, damit er auch in medizinischen Prozessen einsetzbar ist. Die Uni-Klinik hat sich für das Cisco Unified Wireless Network entschieden, da es bei starken Sicherheitsfunktionen auch eine perfekte Integration in die bestehende Infrastruktur bot. Die Verantwortlichen erwarten von dem Projekt eine verbesserte Effizienz der klinischen Prozesse, eine höhere Produktivität der Pflegemitarbeiter und eine optimierte Patientenversorgung.

Das Universitätsklinikum Essen ist eines der führenden Lehrkrankenhäuser Deutschlands. Mit rund 1.300 Betten sowie knapp 200.000 ambulanten und stationären Patienten jährlich ist das Klinikum auch eines der größten Krankenhäuser Deutschlands. Im Rahmen des staatlichen Ausschreibungsverfahrens testete das Universitätsklinikum Essen fünf Wireless-Lösungen. „Alle Funktionen des Cisco Unified Wireless Network, insbesondere die Sicherheitsfunktionen, boten eine perfekte Integration in unsere bestehende Cisco-Infrastruktur“, so Frank Ressing, Leiter der Abteilung RZ-Betrieb, EDV-Benutzerservice, Netzwerk innerhalb der ZIT am Universitätsklinikum Essen. „Neben der Bereitstellung der richtigen Funktionen gefiel uns der Vorteil, mit einem bewährten Anbieter zusammenarbeiten zu können. Dies sorgte für zusätzliche Zeit- und Geldeinsparungen.“



Frank Ressing, Leiter der Abteilung RZ-Betrieb, EDVBenutzerservice, Netzwerk innerhalb der ZIT am Universi­täts­klinikum Essen

Nach der Entscheidung für Cisco begann das Universitätsklinikum 2008 mit der Bereitstellung des 802.11n-Netzwerks. Inzwischen ist es fast vollständig in den Hauptgebäuden des Klinikums implementiert und bietet Ärzten, Personal sowie Studierenden mobilen Internet- und Netzwerkzugang.

Um den mobilen Zugriff auf klinische Prozesse zu testen, richtete die Uni-Klinik diese Technologie in einem Gebäude ein. Die Einführung der ersten „mobilen“ Station soll im Rahmen einer Pilotphase bedeutende Verbesserungen des herkömmlichen klinischen Prozessablaufs nachweisen. Mithilfe von Laptops, Tablet-PCs und PDAs können Ärzte und Pflegekräfte jetzt Daten direkt am Patientenbett aufzeichnen und darauf zugreifen, wodurch viel Zeit gespart und die Präzision der Daten erhöht werden soll. Klinikpersonal kann auch PCs auf Rollwagen einsetzen, um Laborergebnisse und Radiologieaufnahmen direkt im Krankenzimmer einzusehen.

Das Universitätsklinikum Essen setzt bereits in Teilbereichen Ciscos Unified Wireless Network für das klinische Patientenmonitoring in den Intensivstationen ein. Durch das Cisco Compatible Extensions Program werden alle Systeme bei Cisco zertifiziert. Dies gewährleistet eine transparente, zuverlässige Interoperabilität zwischen der mobilen Ausrüstung und dem Netzwerk. „Dank dem Wireless Network können unsere Ärzte und Pfleger jetzt die Monitoringdaten weiter überwachen, wenn wir Patienten auf andere Zimmer verlegen müssen“, so Ressing. „Die mobilen Monitore übertragen diese Vitaldaten per Wireless-Netzwerk in Echtzeit an alle
beteiligten Klinikmitarbeiter.”

Die erweiterten Sicherheitsfunktionen des Cisco Unified Wireless Network sind für die Uni-Klinik ebenfalls von zentraler Bedeutung.

Höhere Effizienz, bessere Patientenversorgung

Das Cisco Unified Wireless Network hilft dem Universitätsklinikum Essen bei der Optimierung der Effizienz seiner klinischen Prozesse. Man erwartet eine Steigerung der Produktivität des Pflegepersonals und eine bessere Patientenversorgung. „Dank dem Wireless-LAN besteht nun die Möglichkeit, neue Prozesse zu definieren, die letztendlich dem Patienten zu Gute kommen sollen“, so Ressing. In der Vergangenheit vermerkten Ärzte Daten handschriftlich am Krankenbett und mussten sie später in einen Computer eingeben. „Das Wireless-Netzwerk ermöglicht einen sofortigen Informationszugriff. Man erhofft sich, dass Ärzte und Pfleger
dadurch mehr Zeit für die Patienten haben“, so Ressing.
Die zentralisierte Architektur des Cisco Unified Wireless Network hat im Vergleich zu anderen Lösungen zu deutlichen Zeit- und somit auch Kosteneinsparungen in der Administration geführt. Dank der Geschwindigkeit, Sicherheit und
Skalierbarkeit des 802.11n-Netzwerks konnte das Universitätsklinikum Essen ein zukunftssicheres Netzwerk implementieren, wodurch das Krankenhaus im Gesundheitswesen weiterhin eine Vorreiterrolle einnehmen kann.

Herausforderung

- Einrichtung eines krankenhausweiten Wireless-Netzwerks, um den klinischen Prozessablauf umzugestalten und die Effizienz zu verbessern
- Bereitstellung von Wireless-Technologie, um die Investitionen des Klinikums wegen langfristiger staatlicher Finanzierungs-Entscheidungszyklen zukunftssicher zu machen
-  Bereitstellung von ausreichender Bandbreite, Sicherheit und Skalierbarkeit zur Unterstützung von mobilen sowie klinischen Anwendungen

Lösung

- Einheitliches Wireless-Netzwerk mit 802.11n-Access Points ermöglicht dem Krankenhauspersonal die Aufzeichnung von und den Zugriff auf Informationen direkt im Krankenzimmer.
- Einheitliches Wireless-Netzwerk arbeitet bereits mit einigen Monitoring-Installationen zusammen. Der weitere Ausbau ist in Planung. Somit ergibt sich die Möglichkeit der Vitaldatenübertragung zu jeder relevanten Stelle der Uni-Klinik Essen. 
- Verbesserte Sicherheitsfunktionen ermöglichen die Einrichtung von 120 VLANs für Krankenhausabteilungen und sicheren
Gästezugang für Patienten.

erlangen

 

  

Beispiel: Quelle: KH-IT Journal 2/2010


Uni Erlangen - Tele-Ophthalmologisches Institut
Arztbriefeerstellung - LiveCycle-Technologie von Adobe

Professor Dr. med. Georg Michelson von der Uni Erlangen
Kontakt:


Tele-Ophthalmologisches Institut der Uni Erlangen: Früherkennung leicht gemacht



Professor Dr. med. Georg Michelson von der Uni Erlangen


Die Früherkennung von erhöhter Anfälligkeit für Gefäßerkrankungen reduziert das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Mit „talkingeyes&more“ entwickelten Kardiologen, Augenärzte und weitere Spezialisten der Universität Erlangen ein interdisziplinäres Präventionssystem, das den beteiligten Ärzten die nötigen Voraussetzungen liefert, um fächerübergreifend ein Präventionsprogramm gegen Herz-, Gehirn- und Augenerkrankungen durchzuführen. Ein wichtiger Baustein dieses Systems ist eine IT-Lösung, welche die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Ärzten erleichtert und die traditionelle Erstellung von Arztbriefen ersetzt. Hierzu setzt das Team um Professor Dr. med. Georg Michelson von der Uni Erlangen eine Lösung auf Basis der LiveCycle-Technologie von Adobe ein. Diese konnte einfach implementiert werden und hat durch die intuitive Oberfläche eine hohe Akzeptanz unter den anwendenden Ärzten: „PDF kennt jeder, und die Formulare sehen am Bildschirm genauso aus wie als Ausdruck“, begründet Professor Michelson. „Zudem können wir die Formulare und Dateien in alle vorhandenen Praxis-Systeme integrieren.“



Vor Einführung der neuen Lösung wurden die Arztbriefe mithilfe von Microsoft Office erstellt. Dazu mussten die Daten manuell in eine Excel-Tabelle importiert werden. In Zusammenarbeit mit Siemens ist dann die neue Lösung auf Basis von Adobe-Software entstanden. Siemens hatte bereits eine elektronische Patientenakte entwickelt, die PDF-Formulare einbetten kann. Die intelligenten PDF-Formulare nehmen einen direkten Abgleich mit dem Datenbankbestand vor. Wird eine Eingabe gemacht, passen sich die folgenden Formularfelder an, unerlaubte Eingaben sind automatisch ausgeschlossen. So wird das Ausfüllen komfortabler und Fehler lassen sich vermeiden. Außerdem kann das PDF in alle Systeme integriert werden, so dass aufwändige technische Arbeiten entfallen und neue Anwendungen in kürzester Zeit einsatzfähig sind. Laut Professor Michelson verlief die Einführung der Lösung ohne Komplikationen: „Die beteiligten Ärzte benötigen lediglich Adobe Acrobat, dann können sie loslegen. Die Benutzung der Programme ist sehr intuitiv durch das Formular-System, das jeder kennt.“

Intelligentes Formular liefert individuellen Befund

Der „Cardiovascular Disease Prevention Careplan“ (siehe Bild) ist eines der zentralen Formulare von talkingeyes, weil dort der medizinische Workflow abgebildet ist. Der Arzt kann durch die Untersuchungen der Netzhautgefäße, des Blutes und der Halsschlagader zu einer schnell und kostengünstig ermittelbaren Risikoabschätzung hinsichtlich des Gefäßzustandes kommen und – falls notwendig – weitere Untersuchungen durchführen. Ein zweites Formular, der sogenannte Gesundheit-Navigator, ist vergleichbar mit einem Kardio-CT oder Kernspin der Gefäße. Möchte der Kardiologe neue Untersuchungen durchführen, kann er das auf dem elektronischen Formular anklicken. Er lädt damit aus seinem Praxissystem das jeweilige Bild hoch, bewertet es, erstellt einen Befund oder kann bestehende Befunde übernehmen. Im letzten Schritt wird aus sämtlichen Unter­suchungen ein fachübergreifender
Arztbrief generiert.

Ganzheitliche Be­­trachtung des Patienten möglich

Durch das System auf LiveCycle-Basis spart der Arzt viel Zeit. Verschiedene Ärzte können Informationen in unterschiedliche Systeme eintragen, die dann über das intelligente Formular automatisch zu einem vollständigen Arztbrief zusammengefasst werden. Was früher eine Stunde gedauert hat, ist nun in wenigen Minuten erledigt. „Mit unserem System können alle Informationen per Knopfdruck in einem Brief zusammengefasst werden“, erklärt Professor Michelson. „Das ist für den Arzt wie für den Patienten extrem viel wert, da die Informationen nicht nur nebeneinandergestellt, sondern gewichtet und in Zusammenhang gebracht werden. Eine solche Integration der Informationen von verschiedenen Stellen wird in Zukunft einen großen Stellenwert haben, da sie die Basis für eine ganzheitliche Medizin ist.“

Katholische Hospitalvereinigung (KHWE) Weser-Egge

 

  

Beispiel: Quelle: KH-IT Journal 2/2010


Katholische Hospitalvereinigung (KHWE) Weser-Egge
Bettenzahl: 875
PACS-JiveX-Einführung der Firma Visus
Dr. Martin Traupe, Leiter des Instituts für Radiologie und IT-Leiter Thorsten Krian
Kontakt:


Mit PACS Ärzte und Pflegekräfte entlastet und Patientenzahlen gesteigert

Katholische Hospitalvereinigung Weser-Egge digitalisiert vier Standorte mit Lösung von VISUS


Radiologen müssen heute immer mehr Röntgenleistungen in immer kürzerer Zeit bei stetig steigenden Anforderungen erbringen. Das setzt effektive und reibungslose Abläufe voraus. Krankenhäuser müssen u.a. die Liegezeiten verkürzen, um wirtschaftlich arbeiten zu können. An diesem Punkt erweist sich genau die Radiologie oftmals als Flaschenhals für die Behandlung. „Da wir unsere Patienten nur nacheinander untersuchen können, sind wir auf schnelle und reibungslose Arbeitsprozesse angewiesen, um den hohen und berechtigten Anforderungen gerecht zu werden. Dazu müssen alle Informationen klinikweit ständig zur Verfügung stehen“, erläutert Dr. Martin Traupe, Leiter des Instituts für Radiologie der Katholischen Hospitalvereinigung (KHWE) Weser-Egge, seine täglichen Herausforderungen.



Dr. Martin Traupe, Leiter des Instituts für Radiologie der Katholischen Hospitalvereinigung (KHWE) Weser-Egge

Genau das war ein Grund dafür, dass in seinem Haus ein digitales Bilddatenmanagementsystem (PACS) eingeführt wurde. „Darüber hinaus können wir Kosten, die mit der konventionellen Röntgenfilmentwicklung verbunden sind, einsparen“, ergänzt IT-Leiter Thorsten Krian. Nicht zuletzt spielte aber auch ein ganz praktischer Aspekt eine wesentliche Rolle: „Ostwestfalen-Lippe ist eine recht strukturschwache Region, weshalb Radiologen schwer ans Haus zu bekommen bzw. zu binden sind. Die moderne Technologie soll jetzt ein zusätzliches Argument sein“, so Krian.



Thorsten Krian, IT-Leiter der Katholische Hospitalvereinigung Weser-Egge
Im Vordergrund stand jedoch die Verbesserung des Workflows, speziell in der standortübergreifenden Kommunikation. Die Katholische Hospitalvereinigung Weser-Egge ist 2005 durch den Zusammenschluss der vier Akutkrankenhäuser St. Ansgar Krankenhaus Höxter, St. Josef Hospital Bad Driburg, St. Rochus-Krankenhaus Steinheim und St. Vincenz Hospital Brakel in der gGmbH entstanden. Jedes Haus betreibt eine eigene röntgendiagnostische Abteilung, das zentrale Institut für Radiologie ist am Standort Höxter. Es wird von Dr. Traupe geleitet, der parallel eine eigene Praxis am Haus unterhält.

Standortübergreifende Kommunikation abbilden

Das Gesamtprojekt sah neben der PACS- die parallele Einführung eines Radiologie-Informationssystems (RIS) und einer Speicherfolienlösung in allen vier Häusern vor. Der PACS-Anbieter sollte dabei als Generalunternehmer agieren. „Wir sehen das PACS als zentrales System, da es für die gesamte Bildlogistik und den Workflow verantwortlich ist“, erläutert Krian diese Entscheidung.

Zusammen mit einem Ingenieurbüro hat die Einrichtung – in Absprache mit den Radiologen und anderen Fachärzten – die Anforderungen und Gegebenheiten in einem Pflichtenheft festgehalten. Das zentrale Archiv sollte im St. Vincenz Hospital aufgebaut werden, wobei die Kommunikation zwischen den Häusern über relativ schlechte Verbindungen realisiert werden musste. Ausfallsicherheit und leichte Administration waren weitere Anforderungen der IT. „Aus fachlicher Sicht war die Integration aller Modalitäten inklusive der Nuklearmedizin unerlässlich, um ein komplettes Bildmanagement in der Einrichtung zu realisieren", ergänzt Dr. Traupe.

In einem mehrstufigen Auswahlprozess fiel die Entscheidung schließlich auf das Enterprise PACS JiveX des Bochumer IT-Dienstleisters VISUS. Es wird um das RIS von iSOFT sowie Speicherfoliensysteme ergänzt. Die Gesamtlösung ist seit September 2009 im Routineeinsatz. „JiveX war für die Radiologen die stärkste Lösung. Sie ist schnell, übersichtlich, einfach zu handhaben und funktional ausgereift. Dazu ist sie technologisch hoch entwickelte und fügt sich sehr flexibel in die bestehende Infrastruktur mit dem SAN von DataCore ein", erläutert Krian. Neben der zentralen Archivierung arbeitet jedes der vier Häuser in einem eigenen PACS-Cluster, die Röntgenaufnahmen und -befunde werden untereinander ausgetauscht. Als Hardware-Lieferant vertrauen die Häuser auf ERGO.

Vier Häuser an vier Tagen

Die Systemeinführung stellte alle Beteiligten auf eine harte Probe. „Wir haben uns entschieden, das System an vier aufeinanderfolgenden Tagen in allen vier Häusern einzuführen. Intensive Schulungen im Vorfeld und eine sehr gute Projektunterstützung durch VISUS haben geholfen, die Umstellung effektiv zu vollziehen“, so der IT-Leiter.
Kleinere Probleme sah die LMTRA Kim Kramer-Loof im Umgang mit PACS und Speicherfolien: „Das waren komplett neue Medien mit neuartigen Arbeitsweisen. Die haben besonders bei älteren Mitarbeitern gewisse Hemmungen verursacht. Hier würden wir künftig durch noch intensivere Schulungen Verständnis schaffen, auch für die technischen Abläufe.“ Generell lobt sie jedoch die hohe Bedienerfreundlichkeit des PACS.
Auch Dr. Traupe spricht von einem gravierenden Einschnitt in etablierte Abläufe, was Sensibilität bei der Einführung erfordert: „Uns war bewusst, dass wir bei der Einführung des Systems mehr Arbeitszeit investieren müssen, sich das jedoch nach kurzer Einarbeitung in einer deutlichen Effektivitätssteigerung niederschlägt. Insgesamt bedeutet es einen riesigen Schritt nach vorne."

Vorteile schnell realisiert

Bevor sich diese Erkenntnis durchgesetzt hat, herrschte aber eine gewisse Skepsis. Die Ärzte wollten nicht auf ihre etablierten Arbeitsweisen, also Röntgenbilder, verzichten. „Das PACS ist schon längst kein Spielzeug der Radiologen mehr, sondern bietet jeder Fakultät Vorteile. Daher ist die Einführung auch ein klinikweites Projekt. Wir mussten Überzeugungsarbeit leisten und die Anwender für die Vorteile gewinnen“, so der Chefradiologe.

Bereits nach kurzer Einarbeitungszeit haben die Kliniker diese erkannt und zu schätzen gelernt. So stehen die Aufnahmen direkt nach der Untersuchung zur Befundung bereit, die auch in der Regel noch am selben Tag abgeschlossen ist. Individuell eingerichtete Hanging-Protokolle machen die Befundung durch Standardisierungen im Prozess deutlich schneller und effektiver. Eine weitere Unterstützung sind die Möglichkeiten der Bildbearbeitung wie Zoomen und Vergrößerungen. Zum Vergleich können digitale Voraufnahmen schnell und einfach hinzugezogen werden. „Konventionelle Vorbefunde beschaffen wir aus dem Röntgenfilmarchiv, da wir uns gegen eine aufwändige sekundäre Digitalisierung entschieden haben. Das erscheint wenig praktikabel, ist aber schnell und einfach zu realisieren. Unser Handarchiv vor Ort umfasst alle Aufnahmen der vergangenen gut zwei Jahre, das reicht vollkommen aus“, erläutert Dr. Traupe.

Kurzfristig soll das PACS erweitert werden und im nächsten Schritt auch Aufnahmen der Endoskopie und EKG-Kurven in den klinischen Workflow integrieren.

Gewinn an Zeit und Qualität

So wie die Qualität und Geschwindigkeit der Befundung steigt, reduziert sich die Wartezeiten für die Patienten. Bei gleicher Personalstärke können die Patientenzahlen durch bessere und schnellere Abläufe nachhaltig erhöht werden. Auch die Vorbereitung der klinischen Demonstrationen ist einfacher, das geschieht quasi mit der Befundung. Während der Demonstration können spontan neue Fälle besprochen werden, ohne die Aufnahmen erst besorgen zu müssen. So können auf Zuruf auch interdisziplinäre Fragestellungen geklärt werden.
Heute möchte das PACS niemand mehr missen, wie Dr. Traupe ausführt: „‚Nie wieder konventionelle Röntgenbilder‘ ist der allgemeine Tenor. Das Suchen und Holen von Bildern und Befunden entfällt, die Stationsärzte können ihren Patienten schneller Auskunft geben und auch Teile der Befunde direkt in den Arztbrief übernehmen. Das erhöht die Effizienz in der täglichen Arbeit.“

Für die MTRA rücken die Patienten wieder verstärkt in den Fokus, nicht mehr die Röntgenuntersuchung als solche. „Wir sparen einfach viel Zeit. Durch die digitale Arbeitsweise entfallen zeitaufwändige Arbeitsschritte wie die Röntgenfilmentwicklung oder das Suchen und Holen von Voraufnahmen. Da wir entspannter Arbeiten und uns mehr um unsere Patienten kümmern können, steigt zwangsläufig auch die Arbeitszufriedenheit“, so Kim Kramer-Loof.

Klinikum Stuttgart

 

  

Beispiel: Quelle: KH-IT Journal 2/2010


Klinikum Stuttgart und weitere Kliniken in Österreich
Bettenzahl:  2300
Einsatz von IHE-Medical Data Exchange Solution von März

Gerhard Härdter, Leiter des Servicecenters Informationstechnik, Klinikum Stuttgart
Kontakt:


Einrichtungsübergreifende Mobilität von Patientendaten reduziert Sach- und Prozesskosten



Klinikum Kreuzschwestern, Wels

Bevor die Patienten wandern, wandern heute deren Daten. Dabei ist nicht nur auf den Stationen der schnelle und sichere Zugriff auf die Patientendaten wichtig. Im Kontext der zunehmenden interdisziplinären und intersektoralen Kommunikation gewinnt der Informationsaustausch zwischen Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und niedergelassenen Ärzten mehr und mehr an Bedeutung. Die Vorteile eines reibungslosen und einrichtungsübergreifenden Datenaustausches liegen auf der Hand: Neben deutlichen Prozessverbesserungen bei der Patientenbetreuung bieten sie die Basis für Sach- und Prozesskosteneinsparungen. Der Essener IT-Dienstleister März zeigt mit seinen Lösungen entsprechende Wege auf. Das erkennen auch Kliniken an und haben im Rahmen der Entscheiderfabrik das Projekt „Von der Mikro- zur Makromobilität: Effiziente klinische Prozesse durch Klinik-übergreifenden, standardisierten und patientennahen Informationsaustausch“ zu einem der fünf IT-Schlüsselthemen gewählt.

Was tun gegen die täglichen Kommunikationsprobleme?

Im Bereich der Mikromobilität, also des Datentransfers innerhalb einer Einrichtung, werden digitale mobile Patienten- und Vitaldaten über Mobile Computing-Gesamtlösungen bewegt. Bei der Makromobilität vernetzen sich unterschiedliche Leistungserbringer.



Schwester im Kreuzklinikum Wels

Hier stellen sich oft Probleme der Interoperabilität verschiedener Informationssysteme. Um diese zu lösen, hat die Initiative Integrating the Healthcare Enterprise (IHE)Ablaufbeschreibungen auf Basis existierender Standards für einen reibungslosen Austausch relevanter Informationen über Systemgrenzen hinweg entwickelt. Dabei bringt IHE Anwender und Hersteller in einem jährlich wiederkehrenden Prozess zusammen, dem Connect-a-thon. Es ist ein „Stress-Test“ für Unternehmen und Lösungen, bei dem diese im Zusammenspiel mit anderen Herstellern ihre Konformität zu bestehenden Standards unter Beweis stellen müssen.



Standardisierter Informationsaustausch

März stellt in Kooperation mit CISCO und Tiani Spirit die IHE-Medical Data Exchange Solution (IHE-MDES) vor. Dabei handelt es sich um einen IHE-Bus zur standardisierten Kommunikation, einen per Soft­ware automatisierten und mittels IHE standardisierten Verbindungs- und Änderungsmanager. „Er gewährleistet die IHE-konforme Interoperabilität von Systemen und Medizingeräten sowie die permanente Verfügbarkeit sämtlicher Informationen. Darüber hinaus werden Sach- und Prozesskosten in der Kommunikation durch günstigere Schnittstellen bei automatischer ‚Pflege‘ eingespart. Hinzu kommt die hohe Investitionssicherheit für die Gesundheitseinrichtung: Alle Patientendaten werden im klinischen Arbeitsprozess aus den angeschlossenen Systemen und Geräten über die Einrichtungsgrenzen hinweg standardisiert mobil und hoch verfügbar gemacht", erläutert Harald März, Vorstandsvorsitzender des gleichnamigen IT-Dienstleisters.
Mit dem Klinikum Stuttgart hat sich bereits ein Haus für den Einsatz der IHE-MDES entschieden.



Gerhard Härdter, Leiter des Servicecenters Informationstechnik, blickt der Altdatenmigration zu einer gesamtheitlichen, nicht proprietären, sondern IHE-konformen Datenbasis positiv entgegen.

Daten folgen automatisch den Patienten

Praktische Erfahrungen mit der Lösung hat im deutschsprachigen Raum neben der Niederösterreichischen Landeskliniken Holding AG (28 Kliniken und fünf unterschiedliche KIS) bereits das Klinikum Wels-Grieskirchen gesammelt. Das Klinikum versorgt eine von fünf Gesundheitsregionen im Bundesland Oberösterreich mit einem Einzugsgebiet von ca. 330.000 Einwohnern. Das 1.328-Betten-Haus, größtes Ordensspital und fünftgrößtes Klinikum in Österreich, betreut über 83.000 stationäre Patienten im Jahr. Im Lehrkrankenhaus der Medizinischen Universitäten Innsbruck und Wien werden dazu 31.000 Operationen jährlich durchgeführt.

„Wir müssen uns der Herausforderung stellen, dass sich Patienten zwischen den verschiedenen Gesundheitsdienstleistern bewegen, ihre Daten ihnen jedoch häufig nicht folgen. Die bleiben z.B. auf dem Weg Pflegeheim-Hausarzt-Klinikum-Hausarzt-Pflegeheim irgendwo hängen", erläutert Dr. Harald Eder, Leiter der Abteilung

Qualitätsmanagement/Organisationsentwick­lung/IT im Klinikum Wels-Grieskirchen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Versand von Befunden per Telefax in Österreich ab Ende 2010 gesetzlich untersagt sein wird. „Darüber hinaus haben unsere Patienten derzeit keinen direkten Zugang zu ihren persönlichen Behandlungsdaten“, so Dr. Eder.

Elektronische Patientenakte auf Basis der MDES

Um einen reibungslosen Datenfluss zu gewährleisten, hat das Klinikum eine elektronische Patientenakte auf Basis der IHE-MDES aufgebaut. „Dem Vernetzungsansatz folgend, stehen seit November 2008 alle patientenbezogenen Informationen in einem Repository für alle Gesundheitsdiensteanbieter bereit. Dabei verwenden wir einen‚regionalen‘ Master Patient Index (MPI)“,
erläutert der Abteilungsleiter.

Der sichere Zugriff auf das Portal wird über Benutzernamen, Passwörter und ein Zertifikat gewährleistet, ist jedoch derzeit nur für medizinisches Personal eingerichtet. Laut Dr. Eder ist das System eine Erfolgsgeschichte: Seit November 2008 sind Pflegebegleitschreiben, seit Januar 2009 Befunde des Klinikums und seit Mai 2009 elektronische Einweisungen im Repository verfügbar.

Sehr schnell soll es nun möglich werden, über einen Link aus dem CDA-Kurzarztbrief direkt auf das Portal zuzugreifen. Danach ist bis Mitte dieses Jahres die Integration in die Oberösterreichische IHE Affinity Domain geplant. Funktional folgt dann die Einbindung der e-Medikation bzw. des e-Rezepts und die Öffnung des Portal-Zugangs für Patienten.

Resümee

Der Weg, den März mit seiner IHE-MDES Lösung weist, stellt den Kliniken einen leistungsfähigen unternehmensweiten Enterprise-IHE-Bus bereit:
- Der IHE-Bus realisiert eine standardisierte und sichere Kommunikation und stellt somit einen mittels IHE standardisierten Verbindungs-/Änderungsmanager dar.
- Durch die Kommunikation über den IHE-Bus und die Daten-Ablage in der eigenen Datenbank wird eine nicht-proprietäre, sondern eine komplett IHE-konforme und somit zukunftssichere Datenbasis erreicht.
-  Durch die IHE-konforme Kommunikation und Datenbasis wird zudem ein übergeordneter Master Patient Index (MPI) generiert.



Harald März, Vorstandsvorsitzender der März AG

Damit sorgt die März-Lösung für IHE-konforme Interoperabilität von Systemen und Medizingeräten. Patientendaten aus Systemen und Geräten werden im klinischen Arbeitsprozess und über die Klinik-Grenzen hinaus standardisiert mobil und hoch verfügbar. Das sichert effiziente Prozesse.

Tilak - Tiroler Landeskrankenanstalten

  

Beispiel: Quelle: KH-IT Journal 2/2010


Tilak - Tiroler Landeskrankenanstalten
Archivlösungen in verschiedenen Österreichischen Krankenhäusern der Siemens-Tochter ITH icoserve

Kontakt:


Siemens-Tochter ITH icoserve mit globaler Sicht auf IT im Gesundheitswesen

Vom KIS zur elektronischen Patientenakte



Landeskrankenhaus Hochzierl - eines der TILAK-Häuser, in denen icoserve AIM als umfassende Archivlösung eingesetzt wird (BIldrechte: TILAK)
Die Geschichte des Unternehmens ITH icoserve begann 1998 mit der Implementierung eines neuen klinischen Informationssystems an den Universitätskliniken Innsbruck. Inzwischen ist dieses System wohl in einer der weltweit umfangreichsten Installation bereits mehrere Jahre im Einsatz und das Unternehmen konnte Projekte rund um den Globus durchführen. Als Tochter des Weltkonzerns Siemens AG und des Krankenhausbetreibers TILAK Tiroler Landeskrankenanstalten ist ITH icoserve voll in den Verbund eines der Weltmarktführer im Gesundheitswesen integriert und doch so nahe am Betreiber mehrerer Kliniken wie möglich. Ein Großteil der über 60 Mitarbeiter des Unternehmens beschäftigt sich mit eHealth und Archivierung im Gesundheitswesen. Neben der IHE-Infrastrukturlösung sense® – smart ehealth solutions entwickelt und implementiert ITH icoserve auch die Produktfamilie icoserve AIM (Advanced Image Management), welche einen breiten Einsatz im Krankenhaus erlaubt.

icoserve AIM – Umfassendste eHealth-Archivlösung für alle medizinischen Bereiche

Die Lösungsfamilie baut auf folgende vier Säulen auf:
l  PACS- und DICOM-Langzeitarchivierung
l  Non-DICOM und Multimedia
l  Medizinisches patientenzentriertes Dokumentenmanagementsystem
l  IHE-XDS-repository

Durch diese breite Anwendbarkeit ermöglicht icoserve AIM Kliniken und Krankenhausträgern in allen Größenordnungen die umfassende Archivierung und Verwaltung ihrer medizinischen Daten. Im Zusammenspiel mit der Vernetzungslösung sense® wird icoserve AIM zum eHealth-Archiv und bietet damit Kunden einen wesentlichen Mehrwert gegenüber Mitbewerberprodukten. Als IHE (Integrating the healthcare enterprise) XDS-konformes Archiv bereitet icoserve AIM Bilder und Dokumente gemäß internationalen Standards auf und hält diese für die gerichtete oder ungerichtete Kommunikation in Gesundheitsnetzen bereit.

Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Wien - einer der icoserve AIM Kunden (Bildrechte: Vinzenzgruppe)

Ein System für viele Anwendungsfälle

icoserve AIM kann sowohl in zentralen als auch in dezentralen Archivstrukturen eingesetzt werden und bietet durch das integrierte ILM (Information Lifecycle Management) ein effizientes und automatisiertes Handling umfangreicher medizinischer Bilddaten und Dokumente. Dadurch ist das System hervorragend als Langzeitarchiv hinter einem PACS geeignet. Im Bereich Non-DICOM und Multimedia bietet icoserve AIM die volle Integration von nicht-DICOM-fähigen Geräten (Ultraschall, Endoskop, Mikroskop, Videokamera, Digitalkamera …) und anderen Subsystemen. Der User kann dabei genau wie im radiologischen Teil mit Arbeitslisten und voller Integration in KIS/RIS arbeiten.
Die Multimedia-Daten werden in ihrem ursprünglichen Format mit Patienten- oder Fallkontext archiviert und stehen danach sowohl hausintern und durch die eHealth-Funktion auch institutionsübergreifend allen berechtigten Benutzern zur Verfügung. Darüber hinaus kann icoserve AIM aber auch zum patientenzentrierten Dokumentenmanagementsystem ausgebaut werden. Dabei speichert die innovative und jederzeit ausbaufähige Softwarelösung sowohl elektronisch durch KIS und andere Informationssysteme erzeugte Dokumente (z.B. Entlassungsbriefe), aber auch über Dokumenten- oder Hochleitstungsscanner eingescannte Dokumente (z.B. mitgebrachte Vorbefunde oder Restakte), versieht diese mit dem Patienten- oder Fallkontext und stellt diese wieder für berechtigte Benutzer – über Webportale sogar Zuweisern – zur Verfügung.

Zahlreiche Kunden – darunter mit Innsbruck und Wien zwei von drei österreichischen Universitätskliniken – setzen icoserve AIM erfolgreich ein. Sie arbeiten mit der Lösung in unterschiedlichen Ausprägungen. Haupteinsatzgebiet ist aber der Bereich Universalarchiv, das hauptsächlich bei Bezirkskrankenhäusern und Privaten oder Ordensspitälern massiven Mehrwert gegenüber abteilungsspezifischen Lösungen wie PACS oder reinem Dokumentenmanagementsystem bietet. Zu den Kunden zählen auch alle Landeskrankenhäuser und nahezu alle Bezirkskrankenhäuser in Tirol, alle Häuser der österreichischen Vinzenzgruppe und mehrere Großspitäler in Österreich.

Josephs Hospital Warendorf

 

  

Beispiel: Quelle: KH-IT Journal 2/2010


Josephs Hospital Warendorf
Bettenzahl: 271
Ärzteportal-Einführung der Firma ISPro

Dr. Thelen, Tobias Dierker
Kontakt:



Bestens vernetzt in Warendorf



Bestens vernetzt: Dr. Thelen und Tobias Dierker


Seit mehr als einem Jahr stellt das Josephs Hospital Warendorf seinen niedergelassenen Ärzten ein Ärzteportal zur Verfügung. Mit dem Ärzteportal wird eine effizienzsteigernde Kommunikation zwischen einweisendem Arzt und Krankenhaus sichergestellt. Behandlungsrelevante Daten werden dem einweisenden Arzt zeitnah über das Portal zur Verfügung gestellt.

Nun ist das Ärzteportal in Warendorf nicht das erste solcher sogenannten Zuweiserportale bzw. Ärzteportale. Aber dennoch ist die Situation in Warendorf eine besondere, denn heute sind bereits ca. 80% der zuweisenden Ärzte an das jesaja.net Ärzteportal angebunden. Damit ist der Nutzen sowohl für die beteiligten Ärzte als auch für die sektorübergreifend behandelten Patienten sehr hoch. Wir sprachen mit Herrn Dr. Thelen vom Praxisnetz Warendorfer Ärzte und Herrn Dierker vom Josephs Hospital über Ihre Strategie und Erfahrungen.

Herr Dr. Thelen, warum benutzen Sie das Portal und warum sind so viele Ärzte in Warendorf am Portal angebunden?



Dr. Thelen, Praxisnetz Warendorfer Ärzte

Dr. Thelen: „In Warendorf ist das Projekt Ärzteportal perfekt organisiert durch Herrn Dierker, Leiter der Abteilung Marketing und Kommunikation. Vor circa anderthalb Jahren kam die Frage von Herrn Dierker an unser Praxisnetz, ob wir Interesse an diesem Portal hätten. Da unser Netz 95% aller niedergelassenen Ärzte repräsentiert, war auf Dauer ein hoher Vernetzungsgrad zu erwarten. In Raum Warendorf ist das Josephs Hospital die zentrale Versorgungseinheit. Wir Ärzte sehen mit dem Portal in erster Linie die Möglichkeit, die Zusammenarbeit und die Versorgungsqualität zu steigern“.

Welche Vorteile haben Sie durch das Portal?

Dr. Thelen: „Der Vorteil ist ganz klar die enge Kommunikation mit dem Krankenhaus. Mehrmals in der Woche schaue ich in das Portal und sehe, welche meiner Patienten stationär behandelt werden. Ich kann die Diagnosen abgleichen. Dazu ist jetzt nicht mehr unbedingt der Anruf beim Chefarzt notwendig.“

Herr Dierker, wie haben Sie denn das Projekt „Ärzteportal“ aus Ihrer Sicht bewerkstelligt?
 

Tobias Dierker, Josephs Krankenhaus Warendorf

Herr Dierker: „Uns war klar, wir mussten zunächst den Vorstand des Praxisnetzes überzeugen. Wir haben eine Pilotphase initiiert und konnten mit zehn Praxen starten. In dem halben Jahr der Pilotphase haben wir durch viele Gespräche und Mails gemeinsam das Portal ‚justiert‘. Zum Abschluss haben wir die Pilotpraxen dann zu einem Anwendertreffen eingeladen und besprochen, wie es mit dem Portal weitergeht“.

Herr Dr. Thelen, wie war der Eindruck nach der Pilotphase?

Dr. Thelen: „Der war sehr positiv. Im Anschluss an die erste Pilotphase mit wenigen Praxen haben wir versucht alle Netzmitglieder zu aktivieren und hatten dann ganz schnell weitere Praxen im Boot. Uns war auch klar, das ist die Zukunft, gerade unter dem Aspekt der sektorenübergreifenden Zusammenarbeit. Das ist ein Stichwort, an dem man heute nicht mehr vorbeikommt“.

Herr Dr. Thelen, was hat Sie davon überzeugt, dass der Einsatz eines Portals genau das Richtige ist?

Dr. Thelen:  „Das Praxisnetz hat die Philosophie, die Zusammenarbeit innerhalb der Ärzteschaft zu verbessern, um gemeinsame Ressourcen zu nutzen und um die Versorgung der Patienten zu verbessern. Dazu gehört auch das sektorenübergreifende Arbeiten. Da war keine große Überzeugungsarbeit des Krankenhauses notwendig. Ich bin fest davon überzeugt, das ist der Weg der Zukunft. Es werden weitere Barrieren fallen und wir, Netz und Krankenhaus, verstehen uns jetzt schon als ambulant/stationäre Versorgungseinheit hier im Nordkreis Warendorf. Dann gehört eine so enge Kommunikation einfach dazu.“

Herr Dr. Thelen, haben Sie gehofft, dass Ihnen irgendjemand mal so etwas anbietet?

Dr. Thelen:  „In ärztlichen Fachzeitschriften wird seit Jahren bereits über eine solche Vernetzung berichtet. Dass es so etwas gab, wusste ich also. Dass es so nahe war, wusste ich nicht. Deshalb waren wir auch alle so begeistert, als das vom Krankenhaus angeboten wurde. Dies ist eine Vorleistung unseres hiesigen Krankenhauses. Das muss man anerkennen. Ein mutiger Schritt in die Zukunft. Andere Krankenhäuser müs­-sen sich anstrengen, da mitzukommen“.

Herr Dr. Thelen, wird das Portal in der Ärzteschaft so angenommen, dass man sagt: „Toll, dass das Krankenhaus uns so etwas zur Verfügung stellt“?

Dr. Thelen:  „Das wird von unserer Ärzteschaft absolut
positiv gesehen.“
Herr Dierker: „Was ich toll finde ist, dass mich niedergelassene Ärzte anrufen und sagen, sie möchten ans Portal angebunden werden. Das hat es im ersten Jahr unseres Projektes noch nicht gegeben.
Besonders freut mich, dass Patienten mittlerweile regelmäßig in unseren Befragungen zur Patientenzufriedenheit schreiben: Dass mein Hausarzt meine Behandlungsdaten sehen kann, finde ich super“.

Herr Dr. Thelen, welchen wesentlichen Nutzen für den Alltag kann Ihnen das Portal bieten?

Dr. Thelen: „Ich kann ganz kurzfristig auf eine deutliche breitere Information zurückgreifen. In der Regel wird der Patient mit einem Kurzbrief entlassen, in dem die wichtigsten Informationen zusammengefasst sind. Der endgültige Entlassbrief mit den umfassenden Informationen kommt später, wofür wir niedergelassene Ärzte Verständnis haben. Wenn ich zwischenzeitlich weitere Einzelheiten, z.B. Laborwerte, benötige, musste ich früher langwierig hinter dem Stationsarzt oder seinem Vertreter hertelefonieren. Es erleichtert entschieden die Kommunikation, wenn ich jetzt also sagen kann: ‚Da muss ich gar nicht anrufen‘. Ich gehe jetzt in den PC und schaue mir die letzten Laborwerte an.“

Herr Dr. Thelen, Bekommen die Patienten auch etwas mit?

Dr. Thelen:  „Ja, zum Beispiel meinte ein fremder Patient im Notfalldienst, ich könne auf seine Daten der letzten Krankenhausbehandlung zurückgreifen: ‚Schauen Sie doch in den PC, Herr Doktor, dann wissen Sie, was dort festgestellt wurde.‘ Das geht allerdings nicht, da ich zurzeit ausschließlich auf die Daten meiner eigenen Patienten zugreifen kann. Die Patienten sind oftmals positiv überrascht, wenn sie aus irgendeinem Grund bei Entlassung keinen vorläufigen Brief mitbekommen haben, ich mir die fehlenden Informationen aber über das Portal beschaffen kann. Das ist dann schon sehr verblüffend für die Patienten.“

Herr Dr. Thelen, glauben Sie, dass alle niedergelassenen Ärzte so positiv über ein Ärzteportal denken?

Dr. Thelen: „Die Benutzung des Portals ist ein Prozess. Wir müssen lernen perspektivisch zu denken. Die Ärzte haben bisher weitgehend als Einzelkämpfer gearbeitet und müssen nun lernen, dass sie als Einzelkämpfer nur schwer bestehen können. Es wird in Zukunft nur noch im Verbund gehen.“

Herr Dr. Thelen, was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Dr. Thelen:  „Dass wir eine nahtlose Kommunikation mit dem Krankenhaus haben, dass wir einen gemeinsamen Server mit den wichtigsten Patientendaten haben, die sowohl ambulant als auch stationär erhoben werden. Ich würde mir also für die Zukunft wünschen, dass wir alle, Netzpraxen untereinander und mit dem Krankenhaus, unsere PC-System an eine gemeinsame Plattform anbinden können und so eine gemeinsame Datenbank haben, auf die ich tatsächlich z.B. am Sonntag im Notdienst zugreifen kann. Mir stehen dann bestimmte Daten von Frau Meyer zur Verfügung, die in der letzten Woche bei dem Facharzt Dr. Müller oder im Krankenhaus in Behandlung war. Ein unschätzbarer Gewinn für Patient und Arzt. Das würde auch ein besseres Controlling der Patientenversorgung bedeuten.“     


Herr Dr. Thelen, Herr Dierker, wir danken für das Gespräch.

Eine Langfassung des Interviews finden Sie auch unter www.ispro.de

Kliniken der Katholischen St. Lukas Gesellschaft, Dortmund und Castrop-Rauxel

 

  

Beispiel: Quelle: KH-IT Journal 2/2010


Kliniken der Katholischen St. Lukas Gesellschaft, Dortmund und Castrop-Rauxel

vier Kliniken sowie zwei Alten- und Pflegeheime
Bettenzahl: 840                     

Einführung von Diktiergeräten von Grundig Business Systems

Kontakt:

Analog war gestern



Kliniken der Katholischen St. Lukas Gesellschaft diktieren digital und nutzen dabei die automatisierte Zuordnung von Patienteninformationen


Tagtäglich werden in den Einrichtungen der Katholischen St. Lukas Gesellschaft aus Castrop-Rauxel Arztbriefe, Entlassungsschreiben und Befunde erstellt – natürlich nicht ohne technische Hilfe, denn Chef-, Ober- und Assistenzärzte diktieren die benötigten Dokumente mit professionellen Diktiergeräten von Grundig Business Systems. Zudem kommt die Diktier- und Spracherkennungslösung SpeaKING Dictat der MediaInterface zum Einsatz.

Bis Anfang 2009 setzten die verschiedenen Einrichtungen, darunter das Katholische Krankenhaus Dortmund West, das St.-Josefs-Hospital Dortmund-Hörde und das St. Rochus-Hospital Castrop-Rauxel, noch auf analoge Geräte, die Stenoretten von Grundig Business Systems. „Doch die Diktierabläufe können wir mit dem digitalen Diktiergerät
Digta 420 und SpeaKING Dictat heute viel effizienter gestalten“, so Peter Ehlers, IT-Leiter der Katholischen St. Lukas Gesellschaft.

Digta 420: Intuitiv zu bedienen


Für die drei Krankenhäuser der Katholischen St. Lukas Gesellschaft wurden bisher 150 mobile digitale Diktiergeräte angeschafft. Das Digta 420 von Grundig Business Systems ist klein, handlich und intuitiv zu bedienen. „Die Handhabung dieses Gerätes ist selbsterklärend und unkompliziert“, sagt Reinhard Arnsberg, Assistenzarzt in der Inneren Medizin des St. Rochus-Hospitals. Darüber hinaus schätze er vor allem die gute Sprachqualität und die lange Akkulaufzeit. „Dieses Gerät würde ich mir sogar privat anschaffen, so zufrieden bin ich damit“, sagt er.

Datenlisten verhelfen zu Effizienz

Das Besondere an dem Digta 420 in Verbindung mit SpeaKING Dictat ist die Möglichkeit, Datenlisten auf das Diktiergerät übertragen zu können. Das funktioniert in den genannten Kliniken folgendermaßen: Im Krankeninformationssystem (KIS) sind die Namen der Patienten inklusive zusätzlicher Informationen wie Geburtsdatum, Station, Aufnahme-Datum und Fallnummer hinterlegt. Der Arzt selektiert an seinem PC über einen passwortgeschützten Zugang aus dem KIS die Patienten, zu denen er ein Diktat erstellen möchte, und exportiert diese per Knopfdruck in eine Datei. Sobald das Diktiergerät im Anschluss daran per USB-Kabel oder Docking-Station mit dem PC verbunden wird, überträgt die Diktier- und Spracherkennungslösung SpeaKING Dictat die Liste auf das Digta 420. Beim Anlegen eines neuen Diktates wird diese Liste automatisch eingeblendet. Nun wählt der Arzt mit den Navigationstasten den Patienten aus, zu dem er ein Diktat erstellen möchte, und beginnt sein Diktat. Nach Beenden der Aufnahme kann diese per USB an den PC übertragen werden. „Nun wähle ich über SpeakING Dictat noch die Priorität des Diktats aus, zum Beispiel ob es heute, sofort oder erst zu einem späteren Zeitpunkt abgetippt sein muss, und gebe eventuell noch einen Kommentar ein“, so Arnsberg. Darüber hinaus kann jeder Arzt auch auswählen, welche Schreibkraft das Diktat über SpeaKING Dictat aufrufen, abhören und ins KIS eingeben soll. Hierfür stehen insgesamt zwölf Schreibkräfte des zentralen Schreibbüros für die drei Krankenhäuser zur Auswahl.
Das Besondere an der gesamten Diktierlösung: Da es einen festen Bezug des Patienten zur gespeicherten Sprachdatei gibt, kann eine Verwechslung bei der Dokumentenerstellung ausgeschlossen werden. „Zudem sparen wir mit diesem Diktatablauf und aufgrund der digitalen Diktiergeräte sehr viel Zeit gegenüber früher – ungefähr eine dreiviertel Stunde bei vielleicht drei am Tag diktierten Briefen", sagt Arnsberg.

Fazit

Der Einsatz des mobilen digitalen Diktiergeräts Digta 420 von Grundig Business Systems verhilft den Ärzten in den Einrichtungen der Katholischen St. Lukas Gesellschaft zu viel Flexibilität. Sie können ortsunabhängig diktieren, beispielsweise am Patientenbett oder im Sprechzimmer. Zudem können mithilfe der Diktier- und Spracherkennungslösung SpeaKING Dictat Listen mit Patientennamen auf das jeweilige Diktiergerät übertragen werden. Dies ermöglicht, dass ein Arzt ein Diktat mit Bezug zu einem ausgewählten Patienten aufnehmen kann. Eine sichere Patienten­identifikation ist damit gegeben. Darüber hinaus hat der Umstieg auf die digitale Diktierlösung dazu geführt, dass die Arbeitsabläufe in der jeweiligen Einrichtung nun sogar noch effizienter sind.

Krankenhaus Landkreis Weilheim-Schongau

  

Beispiel: Quelle: KH-IT Journal 2/2010


Krankenhaus Landkreis Weilheim-Schongau
Bettenzahl: 559
PACS-Einführung - Verbund von 4 Standorten

Michael Stückl, Leiter Medizin­controlling
Kontakt:

Verbundweite Bild- und Befundkommunikation steigert Effektivität und Qualität der Patientenversorgung



Die Krankenhaus GmbH Landkreis Weilheim-Schongau ist 1995 aus dem Zusammenschluss der Kliniken Schongau, Weilheim, Peißenberg und Penzberg entstanden. Durch eine Schwerpunktbildung in den einzelnen Häusern besteht verbundweit eine sehr intensive Zusammenarbeit unter den einzelnen Kliniken. "Die spezialisierten Fachärzte sind über die vier Standorte verteilt, arbeiten jedoch für alle Häuser", erläutert Michael Stückl, Leiter Medizincontrolling. Bei unfallchirurgischen Fragestellungen beispielsweise werden die Röntgenaufnahmen im Klinikum Weilheim erstellt und zur Mitbeurteilung nach Schongau übertragen. Dort stellt der Spezialist die Indikationen und entscheidet über die weitere Behandlung. Wird eine Operation notwendig, fährt der Chirurg die 28 Kilometer zwischen den Häusern und erspart dem Patienten so den oft belastenden und kostenintensiven Transport.

Herausforderung Altdatenübernahme

Um die reibungslose Kommunikation zu gewährleisten, ist eine zentrale Archivierung und Standort übergreifende Verteilung der Bilder notwendig. Daher arbeitet der Klinikverbund Weilheim-Schongau seit knapp einem Jahr mit dem PACS des Ulmer IT-Dienstleisters GEMED. Neben den klassischen Funktionalitäten nimmt gerade bei der klinikübergreifenden Patientenbehandlung der Import externer Bilddaten, z.B. von CD-ROM oder Nicht-DICOM-Bilder, eine immer wichtigere Rolle ein. Den gewährleistet der GEMED-PACS-Integrator. Mit dem GEMED-PACS-Communicator baut der Verbund besagte Netze für teleradiologische Dienstleistungen auf. "Derzeit haben wir weiterbehandelnde Rehabilitationskliniken angeschlossen, die dann mit der Entlassung des Patienten bereits die Bilder und Befunde bekommen. So können sie sich besser auf die Patienten einstellen. Die Lösung werden wir nach und nach auch auf andere Partner ausweiten", so Stückl.



Michael Stückl, Leiet Medizincontrolling

Bevor die Ärzte reibungslos mit dem System arbeiten konnten, galt es eine Herausforderung zu meistern: "GEMED musste die bereits digital vorliegenden Bilder ins Archiv übernehmen und im Patientenkontext ablegen. Das hat sehr gut geklappt und auch wesentlich zur schnellen Akzeptanz beigetragen. Da bereits eine Reihe von Voraufnahmen abrufbar war, haben unsere Ärzte vom ersten Tag an den Nutzen des Systems erkannt und konnten die Arbeitsabläufe sofort optimieren. Es gab keinen parallelen Einsatz von analogen und digitalen Bildern", blickt Stückl zufrieden zurück.

Zeitersparnis und gesteigerte Diagnosequalität

Auch heute noch freut er sich über reibungslose Abläufe: "Jeder weiß stets wo ein Bild ist, er kann es nämlich schnell und einfach an jedem Bildschirm im Hause aufrufen." Alle Daten und Informationen der bildgebenden Verfahren stehen jederzeit ortunabhängig zur Verfügung. Im Klinikum Weilheim wurde als Ergebnis der guten Erfahrungen sofort das Handarchiv von den Stationen verbannt. "Wo vorher Stunden damit verbracht wurden, Bilder zu suchen und Röntgentüten zu holen, konnten sich die Stationskräfte von einem Tag auf den anderen wieder mehr um die Patienten kümmern", resümiert Stückl.

Die zentrale Datenarchivierung macht es möglich, dass zwei oder mehr Ärzte gleichzeitig ein Bild betrachten und sich live austauschen können. Das macht die im Klinikverbund Weilheim-Schongau so wichtigen Standort übergreifenden
Konsultationen möglich und steigert die Behandlungsqualität nachhaltig.

Vor der Behandlung steht jedoch die Diagnostik. Auch die gewinnt laut Stückl mit dem PACS eine neue Qualität: "Bedingt wird das durch die Möglichkeiten der Bild­ver­arbeitung und den einfachen Vergleich mit Voraufnahmen. Insgesamt wird durch schnellere Befundungsprozesse auch die Diagnosefindung beschleunigt. Das führt im Ergebnis zu einer schnelleren Einleitung der Patientenversorgung und verringert Warte- und Liegezeiten."

St. Hedwig Klinik GmbH Mannheim

 

  

Beispiel: Quelle: KH-IT Journal 2/2010


St. Hedwig-Klinik GmbH Mannheim
Bettenzahl: 667
Implementierung von ORBIS und HYDMedia - Ablösung von Clinicom
Werner Kratzmann, Geschäftsführer der Theresienkrankenhaus und St. Hedwig-Klinik GmbH
Kontakt:

Erfolgreicher Echtbetrieb von ORBIS und HYDMedia in der Theresienkrankenhaus und St. Hedwig-Klinik GmbH Mannheim


Erfolgreicher Echtbetrieb von ORBIS und HYDMedia in der Theresienkrankenhaus und St. Hedwig-Klinik GmbH Mannheim

Das Theresienkrankenhaus und die St. Hedwig-Klinik bilden seit 1995 eine gemeinsame Trägerschaft. Träger des Krankenhauses ist die Theresien­krankenhaus und St. Hedwig-Klinik GmbH Mannheim. Diese GmbH entstand im Jahre 1995 beim Zusammenschluss der beiden ehemals eigenständigen Mannheimer Krankenhäuser: Theresienkrankenhaus und St. Hedwig Klinik, welche 667 Betten versorgen und jährlich ca. 25.000 stationäre und 28.000 ambulante Patienten behandeln. Nach langjährigem Arbeiten mit den Kernsystemen Clinicom CareCenter von Siemens im stationären Umfeld (ca.17 Jahre) und iSOFT Lorenzo (früher GAP-IT) in der Ambulanz (ca. 20 Jahre) und einer Reihe von Subsystemen entschied sich die Theresienkrankenhaus und St. Hedwig-Klinik GmbH Mannheim im Jahr 2009 zum Umstieg auf ein neues, homogenes und modernes Gesamtsystem.



Auf der Basis eines ausführlichen Auswahlprozesses und umfangreicher Produkt-Workshops fiel die Wahl des Projektteams auf das workflowbasierte Krankenhaus­informationssystem (KIS) ORBIS® sowie HYDMedia DMS von Agfa HealthCare.



Werner Kratzmann, Geschäftsführer der Theresienkrankenhaus und St. Hedwig-Klinik GmbH, geht mit Optimismus in ein neues Zeitalter: „Bisher mussten wir mit einer sehr heterogenen IT-Landschaft unser Tagesgeschäft bestreiten. Das hat sich negativ auf die Verfügbarkeit von Informationen ausgewirkt. Mit dem sehr durchgängigen Klinik-Prozess-Steuerungssystem ORBIS haben wir gerade für die Mediziner und die Pflege eine maßgebliche Unterstützung der Arbeitsabläufe erreichen können.“

Die Auftragserteilung umfasste ein weit reichendes Paket von ORBIS-Modulen wie z.B. Administration (ambulant/stationär), Arztbriefschreibung, Leistungsstellenmanagement, Stationsarbeitsplatz, OP-Dokumentation/-Planung, Terminverwaltung und des HYDMedia-Archivs. Mit HYDMedia DMS wurde eine nahtlose Datenübernahme von dem bisher im Einsatz befindlichen Software-Produkt der Firma Siemens sichergestellt. Dies war ein wichtiger Bestandteil der Beauftragung an Agfa HealthCare, um relevante Daten aus der zum Teil langen Historie mit dem Altsystem in ORBIS verfügbar zu machen. Die neue Partnerschaft zwischen der Theresienkrankenhaus und St. Hedwigs-Klinik GmbH Mannheim und Agfa HealthCare hat mit dem Echtbetrieb zum 1.1.2010 ihre Feuerprobe bestanden.

Die bisherigen Systeme wurden abgelöst, Altdaten übernommen, HL7-Schnittstellen zu Subsystemen wie z.B. E&L, ORGACARD, Labor Roche, ICM, Gedowin, RIS/PACS von GE geschaffen, das Personal intensiv geschult und danach 24 Stationen sowie 10 Ambulanzen mit ORBIS erfolgreich in Betrieb genommen.
Die umfangreiche IT Investition führte bereits heute dazu, dass die Behandlungsprozesse optimiert und die Behandlungsqualität für die Patienten deutlich erhöht werden konnten, da alle wesentlichen Informationen zum Patienten krankenhausweit in ORBIS zur Verfügung stehen.

Auch in der Pflege wird sich ORBIS künftig positiv bemerkbar machen. Wo vorher die Dokumentation auf Papier kursierte, erfolgt die Dokumentation jetzt vermehrt EDV-gestützt. 
Mittelfristig sollen verstärkt mobile Endgeräte – Notebooks und Tablet-PCs – bis an das Patientenbett zum Einsatz kommen, um die medizinischen und pflegerischen Prozesse zu unterstützen. Diese erfolgreiche Umsetzung wäre ohne eine professionelle Projektarbeit auf beiden Seiten nicht möglich gewesen. Wie ein Team haben Mitarbeiter der Theresienkrankenhaus und St. Hedwigs-Klinik GmbH Mannheim und der Agfa HealthCare  zusammengearbeitet. Dies führte dazu, dass die gesetzten Ziele in der geplanten Zeit fristgerecht erreicht werden konnten und das gesamte Projekt erfolgreich in den Echtbetrieb überführt wurde.

So konnten beispielsweise die auf die letzten 3 Jahre geplante Altdatenübernahme aus deClinicom-System durch eine sehr gute Vorbereitung auf eine Altdatenübernahme der gesamtenletzten 17 Jahre ausgeweitet werden. Hierbei werden alle Patientenstammdaten samt aller Fälle und Aufenthalte, Diagnosen und Prozeduren sowie Arztbriefe und OP-Berichte in  ORBIS übernommen.


Zum Messestand auf



Krankenhaus-IT Journal 2/2010
Krankenhaus-IT Journal Ausgabe 6/2011

Krankenhaus-IT Testimonials Ausgabe 2012 



Inhalt

Kostenträger Entscheiderbrief


Inhalt

Deutsche Medizinmesse

GMDS-Leitlinie


Krankenhaus-IT TV-Beiträge